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Carl Schmitt, "Der Begriff des Politischen" und die Folgen

Title: Carl Schmitt, "Der Begriff des Politischen" und die Folgen

Seminar Paper , 2022 , 38 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Burkhard von Grafenstein (Author)

Politics - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Studienarbeit befasst sich mit einer in ihrer Widersprüchlichkeit zunächst verblüffenden Auswahl an Folgen, Konsequenzen und Anwendungen von Carl Schmitts wegweisender Schrift „Der Begriff des Politischen“ (1932). Carl Schmitt war ein Staatsrechtslehrer der Weimarer Republik und des Dritten Reiches und gilt als ein Klassiker der politischen Philosophie. Sein Wirken in der Endphase der Weimarer Republik, zu der Aufgrund des Aufstiegs rechter politischer Kräfte in der Gegenwart viele Parallelen gezogen werden, macht Schmitts Werk zu einem Gegenstand gesteigerten Interesses. Die Arbeit setzt ihren Fokus auf die Innenpolitik und fragt, ob Carl Schmitt zugleich Antisemit und ein geistiger Vater der „wehrhaften Demokratie“ der Bundesrepublik Deutschland war und bis heute eine wichtige Bezugsfigur der Neuen Rechten ist. Vorangestellt ist eine Zusammenfassung der Grundgedanken des Werks, deren bekanntester ist, dass die politische Unterscheidung die zwischen Freund und Feind sei. Hinsichtlich das Antisemitismus wird insbesondere Schmitts Unterscheidung zwischen persönlicher und politischer Feindschaft auf ihre Konsequenzen im Nationalsozialismus hin geprüft und sogar auf Schmitt selbst angewendet. Hinsichtlich der Vaterschaft der wehrhaften Demokratie werden Schmitts Schriften aus der Weimarer Republik und die konkrete Umsetzung seines Gedankenguts im Grundgesetz und in der Verfassungsschutzpraxis untersucht, sein Wirken aber auch in Kontext mit weiteren Verfechtern dieses Gedankens gerückt. Der aktuelle, nicht nur geistesgeschichtliche, Bezug der Neuen Rechten zu Carl Schmitt wird u.a. anhand der Durchsicht der Zeitschrift „Sezession“ Gegenstand näherer Untersuchung, wobei auch hinterfragt wird, was der Grund für diese anhaltende Verehrung ist. Das Fazit der Arbeit kulminiert in Überlegungen, wie sinnhaft das Konzept der „wehrhaften Demokratie“ vor dem Hintergrund des dargelegten (geistes-)geschichtlichen und politischen Kontextes eigentlich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen und die Folgen

2.1. Der Begriff des Politischen: Das Werk und seine Grundgedanken

2.2. Die Juden als hostis?

2.3. Schmitt – ein geistiger Ahnherr der wehrhaften Demokratie?

2.4. Carl Schmitt als Ikone und Bezugsfigur der Neuen Rechten

3. Fazit und Diskussion der Ergebnisse

4. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle politische Relevanz sowie die historischen Konsequenzen von Carl Schmitts Hauptwerk „Der Begriff des Politischen“. Ziel ist es, unter bewusster Vermeidung plumper Aktualisierungen des Freund-Feind-Denkens, spezifische Wirkungszusammenhänge von der vornationalsozialistischen Zeit bis in die Gegenwart der Bundesrepublik und die Perspektiven der „Neuen Rechten“ herauszuarbeiten.

  • Theoretische Grundlagen von Schmitts Begriff des Politischen von 1932
  • Analyse der Judenfeindschaft als politisches Konstrukt im Schmittschen Denken
  • Überprüfung von Schmitts Einfluss auf das Konzept der wehrhaften Demokratie
  • Rolle von Schmitt als Bezugsfigur und Ikone für die Neue Rechte

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Begriff des Politischen: Das Werk und seine Grundgedanken

Der Begriff des Politischen erschien auf Basis eines 1927 gehaltenen Vortrags im Jahr 1932 (vgl. Schmitt 2015, S. 88), also in der Zwischenkriegszeit und der Endphase der Weimarer Republik. Der Essay entstand erkennbar unter dem Eindruck des 1. Weltkrieges sowie den nachfolgenden bürgerkriegsartigen Wirren und der Vorahnung des 2. Weltkriegs. Auf den Straßen tobten nach dem Erstarken der NSDAP in der Weltwirtschaftskrise die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den uniformierten Verbänden der Parteien (SA, Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Rotfrontkämpferbund) und es wurde mit Notverordnungen regiert.

Zum Zeitpunkt der Entstehung und Veröffentlichung des Werks war Schmitt noch nicht der NSDAP beigetreten, er tat dies erst im Mai 1933 (vgl. Mehring 2017: 59). Schmitt arbeitete 1932 noch an Plänen, mit denen die Weimarer Republik durch eine zeitlich begrenzte Präsidialdiktatur vor der Machtübername der Nazis geschützt werden sollte (vgl. Reitz 2019).

