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Die Darstellung der weiblichen Rache in Hugo von Hofmannsthals "Elektra"

Titel: Die Darstellung der weiblichen Rache in Hugo von Hofmannsthals "Elektra"

Hausarbeit , 2021 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lale Fröhlich (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der ausführlichen Analyse des weiblichen Rachemotivs der Figur Elektra in Hofmannsthals gleichnamigem Werk.

Emotionen haben einen erheblichen Einfluss auf unser psychisches Wohlbefinden. Fokussiert man sich zu sehr auf die als negativ bewerteten Affekte, wie z.B. Wut, die man zwangsläufig im Laufe seines Lebens erfahren wird, so kann sich dies unter Umständen dysfunktional auf die Psyche auswirken. Bereits seit der Antike gibt es kontroverse Diskurse, inwiefern sich die Einflüsse von Emotionen auf unser Verhalten auswirken können. Die Varianz und Beurteilung von Affekten unterliegen in ihrer Wertung nicht nur den Empfindungen des Betroffenen, sondern auch denen der jeweiligen gesellschaftlichen Normen und Werte, sodass diese nicht ungeachtet davon erlebt und beurteilt werden können. Betrachtet man das im Jahre 1903 erschienene Werk Hofmannsthals im Zeitalter der Moderne, so kann davon ausgegangen werden, dass auch er nicht frei von den damaligen gesellschaftlichen Diskursen gewesen sein wird. Diese Zeit ist unter anderem geprägt durch die im 19. Jhdt. durch Breuer und Freud veröffentlichten Studien zur weiblichen Hysterie und Sexualität sowie auch zur Weiblichkeit im Allgemeinen. Die Frau als solche ist zunehmend in den Fokus der medizinisch-wissenschaftlichen Interessen gerückt. Freud postuliert: „dass man das Weib nicht verstehen kann, wenn man nicht diese Phase der präödipalen Mutterbindung würdigt.“ Damit ist gemeint, dass die allererste Liebe eines Mädchens ihrer Mutter vorbehalten ist. Die Intensität dieser Liebe kann auch Feindseligkeit und Hass bedingen, wenn die Liebeserwartungen der Tochter durch die Mutter nicht erfüllt werden. Diese Ambivalenz ist auf Hofmannsthals "Elektra" übertragbar, wenngleich diese Vorlesung Freuds auch zeitlich später anzusiedeln ist. Die im 19. Jhdt. von Josef Breuer und Siegmund Freud veröffentlichten Studien über Hysterie widmen sich ebenfalls der weiblichen Psyche und Sexualität. Auch diese Veröffentlichung hat einen Diskurs, gerade auch in Bezug auf von Hofmannsthals "Elektra" und deren „hysterischen“ Charakter, ausgelöst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Figuren

2.1 Figurenkonstellation

2.2 Die Inszenierung der Figuren Elektra und Klytämnestra durch ihre Kostüme

3. Motive der Rache

3.1 Stilistische Mittel in Haupt- und Nebentext

3.2 Das Ende der Elektra und ihrer Rache

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen und die eskalierende Wirkung der weiblichen Rache in Hugo von Hofmannsthals Drama „Elektra“. Dabei wird analysiert, inwiefern die Protagonistin durch traumatische Verletzungen, ihre soziale Isolation und die Misshandlungen durch die Täter in eine zerstörerische Fixierung getrieben wird, die letztlich zu ihrem Tod führt.

  • Analyse der komplexen Figurenkonstellation im Frauentrio um Elektra
  • Untersuchung der szenischen Inszenierung durch Kostüm und Symbolik
  • Betrachtung von Rachemotiven im Kontext von Trauma und Missbrauch
  • Interpretation der stilistischen Mittel in Haupt- und Nebentext
  • Beurteilung der psychologischen Dimension von Elektras „Besessenheit“

