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Der Erwerb von "Bildungssprache". Begriffsgenese, Definitionsdiskurse und der Erwerb im Hinblick auf die soziale Herkunft

Titel: Der Erwerb von "Bildungssprache". Begriffsgenese, Definitionsdiskurse und der Erwerb im Hinblick auf die soziale Herkunft

Seminararbeit , 2024 , 12 Seiten

Autor:in: Bianca Naderer (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll sich mit der Thematik "Bildungssprache" auseinandersetzen. Hierbei wird eine Behandlung von zwei Teilthemen erfolgen: Im ersten Teil der Arbeit soll eine eingehende Beschäftigung mit den Termini "Bildungssprache" und "bildungssprachliche Kompetenz" stattfinden. Im zweiten Teil der Arbeit wird hingegen auf den Zusammenhang zwischen Erwerb von Bildungssprache und sozialer Herkunft eingegangen.

Dabei werden folgende Forschungsfragen gestellt: Woher kommt der Terminus "Bildungssprache" und wie wird er definiert? Was ist "bildungssprachliche Kompetenz" und was beeinflusst ihren Erwerb? Welche sozialen Strukturen begünstigen oder erschweren den Erwerb von "Bildungssprache"?

Im ersten Teil wird genauer auf den Begriff "Bildungssprache" eingegangen. Dabei wird eine Beschreibung der Begriffsgenese, von der erstmaligen Erwähnung von anfangs nicht deckungsgleichem Begriff und Phänomen, über die Vereinigung dieser bis zu aktuellen Definitionen stattfinden. Danach findet eine Beschäftigung mit der "bildungssprachlichen Kompetenz" statt. Die Fähigkeiten, welche unter dem Begriff "bildungssprachlicher Kompetenz" verstanden werden, werden beschrieben und häufige Fehler im Erwerb geschildert.

Im letzten Kapitel findet eine Beschäftigung mit dem schulischen Erwerb von Bildungssprache mit Fokus auf die soziale Herkunft statt. Hier findet eine kurze Erwähnung von Basil Bernsteins‘ Defizithypothese statt, bevor das darauf basierende Modell von Jims Cummins mit der alltagsprachlich-dialogischen und der kognitiv-akademischen Kompetenz dargestellt wird. Am Ende der Arbeit findet eine kurze Beschäftigung mit den Konsequenzen einer nicht ausreichenden Beherrschung von "Bildungssprache" statt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Begriff „Bildungssprache“

1.1. Herkunft des Begriffes „Bildungssprache“

1.2. Definition von „Bildungssprache“

1.2.1. Begriffsgenese durch Max Scheler und Jürgen Habermas

1.2.2. Aktuelle Definitions- und Konzeptionalisierungsversuche

2. Bildungssprachliche Kompetenz

2.1. Merkmale von „bildungssprachlicher Kompetenz“

2.2. Merkmale einer „fehlerhaften Bildungssprache“ im Erwerb

3. Die Rolle der sozialen Herkunft beim Erwerb von „Bildungssprache“

3.1. „Defizithypothese“ nach Basil Bernstein

3.2. ‚BICS‘ und ‚CALP‘ nach Jim Cummins 2008

3.3. Konsequenzen

Conclusio

Zielsetzung & Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Bildungssprache, beleuchtet deren historische Genese sowie aktuelle Definitionsansätze und analysiert den Zusammenhang zwischen dem Erwerb bildungssprachlicher Kompetenzen und dem sozioökonomischen Hintergrund der Lernenden.

  • Historische Entwicklung und Begriffsgeschichte der Bildungssprache
  • Merkmale und Charakteristika bildungssprachlicher Kompetenz
  • Analyse typischer Lernfehler beim Übergang zur Bildungssprache
  • Soziolinguistische Erklärungsmodelle zur Abhängigkeit von sozialer Herkunft
  • Auswirkungen eingeschränkter Bildungssprachkompetenz auf den Schulerfolg

Auszug aus dem Buch

1.1. Herkunft des Begriffes „Bildungssprache“

Der Begriff „Bildungssprache“ wurde in seinen Anfängen mit einer abweichenden Bedeutung verwendet. So wurde mit dem Begriff „Bildungssprache“ ursprünglich jene Sprache bezeichnet, welche in Bildungsinstitutionen verwendet wurde. Folglich war bis in das 16. Jahrhundert das Lateinische die „Bildungssprache“ für den europäischen und deutschen Sprachraum (vgl. Ortner, 2009, S. 2229).

Der Terminus „Bildungssprache“ erfuhr in der neueren Sprachgeschichtsschreibung eine Bedeutungsmodifikation: Nun wurde damit eine bestimmte Varietät innerhalb der Nationalsprache bezeichnet. Die Varietät als eine besondere Form und Anwendung von Sprache wurde allerdings schon zuvor registriert und beschrieben. Hier wurde allerdings der Begriff „Büchersprache“ verwendet (vgl. Tschernig, 2020, S. 23). So schrieb der deutsche Philosoph Moses Mendelsohn bereits im Jahre 1784:

„Die Worte ‚Aufklärung‘, ‚Kultur‘ ‚Bildung‘ sind in unserer Sprache noch neue Ankömmlinge. Sie gehören vor der Hand bloß zur Büchersprache. Der gemeine Haufe verstehet sie kaum.“ (Mendelsohn 1784, zit. nach: ebd.)

Hiermit möchte Moses Mendelsohn ausdrücken, dass die die Verwendung eines reicheren und anspruchsvollen Wortschatzes vorwiegend beim Bildungsbürgertum und weniger beim „gemeinen Volk“ zu beobachten ist (vgl. Tschernig, 2020, S. 23).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Zielsetzung der Arbeit und die zentralen Forschungsfragen zur Definition, zum Erwerb und zur sozialen Bedingtheit von Bildungssprache.

1. Der Begriff „Bildungssprache“: Dieses Kapitel erläutert die etymologische Herkunft, die historische Entwicklung sowie die wissenschaftliche Begriffsgenese durch Theoretiker wie Scheler und Habermas.

2. Bildungssprachliche Kompetenz: Hier werden die definierenden Merkmale der Bildungssprache sowie typische Fehlerphänomene beim Spracherwerb und der Wortschatzentwicklung analysiert.

3. Die Rolle der sozialen Herkunft beim Erwerb von „Bildungssprache“: Das Kapitel verknüpft sprachtheoretische Modelle (Bernstein, Cummins) mit der Schulerfahrung von Kindern aus unterschiedlichen sozialen Kontexten.

Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung der Bildungssprache als Schlüsselvarietät für schulischen und gesellschaftlichen Erfolg.

Schlüsselwörter

Bildungssprache, bildungssprachliche Kompetenz, Begriffsgenese, soziale Herkunft, Defizithypothese, elaborierter Code, BICS, CALP, Schulerfolg, Sprachregister, Ausbauwortschatz, Sprachförderung, Zweitsprache, Linguistik, Bildungsbenachteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, der Bedeutung und den Herausforderungen beim Erwerb von Bildungssprache im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Begriffsgeschichte der Bildungssprache, die Analyse bildungssprachlicher Kompetenz sowie den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Spracherwerb.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Begriff „Bildungssprache“ wissenschaftlich einzuordnen und aufzuzeigen, warum der Zugang dazu maßgeblich über Bildungschancen entscheidet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse soziolinguistischer und spracherwerbstheoretischer Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Definitionen der Bildungssprache geklärt, danach die Merkmale der Kompetenz sowie die Fehlertypen beschrieben und schließlich soziologische Erklärungsmodelle wie Bernsteins Defizithypothese und Cummins' Kompetenzmodell diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bildungssprache, soziale Herkunft, elaborierter Code, BICS, CALP und Bildungschancen.

Was unterscheidet den „restringierten“ vom „elaborierten“ Code nach Bernstein?

Der elaborierte Code zeichnet sich durch Kontextentbundenheit und hohe Explizitheit aus, während der restringierte Code personenorientiert und kontextabhängig ist.

Was ist der Kernunterschied zwischen BICS und CALP nach Jim Cummins?

BICS (Basic Interpersonal Communication Skills) bezeichnet die alltagssprachliche, dialogische Kompetenz, während CALP (Cognitive Academic Language Proficiency) die kognitiv-akademische Sprachkompetenz für komplexe schulische Inhalte beschreibt.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Erwerb von "Bildungssprache". Begriffsgenese, Definitionsdiskurse und der Erwerb im Hinblick auf die soziale Herkunft
Hochschule
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Autor
Bianca Naderer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
12
Katalognummer
V1494414
ISBN (eBook)
9783389051689
ISBN (Buch)
9783389051696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungssprache DaZ Deutsch als Zweitsprache Sprachaufmerksamer Fachunterricht Schulsprache Habermas Bildungssprachliche Kompetenz Defizithypothese Bernstein
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bianca Naderer (Autor:in), 2024, Der Erwerb von "Bildungssprache". Begriffsgenese, Definitionsdiskurse und der Erwerb im Hinblick auf die soziale Herkunft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1494414
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Leseprobe aus  12  Seiten
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