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Schillers ästhetische Erziehung des Menschen im Vergleich zu Goethes "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten"

Die Antithese zwischen künstlerischer und gesellschaftlicher Erziehung

Titel: Schillers ästhetische Erziehung des Menschen im Vergleich zu Goethes "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten"

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Kevin Markus Oelsner (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern bildet die Rahmenhandlung Goethes ein genaues Negativ der Schiller´schen Ästhetik?
Diese Streitfrage wird in Gaiers Aufsatz „Soziale Bildung gegen ästhetische Erziehung“ debattiert und somit soll diese Arbeit verschiedene Aspekte aufwerfen und näher untersuchen.

Der Aufbau der Arbeit erfolgt in der Reihenfolge der „Horen“, sodass Schillers Erziehung den ersten Punkt bilden. In diesem werden die verschiedenen Briefe ausgewertet. Es wird nicht ausschließlich der Inhalt wiederholt, sondern ausschließlichen die für diese Arbeit prägenden Fakten, welche für einen Vergleich fungieren sind zu analysieren.
Es erfolgt ein erstes Resümee dieses Punktes. Goethes Unterhalten werden nach dem gleichen Prinzip behandelt, sodass es nicht der Zweck sein soll, die ersten Seiten zusammenzufassen, sondern das goethische Bildungsideal herauszuheben.

Goethe und Schiller werden selten als Gesellschaftstheoretiker diskutiert. Sie stellten Theorien auf, wie der Mensch zu einem besseren erzogen werden könnte. Das Ziel war, die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit zu veredeln. Die vorliegende Arbeit wird sich auf diesen Punkt konzentrieren und ausführen, inwiefern Goethes Konzept der gesellschaftlichen Unterhaltung ein direkter Bezug zu Schillers Ästhetischer Bildung über die Kunst darstellt.

Da es nicht möglich ist, die beiden philosophischen Schriften komplett auszuwerten, muss eine starke Selektion erfolgen. Diese geschieht mithilfe der Erscheinung der Werke. Beide wurden in der Monatszeitschrift „Horen“ publiziert. In einer Ausgabe wurden sie parallel veröffentlich. Es befinden sich in dieser die ersten neun Briefe und der Beginn der „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ bis kurz vor der Geschichte der Sängerin Antonelli. Es wird ausschließlich die beginnende Rahmenhandlung besprochen.

Die gleiche Auswahl erfolgt zudem in dem Aufsatz von Ulrich Gaier „Soziale Bildung gegen ästhetische Erziehung“, auf dem sich diese Arbeit stützen wird. Es wird dabei versucht, die Theorien Gaiers zu widerlegen, dass die Werke Goethes und Schillers konträr und gegensätzlich seien.

Der historische Kontext wird einen Bezug zu der Französische Revolution herstellen und selektiv auf die beiden Werksgeschichten eingehen, um ein tieferes Verständnis der Inhalte zu gewährleisten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen“

2.1. Wozu eine ästhetische Erziehung – Hintergründe der Briefe

2.2. Brief 1 bis 9

2.3. Das schillersche Bildungsideal über die Kunst

3. „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“

3.1. Zur Entstehung der beginnenden Rahmenhandlung

3.2. Das goethische Bildungsideal über die gesellschaftlichen Unterhaltungen

4. Teile der Rahmenhandlung in besonderer Hinsicht auf die ästhetischen Briefe

4.1. Das Streitgespräch zwischen Karl und dem Geheimrat

4.2. Der Rahmen eines gesellschaftlichen Gespräches– Teile, die sich zu einem Ganzen fügen

4.3. Der Alte als ästhetisches Werkzeug der Baronesse

4.4. Das Sokrates Gespräch als künstlerische Form des Erzählens

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Friedrich Schillers „Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen“ und Johann Wolfgang von Goethes „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“. Ziel der Analyse ist es, im kritischen Dialog mit der Interpretation von Ulrich Gaier zu belegen, dass die beiden Werke nicht als Antithese von sozialer versus ästhetischer Bildung zu verstehen sind, sondern komplementäre Ansätze verfolgen, die in ein gemeinsames Verständnis von Veredelung und Mündigkeit des Menschen münden.

  • Vergleich der philosophischen Ansätze von Schiller und Goethe zur gesellschaftlichen Erziehung.
  • Analyse der Rahmenhandlung der „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ als praktisches Pendant zur Schillerschen Ästhetik.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Ulrich Gaiers These eines Gegensatzes zwischen Schillers Briefen und Goethes Erzählwerk.
  • Untersuchung der Rolle von Form und Stoff sowie der Bedeutung des „sokratischen Gesprächs“ für die pädagogische Zielsetzung.
  • Einordnung der Werke in den historischen Kontext der Französischen Revolution und des Kantianismus.

Auszug aus dem Buch

4.1. Das Streitgespräch zwischen Karl und dem Geheimrat

Einer der wichtigsten und beginnenden Streitpunkte, welche Goethe innerhalb seines Werkes schrieb, ist die Zustimmung oder Ablehnung gegenüber den Ereignissen der Französischen Revolution. Diese verdichten sich innerhalb der beginnenden Rahmenhandlung in solch einen hohen Maße, dass es zu dem Streitgespräch zwischen Karl, dem Neffen der Baronesse, und dem Geheimrat von S., der Ehemann der Freundin der Baronesse, kommt. Die Ansichten gegenüber Frankreich und dessen Ideale teilen und zerstören die Gesellschaft, dass es so scheint, dass sie in kleineren Gruppen zergehe.

