Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Eleonore von Aquitanien. Unverantwortliche Rebellin oder heldenhafte Kämpferin?

Titel: Eleonore von Aquitanien. Unverantwortliche Rebellin oder heldenhafte Kämpferin?

Hausarbeit , 2021 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Olivia Härtel (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als besonderer Wendepunkt in ihrer Biographie ist so beispielsweise ihre Beteiligung an der Rebellion ihrer Söhne gegen Heinrich II. in den Jahren 1173/1174 zu nennen, wobei es sich um einen derart extremen Schachzug handelte, den wirklich niemand einer Frau ihrer Zeit zutraute und für welchen sie teuer bezahlen sollte. Doch wie konnte es überhaupt erst dazu kommen, dass die Eheleute sich so sehr aus den Augen verloren? Was muss in der Herzogin von Aquitanien vorgegangen sein, wie muss sie sich gefühlt haben, dass sie sich für solch drastischen Schritt entschied? Handelte es sich bei jenem um reine unbedachte Impulsivität oder basierten ihre Beweggründe tatsächlich nicht nur auf übergekochten weiblichen Emotionen?

Bis heute gilt Eleonore von Aquitanien in ihrer Rolle als französische und englische Königin sowie stolze Mutter von insgesamt zehn Nachkommen als eine der bedeutsamsten und einflussreichsten Frauen ihrer Zeit, denn sie selbst betrachtete sich nicht nur einfach als Ehefrau von, sondern fühlte sich vielmehr als ehrwürdige Herrscherin, welche es in ihrer Autonomie nicht nötig hatte, sich, wie im Mittelalter üblich, in den Schatten eines Mannes stellen zu lassen, wodurch sie nicht selten in Konflikt mit dem traditionellen Frauenbild geriet. So sehr zeitgenössische Geschichtsschreiber und Geschichtsschreiberinnen sie dafür verachtet haben mögen, so sehr bewundern viele Menschen sie heute für ihren großen Mut und ihre scheinbar unabdingbare Stärke, welche sie dazu bewegt haben mögen, sich eben nicht mit der ihr zugeschriebenen untergeordneten Position abzufinden. Ein Kampf um die Gerechtigkeit, für den sie sogar bereit war, ihr eigenes Leben zu riskieren, sodass sich neben erwiesenen Tatsachen noch immer jede Menge Fiktionen und Sagen um ihre erstaunliche Existenz ranken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Eleonore von Aquitanien: „Unverantwortliche Rebellin oder heldenhafte Kämpferin?“

2. Peter von Blois: Letter 154 to Queen Eleanor (1173)

3. Der Anfang vom Ende – Die historischen Hintergründe zwischen 1169-1173

3.1. Die Rückkehr in die Heimat

3.2. Zwischen Seitensprüngen und Machtansprüchen

3.3. Montmirail als Schauplatz einer einschneidenden Konferenz

3.4. Ein Mord als letzter Ausweg

3.5. Ein Herzog, der kein Herzog war

3.6. Das Kloster und der „Minnehof“

4. Ein Aufbruch in düstere Zeiten – Der Beginn der Rebellion 1173

4.1. Das Bemühen, ein vorbestimmtes Schicksal zu verhindern

4.2. Die Grafschaft Toulouse als Spitze des Eisberges

5. Fazit – Eine Verkettung von Ursachen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe für die Beteiligung Eleonores von Aquitanien an der Rebellion ihrer Söhne gegen König Heinrich II. in den Jahren 1173/1174. Dabei bildet die Analyse des zeithistorischen Briefes „Letter 154 to Queen Eleanor“ von Peter von Blois den Ausgangspunkt, um die vielschichtigen politischen und persönlichen Konflikte sowie die Rolle der Königin in diesem bedeutenden machtpolitischen Umbruch zu beleuchten.

  • Die politische Rolle und Autonomie von Eleonore von Aquitanien innerhalb der anglo-angevinischen Dynastie
  • Analyse zeitgenössischer Schriftquellen und deren Intentionen im Mittelalter
  • Die Bedeutung von Erbfolgeregelungen als Katalysator für familiäre Zerwürfnisse
  • Der Einfluss der „Becket-Affäre“ auf das Vertrauensverhältnis innerhalb des Königshauses
  • Die Darstellung von Frauenbildern und deren Verletzung durch politisches Handeln

Auszug aus dem Buch

3.2. Zwischen Seitensprüngen und Machtansprüchen

Neben der Entfremdung der Eheleute durch lange Trennungsperioden, die jedoch schon in den Jahren zuvor nicht unüblich waren, kursierten wilde Vermutungen, die immer wieder auftretende Untreue ihres Gatten und seine heißblütige Liebschaft mit der schönen Rosamunde Clifford hätten die verletzte Eleonore zu diesem Schritt bewegt. Bis heute sind sich Historiker und Historikerinnen in diesem Punkt uneinig, sodass zwei sich kontrastierende Ansichten existieren:

Ihre Ehe war kein Liebesepos, und wir können davon ausgehen, dass Eleonore über Heinrichs Affären sowohl mit Mädchen niederer Herkunft aus den Reihen des Hofpersonals als auch mit adligen Frauen Bescheid wusste. Sie hatte von Kindheit an miterlebt, dass aristokratische Ehemänner gewohnheitsgemäß untreu waren und dass von ihren Frauen erwartet wurde, das nicht zur Kenntnis zu nehmen.

