In dieser Arbeit werden die vielfältigen Formen der Innovationsvermarktung und der verschiedenen Ziele, Stufen und Instrumente betrachtet. Es soll verdeutlicht werden, dass sich aufgrund zahlreicher Einflussfaktoren, wie Technologiewandel und immer kürzerer Produktlebenszyklen ein starker Innovationsdruck für die Unternehmen gebildet hat. Dies geschieht zum einen durch Recherche in relevanter Literatur und zum anderen durch Analyse wissenschaftlicher Studien zum Thema Innovation. Es zeigt sich, dass neun von zehn Innovationen scheitern. Darüber hinaus belegen die Studien, dass insbesondere die mangelnde Vermarktung von Innovationen ein großes Hemmnis in deren Umsetzung bedeutet. Durch eine systematisierte Betrachtungsweise wird die Innovationsvermarktung als dreistufiger Prozess dargestellt, deren Ziele, Stufen und Instrumente näher betrachtet werden. Zusätzlich geht die Arbeit auf Erfolgsfaktoren der Innovationsvermarktung ein. Relevante Praxisbeispiele runden diese Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung
1.1 Aktualität des Themas
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Inhaltlicher Aufbau und Vorgehensweise
2 Grundlagen der Innovationsvermarktung
2.1 Ökonomische Betrachtung von Innovationen
2.2 Zum Begriff der Innovation
2.2.1 Auslöser von Innovationen
2.2.2 Dimensionen von Innovationen
2.2.3 Diffusion
2.2.4 Multiplikatoren
2.2.5 Merkmale von Innovationen
2.3 Zum Begriff des Marketing
2.3.1 Marketingkonzept
2.3.2 Marketingziele
2.3.3 Innovation als Marketingziel
2.3.4 Marketing-Mix
3 Gegenwärtige Situation von Innovationen
3.1 Neun von zehn Innovationen scheitern
3.2 Innovationshemmnisse
3.3 Forschungsfragen
4 Formen der Innovationsvermarktung
4.1 Kundennutzen durch Kundennähe
4.1.1 Stage-Gate-Modell
4.2 Lead User Konzept
4.2.1 Kenntnisse über den Kunden
4.2.2 Einfallsreiche Unternehmung
4.3 Zusammenarbeit von Entwicklern und Kunden
4.3.1 Beziehungen zwischen Kunden und Unternehmen
4.3.2 Ebenen des Kundennutzens
4.4 Innovationsvermarktung als dreistufiger Prozess
4.4.1 Ziele der Innovationsvermarktungsphasen
4.4.2 Stufen der Innovationsvermarktung
4.4.3 Instrumente der Innovationsvermarktung
4.5 Erfolgsfaktoren der Innovationsvermarktung
4.5.1 Produktvorteil
4.5.2 Synergiepotenziale in Technologie, Produktion und Marketing
4.5.3 Marktcharakteristika
4.5.4 Kundenorientierung
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen strukturierten Überblick über die vielfältigen Formen der Innovationsvermarktung zu geben und relevante Instrumente vorzustellen, die eine erfolgreiche Vermarktung von Produktinnovationen unterstützen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Formen der Innovationsvermarktung strukturiert werden können und wie sie sich operativ durch Marketinginstrumente operationalisieren lassen.
- Theoretische Grundlagen des Innovationsbegriffs und der ökonomischen Bedeutung.
- Analyse der gegenwärtigen Situation von Innovationen und Identifikation von Innovationshemmnissen.
- Systematisierung der Innovationsvermarktung als dreistufiger Prozess (Wissenstransfer, Vorfeldmarketing, Pilotmarketing).
- Untersuchung von Erfolgsfaktoren wie Kundennutzen und Marktorientierung anhand von Praxisbeispielen.
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Kenntnisse über den Kunden
Trotz der erstaunlichen Impulse, die die Einbeziehung von Kunden in die Erarbeitung von neuen Produktideen auslösen kann, müssen die Grenzen der Aussagefähigkeit der Kunden berücksichtigt werden:
- Kunden wissen nicht immer, was sie brauchen.
- Kunden kaufen nicht in jedem Fall, was sie zu brauchen glauben.
- Kunden schrauben ihre Erwartungen immer höher.
