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Die Entstehung der deutschen Parteien nach dem Cleavage-Modell

Title: Die Entstehung der deutschen Parteien nach dem Cleavage-Modell

Term Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martin Lau (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

Es soll Aufgabe dieser Arbeit sein, die Entstehungsgeschichte der Parteien, wie sie heute in der Bundesrepublik Deutschland vorzufinden sind, näher zu beleuchten und ihre Entwicklung zu beschreiben. Im Speziellen wird hierbei auf die politischen Strömungen des Liberalismus und des Konservatismus, aber auch auf die Herkunft des politischen Katholizismus und der Sozialdemokratie eingegangen.
Vor der Entstehungsgeschichte der Parteien wird das Cleavage-Modell näher beleuchtet. Dabei stellt sich die Frage, ob das Modell aussagekräftige Erklärungen für die empirische Wahlforschung liefert und inwieweit es möglich ist, es auf die heutige Gesellschaft der BRD anzuwenden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Cleavage-Modell

3. Die Ursprünge und die Entstehung der Parteienlandschaft

3.1. Die Konservativen

3.2. Die Liberalen

3.3. Der politische Katholizismus

3.4. Die Sozialdemokraten

4. Abschließende Kritik am Cleavage-Modell

5. Quellenverzeichnis

5.1. Literaturverzeichnis

5.2. Webverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte der Parteienlandschaft in der Bundesrepublik Deutschland unter Anwendung des makrosoziologischen Cleavage-Modells von Seymour Martin Lipset und Stein Rokkan. Dabei wird analysiert, inwieweit das Modell die Entwicklung politischer Strömungen erklären kann und wo seine Grenzen in der Anwendung auf moderne Parteiensysteme liegen.

  • Theoretische Grundlagen des Cleavage-Modells
  • Konfliktlinien: Zentrum vs. Peripherie, Kirche vs. Staat, Stadt vs. Land sowie Kapital vs. Arbeit
  • Entwicklung des Konservatismus und Liberalismus im 19. Jahrhundert
  • Aufstieg des politischen Katholizismus und der Sozialdemokratie
  • Kritische Würdigung des Modells im Hinblick auf heutige politische Realitäten

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Konservativen

„Der Konservatismus war vor allem auf dem Lande beheimatet, hatte aber auch städtische Bastionen.“8 Dies lässt sich mit Hilfe des Cleavage-Modells insofern erklären, als dass die konservative Landbevölkerung gegen die Ideen der französischen Revolution und auch gegen den aufkommenden Liberalismus sträubte und ihn ablehnte. Des Weiteren waren sie gegen den Kapitalismus als Wirtschaftsordnung infolge der Industrialisierung. Viele Bauern, Guts und Grundherren, aber auch einige Handwerker konnten sich außerdem mit den, sich verändernden, Gesellschaftsverhältnissen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht anfreunden, da sie ihnen keine Vorteile boten. Als Anhänger der Monarchie trafen einsetzende Demokratisierungsprozesse bei ihnen, genauso wie die Parolen der Linken, auf starkes Misstrauen, weil sie der Meinung waren, dass der Wandel langsam und Schritt für Schritt erfolgen müsste. Daher waren die Konservativen dafür bekannt, eine distanzierte, kritische und abwartende Haltung gegenüber allen Neuen einzunehmen. Dies lässt sich daher folgendermaßen auf den Punkt bringen:

„Der Konservatismus hatte seine Wurzeln in der Furcht vor gesellschaftlicher und politischer Veränderung. Dabei war die Französische Revolution das Symbol für Umsturz, Verweltlichung, Industrialisierung und Liberalismus sowie für Fortschritt, der die von Gott gewollte Ordnung zu zerstören drohte.“9

Die Hochburg des Konservatismus lag hauptsächlich in östlichen Teilen Deutschland. Seine sozialen Träger waren neben den bereits erwähnten Bauern, Gutsherren und Handwerkern vor allem protestantische Geistliche, höhere Beamte und Offizierskorps. Die Konservativen hatten gute Beziehungen zu den preußischen Provinzialtagen und zu den ersten Kammern der konstitutionellen Staaten, da diese in der Regel mit konservativ eingestellten Leuten besetzt waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Wahlverhalten und Vorstellung des Cleavage-Modells als theoretischer Rahmen für die Untersuchung der deutschen Parteienlandschaft.

