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Zur Aktualität von Max Webers Begriff der geschlossenen Sozialbeziehungen am Beispiel der deutschen Leiharbeitsbranche

Titel: Zur Aktualität von Max Webers Begriff der geschlossenen Sozialbeziehungen am Beispiel der deutschen Leiharbeitsbranche

Hausarbeit , 2009 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marcel Garz (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Fast 90 Jahre nach Webers Tod ist dessen Werk immer noch Bestandteil wissenschaftlicher Forschung und Lehre und zählt zu den “Klassikern” der Soziologie. Da die Überprüfung der Aktualität aller Grundbegriffe oder gar des Gesamtwerkes ein sehr umfangreiches Unterfangen wäre, soll stattdessen selektiv Max Webers Grundbegriff der geschlossenen Sozialbeziehungen untersucht werden. Welche Erklärungskraft besitzt dieser Begriff noch heute? Die Beantwortung der Frage soll am Beispiel der Wirtschaftsbeziehungen in der Leiharbeitsbranche erfolgen, weil hier bereits intuitiv soziale Schließungsprozesse vermutet werden können. Diese Intuition ergibt sich aus typischen Formulierungen, die häufig in aktuellen Diskussionen um das Thema Leiharbeit verwendet werden. Dazu zählen beispielsweise die Unterscheidungen nach betrieblichen Kern- und Randgruppen, Arbeitnehmern erster und zweiter Klasse oder schlicht: Gewinnern und Verlierern auf dem Arbeitsmarkt. Zur Beantwortung der Fragestellung wird zunächst Max Webers Begriff der geschlossenen Sozialbeziehungen herausgearbeitet. Dabei sollen zum einen die in den Soziologischen Grundbegriffen enthaltenen begrifflichen Voraussetzungen benannt werden. Zum anderen sollen Webers Bezüge zu wirtschaftssoziologischen Fragen dargestellt werden. Darauf aufbauend erfolgt eine Skizzierung der begrifflichen Verwendung in der neueren Soziologie, um anschließend konkret auf soziale Schließung in der Leiharbeitsbranche einzugehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Max Webers Begriff der geschlossenen Sozialbeziehungen

2.1 Begriffliche Voraussetzungen in den Soziologischen Grundbegriffen

2.2 Bezug zu wirtschaftssoziologischen Fragen

3 Zur begrifflichen Verwendung in der neueren Soziologie

4 Soziale Schließung in der Leiharbeitsbranche

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Aktualität von Max Webers Begriff der geschlossenen Sozialbeziehungen, indem sie diesen theoretischen Rahmen auf die moderne deutsche Leiharbeitsbranche anwendet, um Mechanismen der sozialen Schließung und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten zu identifizieren.

  • Max Webers Theorie der sozialen Schließung und ihre begrifflichen Grundlagen.
  • Wirtschaftssoziologische Bezüge und die Monopolisierung ökonomischer Chancen.
  • Neo-weberianische Weiterentwicklungen der Schließungstheorie.
  • Strukturen sozialer Schließung innerhalb der Leiharbeitsbranche.
  • Spaltung der Arbeitnehmerschaft und Auswirkungen der Deregulierung.

Auszug aus dem Buch

Soziale Schließung in der Leiharbeitsbranche

Für die folgenden Ausführungen muss der Ausdruck Leiharbeit präzisiert werden. Gemeint ist die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung, die sich durch ein dreiseitiges Rechtsverhältnis zwischen Leiharbeitnehmer, Leiharbeitsfirma und Entleihbetrieb auszeichnet. In Abgrenzung dazu steht die reguläre Beschäftigung, die alle zweiseitigen Rechtsverhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern umfasst.

Die Identifikation von geschlossenen Sozialbeziehungen in der Leiharbeitsbranche ist mit gewissen Schwierigkeiten verbunden, da viele der aktuellen Rahmenbedingen und Prozesse zu Webers Zeiten unbekannt waren. Weber hatte bei seinen Ausführungen in Hinsicht auf Schließungsprozesse in der Wirtschaft eher Betriebe oder Verbände im Sinn. Gegenstand dieser Arbeit ist jedoch eine ganze Branche. Zudem können Leiharbeitsverhältnisse die verschiedensten Ausprägungen haben. Niedrig qualifizierte Tätigkeiten kommen ebenso vor wie hochbezahlte und prestigeträchtige Ingenieursdienstleistungen. Die folgende Analyse soll daher durchschnittliche bzw. typische Fälle aufgreifen.

Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, dass Weber nicht von der Existenz dualer Arbeitsmärkte ausgehen konnte. Duale Arbeitsmärkte sind von einem primären Sektor mit hohen Entgelten, Arbeitsplatzsicherheit, guten Aufstiegsmöglichkeiten und guten rechtlichen Rahmenbedingungen, sowie einem sekundären Sektor mit niedrigen Löhnen, einem hohen Arbeitsplatzrisiko, nur geringen Entwicklungschancen und kaum kollektiver Interessenvertretung gekennzeichnet. Diese Segmentierung trifft in der Tendenz auch auf die Teilarbeitsmärkte für regulär Beschäftigte (primärer Sektor) und Leiharbeiter (sekundärer Sektor) zu, da Leiharbeiter im Durchschnitt häufiger Hilfsarbeiten ausführen, schlechteren Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind und öfter Arbeitsunfälle erleiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Untersuchungsgegenstand, erläutert die Relevanz von Max Webers Grundbegriffen für moderne soziologische Analysen und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2 Max Webers Begriff der geschlossenen Sozialbeziehungen: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen Webers, insbesondere die begrifflichen Voraussetzungen und Bezüge zur Wirtschaftssoziologie.

3 Zur begrifflichen Verwendung in der neueren Soziologie: Hier werden neo-weberianische Ansätze, wie die von Parkin, Murphy und Steinert, zur Erweiterung der Schließungstheorie vorgestellt.

4 Soziale Schließung in der Leiharbeitsbranche: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Konzepte auf die konkreten Verhältnisse der deutschen Leiharbeitsbranche und analysiert auftretende Schließungsprozesse.

5 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Erklärungskraft des Ansatzes für aktuelle Phänomene und weist auf theoretische Grenzen hin.

Schlüsselwörter

Max Weber, soziale Schließung, Leiharbeit, Arbeitsmarkt, Wirtschaftssoziologie, Vergesellschaftung, Appropriation, Duale Arbeitsmärkte, Arbeitnehmerüberlassung, Interessengemeinschaft, Exklusion, Soziologische Grundbegriffe, Arbeitsbeziehungen, Lohndumping, Machtstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anwendbarkeit von Max Webers Begriff der geschlossenen Sozialbeziehungen auf die moderne deutsche Leiharbeitsbranche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Webers Kategorienlehre, Theorien zur sozialen Schließung in der Soziologie sowie der wirtschaftssoziologischen Untersuchung von Arbeitsmarksegregation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Erklärungskraft des klassischen Begriffs der sozialen Schließung für aktuelle Arbeitsverhältnisse zu überprüfen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die soziologische Klassikertexte mit empirischen Gegebenheiten der Leiharbeitsbranche verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert zunächst die Theorie von Weber, ergänzt diese durch neo-weberianische Konzepte und wendet diese dann auf das Dreiecksverhältnis zwischen Leiharbeitnehmern, Leiharbeitsfirmen und Entleihbetrieben an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind soziale Schließung, Max Weber, Leiharbeit, Arbeitsmarktsegregation und Appropriation.

Wie unterscheidet sich die Leiharbeit laut Arbeit von regulärer Beschäftigung?

Leiharbeit zeichnet sich durch ein dreiseitiges Rechtsverhältnis aus und ist oft mit prekäreren Arbeitsbedingungen sowie schlechteren Entwicklungschancen im Vergleich zum primären Arbeitsmarktsektor verbunden.

Welche Rolle spielen Gewerkschaften in der beschriebenen Schließungsthematik?

Gewerkschaften sollen laut Arbeit helfen, Konkurrenzbeziehungen unter Arbeitnehmern zu reduzieren, wobei die Arbeit kritisch beleuchtet, wie arbeitgebernahe Gewerkschaften diese Funktion teilweise konterkarieren.

Warum stößt Webers Ansatz laut Fazit an seine Grenzen?

Die Theorie geht primär von einer Zweierkonstellation aus, während die Leiharbeitsbranche durch ein komplexes Dreiecksverhältnis geprägt ist, was den Erklärungsrahmen vor Herausforderungen stellt.

Was ist die Kernbotschaft bezüglich zukünftiger Analysen?

Die Arbeit schlussfolgert, dass aufgrund zunehmender prekärer Beschäftigungsformen eine systematische soziologische Analyse gesellschaftlicher Schließungsprozesse weiterhin hochgradig notwendig ist.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Aktualität von Max Webers Begriff der geschlossenen Sozialbeziehungen am Beispiel der deutschen Leiharbeitsbranche
Hochschule
Universität Hamburg  (Fachbereich Sozialökonomie)
Veranstaltung
Klassikerstudium Soziologie
Note
1,0
Autor
Marcel Garz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V142089
ISBN (eBook)
9783640508365
ISBN (Buch)
9783640508518
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Max Weber Leiharbeit Grundbegriffe Zeitarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Garz (Autor:in), 2009, Zur Aktualität von Max Webers Begriff der geschlossenen Sozialbeziehungen am Beispiel der deutschen Leiharbeitsbranche, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/142089
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Leseprobe aus  16  Seiten
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