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Probleme quantitativer Vignetten-Befragungen

Titel: Probleme quantitativer Vignetten-Befragungen

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Soziale Fragestellungen, welche die Werte und Normen von der Gesellschaft erfragen, lassen sich mit der Vignettenanalyse empirisch beantworten. Die Vignettenanalyse verbindet dabei die Befragung mit dem Experiment und kann Forschungsfragen verschiedenster Fachrichtungen beantworten. Vignetten sind hypothetische Beschreibungen sozialer Situationen, wobei die Befragten gebeten werden, ihre Einstellungen und Reaktionen auf die geschilderte Situation anzugeben. Somit dienen sie besonders der Erfassung normativer Meinungen und Handlungsintentionen. Die Vignetten-Befragung - auch faktorieller Survey genannt - ist meist nur ein Teil eines gesamten Fragebogens.

Die Idee der quantitativen Methode existiert bereits seit den 1950er Jahren, wurde jedoch erst in den letzten zwei Jahrzehnten vermehrt angewandt, insbesondere in den Sozialwissenschaften. Ein Grund dafür ist der Anstieg der Anwendung quantitativ-empirischer Methoden, jedoch auch die zunehmende Erkenntnis der Einzigartigkeit und der Vorteile des Vignetten-Experiments, da Vignettenstudien die Komplexität des sozialen Alltags und die gesellschaftlichen Werte und Normen abbilden. Doch wie jede empirische Methode ist auch die Vignettenanalyse mit Herausforderungen und Nachteilen verbunden. Aufgrund der in der Literatur vielfach genannten Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Durchführung dieser empirischen Forschungsmethode wird sich in dieser Arbeit tiefgehender mit den einhergehenden Herausforderungen der Vignetten-Befragung beschäftigt. Der Arbeit wird demzufolge die Forschungsfrage zugrunde gelegt: Mit welchen Herausforderungen ist die quantitative Vignettenanalyse bei der Erforschung sozialer Normen verbunden? Ziel dieser Arbeit ist es, Herausforderungen und Probleme der Methode darzustellen, zu kategorisieren und den aktuellen Forschungsstand anhand einer Literaturrecherche kritisch zu betrachten.

Dafür wird in Kapitel 2 die Methode kurz erläutert. Ausgehend vom aktuellen Forschungsstand werden in Kapitel 3 zwei Problemfelder der Analyse aus der Literatur abgeleitet (Methodische und Verhaltensbezogene Probleme) und einzelne Herausforderungen erläutert. Anschließend werden die Erläuterungen im Kapitel 4 diskutiert und es wird ein weiterer Analysebedarf aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Vignettenanalyse

2.1 Definition und Historie

2.2 Der Anwendungsbereich Soziale Normen

2.3 Die Durchführung einer Vignettenanalyse

3 Herausforderungen der Vignettenanalyse

3.1 Methodische Herausforderungen

3.2 Verhaltensbezogene Herausforderungen

3.3 Zwischenfazit

4 Diskussion

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Herausforderungen quantitativer Vignetten-Befragungen systematisch zu erfassen, zu kategorisieren und den aktuellen Forschungsstand dazu kritisch zu reflektieren, um bestehende Kenntnislücken aufzuzeigen.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Vignettenanalyse
  • Anwendungsbereiche der Methode bei der Erforschung sozialer Normen
  • Kategorisierung in methodische versus verhaltensbezogene Herausforderungen
  • Diskussion von Effekten wie soziale Erwünschtheit und kognitive Überforderung
  • Identifikation von Forschungsbedarf hinsichtlich Häufigkeit und Intensität der Probleme

Auszug aus dem Buch

3.2 Verhaltensbezogene Herausforderungen

Weiterhin ist die Vignetten-Analyse auch mit Problemen behaftet, welche sich unmittelbar aus dem Verhalten der Befragten ergeben. Es wurde bereits erläutert, dass sich aufgrund einer zu geringen oder zu hohen Anzahl an Dimensionen und dessen Ausprägungen Rückgriffe auf Heuristiken und Inkonsistenzen in dem Beurteilungsverhalten der Befragten widerspiegeln können. Diese methodischen Herausforderungen (Balance der Festlegung der optimalen Vignette) sind eng verbunden mit den im Folgenden dargestellten Problemen, welche aus dem Verhalten der Teilnehmer resultieren. In dieser Arbeit werden die verhaltensbezogenen in folgende Kategorien eingeteilt: Die soziale Erwünschtheit, die Verhaltensvalidität, der Konsistenzeffekt und schlussendlich die kognitive Überforderung.