2. Das Cleavage-Modell: Detaillierte Darstellung der vier großen Konfliktlinien nach Lipset und Rokkan sowie Erläuterung der konstitutiven sozialstrukturellen, institutionellen und kulturellen Aspekte.

3. Die Ursprünge und die Entstehung der Parteienlandschaft: Analyse der historischen Entwicklung spezifischer politischer Strömungen und deren Verankerung in gesellschaftlichen Milieus.

3.1. Die Konservativen: Untersuchung der konservativen Bewegung, ihrer sozialen Träger und ihrer Ablehnung gesellschaftlicher Wandlungsprozesse wie der Industrialisierung.

3.2. Die Liberalen: Analyse der liberalen Bewegung als Akteur des gesellschaftlichen Wandels und ihrer Zersplitterung in verschiedene politische Lager.

3.3. Der politische Katholizismus: Betrachtung der Etablierung einer konfessionell geprägten politischen Kraft, motiviert durch den Wunsch nach kirchlicher Autonomie.

3.4. Die Sozialdemokraten: Darstellung der Entstehung und Organisation der Arbeiterbewegung als Gegenpol zur bürgerlichen und konservativen Ordnung.

4. Abschließende Kritik am Cleavage-Modell: Zusammenfassende Bewertung der Aussagekraft des Modells und Diskussion seiner Grenzen bei der Anwendung auf moderne, mobile Gesellschaften.

5. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Webressourcen.

Schlüsselwörter

Cleavage-Modell, Wahlverhalten, Parteienlandschaft, Konservatismus, Liberalismus, Politischer Katholizismus, Sozialdemokratie, Lipset, Rokkan, Industrialisierung, Soziale Konflikte, Parteienbildung, Westeuropa, Kaiserreich, Sozialstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Erklärung der Entstehung der deutschen Parteienlandschaft durch das Cleavage-Modell von Lipset und Rokkan.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die historische Entstehung politischer Milieus, der Einfluss sozialer Konflikte auf die Parteienbildung und die Stabilität westeuropäischer Parteiensysteme.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der heutigen deutschen Parteien ausgehend von den Konfliktlinien des 19. Jahrhunderts zu beleuchten und den theoretischen Erklärungsgehalt des Cleavage-Modells zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen makrosoziologischen Theorieansatz, um durch die historische Analyse sozialer Spannungslinien die Genese der Parteienlandschaft zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Pfade der Konservativen, Liberalen, des politischen Katholizismus und der Sozialdemokraten im Kontext des Modells.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cleavage-Modell, soziale Konfliktlinien, Parteienbildung, Wahlverhalten und das soziologische Milieu geprägt.

Wie reagierten die Konservativen auf die Industrialisierung?

Die Konservativen standen der Industrialisierung und dem damit verbundenen Kapitalismus ablehnend gegenüber, da sie diese als Bedrohung für die traditionelle, „von Gott gewollte“ Ordnung empfanden.

Warum war das Modell laut der Kritik nur bedingt auf moderne Gesellschaften anwendbar?

Das Modell gilt als zu veraltet und eindimensional, da es Phänomene wie moderne Wechselwähler, soziale Mobilität und neue Parteien wie ökologische oder rechtspopulistische Gruppierungen nicht erfassen kann.

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Details

Title
Die Entstehung der deutschen Parteien nach dem Cleavage-Modell
College
University of Rostock
Grade
1,7
Author
Martin Lau (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V146148
ISBN (eBook)
9783640566068
ISBN (Book)
9783640566235
Language
German
Tags
Entstehung Parteien Wahlforschung deutsche Parteien ursprung Cleavage-modell Lipset
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Lau (Author), 2009, Die Entstehung der deutschen Parteien nach dem Cleavage-Modell, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/146148
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