Auszug aus dem Buch

3.1 Stilistische Mittel in Haupt- und Nebentext

Kennzeichnend für dieses Werk ist die ihm vorausgehende Grundstimmung, welche maßgeblich durch die Auswahl der Tageszeit bestimmt wird. Das gesamte Drama spielt in der Dämmerung, daher ist die Bühne nur schwach beleuchtet.35 Diese düstere Grundsituation fungiert gleichsam als Spiegel für die im Stück behandelte Thematik. Düstere Emotionen, wie beispielsweise Hass, Einsamkeit, Trauer und Rache, bestimmen die Handlungsmotive sowie den Handlungsverlauf. Besonders die Emotion der Rache, in Bezug auf die Protagonistin Elektra, wird äußerlich wie auch inhaltlich in Hofmannsthals Drama auf unterschiedliche Weise dargestellt. Es finden sich sowohl im Haupttext, als auch im Nebentext mehrere Verweise auf diesen emotionsgesteuerten Handlungswunsch: In Ersterem finden sich diese, auf formaler wie auch inhaltlicher Ebene, vor allem in den langen Monologen Elektras sowie in Dialogen mit ihrer Schwester, im Streitgespräch mit ihrer Mutter, oder in Konversationen mit ihrem Bruder36.

Gerade der Einstiegsmonolog Elektras ist es jedoch, der viele Aspekte ihres Rachewunsches auf inhaltlicher Ebene wiedergibt. Auch ihre Einsamkeit wird deutlich, welche sie mit den Worten: „Allein! Weh, ganz allein“37 äußert. Unmittelbar danach klagt sie über den ermordeten Vater, indem sie dessen Geist unmittelbar adressiert38.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Emotionen und Rache im psychologischen Kontext ein und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen von Elektras Handeln.

2. Die Figuren: Dieses Kapitel erläutert die Personenkonstellation und analysiert, wie die Kostüme und die äußere Erscheinung der Figuren deren Charakter und soziale Stellung in der Familie widerspiegeln.

3. Motive der Rache: Hier werden die Gründe für Elektras Zerstörungswut beleuchtet sowie die Bedeutung von Licht, Dämmerung und weiteren stilistischen Mitteln für die düstere Atmosphäre des Stücks analysiert.

4. Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die zwanghafte Fixierung der Protagonistin, welche sie zur modernen, tragischen Figur macht, und ordnet ihren Tod als Konsequenz ihres erfüllten, aber selbstzerstörenden Rachewunsches ein.

Schlüsselwörter

Hofmannsthal, Elektra, Rache, Trauma, Psychoanalyse, Moderne, Klytämnestra, Figurenkonstellation, Blutmetaphorik, Missbrauch, Hysterie, PTBS, Weiblichkeit, Dramenanalyse, Rachefantasien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung weiblicher Rache in Hofmannsthals Drama „Elektra“ und hinterfragt die psychologischen Hintergründe sowie die fatale Entwicklung der Protagonistin.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Figurenkonstellation, die Bedeutung der szenischen Vorschriften (Kostüme), die psychologischen Auswirkungen von Trauma und die ästhetische Gestaltung von Rachemotiven.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und warum Elektras Rachegedanken eskalieren und welche Rolle dabei ihr soziales Milieu sowie ihr traumatisches Erleben spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die durch psychoanalytische Ansätze und medizinhistorische Diskurse des späten 19. Jahrhunderts ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung des Frauentrios, die Untersuchung der Kostüm-Inszenierung sowie eine detaillierte Analyse der sprachlichen und dramaturgischen Mittel, die Elektras Rache vorantreiben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe umfassen Elektra, Rache, Trauma, Moderne und psychologische Fixierung.

Wie interpretiert die Autorin Elektras „Hysterie“?

Die Autorin stellt die These auf, dass Elektras Verhalten weniger als klassische Hysterie, sondern eher als Folge eines schweren Traumas, möglicherweise als PTBS, gedeutet werden könnte.

Warum ist die Kostümierung laut der Arbeit so aussagekräftig?

Die Kostüme, etwa Elektras Lumpen im Vergleich zu Klytämnestras prunkvoll-blutrotem Gewand, dienen dazu, die soziale Hierarchie und die psychische Verfassung der Figuren unmittelbar sichtbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung der weiblichen Rache in Hugo von Hofmannsthals "Elektra"
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Germanistik)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,0
Autor
Lale Fröhlich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1485044
ISBN (eBook)
9783389038154
ISBN (Buch)
9783389038161
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elektra Rache Hofmannsthal
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lale Fröhlich (Autor:in), 2021, Die Darstellung der weiblichen Rache in Hugo von Hofmannsthals "Elektra", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1485044
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Leseprobe aus  20  Seiten
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