Ziel dieser Arbeit ist es, ein Konzept zu entwickeln, wie zu erwartende, betriebsinterne Widerstände bei der Einführung einer Kommunikationsplattform in mittelständischen Unternehmen auffindbar gemacht werden können. Hierzu werden zunächst theoretische Grundlagen zum Themenfeld ausgearbeitet. Diese Grundlagen werden in die Unternehmenspraxis übertragen. Auf unterschiedlichen Ebenen werden passende Methoden angewendet. Das erarbeitete Konzept wird im Unternehmenskontext bewertet.
Die Arbeit beginnt mit der Einleitung. Hier wird zunächst die Beschreibung des Problems und die Relevanz des Themas vorgestellt. Das Kapitel endet mit dem Ziel und dem Aufbau der Arbeit. Durch konzeptionelle Grundlagen wird das Themenfeld abgegrenzt und Begriffe definiert. Hierzu wird zunächst der Mittelstand in Deutschland vorgestellt und durch die Herleitungen eine passende Definition im Rahmen der Arbeit verwendet. Der Begriff der Kommunikationsplattform und die vorhandenen Funktionen geben einen Einblick, wie diese in der Unternehmenspraxis verwendet werden können. Es folgt abschließend die Definition des Widerstandes mit zwei Systemtheorien und wie Widerstand bei einzelnen Mitarbeiten und in der ganzen Belegschaft vorhanden sein kann. Wie sich betriebsinterne Widerstände konkret äußern können, wird mit Erscheinungsformen auf Mitarbeiter- und Unternehmensebene verdeutlicht. Das Konzept zum Auffinden von zu erwartenden Widerständen bildet den Hauptteil der Arbeit. Nach der Schilderung der Ausgangssituation und IST-Aufnahme wird die Vorgehensweise zur Methodenauswahl vorgestellt. Abgerundet wird der erste Teil des Konzeptes durch die Begründung der Methodenauswahl. Danach werden Methoden an einem Unternehmensbeispiel angewendet. Der Hauptteil endet mit der Bewertung des Konzeptes im Unternehmenskontext. Im Schluss wird die Arbeit zusammengefasst und das eigene Vorgehen kritisch reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problembeschreibung und Relevanz
1.2 Ziele und Aufbau im Rahmen dieser Arbeit
2. Konzeptionelle Grundlagen und Definitionen
2.1 Mittelstand in Deutschland
2.2 Kommunikationsplattform
2.3 Widerstand
3. Betriebsinterne Widerstände
3.1 Erscheinungsformen auf Mitarbeiterebene
3.2 Erscheinungsformen auf Unternehmensebene
3.3 Offene und versteckte Widerstände
3.4 Veränderungen im Unternehmen erzeugt Widerstand
4. Konzept zum Auffinden von zu erwartenden Widerständen
4.1 IST-Aufnahme Unternehmen
4.2 Methodenauswahl
4.3 Einstieg und Vorüberlegungen durch die Unternehmensleitung
4.3.1 Erste Fragen beantworten
4.3.2 Stakeholderanalyse
4.4. Auswahl auf Unternehmensebene
4.4.1 Pro- und Contraargumente
4.4.2 Worst-Case-Szenario
4.4.3 Sounding Board
4.5. Auswahl auf Mitarbeiterebene
4.5.1 Dialoge auf einer internen Informationsveranstaltung
4.5.2 Mitarbeiterbefragung
4.5.3 Workshop
4.6 Bewertung des Konzeptes im Unternehmenskontext
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts, mit dem sich zu erwartende, betriebsinterne Widerstände bei der Implementierung einer Kommunikationsplattform in mittelständischen Unternehmen identifizieren lassen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Unternehmen durch fundierte Methoden, differenziert nach Mitarbeiter- und Unternehmensebene, frühzeitig proaktiv gegensteuern können.