Andere hingegen meinen, dass insbesondere die Liaison mit Rosamunde Eleonores Eifersucht beflügelt hätte, dürfte dieses blutjunge Mädchen doch als vermeintliche Liebe seines Lebens mehr als nur ein kleiner Seitensprung für den englischen König gewesen sein: Und man begreift, daß Eleonore sich daraufhin gekränkt von England abwendet und wieder die Herzogin von Aquitanien wird. Trotz alledem bieten zeitgenössischen Quellen keinerlei hieb- und stichfeste Beweise, die bezeugen können, dass dieses erotische Abenteuer ihres Mannes für die englische Königin wesentlich schmerzlicher war als seine vorangegangenen Affären, womit Rosamundes nicht selten überschätzte Stellung als entscheidender Faktor für jene Entfremdung zwischen den Eheleuten wiederum nichtig ist, zumal die chronologische Einordnung dieser leidenschaftlichen Affäre – frühestens um das Jahr 1170 – belegt, dass Eleonore sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Poitiers befand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eleonore von Aquitanien: „Unverantwortliche Rebellin oder heldenhafte Kämpferin?“: Einleitende Betrachtung der Figur Eleonores und Skizzierung der zentralen Fragestellung bezüglich ihrer Rolle in der Rebellion von 1173.

2. Peter von Blois: Letter 154 to Queen Eleanor (1173): Kritische Analyse der Schriftquelle „Letter 154“, deren Entstehungshintergrund und die historische Bedeutung des Schreibens als moralisches Instrument gegen die Königin.

3. Der Anfang vom Ende – Die historischen Hintergründe zwischen 1169-1173: Detaillierte Untersuchung der politischen Spannungen, die durch Heinrichs Expansionspolitik und spezifische Ereignisse wie das Treffen in Montmirail und die Becket-Affäre eskalierten.

4. Ein Aufbruch in düstere Zeiten – Der Beginn der Rebellion 1173: Analyse der unmittelbaren Auslöser der Revolte unter besonderer Berücksichtigung der Erbfolgestreitigkeiten um Aquitanien und Toulouse.

5. Fazit – Eine Verkettung von Ursachen: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die darlegt, dass die Rebellion auf einer komplexen Mischung aus politischen Machtinteressen und dem Bruch persönlicher Loyalitäten basierte.

Schlüsselwörter

Eleonore von Aquitanien, Heinrich II., Plantagenêt, Rebellion 1173, Mittelalter, Briefquelle, Peter von Blois, Thomas Becket, Aquitanien, Erbfolge, Machtpolitik, Geschichtsanalyse, Frauenbild, politischer Aufstand, Feudalwesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den tieferliegenden Ursachen, die Eleonore von Aquitanien dazu bewegten, sich gegen ihren Ehemann Heinrich II. zu stellen und sich der Rebellion ihrer Söhne anzuschließen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die machtpolitischen Ambitionen der anglo-angevinischen Dynastie, das Verständnis von Ehe und weiblicher Unterordnung im 12. Jahrhundert sowie die Analyse historischer Briefquellen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Welche Ursachen haben zur Beteiligung Eleonores von Aquitanien an der Rebellion ihrer Söhne gegen Heinrich II. geführt?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Interpretation primärer Schriftquellen (vornehmlich Peter von Blois) in Verbindung mit fachkundiger Sekundärliteratur zur historischen Einordnung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die historischen Etappen von 1169 bis 1173, darunter die Auswirkungen der Becket-Affäre, die Erb- und Ehekonflikte sowie die symbolische Bedeutung der Huldigungen in Montmirail.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eleonore von Aquitanien, Rebellion, Erbfolge, Machtpolitik und Quellenanalyse charakterisiert.

Welche Rolle spielt Peter von Blois für die Argumentation?

Er dient als primärer Zeuge für die zeitgenössische moralische Verurteilung der Königin, deren Brief „Letter 154“ als politisch motiviertes Werk entlarvt wird, welches Heinrich II. nahesteht.

Warum wird die Rolle der Becket-Affäre als so entscheidend hervorgehoben?

Der Mord an Becket markiert den Punkt, an dem das familiäre und politische Vertrauensverhältnis als irreparabel zerstört galt und Eleonore sich nachweislich von ihrem Gatten distanzierte.

Welches Fazit zieht die Autorin zu Eleonores Charakter?

Eleonore wird nicht als rein instinktgesteuerte Rebellin, sondern als strategisch denkende und bemerkenswerte Frau dargestellt, die ihre politische Eigenständigkeit gegen eine patriarchale Übermacht verteidigte.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eleonore von Aquitanien. Unverantwortliche Rebellin oder heldenhafte Kämpferin?
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Seminar: Herrscherinnen und Nonnen. Frauengestalten von den Ottonen bis zu den Staufern
Note
1,7
Autor
Olivia Härtel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
27
Katalognummer
V1473141
ISBN (eBook)
9783389022528
ISBN (Buch)
9783389022535
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte Mittelalter Frauen der Geschichte Eleonore von Aquitanien Rebellion 1173
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olivia Härtel (Autor:in), 2021, Eleonore von Aquitanien. Unverantwortliche Rebellin oder heldenhafte Kämpferin?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1473141
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  27  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum