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Go to shop › History of Germany - 1848, Empire, Imperialism

Der politische Antisemitismus im Kaiserreich

Title: Der politische Antisemitismus im Kaiserreich

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Florian Becher (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism

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Summary Excerpt Details

...Antisemitismus keine Erfindung des Dritten Reiches war, sondern dort erst in Form der geplanten Judenvernichtung in Konzentrationslagern seinen traurigen Höhepunkt fand.
Erste Formen des Antisemitismus bildeten sich schon viel früher und auch wenn im Schulunterricht oder in der Geschichtswissenschaft nicht oft die Rede davon ist, sollte sich der Antisemitismus wie ein roter Faden durch die deutsche Geschichte ziehen. So ist es nicht verwunderlich dass selbst Martin Luther oder Johann Wolfgang Goethe...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Lage der deutschen Juden um 1871

3. Der politische Antisemitismus

3.1 Die Entstehung des politischen Antisemitismus

3.2 Die antisemitischen Parteien

3.3 Die Agitationen

4. Die jüdische Antwort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung des politischen Antisemitismus im deutschen Kaiserreich sowie die Reaktionen der jüdischen Bevölkerung auf diese gesellschaftlichen und politischen Anfeindungen.

  • Rechtliche Situation der Juden in Deutschland um 1871
  • Aufstieg und Charakteristika des politischen Antisemitismus
  • Die Rolle antisemitischer Parteien und Agitationen
  • Reaktion und Selbstverständnis der jüdischen Bevölkerung
  • Einfluss antisemitischer Rhetorik auf die Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Entstehung des politischen Antisemitismus

Doch in Deutschland sollte die Euphorie der Reichseinigung erst einmal der Demut der Realität weichen. Mangelnde Verbesserungen der sozialen und rechtlichen Lage, die ersten Auswirkungen der Industrialisierung und Wirtschaftskrisen trübten den deutschen Alltag. Als Sündenbock sollte natürlich wieder der alte „innere Feind“ herhalten. Der schon früher u. a. als „Brunnenvergifter“ oder „Hostienfrevler“ verunglimpfte Jude wurde in breiten Bevölkerungsschichten zum Ventil für die eigene Unzufriedenheit.

Maßgebend dazu sollte der Berliner Geschichtsprofessor Heinrich von Treitschke mit einer im November 1879 in den Preußischen Jahrbüchern veröffentlichten Schrift werden. Darin interpretiert er die Lage der Deutschen wie folgt:

„Bis in die Kreise der höchsten Bildung hinauf, unter Männer, die jeden Gedanken kirchlicher Unduldsamkeit oder nationalen Hochmuts mit Abscheu von sich weisen würden, ertönt es heute wie aus einem Munde: die Juden sind unser Unglück.“3

Danach war der Bann gebrochen. Judenfeindliche Schriften wurden in Massen veröffentlicht und fanden ihren Platz sogar in Familienzeitschriften wie der freundlich klingenden „Gartenlaube“. Ein weiterer Protagonist war Wilhelm Marr, der den Begriff des Antisemitismus in seinem Buch „Der Sieg des Judenthums über das Germanentum“ prägen sollte. Marr hatte diesen Begriff zwar nicht neu erfunden, aber er sollte trotzdem als Namensgeber dieser neuen politischen Richtung geführt werden, da erst ab da an der Begriff des Antisemitismus salonfähig gemacht wurde.

Der Unterschied zu dem früheren Antisemitismus war damals beim politischen bzw. modernen Antisemitismus „vor allem die politische Organisierung und seine Wandlung zu einer das Denken der bürgerlichen Gesellschaft weithin bestimmenden Kraft.“4

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich des Antisemitismus im Kaiserreich und der historischen Einordnung gegenüber der Zeit des Nationalsozialismus.

2. Die Lage der deutschen Juden um 1871: Analyse des Emanzipationsprozesses und der rechtlichen Gleichstellung der Juden bis zur Reichsgründung.

3. Der politische Antisemitismus: Untersuchung der Radikalisierungstendenzen, der Entstehung antisemitischer Strömungen sowie deren politischer und gesellschaftlicher Agitation.

3.1 Die Entstehung des politischen Antisemitismus: Erörterung der Ursachen für das Erstarken antisemitischer Vorurteile nach der Reichsgründung und der Einfluss von Multiplikatoren wie Treitschke.

3.2 Die antisemitischen Parteien: Darstellung der parteipolitischen Organisation des Antisemitismus und deren begrenzter parlamentarischer Erfolg.

3.3 Die Agitationen: Analyse der außerparlamentarischen Versuche, Juden durch Petitionen und Diffamierungen gesellschaftlich auszugrenzen.

4. Die jüdische Antwort: Auseinandersetzung mit der jüdischen Reaktion auf den aufkommenden Antisemitismus und deren Festhalten am deutsch-jüdischen Identitätsmodell.

Schlüsselwörter

Antisemitismus, Kaiserreich, Emanzipation, Judenfeindlichkeit, politische Parteien, Agitation, Rassengedanke, Identität, Reichseinigung, Deutschtum, Judenhasser, Gesellschaft, Diskriminierung, Preußen, Emanzipationsbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Genese des politischen Antisemitismus im deutschen Kaiserreich und die Reaktionen der betroffenen Bevölkerungsgruppe auf diesen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die rechtliche Emanzipation der Juden, die Entstehung antisemitischer Parteien und die Verbreitung judenfeindlicher Propaganda.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Antisemitismus im Kaiserreich als politisches Instrument eingesetzt wurde und welche Versuche die jüdische Bevölkerung unternahm, darauf zu reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen und einschlägiger historischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Etappen der Judenfeindlichkeit, die Rolle von Agitatoren sowie den vergeblichen Versuch der jüdischen Elite, durch Aufklärung gesellschaftliche Akzeptanz zu wahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Antisemitismus, Emanzipation, Kaiserreich, gesellschaftliche Ausgrenzung und die jüdische Antwort darauf.

Welche Rolle spielte Heinrich von Treitschke für die Entwicklung?

Seine Schriften wirkten als Katalysator, da sie Antisemitismus in bürgerlichen Bildungsschichten salonfähig machten.

Warum blieben die antisemitischen Parteien politisch weitgehend erfolglos?

Sie erreichten nie eine nennenswerte parlamentarische Stärke und scheiterten an mangelnder konzeptioneller Einigkeit untereinander.

Wie reagierte die jüdische Bevölkerung auf die Anfeindungen?

Die Mehrheit neigte dazu, die Gefahr zu bagatellisieren und beharrte auf ihrer Identität als Deutsche jüdischen Glaubens.

Excerpt out of 10 pages  - scroll top

Details

Title
Der politische Antisemitismus im Kaiserreich
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
2,0
Author
Florian Becher (Author)
Publication Year
2008
Pages
10
Catalog Number
V145696
ISBN (eBook)
9783640559527
ISBN (Book)
9783640559909
Language
German
Tags
Antisemitismus Kaiserreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Becher (Author), 2008, Der politische Antisemitismus im Kaiserreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/145696
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