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Die Aufwertung der cultura negra bei Fernando Ortiz

Titel: Die Aufwertung der cultura negra bei Fernando Ortiz

Hausarbeit , 2009 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Simone Mihm (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Fernando Ortiz Fernandez, dessen Name im 20. Jahrhundert Synonym wurde für „Kuba“, bewirkte dies durch seine lebenslange Beschäftigung mit den schwarzen Kulturen und der Kultur überhaupt seines Vaterlandes.

Fernández Ferrer hat Ortiz’ Entwicklung in einem Satz zusammengefasst:

Ortiz comienza con escritos de colorido costumbrista y pintoresco sobre Menorca, una especie
de curiosos embriones premonitorios de investigaciones etnosociológicas posteriores; continua
con estudios que podríamos situar en el campo de la sociología criminal, toma partido por
cuestiones y análisis de política nacional y internacional, realiza detalladas y vindicativas
inquisiciones lexicográficas, participa en la política directa, para, tras el desengaño, dedicarse
a zones del saber enciclopédico y erudito que se caracterizan por su talante interdisciplinar: unas
veces podrían pertenecer al campo de la teoría literaria, otras a la etnología o a la musicología,
etc…, aunque, al fondo de esa multiplicidad de intereses, advertimos fácilmente líneas maestras
que confluyen siempre en un objetivo esencial: Cuba y su(s) cultura(s).1

Doch wie führten seine Anstrengungen zur Aufwertung und Anerkennung der afrokubanischen Kultur? Wie wandelte sich seine Richtung der Annäherung an das Thema?

Mittels einer Intellektuellen-Biografie und anhand seiner bedeutendsten Werke möchte ich nun die Entwicklung weg von der Kriminologie und den juristischen Aspekten des Themas hin zur kulturellen und ethnologischen Seite seiner Studien aufzeigen.

__________
1: Fernández Ferrer 1998: 15

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzbiografie von Fernando Ortiz Fernandez

3. Die Beschäftigung mit der Kriminologie

3.1 Ortiz’ Artikel unter Lombroso

3.2 Los negros brujos (1906)

4. Der Wandel zur Ethnologie

4.1 Entre cubanos. Psicología tropical (1913)

4.2 Contrapunteo Cubano del Tabaco y el Azúcar (1940)

4.3 El engaño de las razas (1946)

5. Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftliche Entwicklung des kubanischen Gelehrten Fernando Ortiz, mit einem besonderen Fokus auf seinen intellektuellen Wandel von der kriminologischen Betrachtung hin zur ethnologischen Erforschung der afrokubanischen Identität.

  • Biografischer Überblick über das Wirken von Fernando Ortiz.
  • Analyse des frühen kriminologischen Einflusses durch Cesare Lombroso.
  • Untersuchung des wissenschaftlichen Paradigmenwechsels zur Ethnologie.
  • Erklärung des Konzepts der Transkulturation im kubanischen Kontext.
  • Würdigung der Aufwertung afrokubanischer kultureller Ausdrucksformen.

Auszug aus dem Buch

3. Die Beschäftigung mit der Kriminologie

In seinen frühen Texten wurde Ortiz durch den italienischen Kriminalisten Cesare Lombroso beeinflusst, dessen Studien er kannte und mit dem er Freundschaft geschlossen hatte. Lombroso wollte mit seiner nuova scuola penale die psychologischen Aspekte, wie Erziehung und Hintergrund eines Menschen, von Verbrechen untersuchen. Seiner Meinung nach würden Verbrechen nicht unwillkürlich geschehen, sondern seien ein Produkt der Gesellschaft. Diesen Einfluss kann man noch heute spüren.

Da nach Lombrosos Untersuchung von Kriminellen diese erhöhte physische, anatomische oder funktionelle Störungen zeigten, sah er dort die Verbindung zur Kriminalität. Aufgrund dieses Einflusses und seines Jura-Studiums befasste sich auch Ortiz zuerst nur mit den kriminellen und juristischen Aspekten von Verbrechen und orientierte sich erst später an der sozialen und anthropologischen Dimension. Lombrosos Werk L’uomo delinquente von 1876, in dem er seine dubiosen Ableitungen hinsichtlich der „physiognomy of a criminal“ (Bremer 1993: 125) darlegte, beeindruckte Ortiz damals sehr. Verbrechen waren für ihn eine Art angeborene Geisteskrankheit. Doch diese These steht im starken Widerspruch zu der des psychologischen Aspekts oder der gesellschaftlichen Impulse.

