Familie hat mehr Gesichter als Vater, Mutter und biologisches Kind. Die Veränderung gesellschaftlicher Werte und die erhöhte Akzeptanz alternativer Lebensformen führen in Deutschland zu einer Pluralisierung der Familienformen. Diese Diversität und Heterogenität ist der Schwerpunkt dieses Referates.
Nach einer Begriffserklärung, wird auf die unterschiedlichen Formen von Elternschaft und Geburtenentwicklung eingegangen. Nicht jedes Elternpaar ist heutzutage verheiratet und nicht jedes Kind lebt mit seinem Vater und seiner Mutter zusammen. Es existieren unterschiedlichste Familienformen. Diese werden in Kapitel 3.2 beschrieben. In Kapitel 3.3 wird die Dynamik der einzelnen Familienformen beschrieben. Das Referat schließt mit einem persönlichen Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Diversität und Heterogenität - Begrifflichkeiten
3 Familie
3.1 Elternschaft
3.1.1 Rollenbild der Eltern
3.1.2 Biologische, rechtliche, familiäre und soziale Elternschaft
3.1.3 Geburtenentwicklung und Geburtenzahl
3.2 Familiendiversität
3.2.1 Geschichtlicher Abriss
3.2.2 Kernfamilie
3.2.3 Einelternfamilie
3.2.4 Stieffamilie / Patchworkfamilie
3.2.5 Adoptiv- und Pflegefamilie
3.2.6 Regenbogenfamilie
3.2.7 Familie mit Migrationshintergrund
3.3 Dynamik von Lebensformen
4 Persönliches Fazit
Zielsetzung und Themen
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die zunehmende Diversifizierung von Familienformen in Deutschland zu beleuchten und insbesondere die Rolle der heutigen Elternschaft sowie deren wandelnde Dynamiken zu untersuchen.
- Grundlagen der Begriffe Diversität und Heterogenität.
- Entwicklung und Wandel des Rollenbildes von Eltern.
- Klassifizierung verschiedener Familienformen (Kernfamilie, Eineltern-, Patchwork-, Adoptiv-, Pflege- und Regenbogenfamilien).
- Auswirkungen gesellschaftlicher Rahmenbedingungen auf die Elternschaft und Geburtenzahlen.
- Analyse der Dynamik von Lebensformen und deren soziologischer Bedeutung.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Rollenbild der Eltern
1949 wurde in Artikel 3 des Grundgesetzes die Gleichberechtigung von Mann und Frau aufgenommen. Zwischen rechtlich verankert und gesellschaftlich akzeptiert, klafft jedoch eine große Lücke. Denn innerhalb der Familie ist die Frau, auch per Familienrecht, weiterhin dem Patriarchat des Mannes unterstellt (von Drach, 2016). „Der Mann als Oberhaupt verdiente die Brötchen, die Frau als sorgende Mutter hatte sie zu schmieren“ (Eggen, 2020, S. 4 Abs. 2). Die Dominanz des Vaters zeigt sich auch in der Kindererziehung, denn der Vater entscheidet über die Zukunft der Kinder (Eggen, 2020).
In den 80er Jahren ändert sich diese Rollenverteilung hin zu einer gleichberechtigten Partnerschaft (Eggen, 2020), die durch staatliche Initiativen begünstigt wird. Beispiele hierfür sind die Einführung von Elterngeld, die Flexibilisierung der Elternzeit (BPB, 2016) oder das Zweite Führungspositionen-Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen (BMFSFJ, 2021c). Doch Frauen und speziell Mütter sind immer noch benachteiligt, zum Beispiel bei der Besetzung von Führungspositionen mit einem aktuellen Frauenanteil von 28,9 % (Probst & Deutsch, 2022) oder bei der Entlohnung. Frauen verdienen im Jahr 2020 um durchschnittlich 18 % weniger als Männer (Statistisches Bundesamt, 2022).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Familie als zentralen Wert dar und leitet zur Untersuchung der Pluralisierung von Familienformen in Deutschland über.
2 Diversität und Heterogenität - Begrifflichkeiten: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Diversität und Heterogenität im soziologischen Kontext und nennt die Treiber dieses Wandels, wie Individualisierung und Diversifizierung.
3 Familie: Das Kernkapitel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Familienformen, die rechtlichen Grundlagen von Elternschaft sowie demografische Entwicklungen.
4 Persönliches Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die Diversität von Lebensformen gesellschaftlich präsenter ist, betont jedoch strukturelle Hürden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Schlüsselwörter
Diversität, Heterogenität, Familie, Elternschaft, Rollenbild, Familiendiversität, Pluralisierung, demografischer Wandel, Patchworkfamilie, Regenbogenfamilie, Einelternfamilie, Erwerbstätigkeit, Vereinbarkeit, Individualisierung, Familienformen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Vielfalt und Heterogenität von Familienformen und der Rolle von Elternschaft in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Klärung von Diversität, dem Wandel von Rollenbildern, verschiedenen Familienmodellen und dem demografischen Wandel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Elternschaft und Familienformen angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und Individualisierung gewandelt haben.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf statistischen Daten und soziologischen Fachpublikationen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begrifflichkeiten sowie die detaillierte Beschreibung verschiedener Familienformen und deren soziodynamischer Hintergründe.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Schlagworten zählen Familiendiversität, Rollenbild, Regenbogenfamilie, Patchworkfamilie und Vereinbarkeit.
Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Elternschaft in der Arbeit?
Die Arbeit analysiert kritisch die historische und aktuelle Rollenverteilung zwischen Vätern und Müttern und zeigt auf, dass trotz rechtlicher Gleichberechtigung noch immer strukturelle Benachteiligungen existieren.
Was besagt die Arbeit über Familien mit Migrationshintergrund?
Familien mit Migrationshintergrund leben laut der Arbeit häufiger in traditionell geprägten Modellen und sind zusätzlich mit ökonomischen Herausforderungen wie Armutsrisiken konfrontiert.
- Arbeit zitieren
- Lisa Krause (Autor:in), 2022, Diversität und Heterogenität von Elternschaft. Familie, Familiendiversität und die Dynamik von Lebensformen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1499617