In dieser Hausarbeit werde ich die beiden Wehrmachtsausstellungen von 1995 und 2001 miteinander vergleichen und untersuchen, wie die beiden Ausstellungen die Verbrechen der Wehrmacht jeweils darstellen. Dabei werde ich auf die Ausstellungen selbst, die Art und Weise, wie sie präsentiert wurden, und die Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung der Wehrmacht eingehen. Im Laufe der Arbeit werde ich außerdem untersuchen, wie sich die beiden Ausstellungen voneinander unterscheiden, wie die Veränderungen in der Ausstellung den Umgang der Öffentlichkeit mit der Wehrmacht beeinflusst haben und warum die beiden Ausstellungen so unterschiedlich ausgefallen sind.
Die Wehrmachtsausstellungen wurden von einem Team aus Historikern, Kuratoren und Gestaltern unter der Leitung des Hamburger Historikers Hannes Heer des Hamburger Instituts für Sozialforschung konzipiert. Sie wurde erstmals im Jahr 1995 in Hamburg präsentiert und löste eine große Debatte über die Rolle der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg und die Verantwortung der deutschen Soldaten für die Verbrechen des NS-Regimes aus. Die Ausstellung war als Wanderausstellung vier Jahre in 33 Städten in Deutschland und Österreich zu sehen. Das Ziel hierbei war es, die Rolle der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg aufzuzeigen und zu verdeutlichen, dass die Soldaten der Wehrmacht nicht "ehrenhaft" gekämpft haben, sondern die Soldaten der Wehrmacht ebenfalls Täter waren. Mit der Untersuchung dieser Rolle der Wehrmacht wurde versucht, die verbreitete Vorstellung der "sauberen Wehrmacht" zu widerlegen. Durch die Aufarbeitung und Bekanntmachung der Verbrechen der deutschen Soldaten wurde eine kritische Auseinandersetzung mit der idealisierten Wehrmacht angestoßen und ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit geleistet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Erste Version: Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944 (1995-1999)
3. Reaktionen auf die erste Wehrmachtsausstellung
3.1 Reaktionen der Bevölkerung und der Medien
3.2 Reaktionen aus der Politik
3.3 Reaktionen der Historiker*innen
4. Die Zweite der Version der Ausstellung: Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskriegs. 1941-1944. (2001-2005)
5. Ausblick und Verbleib der Ausstellung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die zwei Versionen der „Wehrmachtsausstellung“ (1995 und 2001) hinsichtlich ihrer inhaltlichen Darstellung von Kriegsverbrechen sowie der darauf folgenden gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Reaktionen.
- Analyse der kuratorischen Unterschiede zwischen der ersten und der überarbeiteten Ausstellung.
- Untersuchung der öffentlichen Debatte und der Kritik an der Wehrmachtsausstellung.
- Erforschung der wissenschaftlichen Aufarbeitung von Fehlern in der ursprünglichen Konzeption.
- Betrachtung der Auswirkungen der Ausstellung auf die deutsche Erinnerungskultur.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In dieser Hausarbeit werde ich die beiden Wehrmachtsausstellungen von 1995 und 2001 miteinander vergleichen und untersuchen, wie die beiden Ausstellungen die Verbrechen der Wehrmacht jeweils darstellen. Dabei werde ich auf die Ausstellungen selbst, die Art und Weise, wie sie präsentiert wurden, und die Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung der Wehrmacht eingehen. Im Laufe der Arbeit werde ich außerdem untersuchen, wie sich die beiden Ausstellungen voneinander unterscheiden, wie die Veränderungen in der Ausstellung den Umgang der Öffentlichkeit mit der Wehrmacht beeinflusst haben und warum die beiden Ausstellungen so unterschiedlich ausgefallen sind.
