Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › History of Germany - National Socialism, World War II

Der Mythos des deutschen Waldes von Tacitus bis in den Nationalsozialismus

Title: Der Mythos des deutschen Waldes von Tacitus bis in den Nationalsozialismus

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 21 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Patrick Geiser (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Phänomen des Nationalsozialismus steht bis heute im Mittelpunkt des historischen
Interesses, der wissenschaftlichen Forschung und Diskussion.
Noch nie wurde ein Volk so umfassend manipuliert und geprägt wie das deutsche unter der
nationalsozialistischen Herrschaft. Anstatt ihre Ideologie durch wissenschaftliche Ekenntnisse
und fachliche Erläuterungen zu begründen, beeinflußte die geistige Elite des Dritten Reichs
das Volk durch Gleichschaltung und Propaganda. Die Ideologie des Nationalsozialismus
„setzte sich aus einer Anzahl von halbdurchdachten Ideen zusammen und war letztlich nichts
anderes als ein Instrument der Herrschaftsentfaltung und –erhaltung.“
Da alle Bereiche des Staates mit nationalsozialistischer Ideologie infiziert wurden, blieb auch
die Forstwirtschaft und -wissenschaft nicht davon verschont, einer Gleichschaltung
unterzogen zu werden und sich der Gesinnung der Machthabenden zu beugen. Der Aspekt des
Natur- und Waldverständnisses im Nationalsozialismus ist somit nicht als isoliertes Faktum
zu betrachten. Vielmehr muss das Thema im Kontext der gesamten nationalsozialistischen
Ideologie angesiedelt und untersucht werden. So lässt sich aus dem Weltbild der
Nationalsozialisten explizit auch auf deren Naturverständnis schließen. Es zeigt sich, daß der
deutsche Wald dem deutschen Volk gleichgesetzt wurde, in dem es galt, die Ideologie gleich
durchzusetzen wie im Volk selbst. Die Mythologie der Germanen und nordischen Völker fand
im esoterisch veranlagten Nationalsozialismus ebenso Anklang, wie die rigorose
Durchsetzung des Rassengedankens, der „das Kernstück der politischen Weltanschauung
Hitlers war“ und die entscheidende geistige Grundlage des Nationalsozialismus bildete.
Ziel meiner Arbeit ist zu zeigen, wie es vom ursprünglichen Mythos des deutschen Waldes
zur ideologischen Gedankenübernahme im Nationalsozialismus kam und welches Verhältniß
zwischen Wald und der Ideologie des Dritten Reichs bestand.
Zunächst werde ich darstellen, wie es zu der starken Identifikation der Deutschen mit ihrem [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Wald und der Ursprungsmythos der Deutschen

III. Der Einfluß aus der Romantik

IV. Der Waldideologe Riehl

V. Symbolität – der Wald als Symbol

V.1 Die deutsche Eiche

V.2 Hitlerbäume

V.3 Hakenkreuzwälder

VI. Der Wald als Pädagoge

VII. Blut und Boden

VIII. Das Ahnenerbe - Das Wald- und Baumprojekt

IX. Zusammenfassung

X. Literaturverzeichniss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des deutschen Waldmythos von den antiken Aufzeichnungen des Tacitus bis hin zur ideologischen Instrumentalisierung durch das NS-Regime, um das Verhältnis zwischen Waldverständnis und nationalsozialistischer Ideologie zu klären.

  • Wurzeln der Identifikation der Deutschen mit dem Wald.
  • Einfluss der Romantik auf die deutsche Waldästhetik.
  • Die Rolle von Wilhelm Heinrich Riehl als Vordenker der Waldideologie.
  • Politische Instrumentalisierung von Bäumen und Wäldern (z.B. Eiche, Hakenkreuzwälder).
  • Das "Ahnenerbe" und der Versuch einer pseudowissenschaftlichen Legitimierung nationalsozialistischer Rassepolitik.

Auszug aus dem Buch

IV. Der Waldideologe Riehl

Wilhelm Heinrich Riehl, Begründer und einflußreichster Propagandist der politisch-nationalistischen Walideologie des 19. Jahrhunderts, leitete den Nationalcharakter verschiedener europäischer Völker unter anderem aus der Beschaffenheit der differierenden Formen der Landschaften ab. Seiner Meinung nach lag die Zukunft eines Volkes in der Wildnis der Wälder. Bei früher Rodung der Waldflächen und vielen freien Flächen die zu Kulturland umgestaltet würden „habe eine Gesellschaft ihre historische Zukunft endgültig verspielt.“ Gemäß Riehl hatte der Wald nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern vor allem auch einen wichtigen sozio-politischen Wert. In dieser Hinsicht erkannte er eine erfolgversprechende Ausgangsbasis für Deutschland: „Wer in demagogischer Absicht mit dem Volkscharacter der Deutschen aufräumen wolle, müsse nur die deutschen Waldregionen abholzen“.

