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Kolonialausstellungen im 20. Jahrhundert. Die Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928

Titel: Kolonialausstellungen im 20. Jahrhundert. Die Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928

Hausarbeit , 2023 , 17 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Maximilian Niemetz (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit behandelt die Entwicklung und Dynamik von Kolonialausstellungen, insbesondere anhand der Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928. Nach einer Einführung in das Thema werden zunächst Kolonialausstellungen im Allgemeinen untersucht, wobei ihre Organisation, Zielsetzungen und die umstrittenen Völkerschauen analysiert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928, wo die Zielsetzungen, der Aufbau sowie die Präsentation von Völkerschauen und Verkaufsräumen im Kontext der Kolonialpolitik und -propaganda näher betrachtet werden. Durch diese Untersuchung wird ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise und die kulturellen Implikationen von Kolonialausstellungen im 20. Jahrhundert ermöglicht. Die deutsche Kolonialgeschichte ist, trotz ihrer relativ kurzen Laufzeit, von vielen Aspekten geprägt. Da diese, der Sache bedingt, aber weniger innerhalb der deutschen Grenzen stattfand, kamen früher wie heute nur einige Teile der Bevölkerung überhaupt aktiv mit der Thematik in Berührung. Um die Bevölkerung des Kaiserreichs und der Weimarer Republik aber mit den Unternehmungen vertraut zu machen, veranstaltete man sogenannte „Kolonialausstellungen“, auf denen die Vermarktung des Fremden wirtschaftliche und ideologische Zielsetzungen verknüpfte. Im Folgenden werden zunächst im Allgemeinen Zielsetzungen, Organisation und Aufbau von Kolonialausstellungen thematisiert und schließlich am Beispiel der Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928 aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kolonialausstellungen allgemein

2.1 Organisation

2.2 Zielsetzungen

2.3 Völkerschauen

3. Die Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928

3.1 Zielsetzungen

3.2 Aufbau

3.3 Völkerschauen

3.4 Verkaufsräume

4. Fazit

7. Aufgaben für den schulischen Gebrauch

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion von Kolonialausstellungen am Beispiel der Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928. Dabei wird analysiert, wie diese Veranstaltungen trotz des Verlustes der deutschen Kolonien dazu dienten, wirtschaftliche Interessen zu verfolgen, ein spezifisches Weltbild zu propagieren und koloniale Begeisterung in der deutschen Bevölkerung der Weimarer Republik zu forcieren.

  • Historische Einordnung und Charakteristika deutscher Kolonialausstellungen
  • Die Rolle von Völkerschauen bei der Konstruktion von Stereotypen
  • Wirtschaftliche Verflechtung von Unternehmen und kolonialer Ideologie
  • Funktion der Stuttgarter Kolonialausstellung 1928 als Propagandainstrument
  • Pädagogische Aufarbeitung und Reflexion kolonialer Geschichte

Auszug aus dem Buch

3.3 Völkerschauen

Der Weg führte den Besucher schließlich in die Ausstellungssäle, die den einzelnen, ehemaligen Kolonien gewidmet waren. In jedem dieser Säle fanden die Besucher eine Szenerie vor, die ihnen Einblick in das Leben der dortigen Bewohner gewähren sollte. Eine große Fülle an Bildern, Zeichnungen und Fotografien sowie Karten- und Infomaterial sollte den Besuchern zur Veranschaulichung dienen. Besonderen Eindruck hinterließen allerdings die dreidimensionalen „Lebensgruppen“, die eine typische Szene, meist Menschen in originalen Gewändern in einer landesspezifischen Kulisse, darstellten.