Praxisbeispiel Philips
Philips wurde am 15. Mai 1891 gegründet und ist einer der weltgrößten Elektronikkonzerne. Seinen Hauptsitz hat das Unternehmen in Amsterdam (Niederlande) und beschäftigt in über 60 Ländern ca. 116.000 Mitarbeiter. Der Philips-Konzern ist aufgeilt in die Sparten Lichttechnik, Medizintechnik sowie Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Im Jahr 2008 wurde ein Umsatz von 26 Milliarden Euro erzielt.
Philips machte die Erfahrung, dass Kunden nicht immer kaufen, was sie vorzuziehen behaupten. Philips testete ein neues Kassettenradio, das für junge Käufer entwickelt worden war und das in goldgelber Farbe angeboten werden sollte. In einem Käufertest wurde das Gerät in schwarzer und in der neuen goldgelben Farbe vorgestellt. Die Testteilnehmer gaben alle von sich, dass sie die goldgelbe Farbe vorzogen. Aber als ihnen erlaubt wurde, ein Gerät kostenlos mitzunehmen, griffen sie alle zu einem schwarzen Gerät.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung: Einführung in die Aktualität des Themas, Zielsetzung der Arbeit und die methodische Vorgehensweise zur Bearbeitung der Innovationsvermarktung.
2 Grundlagen der Innovationsvermarktung: Theoretische Einordnung des Innovationsbegriffs, ökonomische Zusammenhänge sowie Definitionen von Marketing und den zentralen Mechanismen der Diffusion.
3 Gegenwärtige Situation von Innovationen: Analyse der hohen Scheiterquoten von Innovationen und Darstellung der typischen Innovationshemmnisse in Unternehmen.
4 Formen der Innovationsvermarktung: Detaillierte Untersuchung von Strategien wie dem Lead User Konzept, der Zusammenarbeit von Entwicklern und Kunden sowie der Prozessmodellierung in drei Stufen.
5 Zusammenfassung: Resümee der Arbeit, das die Notwendigkeit einer zielgerichteten Innovationsvermarktung aufgrund des steigenden Innovationsdrucks unterstreicht.
Schlüsselwörter
Innovationsvermarktung, Innovation, Marketing, Kundennutzen, Produktlebenszyklus, Diffusionsprozess, Lead User Konzept, Stage-Gate-Modell, Wettbewerbsvorteil, Marktorientierung, Innovationsmanagement, Wissensmanagement, Multiplikatoren, Alpha-Kommunikatoren, Praxisbeispiele.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Master-Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Vermarktung von Innovationen. Sie analysiert, warum Innovationen trotz hoher Innovationsfreude oft scheitern und wie Unternehmen durch strukturierte Marketingprozesse den Erfolg ihrer Produktinnovationen steigern können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Einordnung von Innovationen, die Analyse von Diffusionsprozessen, die Rolle des Marketings im Innovationskontext sowie spezifische Methoden wie das Lead User Konzept und das Stage-Gate-Modell.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die Vielfalt der Formen der Innovationsvermarktung zu geben und Instrumente aufzuzeigen, mit denen Unternehmen ihre Innovationsleistung marktgerichtet optimieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deduktive Vorgehensweise, kombiniert mit einer Literaturrecherche und der Analyse wissenschaftlicher Studien zum Thema Innovation sowie praxisorientierter Fallbeispiele zur Veranschaulichung der theoretischen Konzepte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse der aktuellen Situation (einschließlich Hemmnissen) und die detaillierte Darstellung der Innovationsvermarktung als dreistufiger Prozess, ergänzt durch spezifische Ansätze wie Lead User und Erfolgsfaktoren.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Innovationsvermarktung, Kundennutzen, Lead User Konzept, Alpha-Kommunikatoren, Produktlebenszyklus und Marktorientierung.
Welche Rolle spielt das "Lead User Konzept" in der Arbeit?
Das Lead User Konzept wird als zentrales Instrument dargestellt, um Kunden frühzeitig in den Innovationsprozess einzubinden, um so Marktunsicherheiten abzubauen und radikale Innovationen zu fördern.
Warum ist der "dreistufige Prozess" der Innovationsvermarktung bedeutsam?
Der dreistufige Prozess, bestehend aus Wissenstransfer, Vorfeldmarketing und Pilotmarketing, strukturiert die oft komplexen Innovationsaktivitäten und ermöglicht eine gezielte Ansprache von Zielgruppen in verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus.
- Arbeit zitieren
- Sven Schmitt (Autor:in), 2009, Formen von Innovationsvermarktung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/141219