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Theaterunterricht in einer Brennpunktschule. Gegenüberstellung von Fachliteratur

Titel: Theaterunterricht in einer Brennpunktschule. Gegenüberstellung von Fachliteratur

Hausarbeit , 2023 , 16 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der von Elise von Bernstorff verfasste Text "Das Undisziplinierte im Transdisziplinären" gab den Anstoß zu folgender Fragestellung: Wo liegt die Übertragbarkeit von Theaterunterricht, wie ihn Lehrmaterialien und Fachliteratur präsentieren, in das wirkliche Leben von Theaterlehrkräften und Schülern? Um diese Problematik und weitere Komplikationen aufzuzeigen, werde ich im ersten Schritt darlegen, worauf es im Theaterunterricht im Bereich Schule ankommt. Anschließend die Widersprüchlichkeit einiger Fachliteratur aufzeigen und mit der Realität konfrontieren, um schlussendlich funktionale und motivierende Methoden zu benennen. Zudem werde ich mich in dieser Arbeit neben ausgewählter Lektüre auf eigene Praxiserfahrung an einer Brennpunktschule (Ganztagsgymnasium) der Stadt Hannover beziehen.

Kindertheater ist vielseitig. Es macht einen Unterschied, ob es sich um Theater mit Kindern als Darsteller*innen handelt oder es für – möglicherweise sogar mit – Kindern entwickelt wurde. In dieser Arbeit soll es vor allem um die Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Schulumfeld gehen. Dabei kommt es sowohl auf die Herangehensweise bei der Entwicklung einer Performance an als auch auf die Ausführung der Darstellung von den Schülerinnen und Schülern. Theater – unerheblich, ob als Zuschauer oder Darsteller erlebt – kann die soziale Fantasie anregen, Kontakte knüpfen und verstärken und Schüler dabei unterstützen Umfeld und Umwelt besser wahrzunehmen. "Außerdem richtete sich das Theater ja eigentlich einmal gegen Leistung, Druck und auch Schulstress." Im Laufe der Jahre steht dieser Glaubenssatz aber nicht mehr an erster Stelle. Die Fachliteratur zu Schultheater und Darstellendes Spiel scheint an Bodenhaftung zu verlieren, da der Realitätsbezug in der Umsetzung – insbesondere an einer Brennpunktschule – praktisch nicht vorhanden ist.

Im Rahmen einer kooperierenden Ringvorlesung namens "Zwischen Bildung und Künsten" der Leibniz Universität Hannover und den Hochschulen Braunschweig und Hildesheim wurden verschiedene Gedanken zu Themen der Theaterpädagogik im Allgemeinen und in Bezug auf Kinder- und Jugendtheater platziert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theaterunterricht in der Schule – Worauf es ankommt

3 Widersprüchlichkeit in Fachliteratur – Konfrontation mit der Realität

3.1 Der körperliche Aspekt

3.2 Die Haltung von Lehrkraft und Schülerschaft

3.3 Der Lernprozess und Unterrichtsbeginn

3.4 Technik und Räumlichkeiten

4 Funktion mit Freude und Motivation

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen theatertheoretischer Fachliteratur und der praktischen Umsetzung an einer Schule in einem sozialen Brennpunkt, mit dem Ziel, prozessorientierte und motivierende Arbeitsweisen für einen zeitgemäßen Theaterunterricht zu identifizieren.

  • Theaterpädagogik im schulischen Umfeld
  • Die Rolle und Haltung der Lehrkraft
  • Umgang mit körperlichen Hemmschwellen bei Jugendlichen
  • Prozessorientierung versus Ergebniszwang
  • Räumliche und technische Herausforderungen im schulischen Alltag

Auszug aus dem Buch

Die Haltung von Lehrkraft und Schülerschaft

An meiner Beispielschule konnte ich ebenso beobachten, wie „[d]ie Grenzen zwischen Literatur und Theater, zwischen Dichterlesung und Theateraufführung beginnen sich aufzulösen.“ In dem Q2-DS-Kurs des Gymnasiums entschied sich die Theaterlehrkraft dazu, mit dem 13. Jahrgang die Gedichte Glückliche Fahrt und Meeres Stille von Goethe zu inszenieren. Mit der Begründung, dass er diese Werke im Lehrerzimmer gefunden habe. Es ergab sich genau das Problem, dass in meinen Augen vorherzusehen war: die Lehrkraft beschloss den Inhalt der Aufführung des alljährlichen Theaterabends, an dem alle Jahrgänge Fragmente ihrer Arbeit im Darstellenden Spiel präsentierten, und die Schüler*innen beschäftigten sich mit dem Gedicht zwar in Teilen, hatten aber keinerlei Freude daran zu arbeiten oder es aufzuführen. Es war ihnen anzusehen, dass sie zu dem Inhalt keinen Zugang fanden und die Inszenierung ihnen unangenehm war. „Theaterzwang“, in der Position der Darstellung als auch aus der Perspektive des Zuschauenden, „weckt Aggressionen. Und ein Lehrer, den Theaterbesuch als Freistunde einschätzt […] oder gar ohne viel Arbeit zu haben damit den Wandertag füllt, braucht sich über das Verhältnis seiner Schüler zum Theater nicht wundern.“ Den Schüler*innen war Talent anzusehen und ich war der Annahme, dass sie die Kreativität und Disziplin hatten, mehr – und vor allem selbstständiger – zu inszenieren als Gedichte, die sie nicht verstanden. Die Grundhaltung der Lehrkraft färbt sich auf die Schüler*innen ab: „Meiner Auffassung nach gibt es sowas wie eine Grundhaltung, die dich in alle Beziehungen einschreibt. Ich kann verschiedene Haltungen einnehmen, aber ich kann meine Haltung nur bedingt kontrollieren, denn sie ist das Ergebnis einer komplexen Interaktion mit meiner Umgebung.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Kindertheaters ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des Theaterunterrichts im schulischen Kontext sowie die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis.