Die Wehrmachtsausstellungen wurden von einem Team aus Historikern, Kuratoren und Gestaltern unter der Leitung des Hamburger Historikers Hannes Heer des Hamburger Instituts für Sozialforschung konzipiert. Sie wurde erstmals im Jahr 1995 in Hamburg präsentiert und löste eine große Debatte über die Rolle der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg und die Verantwortung der deutschen Soldaten für die Verbrechen des NS-Regimes aus. Die Ausstellung war als Wanderausstellung vier Jahre in 33 Städten in Deutschland und Österreich zu sehen. Das Ziel hierbei war es, die Rolle der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg aufzuzeigen und zu verdeutlichen, dass die Soldaten der Wehrmacht nicht „ehrenhaft“ gekämpft haben, sondern die Soldaten der Wehrmacht ebenfalls Täter waren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Vorhaben, die Wehrmachtsausstellungen von 1995 und 2001 vergleichend zu untersuchen und die öffentlichen sowie wissenschaftlichen Diskurse dazu aufzuzeigen.
2. Die Erste Version: Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944 (1995-1999): Dieses Kapitel beschreibt die Konzeption der ursprünglichen Wanderausstellung, die den Fokus auf die visuelle Darstellung der Verbrechen durch Fotografien legte.
3. Reaktionen auf die erste Wehrmachtsausstellung: Hier werden die kontroversen Debatten und massiven Proteste aus der Bevölkerung, der Politik und von Historikern nach der Eröffnung 1995 detailliert analysiert.
4. Die Zweite der Version der Ausstellung: Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskriegs. 1941-1944. (2001-2005): Dieses Kapitel erläutert die Neukonzeption der Ausstellung nach einer wissenschaftlichen Überprüfung und die daraus resultierenden inhaltlichen Veränderungen.
5. Ausblick und Verbleib der Ausstellung: Hier wird der langfristige Einfluss der Ausstellung auf die deutsche Erinnerungskultur zusammengefasst und das Ende der Wanderausstellung dokumentiert.
Schlüsselwörter
Wehrmachtsausstellung, Vernichtungskrieg, NS-Verbrechen, Hannes Heer, Hamburger Institut für Sozialforschung, Zeitgeschichte, Erinnerungskultur, Wanderausstellung, Wehrmacht, Zweiter Weltkrieg, Historikerdebatte, Täterforschung, NS-Regime, Dokumentation, öffentliche Wahrnehmung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt den Vergleich zweier Versionen einer Wanderausstellung, die zwischen 1995 und 2005 stattfand und die Verbrechen der Wehrmacht thematisierte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die inhaltliche Gestaltung der Ausstellungen, deren methodische Ausrichtung sowie die gesellschaftliche und politische Resonanz in Deutschland.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es zu analysieren, warum die erste Ausstellung auf massive Kritik stieß, wie diese zur Überarbeitung führte und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse in die zweite Fassung einflossen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt als Methode den komparativen Vergleich der Konzeptionen und die Analyse historischer Debatten anhand von Quellen und Literatur.
Was wird primär im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Konzeption, den Reaktionen auf die erste Fassung, der Arbeit der Historikerkommission und der Neukonzeption der Version von 2001.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wehrmachtsausstellung, Erinnerungskultur, NS-Verbrechen und interdisziplinäre Debatten geprägt.
Wie reagierte die Politik auf die erste Wehrmachtsausstellung?
Die Reaktionen reichten von heftiger Ablehnung, etwa durch Teile der CDU/CSU-Politik, bis hin zur Unterstützung durch linke Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen und die PDS.
Warum musste die erste Ausstellung überarbeitet werden?
Aufgrund nachgewiesener Fehler bei der Datierung und Lokalisierung von Fotografien sowie der Kritik an der manipulativen Art der visuellen Darstellung wurde eine wissenschaftliche Überprüfung notwendig.
- Arbeit zitieren
- Anton Müller (Autor:in), 2023, Die Wehrmachtsaustellung. Wirkung und Nachwirkung der Ausstellung von 1995 bis 2004, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1470709