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Privathandel im Internet

Eine Analyse der Risikoabsorption bei Einkäufen über das Online-Anzeigenportal markt.de

Title: Privathandel im Internet

Diploma Thesis , 2008 , 139 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniela Lindig (Author)

Sociology - Economy and Industry

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Summary Excerpt Details

Die Popularität des World Wide Web ist in den Industrieländern innerhalb des vergangenen Jahrzehnts enorm gewachsen. Wie kein anderes Medium bietet es seinen Nutzern eine umfangreiche Palette an Dienstleistungen. So waren 1997, als mit der „ARD Online-Studie 1997“ die erste Repräsentativitätserhebung im deutschsprachigen Raum durchgeführt wurde, gerade einmal 6,5% der Bundesdeutschen online. Bis heute hat sich der Anteil Onliner beinahe verzehnfacht. Über 60% der Deutschen nutzen regelmäßig das Internet.
Das Internet selbst kann als Kanal für den multimedialen Ausgangspunkt des World Wide Web verstanden werden, welches den größten medialen Raum darstellt, der uns gegenwärtig zur Verfügung steht, um weltweit zu kommunizieren und durch verschiedene Text-, Bild- und Tondokumente zu navigieren. Die Computervermittelte Kommunikation (...) Telebanking oder E-Commerce. Letzteres hat sich soweit etabliert, dass der Handel über das Internet eine gängige und verbreitete Form des Einkaufens geworden ist. Dabei wächst nicht nur der Unternehmensabhängige E-Commerce, auch der private Handel über das Internet ist populär geworden..
Durch Globalisierung, Mobilität und Individualisierung in Verbindung mit den technischen Möglichkeiten, hat sich das Internet zu einer immer häufiger genutzten Handelsplattform entwickelt. Auch die klassische Form des Flohmarktes hat seinen Weg ins Internet
gefunden, betrachtet man allein die Anzahl von Auktions- und Anzeigenportalen, über die Privatpersonen untereinander Secondhand-Handel betreiben. Die Liste der Online-Anzeigenportale in Deutschland wächst...
Der Anreiz opportunistischen Verhaltens im Internet wird dadurch erhöht, dass die „digitale Identität“ im Netz auf bloßen Angaben der Personen beruhen und keine verlässlichen Daten garantiert. Die mangelnde Sicherheit führt zu einem erhöhten Risiko gerade wenn es um Privatgeschäfte geht. Dennoch nimmt eine Vielzahl von Internetnutzern die Risikosituation in Kauf und...
Die Intention der Arbeit liegt darin durch eine Fallstudie die Erklärungsstärke des Rational-Choice-Ansatzes für individuelles Entscheidungsverhalten unter Unsicherheit zu überprüfen, indem Hypothesen aus der Theorie abgeleitet und auf ihre Falsifizierbarkeit empirisch getestet werden.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Privathandel über das Internet