Geschaffen wurden diese Darstellungen in Zusammenarbeit des Linden-Museums in Stuttgart mit der bereits erwähnten Firma J.F.G Umlauff. Die Hamburger Firma war dabei für die Produktion der „lebenswahren“ Gruppen zuständig, während das Linden-Museum die schlussendliche Präsentation verantwortete. Doch nicht alle dieser Ausstellungsstücke waren aus Pappmaché gefertigt. Die Firma Umlauff fügte in die Nachbildungen, wenn möglich, originale Gewänder oder Kulturgegenstände ein und auch die dargestellten Tiere waren in einigen Fällen ausgestopfte Exemplare echter Lebewesen. Das es sich dabei aber um stereotypische Darstellungen einer Ethnie handelt lässt sich daran gut erkennen, dass die Produkte der Firma J.F.G Umlauff nur nach ungefähren geographischen und ethnologischen Angaben klassifiziert wurden, wie beispielsweise „Massai-Krieger“ oder „Herero-Frau“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die deutsche Kolonialgeschichte und die Funktion der Kolonialausstellungen als Mittel zur Vermittlung kolonialer Interessen innerhalb Deutschlands.

2. Kolonialausstellungen allgemein: Dieses Kapitel erläutert die Organisation, die wirtschaftlichen sowie ideologischen Zielsetzungen und die Bedeutung der Völkerschauen als zentrale Elemente der frühen Kolonialausstellungen.

3. Die Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928: Hier wird der spezifische Aufbau, die Intention der Veranstalter und die Umsetzung der Schwerpunkte wie Völkerschauen und Verkaufsräume im Jahr 1928 detailliert analysiert.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Ausstellung stark an traditionellen Mustern festhielt, um trotz fehlender Kolonien wirtschaftliche Verkaufsanreize zu schaffen und ein kolonialrevisionistisches Weltbild zu festigen.

7. Aufgaben für den schulischen Gebrauch: Dieses Kapitel bietet didaktische Anregungen zur kritischen Auseinandersetzung mit historischem Bildmaterial und der Thematik der Kolonialausstellungen in einem modernen Schulkontext.

Schlüsselwörter

Kolonialausstellung, Stuttgarter Kolonialausstellung, Weimarer Republik, Kolonialismus, Völkerschauen, J.F.G Umlauff, Kolonialideologie, Wirtschaftsgeschichte, Stereotypisierung, Rassismus, Propaganda, Sozialdarwinismus, Materielle Kultur, Bildungsauftrag, Historische Aufarbeitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktionen und Strukturen der Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928 vor dem Hintergrund der deutschen Kolonialgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Verflechtung von Firmen mit kolonialen Themen, die ideologische Instrumentalisierung durch Völkerschauen sowie die Verbreitung kolonialistischer Weltbilder.

Was ist das Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie und warum im Jahr 1928, also zehn Jahre nach dem Verlust der deutschen Kolonien, weiterhin eine derartige Propagandaschau organisiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, die auf amtlichen Ausstellungsführern, zeitgenössischen Berichten und wissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die allgemeine Entwicklung von Kolonialausstellungen und die spezifische Untersuchung der Stuttgarter Ausstellung von 1928, unterteilt in Zielsetzung, Aufbau und Vermarktung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Kolonialrevisionismus, stereotypische Inszenierung, wirtschaftliche Vermarktung und ideologische Erziehung beschreiben.

Warum spielt die Firma J.F.G Umlauff eine so wichtige Rolle?

Die Firma spezialisierte sich auf die Herstellung authentisch wirkender, aber hochgradig stereotypischer Figuren und Nachbildungen, die für die Völkerschauen unerlässlich waren.

Wie wurde das Fehlen echter Kolonien im Jahr 1928 kompensiert?

Die Veranstalter setzten stark auf eine sentimentale Rückschau, die Betonung "zivilisatorischer Leistungen" und die Förderung einer nostalgischen Kolonialbegeisterung bei der jüngeren Generation.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kolonialausstellungen im 20. Jahrhundert. Die Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
3,0
Autor
Maximilian Niemetz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
17
Katalognummer
V1464658
ISBN (eBook)
9783389013465
ISBN (Buch)
9783389013472
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kolonialismus Völkerschauen Kolonialausstellung Stuttgart
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Niemetz (Autor:in), 2023, Kolonialausstellungen im 20. Jahrhundert. Die Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1464658
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Leseprobe aus  17  Seiten
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