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Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Der Eintritt Spartas in den Peloponnesischen Krieg

Die Aspekte des phobos ton Lakedaimonion

Titel: Der Eintritt Spartas in den Peloponnesischen Krieg

Magisterarbeit , 2006 , 169 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Raphael Dlugajczyk (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit befaßt sich mit einer vieldiskutierten Kernfrage der Alten Geschichte: Wie kam es zum Ausbruch des Peloponnesischen Krieges zwischen den Machtblöcken Athen und Sparta? Im Zentrum der Untersuchung steht die tiefgehende Analyse des ersten Buches des Thukydides, allem voran seine scharfsinnige Unterscheidung zwischen „der wahrsten Ursache“ und den „Anlässen“, die zum Krieg geführt haben. Bisherige Forschungen konzentrierten sich auf die Ermittlung des Kriegsschuldigen, den Thukydides selbst beim genauen Hinsehen gerade nicht bezeichnet. Während die eine Seite die imperiale Machtpolitik der Athener als Kriegsgrund definierte, sah die andere Seite diesen in der aggressiven Kriegspolitik der Spartaner. Die Magisterarbeit zeigt aber, daß die bisherige Forschung nicht das wesentliche erkannt hat – und das liegt am Mangel bei der Auseinandersetzung mit den strukturellen Momenten des Thukydides, insbesondere an einem modernen, aber nicht angemessenen Machtbegriff.
Das Thema ist auf Sparta ausgerichtet. Daher befaßt sich der erste Teil der Arbeit mit der Untersuchung des Charakters und der Triebkräfte der spartanischen Außenpolitik. Es wird deutlich, daß Furcht und Sicherheit als wesentliche strukturelle Faktoren die Politik Spartas bestimmten.
Im Blickfeld des zweiten Kapitels steht sodann das erste Buch des Thukydides. Die Analyse der „Anlässe“ des Krieges zeigt, daß bestimmte feststehende strukturelle Faktoren die Spartaner in den Krieg führten. Im Anschluß folgt eine ausführliche Untersuchung der „wahrsten Ursache“. Erst eine interdisziplinäre Betrachtungsweise (d.h. althistorische, altphilologische, philosophische und politologische) ermöglicht eine widerspruchsfreie Interpretation des Thukydides. Es wird deutlich, daß die bisherigen Forschungen die Kriegsursache auf der „systemischen Analyseebene“ untersuchten. Da sie auf Widersprüche stießen, interpretierten sie diese als eine Schwäche des thukydideischen Werkes. Betrachtet man den Vorgang jedoch auf „subsystemischer Ebene“ ist die Analyse des Historikers stimmig und enthüllt eine erschreckend modern anmutende Tiefe.
Im dritten Kapitel schließlich werden alle strukturellen Faktoren nebeneinadergestellt. Schnell wird dabei deutlich, warum Thukydides den Krieg für „unausweichlich“ hielt, und selbst eine einseitige Schuldzuweisung vermied.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Charakter und die Triebkräfte der spartanischen Außenpolitik

1.1. Die geostrategischen Vorraussetzungen

1.2. Das Fundament des spartanischen Kosmos: Die Heloten

α) Status und Funktion der Heloten

β) Die Helotengefahr und die Helotenfurcht

1.3. Die außenpolitische Neuorientierung: Der Peloponnesische Bund

α) Die Zielsetzung der spartanischen Außenpolitik nach den Messenischen Kriegen

β) Die Struktur und Funktion des Peloponnesischen Bundes

γ) Weitere außenpolitische Ambitionen und die sog. Kleomenes-Doktrin

1.4. Die Außenpolitik des 5. Jahrhunderts: Zwischen Hegemonie, Krise und Dualismus

α) Der Sonderweg Spartas, die Krisensymptome und die außenpolitischen Folgen

β) Sparta und die Perserkriege - Die Folgen der Ideologisierung

γ) Die Pentakontaëtie: Stationen des spartanisch-athenischen Dualismus

δ) Die Spondai von 446/5 und ihre Folgen

2. Thukydides und die Aitiologie des Peloponnesischen Krieges

2.1. Die αἰτίαι καὶ διαφοραί

α) Samos und Amprakia

β) Der Kerkyra Konflikt

γ) Der Poteidaia Konflikt

δ) Das Megarische Psephisma

ε) Ägina und das Problem der Autonomie

2.2. Die Debatten vor dem Krieg

α) Die Rede der Korinther

β) Die Reden von Archidamos und Sthenelaidas

2.3. Die ἀληθεστάτη πρόφασις

α) Zur Interpretation von Thukydides I 23,6

β) Der ‚Machtzuwachs Athens’ I - Die Ungereimtheiten des realistischen Machtbegriffs (systemische Analyseebene)

2.4. Die unterschiedlichen Charaktere der beiden Poleis als Kriegsursache bei Thukydides

α) Der ‚Machtzuwachs Athens’ II - Der thukydideische Machtbegriff (subsystemische Analyseebene)

β) Die Aspekte des athenisch-spartanischen Dualismus

3. Ergebnisse: Die Aspekte des φόβος τῶν Λακεδαιμονίων

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Ursachen für den Eintritt Spartas in den Peloponnesischen Krieg zu ergründen, indem sie die spartanische "Furcht" als zentrales Motiv vor dem Hintergrund der internen Gegebenheiten und des athenischen Machtzuwachses neu analysiert.

