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Eine spieltheoretische Analyse von Tarifverhandlungen im Streik 2015 in Deutschland

Titel: Eine spieltheoretische Analyse von Tarifverhandlungen im Streik 2015 in Deutschland

Seminararbeit , 2016 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Melcher (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die Bedeutung von Streiks im Jahr 2015 in Deutschland und deren Auswirkungen auf verschiedene Branchen beleuchtet. Es wird untersucht, warum Gewerkschaften trotz der hohen Kosten von Streiks auf diese Arbeitskampfmaßnahme zurückgreifen. Dabei wird die Spieltheorie als methodischer Ansatz verwendet, um die Entscheidungsprozesse der Gewerkschaften zu analysieren und den Nutzen von Streiks für sie zu ergründen. Der Text beleuchtet auch theoretische Grundlagen der Tarifverhandlungen, um die Kontextualisierung der Streiks besser zu verstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Teil

2. 1 Grundlagen der Sozialpartnerschaft

2. 1. 1 Tarifpolitisches System und Tarifverhandlungen

2. 2 Spieltheorie

3. Analyse von Tarifverhandlungen anhand der Spieltheorie

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden unter Anwendung der Spieltheorie, um die Begründung von Streikaktivitäten spieltheoretisch herleiten zu können und das strategische Verhalten der Akteure zu analysieren.

  • Grundlagen der Sozialpartnerschaft und des tarifpolitischen Systems in Deutschland
  • Einführung in die spieltheoretische Methodik und Terminologie
  • Analyse von Tarifverhandlungen als kooperatives bzw. nicht-kooperatives strategisches Spiel
  • Bedeutung von Rationalität, unvollständiger Information und Verhandlungsmacht im Streikkontext
  • Bewertung von Anreizstrukturen für Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände

Auszug aus dem Buch

3. Analyse von Tarifverhandlungen anhand der Spieltheorie

Nachdem die theoretischen Grundlagen gelegt wurden, kann in diesem Kapitel die Praxis der Tarifverhandlungen zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften analysiert werden.

Das Rubinsteinspiel hilft dabei die Logik der Entscheidungsfindung der Tarifpartner zu verstehen: Der Verhandlungsgegenstand ist kein bestimmter Geldbetrag, sondern die Arbeits- und Lohnbedingungen der Arbeitnehmer. Der Tarifvertrag läuft aus und seine Inhalte sollen neu verhandelt werden. Analog zum Rubinsteinverhandlungsspiel machen die Spieler (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände) Angebote, die sie entweder annehmen oder ablehnen können. Bei einer Einigung (Annahme) wird ein neuer Tarifvertrag unterzeichnet; bei Uneinigkeit (Ablehnung) geht das Spiel in die nächste Runde. Es wird mit Hilfe eines Schlichters neu verhandelt, wobei dieser versucht die nicht-konvergierenden Interessen übereinzubringen. Einigen sich die Akteure, ist das Spiel vorbei. Einigen sie sich nicht, geht das Spiel in die dritte Runde: In dieser hat einer der Spieler das Recht von seinem Druckmittel Gebrauch zu machen, um den Gegenspieler zum Einlenken zu zwingen: Die Gewerkschaften rufen zum Streik auf, bis ein akzeptabler Kompromiss gefunden wird.

Zunächst einmal lässt sich festhalten, dass sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeberverbände ein Interesse daran haben, dass eine Vereinbarung getroffen wird – denn sonst würden sie als nutzenmaximierende Akteure nicht an den Verhandlungen teilnehmen. Und wie bereits beschrieben, sind Akteure in der Spieltheorie immer bessergestellt, wenn sich die Möglichkeit des Verhandelns bietet. Im Idealfall einigen sich die Spieler in Runde 1 der Verhandlungen. Dies wäre für Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände auf den ersten Blick nutzenmaximierend: Beide Tarifpartner einigen sich, es wird die Zeit, die für weitere Verhandlungen benötigt würde, gespart - finanzielle Verluste, die durch Streik auf beiden Seiten und für die Volkswirtschaft entstehen würden, würden vermieden werden. So würde es aus spieltheoretischer Sicht zunächst Sinn machen, wenn sich beide Spieler in der ersten Runde einigen, da beide wissen, mit welchen Kosten weiterführende Verhandlungen verbunden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung von Streiks im Jahr 2015 und führt die Spieltheorie als geeignete Methodik zur Analyse des Konfliktpotenzials zwischen Tarifparteien ein.