Karl hat sich „von der blendenden Schönheit verführen lassen, die unter dem Namen Freiheit sich erste heimlich, dann öffentlich so viel Anbeter zu verschaffen wusste (…).“ Er ist ein glühender Idealist und verbirgt seine Sympathien für die Gedanken der Revolution nicht. Schiller führte innerhalb seines zweiten Briefes an, dass die Freiheit nur mithilfe der Kunst geboren werden könne (siehe Punkt 2.2.). Gaier kritisiert in seinem Aufsatz scharf, dass die Freiheit nicht zu einem autonomen Menschen führt, sondern er wirft Schiller vor, dass er von einem „künstlichen Menschen“ ausgeht. In diesem Punkt aber irrt er sich, da Gaier die Freiheit der Französischen Revolution, auf die sich Goethe bezieht, mit der Freiheit der Schiller´schen Briefe verwechselt, welcher stark den „politischen Schauplatz“ kritisieren. Diese Kritik basiert auf dem Scheitern der Revolution und der Praxis der Ideale der Aufklärung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit leitet in die Problematik einer fehlenden Wahrnehmung von Goethe und Schiller als Gesellschaftstheoretiker ein und stellt die kritische Auseinandersetzung mit Ulrich Gaiers Aufsatz als methodische Grundlage vor.

2. „Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen“: Dieses Kapitel verortet Schillers Briefe im historisch-politischen Kontext und erläutert seine Theorie, nach der Kunst als Werkzeug zur Mündigkeit und Freiheit des Menschen dient.

3. „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“: Es wird die Entstehung von Goethes Werk beleuchtet und dargelegt, wie er durch das Erzählen von Geschichten versucht, eine zersplitterte Gesellschaft zu einen.

4. Teile der Rahmenhandlung in besonderer Hinsicht auf die ästhetischen Briefe: In diesem Hauptteil wird das Streitgespräch zwischen Karl und dem Geheimrat, die vermittelnde Rolle der Baronesse sowie die Bedeutung der Form und des sokratischen Gesprächs auf die Theorie Schillers bezogen.

5. Resümee: Das Kapitel fasst zusammen, dass die untersuchten Werke komplementär zueinander stehen und Gaiers These einer Antithese widerlegt werden kann.

Schlüsselwörter

Schiller, Goethe, ästhetische Erziehung, Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten, Ulrich Gaier, Gesellschaftstheorie, Kategorischer Imperativ, Französische Revolution, Rahmenhandlung, Kunst, Bildungsideal, Form, Stoff, Sokrates Gespräch, Mündigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Konzepte von Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe zur menschlichen und gesellschaftlichen Erziehung während der Zeit der Französischen Revolution.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Ästhetik, die Funktion der Kunst als Erziehungsmittel sowie die dialektische Beziehung zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Ordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die These von Ulrich Gaier zu widerlegen, welche einen unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Schillers Briefen und Goethes Erzählungen postuliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische Textanalyse der Primärquellen sowie den Vergleich mit der Forschungsliteratur, um die theoretischen Gemeinsamkeiten der Autoren herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Rahmenhandlung der „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“, das Streitgespräch zwischen den Protagonisten Karl und dem Geheimrat sowie die Anwendung des Kategorischen Imperativs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Ästhetische Erziehung, Klassizismus, Form und Stoff, Kantianismus und die gesellige Bildung.

Inwiefern spielt der „Kategorische Imperativ“ für die Baronesse eine Rolle?

Die Baronesse fungiert als Instanz, die den Kategorischen Imperativ auf das zwischenmenschliche Zusammenleben anwendet, um bei Konflikten eine moralische Basis für die Gesellschaft zu wahren.

Warum hält der Autor die Argumentation von Gaier für fehlerhaft?

Der Autor argumentiert, dass Gaier die Werke aus einem subjektiven, „herderianischen“ Blickwinkel verzerrt und direkte Bezüge zur Kantschen Philosophie in Goethes Werk ignoriert.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schillers ästhetische Erziehung des Menschen im Vergleich zu Goethes "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten"
Untertitel
Die Antithese zwischen künstlerischer und gesellschaftlicher Erziehung
Hochschule
Universität Potsdam
Veranstaltung
Johann Wolfgang von Goethes Novellenzyklus „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“
Note
1,7
Autor
Kevin Markus Oelsner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1420347
ISBN (eBook)
9783346976871
ISBN (Buch)
9783346976888
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schiller Goethe Ästhetische Erziehung Unterhaltung deutscher Ausgewanderten Ästhetische Briefe gesellschaftliche Bildung künstlerische Bildung Veredelung des Charakters Veredelung der Gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Markus Oelsner (Autor:in), 2019, Schillers ästhetische Erziehung des Menschen im Vergleich zu Goethes "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1420347
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Leseprobe aus  19  Seiten
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