2 Theaterunterricht in der Schule – Worauf es ankommt: In diesem Kapitel wird die notwendige Haltung der Lehrkraft thematisiert, die durch den Abbau von Hierarchien und eine prozessorientierte Herangehensweise den Freiraum für schülerzentrierte Kreativität schaffen soll.

3 Widersprüchlichkeit in Fachliteratur – Konfrontation mit der Realität: Dieser Teil konfrontiert theoretische Ansätze mit der tatsächlichen Praxis an einer Brennpunktschule, wobei insbesondere sozioökonomische Faktoren und die Heterogenität der Schülerschaft beleuchtet werden.

3.1 Der körperliche Aspekt: Untersuchung der Hürden, die sich bei körperbetonten Übungen im schulischen Umfeld ergeben, und die Notwendigkeit, diese Hemmschwellen kleinschrittig abzubauen.

3.2 Die Haltung von Lehrkraft und Schülerschaft: Analyse der wechselseitigen Beeinflussung von Lehrkraft und Schülern sowie der Auswirkungen einer starren oder einengenden Regieanweisung auf die Motivation der Jugendlichen.

3.3 Der Lernprozess und Unterrichtsbeginn: Untersuchung der Bedeutung des Einstiegs in die Unterrichtsstunde und der Verlagerung der Verantwortung für den kreativen Lernprozess auf die Schüler.

3.4 Technik und Räumlichkeiten: Darstellung der praktischen Schwierigkeiten bei fehlender technischer Ausstattung und unzureichenden Räumlichkeiten an Regelschulen.

4 Funktion mit Freude und Motivation: Fokus auf die Bedeutung der Improvisation und der Ergebnisoffenheit als Mittel, um die intrinsische Motivation und Freude am künstlerischen Handeln zu fördern.

5 Schluss: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse mit dem Fazit, dass Theater in der Schule als prozessorientierte Form der persönlichen Entfaltung und nicht als bloßer Leistungsdruck begriffen werden sollte.

Schlüsselwörter

Theaterpädagogik, Darstellendes Spiel, Schultheater, Prozessorientierung, Lehrerhaltung, Unterrichtspraxis, Improvisation, Motivation, Kulturelle Bildung, Schülerzentrierung, Brennpunktschule, Körperarbeit, Kreativität, Schulalltag, Theaterdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen des Fachs Darstellendes Spiel im schulischen Alltag und hinterfragt die praktische Umsetzbarkeit theoretischer theaterpädagogischer Konzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Haltung der Lehrkraft, der körperlichen Arbeit mit Jugendlichen, dem Umgang mit räumlichen Defiziten sowie der Förderung von Freude und Motivation statt Leistungsdruck.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie eine prozessorientierte und motivierende Theaterarbeit trotz der Diskrepanz zwischen akademischer Fachliteratur und der anspruchsvollen Realität an Brennpunktschulen gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine praxisnahe Reflexion, die Erkenntnisse aus der einschlägigen Fachliteratur mit persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Theaterunterricht an einer Brennpunktschule verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Aspekte wie körperliche Hemmschwellen, soziale Interaktionen zwischen Lehrenden und Lernenden, die Bedeutung eines prozessorientierten Unterrichts sowie reale infrastrukturelle Probleme an Schulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Theaterpädagogik, Prozessorientierung, Lehrerhaltung und Schultheater beschreiben.

Wie wirkt sich eine starre Lehrkraft-Haltung auf das Theaterprojekt im Unterricht aus?

Laut der Arbeit führt ein zu starker "Theaterzwang" oder eine vorbestimmte Regie zu einer Ablehnungshaltung bei den Schülern, da sie keinen Freiraum für eigene Kreativität und Selbstwirksamkeit erleben.

Warum ist der Beginn einer Theaterstunde laut Autorin so wichtig?

Der Beginn ist ausschlaggebend, da er nicht nur organisatorisch Zeit für Vorbereitungen bietet, sondern als wichtiges Signal für die Wertschätzung des gemeinsamen Projekts dient und hilft, ein Arbeitsklima zu schaffen.

Inwiefern beeinflusst der soziale Kontext der Schule die Theaterpraxis?

Die Schülerschaft ist oft durch eine hohe Heterogenität und Migrationshintergründe geprägt; dies erfordert sensible Ansätze im Umgang mit Körperlichkeit und kulturellen oder religiösen Vorbehalten, statt starr an herkömmlichen Literaturbeispielen festzuhalten.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theaterunterricht in einer Brennpunktschule. Gegenüberstellung von Fachliteratur
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Veranstaltung
Forschung Kinder- und Jugendtheater
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
16
Katalognummer
V1449705
ISBN (eBook)
9783963558726
ISBN (Buch)
9783963558733
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kindertheater Jugentheater Darstellendes Spiel Theaterunterricht Schule Brennpunktschule Fachliteratur DS Theater Pädagogik Vergleich Gegenüberstellung Schüler Schülerinnen Lehrer Lehrerinnen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Theaterunterricht in einer Brennpunktschule. Gegenüberstellung von Fachliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1449705
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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