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Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Rechtsfilme unter dem Hakenkreuz

Titel: Rechtsfilme unter dem Hakenkreuz

Seminararbeit , 2003 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Zafiris (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Rechtsfilme
unter dem Hakenkreuz“. Trotz langer Recherche habe ich nur wenig
Literatur gefunden, die sich speziell mit diesem Thema befasst.
Hauptgrundlage der Arbeit ist u. A. der Aufsatz „The German
Courtroom During the Nazi Period: Ideology, Aesthetics, Historical
Context“ von Peter Drexler“, erschienen in „Law and Film“,
herausgegeben von Stefan Machura und Peter Robson. Speziell mit
zwei Filmen der NS-Zeit beschäftigt sich „Das Bild der Justiz im NSFilm am Beispiel der Filme "Der Verteidiger hat das Wort" und "Der Gasmann“ von Eike Isensee (unter Mitwirkung von Peter Drexler), erschienen in „Recht im Film“, herausgeben von Stefan Machura und Peter Robson.
Informationen über die Propagandamethoden im Dritten Reich zog ich aus dem Aufsatz „Braune Leinwand. Antisemitische Rechtspropaganda im Film des Dritten Reiches“ von Felix Ecke, auch
erschienen in „Recht im Film“ und Band 1 von „Antisemitische
Filmpropaganda“ von Dorothea Hollstein. Interessante Einblicke in die Beeinflussung der Verbreitung der Filme bot mir „Staatspolitisch besonders wertvoll“ von Klaus Kanzog.
Zunächst möchte ich einen Überblick über die Filmgeschichte und mit ihr die Propagandamethoden des Dritten Reiches geben. Dann werde ich näher auf das Bild der Justiz im NS-Film und die Entwicklung des NS-Gerichtsfilms eingehen, um dann anhand von vier Filmbeispielen die praktische Anwendung des Justizbildes aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theorie

1. Abriss über die Filmgeschichte des Dritten Reiches

1.1 Propaganda

1.2 Staatspolitisch besonders wertvoll

2. Die Entwicklung des NS-Gerichtsfilms

2.1 Das Bild der Justiz im NS-Film

II. Beispielfilme

1. Der Gasmann (1941)

2. Der Verteidiger hat das Wort (1944)

3. Jud Süß (1940)

4. Sensationsprozess Casilla (1939)

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Recht und Justiz im deutschen Film während der Zeit des Nationalsozialismus, um aufzuzeigen, wie diese Filme als Propagandainstrumente zur Legitimierung des NS-Regimes instrumentalisiert wurden.

  • Filmgeschichte und Propagandamethode im Dritten Reich
  • Die institutionelle Kontrolle und Zensur der Filmproduktion
  • Das Bild der Justiz als positives, unfehlbares Konstrukt in NS-Filmen
  • Analyse ausgewählter Spielfilme als Fallbeispiele für NS-Rechtsideologie

Auszug aus dem Buch

1. Der Gasmann (1941)

In „Der Gasmann“ von Carl Froelich geht es um einen kleinen Beamten (Heinz Rühmann), der auf ungewöhnliche Weise in den Besitz einer großen Geldsumme gerät. Zunächst entschlossen, den Betrag für sich zu verbrauchen, lebt er auf großem Fuß und taucht in die Welt der Reichen und Schönen ein. Er verlässt seine Familie und investiert in den Parfümladen einer Frau, von der er sich nun mehr erhofft. Hier bleibt es bei der Hoffnung, und die Polizei und das Finanzamt erfahren von seinem Geldsegen. Zunächst scheint die Situation für den Beamten Knittel durch die verschwiegene Geldsumme sehr negativ, doch in einer Gerichtsverhandlung klärt sich alles zum Guten auf.

Bei diesem Film handelt es sich um eine (Rechts-)Komödie. Dieses Genre war zu der Zeit sehr beliebt, und man konnte in ihr unbemerkt propagandistische Botschaften unterbringen. Verschiedene Botschaften sind in diesem Film untergebracht: Knittel wird beim Finanzamt befragt, da er verschiedene Anschaffungen gemacht hat, die er sich von seinem Beamtengehalt nicht hätte leisten können. Außerdem hat eine Nachbarin einen Sektkorken gefunden, was auch ungewöhnlich für einen Mann von Knittels Stand ist. Hier zeigt sich die Allgegenwärtigkeit des Staates und das Phänomen des Bespitzelns und Denuzierens. Im Zusammenhang der Komödie wird dies nicht direkt als Bedrohung wahrgenommen, doch die Botschaft wird nahegebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

Abriss über die Filmgeschichte des Dritten Reiches: Dieses Kapitel erläutert die ideologische Ausrichtung des Films nach 1933 und die zunehmende staatliche Kontrolle durch das Propagandaministerium.