Schmitts Essays sind bekannt für ihre prägnanten ersten Sätze. In dem vorliegenden Werk lautet er: „Der Begriff des Staates setzt den Begriff des Politischen voraus.“ (Schmitt 2015: 19) Schmitt setzt dann sogleich zu einer vom zeitgenössischen Nationalstaat bzw. der Drei-Elemente-Lehre von Georg Jellinek geprägten Definition des Staats an, wonach dieser „der politische Status eines in territorialer Geschlossenheit organisierten Volkes“ sei (Ebda.: 19; vgl. Maurer 2010: 2 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Werk Carl Schmitts im Kontext aktueller politischer Debatten über wehrhafte Demokratien und stellt die Forschungsfrage nach der heutigen Aktualität und Wirkung seines konfliktgeladenen Begriffs des Politischen.

2. Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen und die Folgen: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert zunächst die theoretischen Grundannahmen, untersucht dann die Auslegung der Judenfeindschaft innerhalb Schmitts Freund-Feind-Theorie, beleuchtet sein mittelbares Erbe für die wehrhafte Demokratie und schließt mit der Bedeutung Schmitts als Vordenker der Neuen Rechten.

3. Fazit und Diskussion der Ergebnisse: Das Kapitel reflektiert, dass Schmitts Denken über Demokratie und Diktatur hinaus fruchtbar bleibt, kritisiert die innere Widersprüchlichkeit wehrhafter Demokratien und konstatiert, dass Schmitts hoher Abstraktionsgrad eine breite, wenn auch kritisch zu reflektierende Anwendbarkeit zulässt.

4. Literatur: Verzeichnis der Primärquellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen, Freund-Feind-Unterscheidung, Wehrhafte Demokratie, Neue Rechte, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Verfassungsfeindlichkeit, Politische Theorie, Dezisionismus, Pluriversum, Staat, Innenpolitik, Ideologietransfer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Denken des Politischen Theoretikers Carl Schmitt, insbesondere dessen einflussreiches Werk „Der Begriff des Politischen“, und dessen historische sowie gegenwärtige Wirkung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entstehung des Freund-Feind-Schemas, die Verknüpfung von Antisemitismus mit Schmitts politischer Theorie, der Einfluss auf das Konzept der wehrhaften Demokratie und die Rezeption seines Werks in Kreisen der Neuen Rechten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, eine differenzierte Untersuchung von Schmitts Werk durchzuführen, die über die Plattitüde hinausgeht, er sei lediglich aufgrund seiner Unterscheidung von Freund und Feind aktuell, und stattdessen konkrete innenpolitische Anwendungs- und Wirkungsfelder zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Primärquellen (insbesondere Schmitts Schriften) sowie relevanter Sekundärliteratur, um historische Kontexte und konzeptionelle Fortführungen zu erschließen.

Welche zentralen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Schmitts Grundgedanken, eine kritische Auseinandersetzung mit der Behandlung des „Feindes“ (insbesondere im Kontext des Antisemitismus), die Rolle Schmitts als geistiger Ahnherr einer wehrhaften Demokratie und seine Funktion als Ikone der Neuen Rechten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Freund-Feind-Unterscheidung, wehrhafte Demokratie, völkisches Denken, Dezisionismus und ideengeschichtliche Kontinuität beschreiben.

Inwiefern beeinflusste Schmitt die heutige „wehrhafte Demokratie“?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Schmitts Konzepte – etwa die Definition und Bekämpfung eines inneren Feindes – mittelbar in das institutionelle Instrumentarium der wehrhaften Demokratie eingeflossen sind, auch wenn er selbst nicht der direkte Namensgeber dieses Konzepts ist.

Warum ist Schmitt für die Neue Rechte von Bedeutung?

Die Neue Rechte greift auf Schmitt zurück, da seine Konzepte wie der Antiliberalismus, das pessimistische Menschenbild und die Freund-Feind-Logik anschlussfähig an ihr völkisches und kollektivistisches Weltbild sind, weshalb er dort einen regelrechten Kultstatus genießt.

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Details

Title
Carl Schmitt, "Der Begriff des Politischen" und die Folgen
College
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Oberseminar: Macht und Gewalt: Schmitt, Strauss, Arendt und Foucault
Grade
1,0
Author
Burkhard von Grafenstein (Author)
Publication Year
2022
Pages
38
Catalog Number
V1437083
ISBN (eBook)
9783346991270
ISBN (Book)
9783346991287
Language
German
Tags
Neue Rechte Antisemitismus Wehrhafte Demokratie Carl Schmitt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Burkhard von Grafenstein (Author), 2022, Carl Schmitt, "Der Begriff des Politischen" und die Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1437083
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