1.2. Thema und Ziel der Arbeit

1.3. Forschungstand

1.4. Soziologische Relevanz

1.5. Überblick

2. Begriffsklärung

2.1. Interaktion unter Risiko und ihre Akteure

2.2. Der Vertrauensbegriff

2.3. Der Risikobegriff

3. Der Rationalitätstheoretische Ansatz

3.1. Die Rational-Choice-Theorie

3.1.1. Entwicklung und Einordnung in den Sozialwissenschaften

3.1.2. Modelle des Rational-Choice-Ansatzes

3.1.3. Kernannahmen

3.1.4. Umstrittene Annahmen und die Festlegung für die Fallstudie

3.1.5. Kritik von Rational-Choice-Erklärungen

3.1.6. Überprüfungsstrategie des RC-Modells

3.2. Psychologische Verhaltenstheorie als Ergänzung der RCT

3.3. Die Rational-Choice-These der Zeitallokation

4. Ableitung der Hypothesen

4.1. Bezugnahme auf Vertrauen

4.2. Erfahrung und Reputation

4.3. Nutzenmaximierung und Risiko

4.4. Das Kosten-Nutzen-Kalkül

4.5. Individuelle Restriktionen

4.6. Vertrauensseeligkeit und Risikobereitschaft

4.7. Allokation der Zeit

4.8. Modell der Wirkungsbeziehungen

5. Forschungsdesign

5.1. Untersuchungsgegenstand und Forschungsziel

5.2. Das Forschungsfeld

5.3. Zur Stichprobenziehung

5.4. Pretest und Nachuntersuchung

5.5. Der Fragenkatalog

5.6. Gütekriterien der Datenerhebung

5.7. Operationalisierung der Konstrukte

5.7.1. Vertrauen

5.7.2. Risikoabsorption

5.7.3. Risiko

5.8. Untersuchungsspezifische Hypothesen

6. Ergebnisse der Umfrage

6.1. Soziodemographische Schwerpunkte

6.2. Erfahrungen und Kaufentscheidung

6.3. Pro und Contra der Kaufentscheidung

6.4. Risikoabsorption durch Informationsbeschaffung

6.5. Erfahrungen und Risikoabsorption

6.6. Die Wirkung der Reputation

6.7. Erwartungsnutzen, potentieller Schaden und Restriktionen

6.8. Rationales Kalkül und Investition in Sicherheit

6.9. Restriktionen und Handlungsspielraum

6.10. Vertrauensseeligkeit und Risikofreude

6.11. Die Allokation der Zeit

7. Zusammenfassung, Interpretation und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Entscheidungsverhalten von Käufern auf dem Anzeigenportal "markt.de" unter Unsicherheit, um die Erklärungsstärke des Rational-Choice-Ansatzes in diesem spezifischen Kontext zu überprüfen. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwieweit Individuen Vertrauen schenken und unter welchen Bedingungen sowie mit welchem Aufwand sie in Informationsbeschaffung investieren, um ihre Unsicherheit zu reduzieren.

  • Analyse des Vertrauensproblems beim privaten Online-Handel über Anzeigenportale.
  • Empirische Überprüfung des Rational-Choice-Ansatzes (PPREMM- und SEU-Modell).
  • Integration psychologischer Verhaltenstheorien zur Erklärung von Erfahrungseinflüssen.
  • Untersuchung der Rolle von Restriktionen, Risiko und Zeitallokation für das Kaufverhalten.
  • Bewertung des Einflusses von Reputation (Prüfsiegel) auf die Risikoabsorption.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Entwicklung und Einordnung in den Sozialwissenschaften

Die RCT hat sich in den Sozialwissenschaften zu einer bedeutungsvollen Theorie als individualistisches Paradigma der Handlungstheorie entwickelt. Als ursprünglich ökonomische Theorie hilft sie bei der Erklärung sozialer Phänomene insbesondere auf der Mikroebene. „Sie [Die ökonomische Theorie] erlaubt die Modellierung der Dynamik sozialer Beziehungsformen mit ihren emergenten Struktureffekten als Folge strukturvermittelten Handelns“ (Müller/ Schmid, 1989, S. 11).

Die Rationale Wahl als Theoriezweig der Logik hat einen frühen Ursprung. Im Werk von Aristoteles der „Nikomachischen Ethik“ (322 v. Chr) beschreibt Aristoteles die rationale Wahl als zentral für das Ziel des Lebens: die Eudaimonie6. Rationalität sei ein Instrument um Ziele oder Zustände zu erreichen, welche selbst nicht von Vernunft bestimmt sind (vgl. Aristoteles, 1980, S.54). „Choice is deliberate desire“, oder in anderen Worten „choice is a desire and reasoning with a view to an end“(Aristoteles, 1980, S.139). Die rationale Wahl ist demnach dann rational, wenn es mit dem übereinstimmt was eine Person bevorzugt oder wünscht. Sie bezieht sich außerdem auf Erwartungen und zukünftige Ergebnisse einer Handlung. Damit legt Aristoteles den Grundstein für die rationalitätstheoretische Annahme der instrumentellen Handlung im Sinne der eigenen Präferenzen mit einem Handlungsziel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel beschreibt die wachsende Bedeutung des privaten Online-Handels, formuliert das Ziel der Arbeit sowie die Forschungsfragen und gibt einen Überblick über den Aufbau der Studie.

