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Die Islampolitik Napoleons während der Ägyptenexpedition (1798-1801)

Titel: Die Islampolitik Napoleons während der Ägyptenexpedition (1798-1801)

Seminararbeit , 2009 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Cornelia Steinigen (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1798 – mit diesem Jahr, in dem französische Truppen unter Napoleon (1769-1821) in
Ägypten einmarschierten, wird üblicherweise der Beginn des „modernen Ägyptens“ festgesetzt.
Die französische Ägyptenexpedition dauerte bis August 1801 und stellte den
ersten direkten Kontakt eines arabisch-islamischen Landes mit Westeuropa nach den
Kreuzzügen dar. Diese Kollision ließ nicht nur die Ägypter aus ihrer passiven Lage unter
osmanischer Oberherrschaft mit den Franzosen oder gegen sie aktiv werden, sondern
führte auch zum Erwachen der ganzen islamischen Welt der damaligen Zeit.
1777 kam in Frankreich der Plan auf, Ägypten, das für Napoleon damals „wichtigste
Land der Welt“, zu einer französische Kolonie zu machen und somit die Gebietsverluste
Frankreichs aus dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763) zu kompensieren. Ägypten sollte
der Ausgangspunkt für ein im Orient zu errichtendes französisches Imperium sein. Außerdem
setzte man mit der Eroberung Ägyptens darauf, den Handel Großbritanniens mit
Indien und somit einen essentiellen Teil der britischen Wirtschaftskraft zu stören.
In der vorliegenden Arbeit soll der Schwerpunkt auf der französischen Religionspolitik
in Ägypten liegen. Zunächst wird darauf kurz im Allgemeinen eingegangen, bevor sich
die weiteren Punkte im Speziellen mit der französischen Islampolitik Napoleons während
der Expedition beschäftigen. Es soll aufgezeigt werden, wie Napoleons persönliches Verhältnis
zum Islam aussah und wie er zum einen mit der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung
und zum anderen mit der muslimischen Oberschicht umging. Zudem soll die
vorliegende Arbeit den Wandel des napoleonischen Islamkonzeptes im Zeitverlauf nachvollziehen.
Seine Änderungen werden dabei an wichtigen historischen Ereignissen, dem
Kairoer Aufstand vom 21. Oktober 1798 und dem französischen Syrienfeldzug von Januar
bis Juni 1799, festgemacht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Die französische Islampolitik während der Ägyptenexpedition (1798-1801)

2.1 Allgemeines Konzept der französischen Islampolitik

2.2 Napoleons Islampolitik

2.2.1 Persönliche Beziehung Napoleons zum Islam

2.2.2 Vorbereitung und Ziele der Islampolitik in Ägypten

2.2.3. Beispiele konkreter Maßnahmen

2.2.3.1 Proklamation an die ägyptische muslimische Bevölkerung

2.2.3.2 Annäherung an die c'ulamā'

2.2.3.3 Napoleon praktiziert den Islam

2.2.4. Wandel in Napoleons Islampolitik ...

2.2.4.1 … nach dem Kairoer Aufstand vom 21. Oktober 1798

2.2.4.2 … nach dem französischen Syrienfeldzug (Januar-Juni 1799)

2.2.5 Bewertung

3 Zusammenfassung

4. Quellen

4.1 Bibliographie

4.2 Zeitschriften

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die französische Religionspolitik unter Napoleon Bonaparte während der Ägyptenexpedition von 1798 bis 1801. Ziel ist es, die Strategien Napoleons im Umgang mit der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung zu analysieren sowie den Wandel seines Islampolitik-Konzepts im Verlauf der Besatzungszeit anhand bedeutender historischer Ereignisse nachzuvollziehen.

  • Grundlagen des französischen Islampolitik-Konzepts
  • Napoleons persönliche Einstellung zum Islam und dessen Instrumentalisierung
  • Konkrete politische Maßnahmen und der Umgang mit den religiösen Eliten (c'ulamā')
  • Einfluss des Kairoer Aufstands und des Syrienfeldzugs auf die Religionspolitik
  • Die Transformation vom Islam-Bezug hin zum arabischen Patriotismus

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Persönliche Beziehung Napoleons zum Islam

Sein ganzes Leben lang, auch schon vor Beginn der Ägyptenexpedition, bekundete Napoleon seine Wertschätzung für den Islam, der bei ihm offensichtlich einen tiefen Eindruck hinterlassen hatte. Er soll zumindest über rudimentäre Kenntnisse des Korans verfügt haben. Aus dessen Lektüre zog er für sich persönlich Stärke und Hoffnung, nutzte dieses Wissen aber auch, um später seine Reformen in passender Weise der muslimischen Bevölkerung Ägyptens zu präsentieren.