- Analyse des Mittelstandes und relevanter Kommunikationsstrukturen
- Erforschung von Erscheinungsformen und Ursachen betriebsinterner Widerstände
- Systematische Methodenauswahl zur Identifikation von Widerständen
- Praxisorientierte Anwendung und Bewertung der Konzepte im Unternehmenskontext
Auszug aus dem Buch
3.1 Erscheinungsformen auf Mitarbeiterebene
Widerstand lässt sich erkennen, wenn bei einzelnen Mitarbeitern oder Teams bestimmte Symptome auftreten. Die folgende Darstellung (siehe Abbildung Nr. 2) zeigt, wie Widerstand im Allgemeinen bei Mitarbeitern auftreten kann.28
Das Reden (verbal Gegenargumente aktiv vorzubringen) ist eine Erscheinungsform Widerstand zu leisten. Auch Vorwürfe oder Drohungen sind aktive Angriffe gegen die anstehenden Veränderungen. Mitarbeiter die sonst sehr motiviert und engagiert sind, halten sich zurück und leisten in Meetings nicht mehr ihren sonst so präsenten Beitrag. Jeder Mitarbeiter fühlt sich ratlos und es sind zu viele offene Fragen vorhanden. Niemand ist in der Lage, eine klare Antwort zu geben. Dieses nonverbale Verhalten äußert sich durch Aufregung im Team, die aktiv in Streit und Intrigenbildung seinen Höhenpunkt findet. Es wird vermutet, dass etwas nicht stimmt. Die Mitarbeiter reagieren mit Witzen und diskutieren über Dinge, die nicht wichtig sind. Keiner hört dem anderen richtig zu. Dieses verbale Ausweichen ist eine Form der flüchtenden Passivität. In der Praxis kann es sein, dass Mitarbeiter im Unternehmensalltag nur noch langsam und lustlos arbeiten. Diese Lustlosigkeit ist ein nonverbales, passives Verhalten, welches als Flucht gewertet werden kann.30
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel beschreibt das Problem des Widerstands in Veränderungsprojekten und legt die Relevanz sowie die Zielsetzung der Arbeit dar.
2. Konzeptionelle Grundlagen und Definitionen: Hier werden der Begriff des Mittelstandes, die Definition einer Kommunikationsplattform und die theoretischen Grundlagen zum Phänomen Widerstand erarbeitet.
3. Betriebsinterne Widerstände: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Erscheinungsformen von Widerstand, differenziert nach Mitarbeiter- und Unternehmensebene sowie zwischen offenem und verstecktem Widerstand.
4. Konzept zum Auffinden von zu erwartenden Widerständen: Der Hauptteil der Arbeit stellt ein systematisches Vorgehen vor, das IST-Situationen analysiert und verschiedene Methoden auf unterschiedlichen Ebenen zur Identifikation von Widerständen anwendet.
5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und reflektiert das gewählte Vorgehen kritisch.
Schlüsselwörter
Widerstand, Mittelstand, Kommunikationsplattform, Veränderungsprojekt, Unternehmensleitung, Mitarbeiterbefragung, Stakeholderanalyse, Change Management, Kommunikation, Unternehmenskultur, Workshop, Widerstandsmanagement, Sounding Board, Pro- und Contraargumente.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, wie mittelständische Unternehmen bei der Einführung digitaler Kommunikationsplattformen betriebsinterne Widerstände rechtzeitig identifizieren und bewältigen können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzeptionellen Grundlagen des Mittelstands, der Definition von Kommunikationsstrukturen, der Analyse von Widerstandsformen sowie der praktischen Erarbeitung von Identifikationsmethoden für diese Widerstände.
Was ist das primäre Ziel dieser Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines praxisnahen Konzepts, das Methoden bereitstellt, um Widerstände bei Mitarbeitern und auf Unternehmensebene frühzeitig aufzudecken und für den Erfolg des Veränderungsprojekts zu nutzen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit verwendet?
Es wird ein konzeptioneller Ansatz genutzt, der durch eine theoretische Fundierung (Widerstandstheorien) und eine darauf aufbauende Methodik (Stakeholderanalyse, Workshop, Mitarbeiterbefragungen, Sounding Board) ergänzt wird.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine IST-Analyse des Beispielunternehmens, die Begründung der Methodenauswahl und die detaillierte Darstellung verschiedener Anwendungsmethoden zur Widerstandserkennung auf unterschiedlichen Stufen der Unternehmenshierarchie.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Widerstandsmanagement, Change Management, Kommunikationsplattform, Partizipation und proaktive Mitarbeiteranalyse charakterisieren.
Wie werden die Vor- und Nachteile von Veränderungen konkret evaluiert?
Dies erfolgt insbesondere in Kapitel 4.4.1 durch die Methode der Pro- und Contraargumente, bei der auf einer neutralen Basis die Auswirkungen des Projekts auf alle Stakeholdergruppen gegenübergestellt werden.
Was ist das Ziel des "Sounding Boards"?
Das Sounding Board ist ein Gremium unterschiedlicher Mitarbeiter, das die Stimmung im Unternehmen in einem frühen Stadium wiederspiegelt und als direkter Resonanzboden für die Unternehmensleitung dient.
Welche Rolle spielt die Unternehmensleitung dabei?
Die Unternehmensleitung fungiert als Initiator und Anwender der Identifikationsmethoden; sie muss laut den Ergebnissen der Arbeit objektiv bleiben und eine Vision vermitteln, um Ängste abzubauen.
- Quote paper
- Alexa Hild (Author), 2024, Konzept zur Identifizierung und Bewältigung betriebsinterner Widerstände bei der Einführung einer Kommunikationsplattform in mittelständischen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1450277