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Herausforderungen und Potenziale der Erschließung von DDR-Archiven: Einblicke und Perspektiven

Titel: Herausforderungen und Potenziale der Erschließung von DDR-Archiven: Einblicke und Perspektiven

Essay , 2024 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Deborah Rohne (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Essay diskutiert die These, dass DDR-Bestände aufgrund der Verwaltungsstrukturen und Arbeitsabläufen besondere Anforderungen an die heutige Erschließung durch Archive stellen, stellt verschiedene Positionen aus der Literatur gegenüber und macht Lösungsvorschläge.

Während der friedlichen Revolution und mit dem Ende der DDR war die Sicherung der Unterlagen, insbesondere jener der Staatsicherheit, ein zentrales Anliegen der Bürgerbewegung, sodass Wilke die erkämpfte Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen gar als eine „Selbstbefreiung der DDR-Gesellschaft“ (Wilke) und die Öffnung der DDR-Archive als ein Erbe der friedlichen Revolution begreift, welches die DDR-Überlieferung unverzichtbar mache. Trotz dieser Öffnung und der Aufhebung allgemeiner Schutzfristen in einigen ostdeutschen Archivgesetzen bleiben DDR-Bestände in vielen Häusern aufgrund ihres Erschließungszustandes Benutzern und damit der Forschung nicht oder nur schwer zugänglich. Die These dieser Arbeit ist dahingehend zu entwickeln, dass für DDR-Bestände besondere Anforderungen für die Erschließung gelten, die in der Folge genauer herauszuarbeiten sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Schriftgutverwaltung und archivische Erschließung in der DDR

2.1 Herausforderungen der Schriftgutverwaltung

2.2 Die Rolle der Ordnungs- und Verzeichnungsgrundsätze (OVG)

3. Erschließungspraxis und ihre Problematiken

3.1 Archivische Maßnahmen bei ungeordneten Beständen

3.2 Besonderheiten der Verzeichnung und Enthält-Vermerke

3.3 Umgang mit DDR-typischer Sprache und Indizierung

4. Strategien zur Verbesserung der Benutzbarkeit

4.1 Schnittstellen und Beratung bei komplexen Strukturen

4.2 Priorisierung der Erschließung und Retrokonversion

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen bei der archivischen Erschließung von DDR-Unterlagen und entwickelt Lösungsansätze, um diese Bestände trotz ihrer komplexen Entstehungsgeschichte und mangelhaften ursprünglichen Schriftgutverwaltung für die Forschung zugänglich zu machen.

  • Analyse der Mängel in der DDR-Schriftgutverwaltung
  • Evaluation der Bedeutung der Ordnungs- und Verzeichnungsgrundsätze (OVG)
  • Problematiken bei der Erschließung von "Materialsammlungen" statt klassischer Akten
  • Umgang mit DDR-spezifischem Vokabular in Verzeichnungseinheiten
  • Priorisierung von Erschließungsprojekten und Einsatz von Retrokonversion

Auszug aus dem Buch

Die Problematik der DDR-Schriftgutverwaltung

Während der friedlichen Revolution und mit dem Ende der DDR war die Sicherung der Unterlagen, insbesondere jener der Staatsicherheit, ein zentrales Anliegen der Bürgerbewegung, sodass Wilke die erkämpfte Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen gar als eine „Selbstbefreiung der DDR-Gesellschaft“ (Wilke, S. 17) und die Öffnung der DDR-Archive als ein Erbe der friedlichen Revolution begreift, welches die DDR-Überlieferung unverzichtbar mache. Trotz dieser Öffnung und der Aufhebung allgemeiner Schutzfristen in einigen ostdeutschen Archivgesetzen bleiben DDR-Bestände in vielen Häusern aufgrund ihres Erschließungszustandes Benutzern und damit der Forschung nicht oder nur schwer zugänglich. Die These dieser Arbeit ist dahingehend zu entwickeln, dass für DDR-Bestände besondere Anforderungen für die Erschließung gelten, die in der Folge genauer herauszuarbeiten sind.

Erschließung ist eine der Kernaufgaben des Archivs, der „Dreh- und Angelpunkt archivischer Arbeit“ (Wilke, S. 22), der sich durch die innere Ordnung eines Bestandes und dessen Verzeichnung definiert. Dasselbe galt in der DDR, wo staatliche Archive mit der Erschließung ihren Teil zur sozialistischen Gesellschaftsordnung beitrugen, wie aus der Einleitung der Ordnungs- und Verzeichnungsgrundsätze der DDR hervorgeht.

Die Archivare in der DDR waren wie auch ihre Kollegen in der BRD mit zahlreichen Herausforderungen wie den seriellen Massenakten der 70er und 80er Jahre konfrontiert. Zudem war insbesondere in der DDR die Schriftgutverwaltung in den ersten Nachkriegsjahren nicht stringent, hervorgerufen durch häufige Verwaltungsänderungen und Behördenumstrukturierungen, sowie eine Ablehnung der Errungenschaften der Büroreform. Aktenpläne existierten selten und erst allmählich bildeten sich Ordnungsprinzipien hervor. Zudem verhinderten gerade in der Frühzeit der DDR Sachbearbeiterablagen und nur schlecht arbeitende Zentralregistraturen eine systematische Aktenführung. Schreyer führt an Mängeln in der Schriftgutverwaltung 1999 insbesondere die Bildung einzelner Akteneinheiten, unklare Regelungen des Geschäftsganges, das Fehlen von durchgängigen Bestandsgliederungen anhand von Aktenplänen und die Existenz von Sonderregistraturen z. B. Verschlusssachen auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel verortet das Archivgut der DDR im Kontext der deutschen Geschichte und stellt die These auf, dass aufgrund der mangelhaften Schriftgutverwaltung besondere Erschließungsanforderungen bestehen.

2. Schriftgutverwaltung und archivische Erschließung in der DDR: Das Kapitel beleuchtet die historischen Herausforderungen der Aktenführung unter den Bedingungen der DDR-Bürokratie und analysiert die Wirkung der Ordnungs- und Verzeichnungsgrundsätze (OVG).

3. Erschließungspraxis und ihre Problematiken: Hier werden praktische Hürden bei der Bearbeitung ungeordneter Bestände sowie die Notwendigkeit von Enthält-Vermerken und der Umgang mit fachsprachlichen Begriffen der DDR erörtert.

4. Strategien zur Verbesserung der Benutzbarkeit: Dieses Kapitel diskutiert Methoden wie die Priorisierung von Erschließungsarbeiten und die Retrokonversion als Mittel, um die Benutzbarkeit von Archivalien trotz komplexer Verwaltungsstrukturen zu erhöhen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Notwendigkeit einer fachgerechten Erschließung, die sowohl die Bedürfnisse der Forschung als auch die Möglichkeiten der Archive berücksichtigt.

Schlüsselwörter

DDR-Archivgut, Archivische Erschließung, Schriftgutverwaltung, SED-Unterlagen, Enthält-Vermerke, Ordnungsprinzipien, Provenienz, Retrokonversion, Aktenbildung, DDR-Sprachgebrauch, Quellenwert, Staatsarchiv, Findmittel, Bestandserhaltung, Forschungszugang

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der archivischen Erschließung von Unterlagen aus der Zeit der DDR und beleuchtet, wie trotz unzureichender ursprünglicher Schriftgutverwaltung ein besserer Zugang für die Forschung geschaffen werden kann.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die historische Schriftgutverwaltung der DDR-Behörden, die Anwendung der Ordnungs- und Verzeichnungsgrundsätze, die Herausforderungen bei der Verzeichnung von "Materialsammlungen" sowie Methoden der Retrokonversion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen und Arbeitstechniken zu identifizieren, die notwendig sind, um DDR-Bestände strukturiert und benutzerorientiert zu erschließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen aus verschiedenen deutschen Staats- und Facharchiven zur Erschließung von DDR-Beständen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die administrativen Defizite der DDR-Zeit als auch konkrete archivarische Lösungsansätze wie die Arbeit mit detaillierten Enthält-Vermerken und die Priorisierung von Teilbeständen diskutiert.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DDR-Bestände, Erschließung, Findmittel, Provenienz, Aktenbildung, Retrokonversion und Benutzerorientierung.

Warum ist die Sprache in DDR-Akten ein Problem für die heutige Nutzung?

Die zeitgenössische, oft verklausulierte DDR-Sprache und politisch ideologisierte Begrifflichkeiten führen häufig dazu, dass heutige Nutzer ohne zusätzliche Aufschlüsselung oder Indizierung die gesuchten Informationen schwer finden können.

Welche Rolle spielen die Ordnungs- und Verzeichnungsgrundsätze (OVG)?

Die OVG von 1964 waren der Versuch, die in Archiven und Registraturen herrschende Unordnung durch Normung und Mehrstufigkeit zu beherrschen, blieben jedoch in der Praxis sehr unterschiedlich wirksam.

Inwiefern beeinflusst die "Materialsammlung" die archivarische Arbeit?

Da in vielen DDR-Beständen die ursprüngliche Aktenbildung mangelhaft war und Dokumente oft aus ihrem Entstehungszusammenhang gerissen wurden, müssen Archivare diese "Materialsammlungen" oft aufwendig neu ordnen und bewerten.

Warum wird im Dokument das Beispiel des Bezirkstags Leipzig hervorgehoben?

Der Bestand 20237 (Bezirkstag/Rat des Bezirkes Leipzig) dient als Positivbeispiel dafür, wie durch die Überprüfung alter Findmittel, die Bildung von Enthält-Vermerken und eine klare Priorisierung der Erschließung die Nutzbarkeit für die Forschung signifikant verbessert wurde.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Herausforderungen und Potenziale der Erschließung von DDR-Archiven: Einblicke und Perspektiven
Note
1,0
Autor
Deborah Rohne (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
10
Katalognummer
V1496342
ISBN (eBook)
9783389055731
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Archivwissenschaft DDR Erschließung Archiv OVG Ordnung Verzeichnung SED Verwaltungsarchiv Parteiarchiv Staatsarchiv
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Deborah Rohne (Autor:in), 2024, Herausforderungen und Potenziale der Erschließung von DDR-Archiven: Einblicke und Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1496342
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Leseprobe aus  10  Seiten
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