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Die Realität des Tatorts

Eine Analyse aus soziologischer Sicht

Titel: Die Realität des Tatorts

Magisterarbeit , 2009 , 123 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Stefanie Roehling (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Keine andere Serie wird so kritisch unter die Lupe genommen wie der Tatort. Dabei steht doch die prickelnde Unterhaltung der Zuschauer an erster Stelle und nicht vorrangig die soziologische Aufklärung. Sieht man sich jedoch derzeit einen Tatort am Sonntagabend um 20.15 Uhr an, scheint aber mit Themen wie HartzIV, Überforderung allein erziehender Mütter oder Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom ein Blick in die heutige Gesellschaft geworfen und der soziologischen Aufklärung ein höherer Stellenwert beigemessen. Tritt nun angesichts dessen die eigentliche kriminelle Tat der Serie in den Hintergrund? Dient die Kriminalität nur noch als Ausgangspunkt für den sozialkritischen Inhalt, den die Serie im weiteren Verlauf eigentlich vermitteln möchte? Ist das Verbrechen in Anbetracht dessen überhaupt von Realitätsgehalt?
An diesem Konflikt setzt die vorliegende Arbeit an: Sie untersucht den Tatort zum Einen auf seine Umsetzungsweise von Kriminalität. Als Analysegrundlage werden insgesamt vier exemplarische Folgen aus den letzten vier Jahrzehnten herangezogen und auf Darstellungsspezifika bzw. Wirklichkeitstreue hin untersucht.
Zum Anderen geht die Arbeit auf Grundlage einer umfangreichen Themenanalyse der Frage nach, inwieweit der Tatort „den Zustand des Landes“ jedes Jahrzehnts widerspiegelt. Zur Ratifizierung dienen dabei Inhaltsangaben von 530 Folgen Tatort, anhand derer die Themen der einzelnen Jahrzehnte untersucht werden.
Zunächst sollen aber die theoretischen Grundlagen aufgezeigt werden. Dabei wird mit Zugang zum Bereich der Mediensoziologie deutlich, dass das bearbeitete Thema durchaus als Gegenstand der Kultursoziologie behandelt werden kann. Zudem werden ausgewählte Theorien zur Konstruktion von Wirklichkeit im Film und zur Mediennutzung dargelegt, bevor der Forschungsstand zu den Themen Krimi und Tatort ausgewertet wird. Danach dient eine Analyse des Fernsehprogramms als Grundlage zur Veranschaulichung der Faszination, die von Serien und von Krimis im Speziellen ausgeht. Nachdem die Idee, das Konzept, die Entwicklung, die Darstellung von Gewalt und der Erfolg der Krimireihe Tatort ausführlich betrachtet wurden, dient eine Vorabfeststellung zur Darstellung von Realität in Krimis und im Tatort als Ausgangspunkt für die eigenen Untersuchungen.
Abschließend werden die Methodik und die Ergebnisse der Untersuchungen dargelegt und interpretiert bevor im eine zusammenfassende Überprüfung der Hypothesen stattfindet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Die Entwicklung des Fernsehers zum Massenmedium

2.2 Mediensoziologie – eine Begriffsbestimmung

2.2.1 Soziale Wirklichkeit im Medium Film

2.2.2 Die Realität der Massenmedien im Allgemeinen und speziell im Film

2.2.3 Theorien der Mediennutzung

2.3 Der Forschungsstand zum Krimi im Allgemeinen und zum TATORT im Speziellen

2.3.1 Die Untersuchungen von Stein-Hilbers und Uthemann zur Kriminalitätsdarstellung im Fernsehen

2.4 Die Anziehungskraft von Serien

2.5 Die Anziehungskraft von Krimis

2.5.1 Der Ursprung eines Erfolgsgenres

2.5.2 Zur Geschichte des Fernsehkrimis

2.5.3 Der Charakter des Fernsehkrimis

2.5.3.1 Die Funktion und zentrale Botschaft des Fernsehkrimis

2.6 Die Krimireihe TATORT

2.6.1 Von der Idee bis zur ersten Umsetzung

2.6.2 Das Konzept

2.6.3 Wichtige Entwicklungsschritte in der Geschichte des TATORTS

2.6.4 Gewalt – ein viel diskutiertes Mittel der Unterhaltung

2.6.5 Der Erfolgsgarant TATORT

2.7 Zur allgemeinen Darstellung von Realität in Krimis

2.8 Zur speziellen Darstellung von Realität in der Reihe TATORT – eine Vorabfeststellung

2.8.1 Kritische Betrachtung des „Tat-Orts“

2.8.2 Vorab-Betrachtung debattierter Folgen und Themen

2.9 Zur Aufgabe des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks

3 Zielsetzung

4 Die Untersuchungen

4.1 Themenanalyse der TATORTE von 1970 bis 2008

4.1.1 Methodik und Datengrundlage

4.1.2 Übersicht der Analyseergebnisse

4.1.2.1 BENANNTE STRAFTATEN

4.1.2.2 PRIVATE MOTIVE FÜR TATBEGEHUNG

4.1.2.3 GESELLSCHAFTSPOLITISCH VERHANDELTE THEMEN

4.1.3 Objektivität, Reliabilität und Validität

4.1.4 Interpretation der Analyseergebnisse

4.2 Die Untersuchung der Darstellung von Umweltkriminalität anhand von vier TATORT-Folgen

4.2.1 Methodik und Datengrundlage

4.2.2 Übersichten zu den einzelnen Filmen

4.2.2.1 TATORT Gift (21.7.1974, NDR)

4.2.2.2 TATORT Kielwasser (25.3.1984, WDR)

4.2.2.3 TATORT Buntes Wasser (13.10.1996, RBB)

4.2.2.4 TATORT Der Kormorankrieg (6.1.2008, SWR)

4.2.3 Interpretation der Darstellungen

4.2.4 Objektivität, Reliabilität und Validität

5 Zusammenfassung – die Realität des TATORTS

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Kriminalität in der ARD-Reihe "Tatort" aus soziologischer Sicht. Das Hauptziel ist die Überprüfung der These, ob die Serie eine wirklichkeitsfremde Konstruktion von Kriminalität darstellt oder ob sie den gesellschaftlichen Zustand des jeweiligen Jahrzehnts widerspiegelt. Hierzu werden eine quantitative Themenanalyse über vier Jahrzehnte sowie eine qualitative Untersuchung zum spezifischen Thema Umweltkriminalität durchgeführt.

  • Mediensoziologische Analyse der Konstruktion von Wirklichkeit im Fernsehkrimi.
  • Empirische Themenanalyse von 530 Tatort-Folgen (1970–2008).
  • Untersuchung der Darstellung von Umweltkriminalität anhand von vier exemplarischen Folgen.
  • Überprüfung des Realitätsgehalts im Kontrast zur kriminologischen Wirklichkeit.
  • Evaluation des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags im Kontext von Unterhaltungsserien.

Auszug aus dem Buch

Auszug aus dem Dialog zwischen Hauptkommissar Roiter und Kommissar Zorowski in deren Büro:

Zorowski: [...] Schon zu DDR-Zeiten hat die NVA ihren Müll aus den umliegenden Standorten da rein gekippt. Doch´n paar Westberliner Betriebe haben da mitgemischt und ihren Sondermüll mit Stillschweigen unter Deckung staatlicher Stellen verschwinden lassen. Es war militärisches Sperrgebiet, also nicht unter öffentlicher Kontrolle. Und wer fehlt noch bei so einer Sauerei? Die Stasi natürlich. Und die hat richtig zugeschlagen. Die Stasi-Firma INTRAG hat tonnenweise Giftmüll aus Westberlin für die Berliner Stadtreinigung dort entsorgt. Und die BSR hat laut Holz´ Recherchen 42 Mark und 32 Pfennige dafür pro Tonne bezahlt. [...]

Roiter: Die haben uns praktisch den eigenen Müll vor die Tür gekippt.

Zorowski: Das war denen doch egal. Man hatte ja für alles eine Genehmigung und das ist doch das Wichtigste in Deutschland, oder? Außerdem war diese hervorragende deutsch-deutsche Zusammenarbeit doch ein Paradebeispiel, eins der wenigen wirklich funktionierenden Handelsabkommen.

Roiter: Und die Berliner Stadtreinigung hat´s nicht interessiert, wo der Dreck tatsächlich abgeladen wurde.

Zorowski: Die waren´s billig los und tschüss.

Roiter: Billig? Das war´n Milliarden. Nach Holz´ Zahlen waren es genau 3,4 Milliarden.

Zorowski: Mensch, Ernst, für eine Entsorgung nach westlichem Standard hätte die BSR mindestens 300-1200 Mark pro Tonne zahlen müssen. Rechne das doch mal aus! Und als die Mauer dann weg war, ist es erst richtig losgegangen.

Roiter: Dann kam die Müllmafia.

Zorowski: [...] alles seriöse Geschäftsleute. Guck dir die Briefköpfe an, Stempel, Unterschriften, alles wasserdicht. [...]

Roiter: Nur das Ziel der Transporte war immer ein anderes als in den Frachtpapieren ausgewiesen. Nämlich der Torfstich bei Neuzittau.

Zorowski: Und wenn die Zahlen von Holz stimmen, dann hat unser sauberer Genosse Oberstleutnant Thom, später Herr Oberstleutnant Thom, mindestens fünf bis sechshunderttausend Mark bar auf die Hand dafür kassiert, dass er sein Revier für, wie heißt es hier so schön, Durchfahrten von Sondertransporten zwecks Verhinderung verstärkter Schadstoffemissionen und Einsparung von Transportaufwendungen, geöffnet hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Kriminalitätsdarstellung im Tatort und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Wirklichkeitstreue.

2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung mediensoziologischer Ansätze zur Konstruktion von Wirklichkeit im Film und Übersicht über den bisherigen Forschungsstand zum Krimigenre.

3 Zielsetzung: Präzise Definition der Untersuchungsziele sowie der aufgestellten Thesen für die empirische Analyse.

4 Die Untersuchungen: Detaillierte Themenanalyse über 40 Jahre sowie Fallbeispiel-Analysen zur Umweltkriminalität mit anschließender Interpretation der Ergebnisse.

5 Zusammenfassung – die Realität des TATORTS: Synthese der Ergebnisse und Überprüfung der eingangs aufgestellten Thesen zum sozialen Wandel innerhalb der Reihe.

6 Schlussbetrachtung: Reflexion über die Rolle des Tatorts als Archiv der Zeitgeschichte und kritische Würdigung der soziologischen Aufklärungsfunktion der Reihe.

Schlüsselwörter

Tatort, Kriminalfilm, Mediensoziologie, Realitätskonstruktion, Umweltkriminalität, DDR-Geschichte, Sozialisation, ARD, Fernsehkrimi, Themenanalyse, Gesellschaftskritik, Gewaltkriminalität, Wissenssoziologie, Massenmedium, Unterhaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit?

Die Arbeit untersucht die ARD-Krimireihe "Tatort" aus einer mediensoziologischen Perspektive, um zu analysieren, wie Kriminalität dargestellt wird und ob diese Darstellung gesellschaftliche Realitäten der Bundesrepublik Deutschland widerspiegelt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zentrale Felder sind die Konstruktion von Wirklichkeit im Medium Film, die Geschichte des Fernsehkrimis, der Wandel der Kriminalitätsthemen über vier Jahrzehnte sowie spezifisch die Darstellung von Umweltkriminalität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu überprüfen, ob sich der Wandel der gesellschaftlichen Themen in den Tatort-Folgen niederschlägt und inwieweit die Serie den Anspruch erfüllt, ein "Archiv der Sozialgeschichte" zu sein.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt die Inhaltsanalyse als empirische Methode, wobei Inhaltsangaben und zusätzliche Medieninformationen von 530 Folgen ausgewertet wurden, ergänzt durch die nicht-teilnehmende Beobachtung der Autorin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine quantitative Themenanalyse von 1970 bis 2008 sowie eine qualitative Fallstudie zur Darstellung von Umweltkriminalität anhand von vier spezifischen Episoden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Realitätskonstruktion, Sozialkonstruktivismus, Tatort, Mediensoziologie und Umweltschutz charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der "Tatort" laut Autorin von anderen Serien?

Der Tatort zeichnet sich durch seine föderale Struktur und die daraus resultierende regionale Vielfalt sowie durch eine langfristige Entwicklung der Ermittlercharaktere aus, was ihn zu einer "Premium-Marke" der ARD macht.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Umweltkriminalität?

Die Autorin stellt fest, dass Umweltkriminalität im Tatort nicht überpräsentiert ist, sondern als ein komplexes und gesellschaftlich relevantes Thema behandelt wird, das zunehmend mit realen politischen und ökologischen Diskursen verknüpft wird.

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Realität des Tatorts
Untertitel
Eine Analyse aus soziologischer Sicht
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Kulturwissenschaften)
Note
2,3
Autor
Stefanie Roehling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
123
Katalognummer
V142620
ISBN (eBook)
9783640544851
ISBN (Buch)
9783640545063
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tatort Realität in den Medien Kriminalfilm Krimi Krimiserie Realität im Krimi Fernsehserie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Roehling (Autor:in), 2009, Die Realität des Tatorts, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/142620
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