2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Sozialpartnerschaft, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Tarifautonomie und führt die für die Analyse relevanten Konzepte der Spieltheorie ein.

2. 1 Grundlagen der Sozialpartnerschaft: Hier werden die Rollen von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden sowie das verfassungsrechtliche Fundament der Tarifautonomie detailliert erläutert.

2. 1. 1 Tarifpolitisches System und Tarifverhandlungen: Dieser Abschnitt beschreibt die Institutionalisierung der Tarifpolitik in der Bundesrepublik Deutschland und die verschiedenen Arten von Tarifverträgen.

2. 2 Spieltheorie: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen der Spieltheorie, Konzepte wie Rationalität, unvollständige Information und das für die Analyse zentrale Rubinstein-Modell.

3. Analyse von Tarifverhandlungen anhand der Spieltheorie: Das Kapitel überträgt die spieltheoretischen Annahmen auf die Praxis der Tarifverhandlungen und untersucht, warum Streiks trotz hoher Kosten als strategisches Mittel eingesetzt werden.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Tarifverhandlungen durch zahlreiche externe Restriktionen geprägt sind und empfiehlt für zukünftige Arbeiten eine ex-post Analyse, um weitere Einflussfaktoren besser integrieren zu können.

Schlüsselwörter

Tarifverhandlungen, Sozialpartnerschaft, Spieltheorie, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Tarifautonomie, Streik, Arbeitskampf, Rubinsteinspiel, Strategiewahl, Rationalität, Verhandlungsmacht, Kooperation, Tarifpolitik, Arbeitsbedingungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhalten der Tarifparteien bei Tarifverhandlungen mithilfe spieltheoretischer Instrumente, um zu verstehen, warum regelmäßig Arbeitskämpfe stattfinden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das deutsche Tarifsystem, die Rolle der Sozialpartner, die Grundlagen der Spieltheorie sowie die strategische Logik von Verhandlungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Streiktätigkeit von Gewerkschaften spieltheoretisch zu begründen und zu erklären, warum es nicht immer zu einer Einigung in der ersten Verhandlungsrunde kommt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der Spieltheorie verwendet, insbesondere das Rubinstein-Verhandlungsmodell, um Interdependenzen und strategische Entscheidungen abzubilden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, der Definition des tarifpolitischen Systems und der analytischen Anwendung spieltheoretischer Termini auf reale Tarifkonflikte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Tarifpolitik, Streik, Spieltheorie, Sozialpartnerschaft und Verhandlungsstrategien.

Warum nutzen Gewerkschaften den Streik, obwohl er hohe Kosten verursacht?

Der Streik dient als strategisches Druckmittel, um bei unvollständigen Informationen über die Gegenseite eine Einigung zu erzwingen oder die eigene Glaubwürdigkeit gegenüber den Mitgliedern zu sichern.

Welche Rolle spielt die "bounded rationality" in den Verhandlungen?

Da Akteure unter unvollständigen Informationen agieren und in ihrer Prognosefähigkeit eingeschränkt sind, können sie nicht immer die theoretisch ideale Entscheidung treffen, was Kursabweichungen erklärt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine spieltheoretische Analyse von Tarifverhandlungen im Streik 2015 in Deutschland
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Soziologie)
Veranstaltung
Gewerkschaften im gesellschaftlichem Strukturwandel
Note
1,3
Autor
Anna Melcher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V1431894
ISBN (eBook)
9783346984333
ISBN (Buch)
9783346984340
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewerkschaften Tarifverhandlungen Spieltheorie Arbeitskampf Tarifpartner Game Theory
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Melcher (Autor:in), 2016, Eine spieltheoretische Analyse von Tarifverhandlungen im Streik 2015 in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1431894
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Leseprobe aus  21  Seiten
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