Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten des biblischen Lernens in einer 9. Klasse eines Gymnasiums, angesichts der in der Jugend häufig beobachteten Bibelmüdigkeit. Der aktuelle Diskurs schlägt einen hermeneutischen Ansatz vor, der das Subjekt als aktiven Mitschöpfer einbezieht und dialogische sowie interaktionale Lernformen fördert. Dies soll dem Relevanzverlust der Bibel im Jugendalter entgegenwirken, der auf die Heterogenität der Lerngruppe und unterschiedliche Glaubenskontexte zurückzuführen ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Persönliche Motivation
2. Wissenschaftliche Relevanz der Forschungsfrage
3. Methodische Entscheidungen
4. Geplanter Projektverlauf
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Einsatz subjektorientierter Lernmethoden im Religionsunterricht die Motivation von Jugendlichen einer neunten Gesamtschulklasse zur Auseinandersetzung mit biblischen Texten steigern kann. Dabei steht die Überbrückung der Diskrepanz zwischen traditioneller Bibeldidaktik und der Lebenswelt der Lernenden im Fokus.
- Analyse der Relevanz von biblischen Inhalten im Jugendalter
- Evaluation subjektorientierter Ansätze in der Bibeldidaktik
- Untersuchung der Korrelation zwischen Bibelnähe und Lernmotivation
- Konzeption eines empirischen Erhebungsinstruments (Fragebogen)
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Unterrichtspraxis
Auszug aus dem Buch
2. Wissenschaftliche Relevanz der Forschungsfrage
Der aktuelle Diskurs beschäftigt sich mit einem hermeneutischen statt materialkerygmatischen Umgang mit biblischen Texten, bei dem das „Subjekt als aktiver Mitschöpfer“2 beispielsweise in dialogischer, korrelativer und interaktionaler Weise eingebunden werden soll. Auf diese Weise soll dem konstatierten Relevanz, Erfahrungs- und Effektivitätsverlust der Bibel im Jugendalter entgegengewirkt werden, der sich zum einen nach Fowler mit dem Abschied vom mythisch-wörtlichen Glauben und dem Erreichen der synthetisch-konventionellen Glaubensstufe begründen ließe und zum anderen auf die Bibeldidaktik in der Sekundarstufe I zurückzuführen sei, der es nicht gelinge, Bibelleser*in und Bibeltexte miteinander ins Gespräch zu bringen.3 Eine empirische Umfrage ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Religionslehrenden in dieser Phase allerdings auch eine schwierige Position zukäme. Die Heterogenität der Lerngruppe stelle eine besondere Herausforderung dar. Besonders Jugendliche, die in einem Kontext aufgewachsen sind, in dem Glaube und Religiösität als negativ oder gleichgültig wahrgenommen wurde, tendieren in eine areligiöse Richtung.
Lediglich ein kleiner Teil dieser Gruppe reagiert entgegengesetzt und stellt eine innere Verbindung und Identifikation mit dem Glauben her.4
Zusammenfassung der Kapitel
1. Persönliche Motivation: Der Autor erläutert seine durch Schulpraktika geprägte Motivation, die Ursachen für mangelndes Interesse an biblischen Inhalten zu untersuchen und didaktisch fundierte Lösungsansätze zu entwickeln.
2. Wissenschaftliche Relevanz der Forschungsfrage: Dieses Kapitel betrachtet den theoretischen Diskurs um die Bibel im Jugendalter sowie die Herausforderungen durch die Heterogenität von Lerngruppen und formuliert daraus die zentralen Hypothesen.
3. Methodische Entscheidungen: Es wird das Forschungsdesign dargelegt, welches auf einem quantitativen Fragebogen basiert, um individuelle Schülerprofile und Lernvoraussetzungen systematisch zu erfassen.
4. Geplanter Projektverlauf: Hier werden die zeitlichen Rahmenbedingungen und Schritte von der Konzeption des Erhebungsinstruments bis hin zur geplanten Datenauswertung und Präsentation der Projektergebnisse erläutert.
Schlüsselwörter
Bibeldidaktik, Subjektorientierung, Religionsunterricht, Lernmotivation, Jugendliche, Hermeneutik, Empirische Forschung, Fragebogen, Religionspädagogik, Glaubensentwicklung, Bedingungsanalyse, Interessen, Schulpraktikum, Inhaltsfeld Bibel, Sekundarstufe I.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Frage, wie die Motivation von Neuntklässlern zur Beschäftigung mit der Bibel durch subjektorientierte Ansätze gesteigert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zu den zentralen Feldern gehören die moderne Bibeldidaktik, die religiöse Entwicklung im Jugendalter sowie die Analyse von Schülerinteressen und Lernvoraussetzungen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Steigert subjektorientiertes Lernen mit der Bibel die Motivation von Jugendlichen einer konfessionell katholischen Lerngruppe der Klasse 9?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um ein empirisches Forschungsdesign, das eine quantitative Datenerhebung mittels eines strukturierten Fragebogens vorsieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Forschungsfrage, der methodischen Begründung des Vorgehens sowie der detaillierten Planung der Datenerhebung im schulischen Kontext.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Bibeldidaktik, Subjektorientierung, empirische Forschung und Lernmotivation.
Warum wird als Zielgruppe eine 9. Klasse ausgewählt?
Die Wahl der 9. Klasse begründet sich durch die im theoretischen Diskurs konstatierte „Bibelmüdigkeit“ in dieser Altersphase und die Notwendigkeit, hier neue fachdidaktische Impulse zu setzen.
Welche Rolle spielt die Heterogenität der Lerngruppe für die Untersuchung?
Die Heterogenität stellt eine besondere Herausforderung dar, da die unterschiedlichen religiösen Biografien und Einstellungen der Schülerinnen und Schüler einen starken Einfluss auf die Offenheit gegenüber biblischen Themen haben.
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- Anonym (Author), 2024, Steigert subjektorientiertes Lernen mit der Bibel die Motivation von Jugendlichen einer Lerngruppe der 9. Klasse?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1503368