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(Un)gerechtfertigte Ungleichheiten in Grundschulen nach Rawls Gerechtigkeitstheorie

Titel: (Un)gerechtfertigte Ungleichheiten in Grundschulen nach Rawls Gerechtigkeitstheorie

Hausarbeit , 2024 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Lukas Bungenstock (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit werden Ungleichheiten in Grundschulen herausgestellt und im Rahmen von John Rawls' Gerechtigkeitstheorie als gerechtfertigt oder ungerechtfertigt (und damit als gerecht oder ungerecht) interpretiert. Die Daten zu Grundschulen umfassen jeweils mehrere Untersuchungen zu Leistungsbewertungen einerseits und zu Bildungsübergängen andererseits.

Leseprobe


1 Einführung in die Thematik

2 Theoretische Grundlagen

2. 1 Legitimation Rawls‘ Gerechtigkeitsverständnisses

2. 2 Gerechtigkeitsprinzipien

2. 3 Individuelle Diskriminierung vs. institutionelle Diskriminierung

2. 4 (Un)gerecht – (un)gleich – (un)fair

3 Ungleichheit in der Grundschule

3. 1 Untersuchungen zu Leistungsbewertungen

3. 1. 1 Herkunft zensiert? Leistungsdiagnostik und soziale Ungleichheiten in der Schule

3. 1. 2 (Biased) Grading of Students‘ Performance: Student’s Names, Performance Level, and Implicit Attitudes

3. 1. 3 Are Immigrants Graded Worse in Primary and Secondary Education? Evidence for German Schools

3. 2 Untersuchungen zu Bildungsübergängen

3. 2. 1 Migrantenkinder auf dem Weg zum Abitur: Wie kommen die Übergangsempfehlungen nach der Grundschule zustande?

3. 2. 2 Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I

4 Interpretation der Ungleichheiten nach Rawls‘ Gerechtigkeitsprinzipien

5 Evaluation der Ergebnisse und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht auf Basis der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls, inwieweit Ungleichbehandlungen von Schüler:innen innerhalb der deutschen Grundschule als gerechtfertigt oder ungerechtfertigt zu bewerten sind. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse potenzieller Diskriminierung bei der Leistungsbewertung und bei der grundschulischen Übergangsempfehlung.

  • Erkenntnistheoretische Einordnung mittels Rawls' Gerechtigkeitsprinzipien
  • Analyse von Leistungsbewertungen unter Einfluss sozialer Herkunft und Migrationshintergrund
  • Kritische Würdigung von Übergangsempfehlungen an weiterführende Schulen
  • Differenzierung zwischen gerechten und ungerechten Bildungsungleichheiten

Auszug aus dem Buch

3. 1. 1 Herkunft zensiert? Leistungsdiagnostik und soziale Ungleichheiten in der Schule

Die oben genannte Studie fasst drei Studien (TIMSS-Studie, ELEMENT-Studie und TOSCA-Studie) zusammen und zeigt dabei diverse Ungleichbehandlungen in Grundschulen auf. Daraus entnommen wurden zwei Ergebnisse, die für diese Arbeit von besonderem Wert sind.

Das erste Ergebnis entstammt der ELEMENT-Studie, welche Schulnoten in einem Bildungssystem mit sechsjähriger Grundschulzeit analysiert:

„Der […] bei Kontrolle zentraler Leistungsmerkmale bestehende Herkunftseffekt bedeutet […], dass Kinder aus sozial begünstigten Familien in der Grundschule bessere Schulnoten bekommen als Kinder aus sozial weniger begünstigten Familien und zwar auch dann, wenn die Kinder vergleichbare Ergebnisse in den standardisierten Leistungstests erzielt haben.“ (Maaz et al. 2013, S. 220).

Demnach werden Kinder aus sozial weniger begünstigten Familien trotz vergleichbarer Leistung schlechter bewertet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Thematik: Darstellung des dreigliedrigen Schulsystems und der zentralen Forschungsfrage zur Gerechtigkeit von Ungleichbehandlungen nach Rawls.

2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Gerechtigkeitsprinzipien von John Rawls und Abgrenzung grundlegender Begrifflichkeiten wie Diskriminierung und Fairness.

3 Ungleichheit in der Grundschule: Präsentation empirischer Studien zu Leistungsbewertungen und Bildungsübergängen, die Ungleichbehandlungen belegen.

4 Interpretation der Ungleichheiten nach Rawls‘ Gerechtigkeitsprinzipien: Anwendung der Rawls'schen Theorie auf die zuvor dargestellten Befunde zur Beurteilung ihrer Rechtfertigung.

5 Evaluation der Ergebnisse und Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass im Bereich der Leistungsbeurteilung häufiger ungerechte Ungleichheiten auftreten als bei den Bildungsübergängen.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeitstheorie, John Rawls, Grundschule, Leistungsbewertung, Bildungsübergang, soziale Ungleichheit, Diskriminierung, Migrationshintergrund, Chancengleichheit, Differenzprinzip, Schulempfehlung, Bildungsforschung, Fairness.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Ungleichbehandlungen von Grundschüler:innen in Deutschland und prüft, ob diese nach der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls als gerechtfertigt angesehen werden können.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Leistungsbewertung in Grundschulen sowie auf dem komplexen Prozess der Übergangsempfehlung für weiterführende Schulen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob Ungleichheiten – etwa in der Benotung nach sozialer Herkunft – den strengen Anforderungen an Fairness und Chancengleichheit nach Rawls standhalten.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt die Autorin?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die bestehende empirische Studien (z. B. ELEMENT, IGLU, TIMSS) heranzieht und diese mithilfe der Gerechtigkeitsprinzipien von Rawls interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Rawls' Gedankenexperiment, eine Dokumentation aktueller Studien zu Benachteiligungen im Schulalltag und eine anschließende ethische Evaluation dieser Befunde.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse am besten?

Zentral sind die Begriffe Gerechtigkeitstheorie, Leistungsbewertung, soziale Disparitäten und bildungspolitische Fairness.

Ist jede Form der ungleichen Behandlung nach Rawls automatisch ungerecht?

Nein. Eine Ungleichbehandlung kann als gerecht gelten, wenn sie gemäß dem Differenzprinzip den am wenigsten Begünstigten dient oder durch fachliche Kriterien gedeckt ist, die allen dieselben Grundfreiheiten lassen.

Wie unterscheidet sich die Bewertung bei Leistungsnoten im Vergleich zu Übergangsempfehlungen?

Die Autorin stellt fest, dass Leistungsbewertungen oft Anzeichen für ungerechte Ungleichheiten zeigen, während die untersuchten Bildungsübergänge teilweise eher als gerecht nach Rawls beurteilt werden können.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
(Un)gerechtfertigte Ungleichheiten in Grundschulen nach Rawls Gerechtigkeitstheorie
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Demokratie in der modernen Gesellschaft - Über die (Un)gleichheit
Note
2,3
Autor
Lukas Bungenstock (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
18
Katalognummer
V1474226
ISBN (eBook)
9783389026304
ISBN (Buch)
9783389026311
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ungleichheit Ungerechtigkeit Gleichheit Gerechtigkeit Grundschule Rawls John Rawls Gerechtigkeitstheorie Diskriminierung Fairness
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Bungenstock (Autor:in), 2024, (Un)gerechtfertigte Ungleichheiten in Grundschulen nach Rawls Gerechtigkeitstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1474226
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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