2. Begriffsklärung: Hier werden die zentralen Begriffe der Arbeit, insbesondere die Interaktionsbeziehung, das Vertrauen und das Risiko, theoretisch definiert und eingegrenzt.

3. Der Rationalitätstheoretische Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die Rational-Choice-Theorie, ihre Modelle, Kernannahmen sowie Kritikpunkte und dient als theoretisches Fundament der Untersuchung.

4. Ableitung der Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden hier kausale Hypothesen abgeleitet, die den Einfluss von Vertrauen, Erfahrung, Nutzenmaximierung und Restriktionen auf das Handeln untersuchen.

5. Forschungsdesign: Das Kapitel beschreibt die quantitative Online-Umfrage, die Stichprobenziehung, die Operationalisierung der Konstrukte und die Vorgehensweise der empirischen Datenerhebung.

6. Ergebnisse der Umfrage: Hier werden die gewonnenen Daten statistisch ausgewertet und die aufgestellten Hypothesen auf ihre Falsifizierbarkeit geprüft.

7. Zusammenfassung, Interpretation und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bettet sie in den theoretischen Kontext ein und gibt Empfehlungen für die wissenschaftliche Weiterarbeit.

Schlüsselwörter

Rational-Choice-Theorie, Vertrauen, Risiko, Online-Handel, markt.de, Nutzenmaximierung, Informationsbeschaffung, Risikoabsorption, Soziologie, Individualismus, Kaufentscheidung, Reputation, Zeitallokation, Verhaltenstheorie, Empirische Sozialforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Entscheidungsverhalten von Privatpersonen bei Einkäufen über das Online-Anzeigenportal "markt.de" unter besonderer Berücksichtigung von Risiko und Vertrauen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind individuelle Entscheidungsprozesse bei informellen Online-Transaktionen, die Rolle von Erfahrungen, Kosten-Nutzen-Kalkulationen und die Anwendung rationaler Handlungstheorien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Erklärungsstärke des Rational-Choice-Ansatzes für Entscheidungen unter Unsicherheit zu überprüfen und zu analysieren, wie Nutzer durch Informationsbeschaffung ihre Unsicherheit mindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Studie nutzt einen deduktiv-nomologischen Ansatz mit einer quantitativen Online-Befragung von 2327 Nutzern des Portals, deren Daten statistisch mittels Regressions- und Varianzanalysen ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Herleitung auf Basis der Rational-Choice-Theorie und eine empirische Fallstudie, die Hypothesen über Vertrauen, Erfahrung und Nutzenmaximierung testet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Rational-Choice, Vertrauensproblematik, Risikoabsorption, Online-Kleinanzeigen, Nutzenmaximierung und empirische Theorieprüfung aus.

Welchen Einfluss hat die Reputation auf das Handeln der Käufer bei markt.de?

Die Studie untersuchte die Rolle des "Prüfsiegels". Es konnte jedoch kein signifikanter Effekt des Siegels auf eine verringerte Informationsbeschaffung festgestellt werden, was möglicherweise an dessen geringer Verbreitung zum Zeitpunkt der Erhebung lag.

Welche Bedeutung hat das Einkommen für das Entscheidungsverhalten?

Es zeigte sich, dass das Einkommen zwar einen Einfluss auf die Investitionsbereitschaft in Sicherheit hat, jedoch kaum einen Effekt auf die allgemeine Informationsbeschaffung vor dem Kauf ausübt.

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Details

Title
Privathandel im Internet
Subtitle
Eine Analyse der Risikoabsorption bei Einkäufen über das Online-Anzeigenportal markt.de
College
LMU Munich  (Sozialwissenschaften)
Course
Wirtschaftssoziologie
Grade
1,3
Author
Daniela Lindig (Author)
Publication Year
2008
Pages
139
Catalog Number
V144602
ISBN (eBook)
9783640548569
ISBN (Book)
9783640551668
Language
German
Tags
Rational-Choice-Theorie Theorie der Zeitallokation Psychologische Verhaltensregeln nach Homan Vertrauen in der Wirtschaft Risiko und Risikoabsorption E-Commerce Privathandel im Internet
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Lindig (Author), 2008, Privathandel im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/144602
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