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Die Seuchendarstellung in Novellen. "Ein Fest auf Haderslevhuus" von Theodor Storm und "Bunte Steine" von Adalbert Stifter

Titel: Die Seuchendarstellung in Novellen. "Ein Fest auf Haderslevhuus" von Theodor Storm und "Bunte Steine" von Adalbert Stifter

Hausarbeit , 2023 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Beyza Kul (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit geht explizit auf die Seuchendarstellung in den Novellen "Ein Fest auf Haderslevhuus" von Theodor Storm und "Bunte Steine" von Adalbert Stifter ein und vergleicht diese miteinander.

Seuchen spielen eine bedeutende Rolle in vielen Novellen und dienen oft als zentrales Thema oder Hintergrund für die Handlung. Sie können verschiedene Funktionen erfüllen, von der Schaffung von Spannung und Dramatik bis hin zur Darstellung sozialer oder politischer Probleme. In diesen Geschichten werden Seuchen oft genutzt, um die Auswirkungen von Krankheiten auf das Leben der Menschen zu erforschen und die Reaktionen der Charaktere auf Krisensituationen zu beleuchten. Darüber hinaus können Seuchen auch metaphorisch verwendet werden, um andere Themen oder Probleme darzustellen. Diese Hausarbeit wird sich an die Seuchendarstellung von Theodor Storm (schwerpünktlich) und Adalbert Stifter widmen. Es wird untersucht wie Seuchen in Novellen dargestellt werden und welche Bedeutung sie für die Handlung und Charakterentwicklung haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Seuchendarstellung bei Theodor Storm und Adalbert Stifter

2.1. Seuchen in Novellen

2.2. Seuchen-Motiv in der Novelle „ein Fest auf Haderlevhuus“

2.3. Analyse der Pestbeschreibung bei Storm

2.3.1. Stillmittel

2.3.2. Fokalisierung „Ein Fest auf Haderslevhuus“

2.4. Seuchen-Motiv in der Erzählung „Bunte Steine“

2.5. Analyse der Pestbeschreibung bei Stifter

2.5.1. Stillmittel

2.5.2. Fokalisierung „Bunte Steine“

2.6. Seuchendarstellung im Vergleich bei Storm und Stifter

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung von Seuchen in den Novellen von Theodor Storm und Adalbert Stifter. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie Seuchen als literarisches Motiv eingeführt werden, welche Funktionen sie innerhalb der Handlung einnehmen und welchen Einfluss sie auf die Charakterentwicklung und die thematische Tiefe der jeweiligen Erzählungen ausüben.

  • Vergleichende Analyse literarischer Seuchenmotive als Hintergrundereignis
  • Untersuchung von Stillmitteln und Metaphorik (Pestbeschreibungen)
  • Erzähltechnische Betrachtung der Fokalisierung in ausgewählten Werken
  • Beleuchtung der thematischen Korrelation zwischen Seuche, Tod und Vergänglichkeit
  • Erforschung der psychologischen Auswirkungen von Krisensituationen auf die Charaktere

Auszug aus dem Buch

2.2. Seuchen-Motiv in der Novelle „ein Fest auf Haderlevhuus“

In der Novelle „Ein Fest auf Haderslevhuus“ von Theodor Storm kommt das Motiv der Seuche vor. In sehr vielen anderen Lektüren deutet man das Motiv eher als Massensterben. Wenn man sich aber die Geschichte von Storm durchliest gibt es einen sehr großen Unterschied zwischen den Autoren. Theodor Storm nimmt einen klaren Bezug auf eine explizite Familie, dessen Schicksal durch die Pest geformt ist. Es handelt sich dabei um die Protagonistin Dagmar und ihrem Vater. Es ist die Todesursache ihrer ganzen Familie außer ihrem Vater und Dagmar. Ein sehr zentraler Aspekt um die Analyse zu verstehen.