Riehl sah desweiteren unmittelbare Parallelen zwischen dem Waldbestand eines Landes und dessen Volkstum. So sah er beipielsweise das waldlose Italien und auch Frankreich als Länder eines ausgelebten Volkstums, da sie gar keinen echten Wald mehr hätten. Italien, so Riehl, welches einst das Paradies Europas gewesen war, sei ein ausgelebtes Land geworden, weil sein Boden keine Wälder mehr trage, unter deren Schutz es sich wieder verjüngen könnte. In diesem Zusammenhang vertieft Riehl auch den Zusammenhang zwischen Volk und Wald: „Ein Volk muss aussterben, wenn es nicht mehr zurückgreifen kann zu den Hintersassen in den Wäldern, um sich bei ihnen neue Kraft des natürlichen, rohen Volkstumes zu holen.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, indem sie die ideologische Bedeutung des Waldes im Nationalsozialismus in den Kontext der allgemeinen nationalsozialistischen Propaganda stellt.

II. Der Wald und der Ursprungsmythos der Deutschen: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der starken Identifikation der Deutschen mit dem Wald, die wesentlich auf die Interpretation des Tacitus durch Romantiker zurückzuführen ist.

III. Der Einfluß aus der Romantik: Hier wird dargelegt, wie die Romantik die Waldästhetik prägte und die Grundlage für das heutige Verständnis sowie die spätere politische Instrumentalisierung schuf.

IV. Der Waldideologe Riehl: Das Kapitel analysiert die Thesen von Wilhelm Heinrich Riehl, der den Wald als zentrales Element für die nationale Identität und soziale Stabilität des deutschen Volkes propagierte.

V. Symbolität – der Wald als Symbol: Dieses Kapitel untersucht die Umwandlung von Wald und Baum in politische Symbole während der NS-Zeit, inklusive der Bedeutung von Eiche, Hitlerbäumen und Hakenkreuzwäldern.

VI. Der Wald als Pädagoge: Hier wird der Vorbildcharakter des Waldes für die nationalsozialistische Gemeinschaft und die Integration in die völkische Erziehung beschrieben.

VII. Blut und Boden: Dieses Kapitel betrachtet die ökologische Dimension im NS-Staat sowie den Einfluss der "Blut und Boden"-Rhetorik auf Agrar- und Forstpolitik.

VIII. Das Ahnenerbe - Das Wald- und Baumprojekt: Hier wird die pseudowissenschaftliche Forschung der SS analysiert, die versuchte, eine Verbindung zwischen Wald, Germanen und der Überlegenheit der arischen Rasse zu konstruieren.

IX. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Instrumentalisierung des Waldes als Mythos und ideologisches Werkzeug zusammen.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Waldmythos, Tacitus, Romantik, Wilhelm Heinrich Riehl, Waldästhetik, Symbolik, deutsche Eiche, Ahnenerbe, Blut und Boden, Ideologie, germanische Identität, Forstwissenschaft, Naturverständnis, Propagandainstrument.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung und politische Instrumentalisierung des Mythos vom "deutschen Wald" von der Antike bis zur Zeit des Nationalsozialismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die historische Identitätsstiftung durch den Wald, die ästhetische Prägung durch die Romantik, die völkische Ideologie Riehls und die rassistische Instrumentalisierung durch SS-Organisationen.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich der ursprüngliche Mythos des Waldes zur ideologischen Gedankenübernahme im Nationalsozialismus wandelte und welches Verhältnis zwischen Wald und NS-Ideologie bestand.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine historische Literaturanalyse durch, die primäre Quellen zur Ideologiegeschichte mit zeitgenössischen wissenschaftlichen Diskursen über Forstwirtschaft und Kultur verbindet.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ursprünge des Mythos, die Rolle der Romantik und von Wilhelm Heinrich Riehl, die symbolische Überhöhung von Bäumen sowie das "Wald- und Baumprojekt" der SS.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben dem Kernbegriff "deutscher Wald" prägen Begriffe wie Ideologie, Nationalsozialismus, Ursprungsmythos, Germanenkult und Forstwissenschaft die Arbeit.

Welche Rolle spielte Wilhelm Heinrich Riehl für die NS-Ideologie?

Riehl gilt als Begründer der völkischen Waldideologie; seine Thesen über die Bedeutung des Waldes für die Stabilität und Sitte eines Volkes wurden von den Nationalsozialisten direkt aufgegriffen und instrumentalisiert.

Warum scheiterte das "Wald- und Baumprojekt" des Ahnenerbes der SS?

Es scheiterte daran, eine glaubhafte "rassische Gesamtwissenschaft" zu etablieren, da es letztlich in pseudowissenschaftliche, okkulte Projekte abglitt, die mit der ökonomischen Autarkiepolitik des Staates in Konflikt standen.

Was besagt die Theorie zur "deutschen Eiche" im Dritten Reich?

Die Eiche wurde als Symbol für Männlichkeit, Heldenhaftigkeit, Dauer und Stärke idealisiert und diente in der nationalsozialistischen Symbolik der Selbstdarstellung des "ewigen" Reiches.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Der Mythos des deutschen Waldes von Tacitus bis in den Nationalsozialismus
College
University of Freiburg
Grade
2,2
Author
Patrick Geiser (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V146054
ISBN (eBook)
9783640570744
ISBN (Book)
9783640570843
Language
German
Tags
Mythos Waldes Tacitus Nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Geiser (Author), 2006, Der Mythos des deutschen Waldes von Tacitus bis in den Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/146054
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint