Bei der Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz lässt sich seit 3 Jahren ein Abwärtstrend erkennen. Wird der einst hoch angesehen Berufsabschluss „Bankkaufmann“ zum Auslaufmodell? Waren es Bundesweit im Jahr 1994 noch mehr als 20.000 abgeschlossene Berufsausbildungsverträge, so waren es im Jahr 2015 schon nur noch 12.234.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Das Image der Banken und Sparkassen hat in den letzten Jahren gelitten. Auf Grund von Filialschließungen, Abbau der Automateninfrastruktur und Stellenabbau in Krisenzeiten. Besonders in den Lokalzeitungen wird und wurde auf diese Thematik hingewiesen und trägt nicht immer zu einem positiven Gesamtbild bei. Die Sparkasse XY muss gegensteuern und möchte eine Jobsicherheit und mit einem guten Arbeitsklima mehr Bewerber für einen Ausbildungsplatz generieren.
Mit dem vorliegenden fiktiven Projekt möchte die Sparkasse XY nicht nur die Marke „Sparkasse“ als Ausbildungsbetrieb im Rhein-Kreis XY verbessern, sondern durch mehr Präsenz in den Köpfen des Nachwuchses und deren Erziehungsberechtigten schaffen.
Die Projektarbeit befasst sich im Rahmen eines fiktiven Projektes mit der Lage am Ausbildungsmarkt. Sie stelle differenziert die Problemstellung, Lösungswege und die Umsetzung des Themas in ein reales Szenario. Diese Projektarbeit wurde im Rahmen des Abschlusses "Betriebswirt Banking & Finance" verfasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Projekt / Projektziele
1.1 Projektbeschreibung
1.2 Projektnutzen und Zielsetzung
2. Projektumfeld
2.1 Umfeldfaktoren
2.2 Stakeholder
3. Risikoanalyse
4. Projektorganisation
4.1 Art der Projektorganisation
4.2 Projektgremien / Projektrollen
4.3 Entscheidungsfindung und Kommunikation
5. Phasenplanung
5.1 Beschreibung der Projektphasen
5.2 Meilensteinplanung
5.3 Projektstrukturplan
6. Ressourcen und Budget
7. Praxisreflektion
7.1 Übernommene Aufgaben und eigener Beitrag
7.2 Beschreibung des Projektablaufes
7.3 Resümee und persönliche Bewertung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel des Projekts ist die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität der Sparkasse Musterstadt für potenzielle Ausbildungsplatzbewerber durch die Implementierung des Programms "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA), um dem rückläufigen Trend bei den Bewerberzahlen entgegenzuwirken und langfristig den Fachkräftebedarf aus den eigenen Reihen zu decken. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch gezielte schulische Kooperationen und moderne Kommunikationswege ein nachhaltigeres Interesse am Ausbildungsberuf des Bankkaufmanns geweckt werden kann.
- Analyse und Bekämpfung des Bewerbermangels bei Ausbildungsplätzen
- Einführung und Integration des KAoA-Programms in die Sparkassen-Strukturen
- Etablierung eines Netzwerks mit Schulen für Praktika und Berufserkundung
- Stärkung der Marke Sparkasse als moderner und attraktiver Arbeitgeber
- Nutzung von Social Media zur direkten Ansprache der Zielgruppe
Auszug aus dem Buch
1.1. Projektbeschreibung
Das Projekt „Steigerung der Arbeitgeberattraktivität für Ausbildungsplatzbewerber in der Sparkasse Musterstadt, durch den Einsatz von KAoA“ (KAoA= Kein Abschluss ohne Anschuss) ist ein Teilprojekt des Hauptprojektes „Sparkasse Musterstadt – Great Place to Work 2030“. Hier geht es um die Top 100 der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands bezogen auf die Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen. Aufgrund des Umfangs des Hauptprojektes hat die Personaldirektion entschieden, das Thema „Steigerung der Arbeitgeberattraktivität für Ausbildungsplatzbewerber in der Sparkasse Musterstadt durch den Einsatz von KAoA“ gesondert zu betrachten.
Auf der jährlichen Bilanzpressekonferenz konnte Michael Mayer, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Musterstadt, mit soliden Ergebnissen und einem positiven Fazit das abgelaufene Geschäftsjahr abschließen. Er präsentierte die wichtigen Weichenstellungen, um gut aufgestellt in eine erfolgreiche Zukunft blicken zu können. Nach Einschätzung von Herrn Mayer sei es dabei dringend erforderlich, dass die Sparkasse Musterstadt weiterhin als einer der führenden Arbeitgeber im Kreis agiere und sich auch der Relevanz der gesellschaftlichen Rolle als einer der größeren Ausbildungsbetriebe bewusst sei.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Projekt / Projektziele: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage der Sparkasse Musterstadt hinsichtlich sinkender Bewerberzahlen und führt das Projekt als strategische Maßnahme zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität ein.
2. Projektumfeld: Hier werden die organisatorische Einbettung in das Hauptprojekt "Great Place to Work 2030" sowie die beteiligten Abteilungen und Stakeholder beschrieben.
3. Risikoanalyse: Dieser Abschnitt bewertet die Chancen und Risiken des Projekts, wobei das positive Image der Sparkasse gegenüber dem "verstaubten" Bankenimage abgewogen wird.
4. Projektorganisation: Es wird die klassische Projektstruktur dargelegt, inklusive der Zuständigkeiten des Vorstands, der Projektleitung und der Kommunikationswege via Skype-Meetings.
5. Phasenplanung: Dieses Kapitel skizziert den zeitlichen Ablauf sowie die Meilensteine von 2023 bis 2030, inklusive der Einladungsprozesse für Schulen.
6. Ressourcen und Budget: Der Text beschreibt den Personalaufwand und die Kosten für Marketingmaßnahmen, wobei betont wird, dass durch Fördermittel kein finanzieller Mehraufwand für die Sparkasse entsteht.
7. Praxisreflektion: Der Autor reflektiert seine eigene Rolle im Projekt, beschreibt den bereits erzielten Erfolg in den sozialen Medien und zieht ein persönliches Resümee zur Notwendigkeit der Nachwuchsförderung.
Schlüsselwörter
Arbeitgeberattraktivität, Sparkasse Musterstadt, KAoA, Ausbildung, Potenzial, Fachkräftemangel, Recruiting, Bankkaufmann, Nachwuchskonzept, Berufsorientierung, Projektmanagement, Personalentwicklung, Image, Schüler, Praktika
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Der Projektbericht thematisiert die Herausforderung der Sparkasse Musterstadt, auf dem umkämpften Ausbildungsmarkt wieder mehr Bewerber zu gewinnen, um den eigenen Fachkräftebedarf langfristig zu sichern.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Projekt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, die Einbindung der Initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA), die Verzahnung von Schule und Praxis sowie internes Projektmarketing.
Was ist das primäre Ziel des Projekts?
Das primäre Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 wieder eine Zielgröße von 105 Auszubildenden zu erreichen, um dem rückläufigen Trend entgegenzuwirken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Planung verwendet?
Es wurde ein klassisches Projektmanagement-Modell angewandt, welches durch eine detaillierte Risikoanalyse, eine strukturierte Meilensteinplanung und kontinuierliches Controlling gestützt wird.
Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil behandelt die operative Umsetzung, angefangen bei der Analyse des Projektumfelds über die Stakeholder-Identifikation bis hin zur konkreten Planung von Schulinformationen und Social-Media-Kampagnen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Typische Schlüsselwörter sind Arbeitgeberattraktivität, Sparkasse, Ausbildung, KAoA, Nachwuchsförderung und Berufsorientierung.
Welche Bedeutung hat das KAoA-Programm für die Sparkasse?
KAoA dient als strukturierter Rahmen des Landes NRW, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern und die Sparkasse frühzeitig als attraktiven Ausbildungsbetrieb in den Fokus der Jugendlichen zu rücken.
Wie plant die Sparkasse, Studienabbrecher zu gewinnen?
Die Sparkasse wirbt aktiv über ihre Internetfiliale und das Karriereforum um Studienabbrecher, um diese als potenzielle Kandidaten für einen Ausbildungsplatz zu gewinnen.
- Quote paper
- Lukas Esser (Author), 2023, Steigerung der Arbeitgeberattraktivität für Ausbildungsplatzbewerber in einer Sparkasse durch den Einsatz von "Kein Abschluss ohne Anschuss" (KAoA), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1422474