Ortiz’ Ansicht dementsprechend war, dass die Schwarzen und damit auch die brujos (Hexer) alle Hauptverbrechen verüben würden, wie Betrug, Anstiftung zur Prostitution, aber vor Allem Leichenschändung (vgl. Bremer 1993: 125). Sie gruben ihre nach weißen Vorstellungen begrabenen Angehörigen wieder aus, um sie nach schwarzem Ritus erneut zu begraben. Die für die Weißen unproblematischen Vorschriften führten für den schwarzen Anteil der kubanischen Bevölkerung zu kulturellen Adaptionsproblemen. Es stellte sich somit heraus, dass manche Verbrechen nur in bestimmten kulturellen Konstellationen verübt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Fernando Ortiz für das Verständnis der kubanischen Kultur dar und skizziert den methodischen Ansatz, die Entwicklung seines Werkes von der Kriminologie zur Ethnologie aufzuzeigen.

2. Kurzbiografie von Fernando Ortiz Fernandez: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg und die akademische Laufbahn von Ortiz nach, wobei sowohl seine juristischen als auch seine kulturellen Tätigkeiten beleuchtet werden.

3. Die Beschäftigung mit der Kriminologie: Hier wird der frühe Einfluss Cesare Lombrosos auf Ortiz analysiert, insbesondere in Bezug auf die strafrechtliche Untersuchung von Hexerei und Kriminalität in Kuba.

4. Der Wandel zur Ethnologie: Dieses Kapitel beschreibt die Abkehr von rein kriminologischen Sichtweisen hin zu einer ethnologischen Analyse, die durch Konzepte wie die Transkulturation die afrokubanische Identität als zentralen Bestandteil der kubanischen Kultur etabliert.

5. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die intellektuelle Lebensleistung von Ortiz und betont seine Rolle als Wegbereiter für die Anerkennung der afrokubanischen Kultur und die moderne Erforschung sozialer Phänomene.

Schlüsselwörter

Fernando Ortiz, Kubanische Kultur, Afrokubanische Kultur, Kriminologie, Ethnologie, Transkulturation, Cesare Lombroso, Identität, Sozialer Wandel, Hexerei, Rassismus, Wissenschaftsgeschichte, Kulturvergleich, Gesellschaft, Mestizisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wissenschaftliche Karriere des kubanischen Gelehrten Fernando Ortiz und beleuchtet seinen Wandel vom kriminologischen Denken zur ethnologischen Erforschung der afrokubanischen Kultur.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die kubanische Anthropologie, die Geschichte der Sozialwissenschaften in Lateinamerika, das Konzept der Transkulturation sowie die juristische und soziale Aufarbeitung von Identitätsfragen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den intellektuellen Entwicklungsweg von Ortiz aufzuzeigen, der ihn von einer anfangs kriminologisch geprägten Sichtweise zur Würdigung der afrokubanischen Kultur als ebenbürtiger nationaler Komponente führte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Intellektuellen-Biografie, um anhand der bedeutendsten Werke und Artikel von Ortiz dessen wissenschaftliche Entwicklung und theoretische Transformation nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung seiner frühen kriminologischen Schriften unter Lombroso-Einfluss und seine spätere ethnologische Phase, in der er Werke wie „Contrapunteo Cubano“ verfasste.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Transkulturation, Kriminologie, Ethnologie, kulturelle Identität und den soziokulturellen Wandel Kubas im 20. Jahrhundert.

Welchen Einfluss hatte Cesare Lombroso auf die frühe Arbeit von Ortiz?

Lombroso beeinflusste Ortiz in dessen Anfängen dazu, Kriminalität als gesellschaftlich bedingt und eng mit ethnischen Hintergründen verknüpft zu betrachten, was Ortiz zu einer sehr spezifischen Analyse von Hexerei und Riten führte.

Wie definiert Ortiz das Konzept der Transkulturation?

Ortiz beschreibt damit einen gegenseitigen kulturellen Erfahrungstransfer und einen Prozess der gegenseitigen Durchwucherung verschiedener Kulturen, der wesentlich zur Entstehung einer spezifisch kubanischen Identität beiträgt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Aufwertung der cultura negra bei Fernando Ortiz
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Romanistik)
Note
1,3
Autor
Simone Mihm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V141193
ISBN (eBook)
9783640483730
ISBN (Buch)
9783640483976
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fernando Ortiz cultura negra Kuba Ethnologie Afrokubanische Kultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simone Mihm (Autor:in), 2009, Die Aufwertung der cultura negra bei Fernando Ortiz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/141193
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Leseprobe aus  15  Seiten
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