Was Napoleon am Islam schätzte, war zum einen, dass es in dieser Religion weder einen Klerus noch einen Vatikan gibt, so dass ihm „[...] la religion de Mahomet [...] moins ridicule que la nôtre [...]“ erschien. Zum anderen mochte er die Verbindung aus Religion und Politik, derzufolge das Staatsoberhaupt in Personalunion auch das Religionsoberhaupt präsentierte. Die kalifale Staatskonzeption, bei der sich alle dem Staat unterzuordnen haben, kam seiner eigenen Vorstellung von staatlicher Machtausübung entgegen. So war es dann auch Napoleons Plan in Ägypten das Konzept eines mit der Religion vereinten Staates umzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung etabliert den historischen Rahmen der Ägyptenexpedition als ersten direkten Kontakt eines arabisch-islamischen Landes mit Westeuropa nach den Kreuzzügen und definiert den Schwerpunkt der Arbeit auf der französischen Religionspolitik.

2. Die französische Islampolitik während der Ägyptenexpedition (1798-1801): Dieses Kapitel analysiert das theoretische Konzept der französischen Religionspolitik sowie Napoleons spezifisches Vorgehen, von der persönlichen Instrumentalisierung des Islam bis hin zur Interaktion mit den religiösen Eliten.

3 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel rekapituliert die Entwicklung von Napoleons anfänglichem Versuch einer religiösen Annäherung hin zu einer Politik des arabischen Patriotismus nach den militärischen Erschütterungen durch den Aufstand und den Syrienfeldzug.

4. Quellen: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen auf, unterteilt in eine Bibliographie und ein Verzeichnis der herangezogenen Zeitschriften.

Schlüsselwörter

Ägyptenexpedition, Napoleon Bonaparte, Islampolitik, Religionspolitik, Kolonialismus, c'ulamā', Kairoer Aufstand, Syrienfeldzug, islamische Welt, arabischer Patriotismus, Religionsgeschichte, Frankreich, Orient, Kulturkontakt, Besatzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Napoleon Bonaparte während der französischen Ägyptenexpedition (1798–1801) den Islam politisch instrumentalisiert und genutzt hat, um die Besatzung zu legitimieren und die lokale Bevölkerung zu beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis Napoleons zum Islam, die diplomatischen Versuche der Annäherung an die religiösen Eliten (c'ulamā') sowie der strategische Wandel der Islampolitik nach kriegerischen Ereignissen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, das Konzept hinter Napoleons Islampolitik offenzulegen und zu zeigen, wie sich diese Strategie durch den Kairoer Aufstand und den Syrienfeldzug veränderte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung relevanter zeitgenössischer Quellen und historischer Fachliteratur basiert, um die Entwicklung der französischen Religionspolitik in Ägypten nachzuvollziehen.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Im Hauptteil werden neben Napoleons persönlicher Einstellung zum Islam konkrete Maßnahmen wie die Proklamation an die Bevölkerung, die Zusammenarbeit mit den Gelehrten sowie der Wandel in der Ausrichtung hin zum arabischen Patriotismus detailliert beschrieben.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Ägyptenexpedition, Napoleon, Religionspolitik, c'ulamā' und den Wandel des kolonialen Islampolitik-Konzepts beschreiben.

Wie reagierten die ägyptischen religiösen Eliten auf die französische Islampolitik?

Die meisten c'ulamā' blieben gegenüber Napoleon skeptisch und auf Distanz, obwohl er versuchte, sie durch finanzielle Anreize und politische Einbindung als Vermittler zwischen den Besatzern und der Bevölkerung zu gewinnen.

Warum änderte Napoleon nach dem Syrienfeldzug seine Strategie?

Nach dem aus französischer Sicht erfolglosen Syrienfeldzug und dem Kriegseintritt des Osmanischen Reiches sah Napoleon seine ursprüngliche Islampolitik als gescheitert an und versuchte stattdessen, die Ägypter durch den Aufruf zu einem arabischen Patriotismus vom Osmanischen Reich zu lösen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Islampolitik Napoleons während der Ägyptenexpedition (1798-1801)
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients)
Veranstaltung
Jüngere Arabische Geschichte
Note
1,0
Autor
Cornelia Steinigen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V148089
ISBN (eBook)
9783640580729
ISBN (Buch)
9783640580842
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Napoleon Islam Ägyptenexpedition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cornelia Steinigen (Autor:in), 2009, Die Islampolitik Napoleons während der Ägyptenexpedition (1798-1801), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/148089
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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