  • Die Institution der Helotie als Fundament des spartanischen Staates
  • Die geostrategische Lage und der Peloponnesische Bund
  • Die Aitiologie des Krieges bei Thukydides und die Rolle der Furcht
  • Der Charakterunterschied der beiden Poleis als strukturelle Kriegsursache

Auszug aus dem Buch

1.2. Das Fundament des spartanischen Kosmos: Die Heloten

Die Stellung der Heloten im spartanischen Kosmos und ihr Verhältnis zu den Spartiaten stellt ein Unikum in der Geschichte des antiken Griechenland dar. Die Relevanz dieses eigentlich innenpolitischen Phänomens für die außenpolitischen Handlungen Spartas (und somit zwangsläufig auch für den Eintritt in den Peloponnesischen Krieg) betont bereits Thukydides ausdrücklich: ἐπεὶ καὶ τὸ τόδε ἔπραξαν φοβούμενοι αὐτῶν τὴν σκαιότητα καὶ τὸ πλῆθος – αἰεὶ γὰρ τὰ πολλὰ Λακεδαιμονίοις πρὸς τοὺς Εἵλωτας τῆς φυλακῆς πέρι μάλιστα καθειστήκει.20 Wenn die spartanische Politik also tatsächlich stets vor dem Hintergrund der Furcht und des Schutzes vor den Heloten zu verstehen ist, muß dieses Phänomen auch den Ausgangspunkt dieser Untersuchung bilden. Ich werde daher zunächst den Status und die Funktion der Heloten in der spartanischen Gesellschaft behandeln und mich anschließend der in der modernen Forschung kontrovers diskutierten Existenz der sog. ‚Helotengefahr’ zuwenden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung des Peloponnesischen Krieges als "gewaltigste Erschütterung" dar und führt in die thukydideische Kriegsursachenanalyse ein.

1. Der Charakter und die Triebkräfte der spartanischen Außenpolitik: Dieses Kapitel beleuchtet die geographischen und sozialen Voraussetzungen Spartas, insbesondere die Rolle der Heloten als strukturelles Element.

2. Thukydides und die Aitiologie des Peloponnesischen Krieges: Hier analysiert der Autor die antike Quellenlage und die thukydideische Differenzierung zwischen Anlässen und wahrer Ursache (Furcht).

3. Ergebnisse: Die Aspekte des φόβος τῶν Λακεδαιμονίων: Das Fazit fasst die Rolle der Furcht als determinierten, strukturellen Faktor im spartanischen politischen Handeln zusammen.

Schlüsselwörter

Sparta, Athen, Thukydides, Peloponnesischer Krieg, Heloten, Furcht, Außenpolitik, Machtzuwachs, Spondai, Aitiologie, Sonderweg, Identität, Hegemonie, Dualismus, Kriegsschuld

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen für den Eintritt Spartas in den Peloponnesischen Krieg durch eine tiefgehende Analyse der spartanischen Außenpolitik und des thukydideischen Werkes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die spartanische Helotie, die Rolle des Peloponnesischen Bundes, die thukydideische Aitiologie und den strukturellen Vergleich zwischen Sparta und Athen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass die "spartanische Furcht" nicht nur aus dem athenischen Machtzuwachs resultiert, sondern tief in den inneren, strukturellen Gegebenheiten des spartanischen Kosmos verankert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der kritischen Interpretation antiker Quellentexte (insbesondere Thukydides) und moderner politikwissenschaftlicher Theorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die geostrategischen Grundlagen, das Helotenwesen, die spartanische Bündnispolitik und die detaillierte Analyse von Kriegsursachen anhand thukydideischer Reden und Ereignisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sparta, Athen, Thukydides, Heloten, Furcht, Machtzuwachs, Außenpolitik, Spondai und Aitiologie.

Welche Rolle spielt die Helotengefahr konkret für die Außenpolitik?

Die Helotengefahr erzwang eine defensive, konservative Außenpolitik, da jede kriegerische Schwächephase ein Risiko für Aufstände im Inneren darstellte.

Inwiefern beeinflussten die "Spartan Hawks" die Politik?

Die "Spartan Hawks" waren eine jüngere, kriegsbefürwortende Gruppe in Sparta, die, motiviert durch den Wunsch nach soldatischem Ruhm und Identität, die traditionelle defensive Politik zunehmend unter Druck setzte.

Ende der Leseprobe aus 169 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Eintritt Spartas in den Peloponnesischen Krieg
Untertitel
Die Aspekte des phobos ton Lakedaimonion
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Note
1,0
Autor
Raphael Dlugajczyk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
169
Katalognummer
V143404
ISBN (eBook)
9783640541263
ISBN (Buch)
9783640541652
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thukydides Sparta Athen Peloponnesischer Krieg Anlässe Ursache Theorie der Internationalen Beziehungen Realistische Schule Außenpolitik Spartas Thukydides 1 23 6 Furcht der Spartaner Peloponnesischer Bund Heloten Macht Machtbegriff athenisch-spartanischer Dualismus Phänomenologie Machtzuwachs Athens Kerkyra Konflikt Antikes Völkerrecht Poteidaia Konflikt das Megarische Psephisma Korinth Megara Kriegsursache systemische Analyseebene subsystemische Analyseebene
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Raphael Dlugajczyk (Autor:in), 2006, Der Eintritt Spartas in den Peloponnesischen Krieg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/143404
Blick ins Buch
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