Propaganda: Hier wird die Rolle des Films als nationales Erziehungsmittel und die Instrumentalisierung des deutschen Kinowesens durch das NS-Regime beschrieben.

Staatspolitisch besonders wertvoll: Dieser Abschnitt analysiert das System der Filmzensur und die staatliche Subventionierung von Filmen durch die Vergabe von Prädikaten.

Die Entwicklung des NS-Gerichtsfilms: Hier wird der theoretische Rahmen für den deutschen Gerichtsfilm abgesteckt und dessen Abgrenzung zum amerikanischen Genre untersucht.

Das Bild der Justiz im NS-Film: In diesem Kapitel wird aufgezeigt, wie der Justizapparat in Filmen idealisiert wurde, um ein positives Bild der Staatsmacht zu vermitteln.

Der Gasmann (1941): Analyse einer (Rechts-)Komödie, die Bespitzelung und staatliche Überwachung in eine unterhaltende Handlung einbettet.

Der Verteidiger hat das Wort (1944): Untersuchung des Films hinsichtlich der Darstellung eines idealisierten, unfehlbaren Anwalts und der moralischen Überhöhung des Rechts.

Jud Süß (1940): Betrachtung eines Propagandafilms, der durch die Darstellung eines manipulativen Täterbildes zur Legitimierung antisemitischer Gesetze genutzt wurde.

Sensationsprozess Casilla (1939): Analyse einer Parodie auf das amerikanische Gerichtskino, die genutzt wurde, um das US-Justizsystem negativ darzustellen und das deutsche Rechtssystem kontrastierend als überlegen hervorzuheben.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, NS-Film, Filmpropaganda, Justiz, Rechtsfilm, Gerichtskino, Zensur, Ideologie, Volksgemeinschaft, Drittes Reich, Jud Süß, Der Gasmann, Rechtswesen, Filmgeschichte, Propaganda

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung von Recht und Justiz im deutschen Spielfilm während der NS-Zeit und analysiert, wie diese Medien zur ideologischen Beeinflussung eingesetzt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Filmgeschichte im Dritten Reich, die Rolle der Propaganda durch das Medium Film, die Zensurpraxis und die Konstruktion eines idealisierten Justizbildes.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das NS-Regime das Genre des Gerichtsfilms nutzte, um ein verzerrtes Bild von Recht und Gesetz zu vermitteln, das die Realität verschleierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine filmwissenschaftliche Analyse vorgenommen, bei der ausgewählte Beispielfilme vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Ideologie und der verfügbaren Fachliteratur interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Geschichte und Zensur sowie einen praktischen Teil, in dem vier konkrete Filme detailliert analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören NS-Film, Propaganda, Rechtsfilm, Justiz, Ideologie und Zensur.

Inwiefern wurde das Genre des Gerichtsfilms manipuliert?

Die Filme stellten den Justizapparat als absolut gerecht und unfehlbar dar, was in krassem Gegensatz zur willkürlichen und unterdrückenden Realität der NS-Justiz stand.

Welche Rolle spielt die Komödie "Der Gasmann" in der Argumentation?

Der Film dient als Beispiel dafür, wie propagandistische Botschaften über Bespitzelung und staatliche Kontrolle unauffällig in ein humoristisches Narrativ eingebettet wurden, um das Publikum subtil zu beeinflussen.

Warum wurde der Film "Jud Süß" als Fallbeispiel gewählt?

Er fungiert als extremes Beispiel für einen Propagandafilm, der gezielt zur Vorbereitung und Legitimierung antisemitischer Verbrechen und Gesetze eingesetzt wurde.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rechtsfilme unter dem Hakenkreuz
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Medienwissenschaften)
Veranstaltung
Der deutsche Gerichtsfilm
Note
1,3
Autor
Anna Zafiris (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V143304
ISBN (eBook)
9783640525591
ISBN (Buch)
9783640525829
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gerichtsfilm Nationalsozialismus NS-Film Drittes Reich NS-Propaganda NS-Gerichtsfilm Der Gasmann Der Verteidiger hat das Wort Jud Süß Sensationsprozess Casilla Antisemitismus Filmpropaganda Film im Dritten Reich Blut und Boden Hermine und die sieben Aufrechten Der Höhere Befehl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Zafiris (Autor:in), 2003, Rechtsfilme unter dem Hakenkreuz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/143304
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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