Soziale Erwünschtheit

Dieser negative Effekt ist besonders bei der Erhebung normativer Einstellungen ein bekanntes Problem. Bei emotional und sozial aufgeladenen Thematiken ist eine starke Tendenz zu sozial erwünschtem Antwortverhalten zu erkennen (Steiner und Atzmüller 2006, S. 134). Die Teilnehmer vermeiden und umgehen Äußerungen, welche sozial nicht akzeptiert werden. Diese Effekte sind besonders bei Erhebungen zur Befragung von Werten und Normen aufzufinden, können aber durch gezielte Formulierungen der Fragen eingedämmt werden (z.B. durch Relativierung bestimmten Verhaltens im Vorfeld oder durch Projektfragen) (Brosius et al. 2012, S. 88). Groß und Börensen erörtern aufgrund einer selbst durchgeführten empirischen Studie, dass falsche Angaben in den Vignetten oft aufgrund sozialer Erwünschtheit entstehen, die Realität wird somit verzerrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der Vignettenanalyse für soziale Fragestellungen dar und definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.

2 Die Vignettenanalyse: Hier werden Definition, historische Entwicklung und der Anwendungsbereich bei sozialen Normen erläutert sowie der Ablauf der Durchführung beschrieben.

3 Herausforderungen der Vignettenanalyse: Dieses Kapitel kategorisiert die Schwierigkeiten der Methode in methodische und verhaltensbezogene Faktoren und diskutiert diese detailliert.

4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Literaturrecherche und identifiziert Forschungslücken bezüglich der Häufigkeit und Intensität der Herausforderungen.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und bekräftigt die Notwendigkeit weiterer empirischer Forschung zu den identifizierten Problemfeldern.

Schlüsselwörter

Vignettenanalyse, Faktorieller Survey, soziale Normen, methodische Herausforderungen, Verhaltensvalidität, soziale Erwünschtheit, Konsistenzeffekt, kognitive Überforderung, Studiendesign, empirische Forschung, Befragungsmethodik, Messinstrument, Urteilsstruktur, Probandenverhalten, Normforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Identifikation und Kategorisierung von spezifischen Herausforderungen und Problemen, die bei der Anwendung quantitativer Vignetten-Befragungen auftreten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Design von Vignettensets, methodische Schwierigkeiten wie Darstellungsweisen, sowie verhaltensbezogene Herausforderungen wie soziale Erwünschtheit und kognitive Prozesse bei Probanden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein systematisches Verständnis für die Hürden der Vignettenanalyse zu entwickeln und den aktuellen Forschungsstand dazu kritisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert, um den aktuellen Kenntnisstand zu den Problemen der Vignettenanalyse abzubilden.

Welcher Gegenstand wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Einführung und eine detaillierte Analyse zweier Problemfelder: methodische Herausforderungen und verhaltensbezogene Herausforderungen der Teilnehmer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung ist geprägt durch Begriffe wie Vignettenanalyse, soziale Normen, Verhaltensvalidität, soziale Erwünschtheit und kognitive Überforderung.

Warum spielt die Darstellungsweise für die Validität eine solche Rolle?

Laut Literatur kann die Form der Darbietung (Fließtext vs. tabellarische Auflistung) sowohl die Identifikation der Probanden mit der Situation als auch die Konsistenz ihrer Antworten maßgeblich beeinflussen.

Was unterscheidet methodische von verhaltensbezogenen Problemen?

Methodische Probleme betreffen das Studiendesign und die Erstellung der Vignetten durch die Forschenden, während verhaltensbezogene Probleme aus den individuellen, teils nicht vorhersehbaren Reaktionen der Probanden resultieren.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Probleme quantitativer Vignetten-Befragungen
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1416534
ISBN (eBook)
9783346967121
ISBN (Buch)
9783346967138
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vignette Vignetten-Befragung Faktorielle Umfrage Faktorieller Survey Umfrage Befragung Erhebung Herausforderungen bei Befragungen Vignettenstudie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Probleme quantitativer Vignetten-Befragungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1416534
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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