Durch dieses Hintergrundwissen stellt sich um einen die Frage, ob die Pest in der Erzählung eine wichtige Rolle spielt oder nur einen bestimmten Zweck hat? Diese Frage könnte sich ganz einfach klären in dem man das Jahr, in der die Geschichte erzählt wurde anschaut. Storm verfasst die Liebesnovelle im 14. Jahrhundert genauer gesagt 1348. In diesem Jahrhundert war die Pest üblich, sie gehörte dazu. Es gibt aber einen entscheidenden Grund, der diese Frage bejaht. Es geht nicht nur um das spezifische Jahr viel mehr steckt ein stärkerer Grund dahinter. Die Pest steht für die Protagonistin Dagmar, sie steht für ihren Tod und ist ihre Vorgeschichte. Dagmar trägt die Krankheit in sich. Metaphorisch gesehen ist sie ein „Kind der Pest“. Ihre Kennenlerngeschichte mit dem Ritter Rolf beginnt über eine Literatur und sie sprechen über den Tod und der Pest.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Seuchen als literarisches Motiv ein und steckt den Rahmen der Untersuchung auf die Werke von Storm und Stifter ab.

2. Seuchendarstellung bei Theodor Storm und Adalbert Stifter: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert detailliert die Motive, Stillmittel und Fokalisierungen der Seuchendarstellung in den untersuchten Werken beider Autoren sowie deren Vergleich.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die Autoren unterschiedliche Ansätze verfolgen – während die Seuche bei Storm als Hintergrundhandlung dient, prägt sie bei Stifter stärker das individuelle Schicksal und die existenzielle Reflexion der Charaktere.

Schlüsselwörter

Seuchendarstellung, Theodor Storm, Adalbert Stifter, Pest, Novelle, Literaturanalyse, Stillmittel, Fokalisierung, Vergänglichkeit, Todestrieb, Thanatos, Erzählperspektive, Metapher, Krisensituation, Charakterentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Motiv der Seuche in literarischen Werken von Theodor Storm und Adalbert Stifter genutzt wird, um soziale, moralische und existenzielle Themen darzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die literarische Inszenierung von Krankheit, die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens, der Umgang mit dem Tod sowie die psychologische Reaktion von Charakteren auf Krisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, welche Bedeutung Seuchen für die jeweilige Handlung und die Charakterentwicklung in den Novellen der beiden Autoren haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Stillmittel, Metaphorik und Erzählperspektiven (Fokalisierung) untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die Novellen „Ein Fest auf Haderlevhuus“ (Storm) und „Bunte Steine“ (Stifter), wobei jeweils die Pestbeschreibung, die verwendeten Stilmittel und der erzählerische Fokus beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Seuchendarstellung, Pest, Metaphorik, Vergänglichkeit, Erzählperspektive und Charakterentwicklung.

Wie unterscheidet sich die Seuchendarstellung bei Storm von der bei Stifter?

Storm nutzt die Seucheprimär als Hintergrundhandlung zur Erschütterung menschlicher Beziehungen, während Stifter sie stärker als Katalysator für existenzielle Krisen und moralische Dilemmata innerhalb einer Gemeinschaft einsetzt.

Welche Bedeutung hat der „Todestrieb“ in Storms „Ein Fest auf Haderlevhuus“?

Der Todestrieb (Thanatos) dient als Deutungsmodell für das finale Handeln von Ritter Rolf, der angesichts des Leides und des Todes seiner Geliebten impulsiv und selbstzerstörerisch reagiert.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Seuchendarstellung in Novellen. "Ein Fest auf Haderslevhuus" von Theodor Storm und "Bunte Steine" von Adalbert Stifter
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Neue deutsche Literaturwissenschaften
Note
2,0
Autor
Beyza Kul (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
15
Katalognummer
V1432105
ISBN (eBook)
9783346984494
ISBN (Buch)
9783346984500
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theodor Storm Adalbert Stifter Seuchendarstellung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Beyza Kul (Autor:in), 2023, Die Seuchendarstellung in Novellen. "Ein Fest auf Haderslevhuus" von Theodor Storm und "Bunte Steine" von Adalbert Stifter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1432105
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Leseprobe aus  15  Seiten
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