In dieser Arbeit werden die Aufgaben und Zielsetzungen der Sozialen Arbeit anhand einer theoriegeleiteten Beschreibung der sozialarbeiterischen Tätigkeit am Beispiel von Regens Wagner Holnstein analysiert. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern die Unterstützung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung als nachhaltige Förderung dient. Das Ziel lautet somit, die Aufgaben am konkreten Beispiel der Regens-Wagner-Stiftung zu analysieren, und somit einen Überblick über die Tätigkeiten in einer Wohngruppe zu geben. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird durch eine Recherche der wissenschaftlichen Grundlagen zu diesem Themenfeld durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1 Leitgedanke der Arbeit
2 Aufbau und Aufgaben von Regens-Wagner-Stiftungen
2.1 Leitbild
2.2 Struktur und Organisation
2.3 Dienstleistungen
3 Begriffsbestimmungen
3.1 Behinderung
3.2 Selbstbestimmung
4 Das Aufgabenspektrum der Sozialen Arbeit zur Förderung von Menschen mit Behinderung
4.1 Aufgaben und Zielsetzung der Förderung von Menschen mit Behinderung
4.2 Autonomie und Einschränkung – Selbstbestimmung und ihre Grenzen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die Aufgaben und Zielsetzungen der Sozialen Arbeit am Beispiel der Regens-Wagner-Stiftung Holnstein, um zu untersuchen, inwiefern die gezielte Unterstützung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung einen nachhaltigen Förderbeitrag leistet.
- Analyse des Leitbildes und der strukturellen Organisation der Regens-Wagner-Stiftungen.
- Theoretische Definition und Einordnung der Begriffe „Behinderung“ und „Selbstbestimmung“.
- Untersuchung des Aufgabenspektrums der Sozialen Arbeit im Kontext einer Wohngruppe.
- Reflexion des Spannungsfeldes zwischen institutionellen Rahmenbedingungen (Dienstplan) und individueller Autonomie der Bewohner.
Auszug aus dem Buch
4.2 Autonomie und Einschränkung – Selbstbestimmung und ihre Grenzen
Ein wichtiger Faktor ist das Zusammenspiel von Autonomie und Einschränkung der Bewohner. In Anbetracht der begrenzten Zeitspanne des Dienstplans wird ersichtlich, dass im Alltag der 10 Bewohner nur begrenzter Handlungsspielraum verbleibt (Trescher, 2016, S. 82). Die Bewohner sind aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Einschränkungen in ihrer Handlungsfreiheit von den Mitarbeitern abhängig. Dies wird ersichtlich, da derzeit keine Ausflüge, wie beispielsweise Kaffeefahrten durchgeführt werden können, da immer nur ein Mitarbeiter im Dienst ist.
Von Trescher (2016) wird sogar von einer „begrenzten persönlichen Handlungsökonomie“ gesprochen (2016, S. 83). Die Rahmenbedingungen bestimmen den Personalschlüssel und die Dienstplanung. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Einschränkungen im Bereich der Pflege und der Grundbedürfniserfüllung feststellbar. Ferner können die Bewohner nicht selbstständig festlegen, wann ihre Körperpflege erfolgen soll. Sie haben jedoch die Möglichkeit, die Vorgehensweise zu bestimmen, wie diese Abläufe durchgeführt werden. Demnach können die Bewohner bestimmen, ob sie geduscht oder gebadet werden möchten. Wobei zeitliche Einschränkungen aufgrund des Dienstplans berücksichtigt werden müssen.
Die Essenszeiten sind ebenfalls festgelegt. Bei einigen Bewohnern sind die Portionen vorgegeben, damit eine unkontrollierte Kalorienzunahme verhindert wird. Um dies sicherzustellen, wird die Küche der Wohngruppe „Anton“ von dem Betreuer bei nicht Verwendung abgesperrt. Somit ist es den Bewohnern gestattet, eine Zwischenmahlzeit nur mit Erlaubnis des Betreuers zu erhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Leitgedanke der Arbeit: Einführung in die Thematik der Sozialen Arbeit als wissenschaftliches Handlungsfeld und Darlegung der Forschungsfrage bezüglich der Förderung von Menschen mit Behinderung.
2 Aufbau und Aufgaben von Regens-Wagner-Stiftungen: Vorstellung des Leitbildes, der organisatorischen Struktur sowie der vielfältigen professionellen Dienstleistungsangebote des Trägers.
3 Begriffsbestimmungen: Klärung der zentralen Fachbegriffe „Behinderung“ und „Selbstbestimmung“ auf Basis wissenschaftlicher Konzepte und gesetzlicher Rahmenbedingungen.
4 Das Aufgabenspektrum der Sozialen Arbeit zur Förderung von Menschen mit Behinderung: Detaillierte Betrachtung der praktischen Arbeit in der Wohngruppe „Anton“ unter Berücksichtigung von pflegerischen sowie pädagogischen Aspekten.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Analyseergebnisse und Reflexion darüber, dass die Stärkung der Selbstbestimmung maßgeblich zur Steigerung des Lebensgefühls und der nachhaltigen Förderung beiträgt.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Regens-Wagner-Stiftungen, Behinderung, Selbstbestimmung, Teilhabe, Wohngruppe, Betreutes Wohnen, Pflege, Assistenz, Autonomie, Individuelle Förderung, Dienstplanung, Lebensqualität, Inklusion, Wohngruppe Anton.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Aufgaben und Zielen der Sozialen Arbeit, angewandt auf die Unterstützung von Menschen mit Behinderung in stationären Wohngruppen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Organisation von Regens-Wagner-Stiftungen, der Definition von Behinderung und Selbstbestimmung sowie der praktischen Umsetzung von Betreuungsleistungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die Förderung der Selbstbestimmung bei Menschen mit Behinderung als nachhaltiges Konzept in der täglichen Sozialarbeit implementiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoriegeleiteten Beschreibung und Analyse der sozialarbeiterischen Tätigkeit, unterfüttert durch Fachliteratur und Dokumentationen der Wohngruppe „Anton“.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Trägers, die theoretische Fundierung der Begriffe sowie die praxisorientierte Analyse des Alltags in einer Wohngruppe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Soziale Arbeit, Selbstbestimmung, Behinderung, Teilhabe, Autonomie und individuelle Förderung.
Welchen Stellenwert nimmt die Dienstplanung im Alltag der Wohngruppe ein?
Die Dienstplanung bestimmt den Rhythmus der Bewohner, was oft zu Spannungen zwischen notwendigen institutionellen Abläufen und dem Wunsch nach individueller Autonomie führt.
Welche Rolle spielt die Privatsphäre bei pflegerischen Tätigkeiten?
Die Privatsphäre ist ein kritisches Thema, da bei notwendiger Unterstützung (z.B. Toilettengang) die Autonomie eingeschränkt wird. Hier ist ein respektvoller Umgang der Mitarbeiter essenziell.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2023, Selbstbestimmung fördern. Aufgaben und Zielsetzungen der Sozialen Arbeit bei Regens-Wagner-Stiftungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1478858