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Deliberative Demokratie. Der Kiezfonds Berlin-Lichtenberg als Beispiel repräsentativer kommunaler Demokratieinnovation?

Title: Deliberative Demokratie. Der Kiezfonds Berlin-Lichtenberg als Beispiel repräsentativer kommunaler Demokratieinnovation?

Term Paper , 2020 , 35 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: R. Pelz (Author)

Social Studies (General)

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit liegt der Fokus auf dem Bürgerbeteiligungsinstrument „Kiezfonds Berlin Lichtenberg“, als ein Beispiel zivilgesellschaftlicher und lokaler Demokratieinnovation. Kann diese politische Innovation Lichtenbergs der Behauptung Folge leisten als ein „[Rettungs-]anker der [lokalen] Demokratie“ wahrgenommen zu werden? Inwieweit sehen sich hinsichtlich ihrer Repräsentativität und Inklusivität die Bevölkerungsteile des Stadtteils in der Bürgerjury des Lichtenberger Kiezfonds vertreten. Als Arbeitshypothese kann man entsprechend annehmen, dass sich in der Bürgerjury mehrheitlich Personen im Rentenalter mit einem mittleren bis höheren Bildungsabschluss engagieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsgegenstand

3. Aufbau der Arbeit

4. Begriffsdefinitionen

4.1 (Bürger-)Partizipation

4.2 Deliberative Demokratie

4.3 (deliberative) Mini-publics

4.4 Forschungsgegenstand: Lichtenberger Bürgerjury / Kiezfonds

5. Empirischer Teil

5.1 Methodisches Vorgehen

5.2 Feldzugang

5.2.1 Teilnehmende Beobachtung

5.2.2 Interview

5.2.3 Schriftliche Befragung – Fragebogen

5.3 Datenerhebung und Rücklauf

6. Ergebnisse und Datenauswertung

6.1 Geschlecht, Lebensalter, Migrationshintergrund

6.2 Bildungs- sowie beruflicher Status

6.3 Einkommen

6.4 Wohndauer im Stadtteil

6.5 Engagement in der Bürgerjury in Jahren

6.6 Zukünftiges Engagement der Bürgerjurymitglieder

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das dialogorientierte kommunale Beteiligungsinstrument „Kiezfonds“ in Berlin-Lichtenberg, um zu analysieren, ob es als Beispiel für demokratische Innovationen in der lokalen Kiezpolitik fungieren kann und inwieweit die Teilnehmer eine soziodemografisch repräsentative Struktur widerspiegeln.

  • Analyse der deliberativen Qualität des Kiezfonds-Instruments im Kontext der lokalen Bürgerbeteiligung.
  • Überprüfung der soziodemografischen Repräsentativität der Mitglieder der Lichtenberger Bürgerjury.
  • Untersuchung des Zugangs und der formalen Hürden für zivilgesellschaftliches Engagement.
  • Evaluation des Einflusses von niedrigschwelligen Beteiligungsangeboten auf die lokale Demokratieentwicklung.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Demokratie in der Krise - so oder ähnlich lesen sich Diagnosen in politischen Theorien seit Jahren. Der Begriff Krise ist en vogue in alle Lebensbereiche der Menschheit vorgedrungen. Gerade in den, aus der Perspektive Europas, betrachteten westlichen Demokratien wird die Krise zum einen aus Gründen der erstarkten konservativen Strömungen wie Lega Nord (Italien), Jobbik (Ungarn), Vlaams Belang (Belgien), Perussuomalaiset (Finnland), zum anderen durch den allgemeinen Rückgang der Wahlbeteiligung sowie einem vielfach beschriebenen Verlust der Legitimität, attestiert.

Folglich ergeben sich für etablierte Demokratien Bedenken, inwieweit die bestehende Auffassung repräsentativer Demokratie einer Überarbeitung bedarf. Es benötigt empirischer Erhebungen, den neueren Verständnissen von Demokratieinnovationen die Legitimität zuzusprechen, die dem vorherigen Verständnis abgesprochen werden. Hierzulande haben das gesamte Land erfassend diverse Bürgerinitiativen wie Stuttgart21 oder Tempelhofer Feld und seit letztem Jahr Fridays for Future und Extinction Rebellion (XR) ihr Unbehagen gegenüber derzeitiger politischer Gestaltung zum Ausdruck gebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die allgemeine demokratische Legitimationskrise und stellt das Interesse an Bürgerbeteiligungsinstrumenten wie dem Kiezfonds dar.

2. Forschungsgegenstand: In diesem Kapitel wird das Beteiligungsinstrument Kiezfonds als bürgerschaftliches Förderinstrument auf Mikroebene sowie dessen Einbettung in die Berliner Bezirksstruktur erläutert.

3. Aufbau der Arbeit: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise und die Forschungsfrage zur Repräsentativität der Bürgerjury-Mitglieder.

4. Begriffsdefinitionen: Hier werden theoretische Grundlagen wie Partizipation, Deliberative Demokratie und Mini-publics definiert, um einen begrifflichen Rahmen zu schaffen.

5. Empirischer Teil: Dieses Kapitel widmet sich der konkreten Methodik, dem Feldzugang und der Erhebung durch Beobachtung und Befragung.

6. Ergebnisse und Datenauswertung: Die erhobenen Daten über die Teilnehmerstruktur werden hier detailliert deskriptiv ausgewertet.

7. Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert und Perspektiven für die Weiterentwicklung des Kiezfonds diskutiert.

Schlüsselwörter

Kiezfonds, Bürgerjury, Partizipation, Deliberative Demokratie, Lichtenberg, Bürgerbeteiligung, Repräsentativität, Inklusion, Demokratieinnovation, Legitimität, Zivilgesellschaft, Sozialforschung, kommunale Politik, Ehrenamt, Methoden-Mix.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Kiezfonds-Modell in Berlin-Lichtenberg als ein Instrument der zivilgesellschaftlichen Partizipation und analysiert, inwieweit dieses die Bevölkerung vor Ort repräsentativ einbindet.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit primär?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der soziodemografischen Struktur der Teilnehmer der Bürgerjurys, um zu prüfen, ob marginalisierte Personengruppen erreicht werden und wie die demokratische Deliberation vor Ort gelingt.

Wie lautet die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt unter anderem, ob es möglich ist, in der Bürgerjury eine soziodemografisch gemischte Struktur herzustellen und Menschen einzubinden, die in anderen politischen Bereichen exkludiert sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datenerhebung genutzt?

Es wird ein Mixed-Methods-Ansatz verfolgt: Dieser umfasst teilnehmende Beobachtungen von Sitzungen, qualitative Interviews und eine quantitativ orientierte, nicht-repräsentative Umfrage mittels Fragebögen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Partizipation und deliberativer Demokratie (Mini-publics) sowie eine detaillierte empirische Auswertung der Umfragedaten und Beobachtungen aus dem Lichtenberger Feld.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?

Zentrale Begriffe sind Kiezfonds, Bürgerjury, Partizipation, Repräsentativität, Deliberative Demokratie, Legitimität und soziale Inklusion.

Wie wirkt sich die "Freiwilligkeit" auf die Teilnehmerstruktur aus?

Die Untersuchung zeigt, dass bei freiwilligem Engagement eine Selbstselektion stattfindet, die dazu führen kann, dass eher politisch interessierte Personen der "Mittelschicht" mit höherem Bildungsgrad überrepräsentiert sind.

Welche Schwierigkeiten werden für das Kiezfonds-Modell identifiziert?

Herausforderungen sind vor allem die geringe Bekanntheit des Modells, die teils zu komplizierten Hürden bei der Antragstellung und die Schwierigkeit, neue Volunteers zu rekrutieren, was die Repräsentativität einschränken kann.

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Details

Title
Deliberative Demokratie. Der Kiezfonds Berlin-Lichtenberg als Beispiel repräsentativer kommunaler Demokratieinnovation?
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaften)
Course
Demokratie in der Krise? Eine Einführung in die empirische Sozialforschung
Grade
1,8
Author
R. Pelz (Author)
Publication Year
2020
Pages
35
Catalog Number
V1430569
ISBN (eBook)
9783346981165
ISBN (Book)
9783346981172
Language
German
Tags
Deliberative Demokratie Partizipation Kiezfonds Bürgerjury Repräsentativität Legitimität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
R. Pelz (Author), 2020, Deliberative Demokratie. Der Kiezfonds Berlin-Lichtenberg als Beispiel repräsentativer kommunaler Demokratieinnovation?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1430569
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