Tourismus ist eine wachsende Querschnittsbranche. Aufgrund der bedeutenden Rolle der Tourismuswirtschaft beschäftigt sich die Hausarbeit mit den ökonomischen Aspekten des Tourismus sowie den positiven und negativen Wirkungen anhand gewählter Beispiele. Ein Fazit rundet den Themenbereich ab.
Kapitel 3 beschäftigt sich mit der „systemischen Struktur“ im Destinationsmanagement. Die Five A‘s of Destinations werden anhand eines Good Practice Beispiels differenziert dargestellt.
Im Bereich der BWL werden betriebsinterne Abläufe besonders bei Tourismusunternehmen organisiert und Entscheidungen bezüglich u.a. des touristischen Leistungsportfolios geplant. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse wie Einkauf, Marketing, Personalführung, etc. sind notwendig, wodurch Arbeitsplätze im Managementbereich entstehen, die gerade für Entwicklungs- und Schwellenländer vorteilhaft sind, da diese Arbeitsplätze besser bezahlt und somit mehr Einheimische an der touristischen Wertschöpfung beteiligt sind.
Die BWL im Tourismusbereich ist eine Spezielle BWL, da sie Erkenntnisse aus der BWL und der Dienstleistungs-BWL auf dem Tourismussektor anwendet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Wirtschaftsfaktor Tourismus
2.1 Die drei ökonomischen Säulen der Tourismusbranche
2.2 Betriebswirtschaftslehre (BWL) im Tourismus
2.3 Makroökonomie im Tourismus
2.3.1 Positive und negative Dimensionen in Entwicklungs- und Schwellenländern
2.3.2 Kritische Würdigung und Good Practice Beispiel in Kenia
2.3.3 Positive und negative Dimensionen in Industrieländern am Beispiel Deutschland
2.3.4 Kritische Würdigung und Beispiel Venedig
2.4 Mikroökonomie
3. Destinationsmanagement
3.1 Die „Systematische Struktur“ im Destinationsmanagement am Beispiel Kanaren und Türkei
3.2 Five A’s of Destinations
3.3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Aspekte des Tourismus sowie dessen positive und negative Auswirkungen auf gesellschaftliche Ebenen anhand ausgewählter Beispiele. Ein zentrales Ziel ist es, das Destinationsmanagement durch die „systematische Struktur“ und das Modell der „Five A's of Destinations“ zu analysieren und deren praktische Anwendbarkeit aufzuzeigen.
- Wirtschaftliche Bedeutung der Tourismusbranche (BIP, Arbeitsmarkt)
- Ökonomische Chancen und soziale Herausforderungen in Entwicklungs- und Industrieländern
- Folgen von Overtourism und Lösungsansätze für Destinationen
- Destinationsmanagement als strategisches Instrument (Fallbeispiel: Tönning)
- Das Konzept der "Five A's of Destinations" zur touristischen Entwicklung
Auszug aus dem Buch
3.1 Die „Systematische Struktur“ im Destinationsmanagement am Beispiel Kanaren und Türkei
Mehreren Autoren zufolge besteht die „systematische Struktur“ im Destinationsmanagement aus den vier Teilsystemen Destination, Verkehr, Reisemittler und Nachfrage. Bieger (2004) zufolge wird die Umwelt dieses Systems durch Wirtschaft, Technologie, Gesellschaft, Ökologie und Politik beeinflusst. Das System kann reduziert werden auf die drei Umwelten Wirtschaft, Gesellschaft und Natur, da die Technologie eine Schnittstelle innerhalb dieser drei Bereiche ist und die Politik den gesellschaftlichen Willen ausdrückt. Die Abbildung 11 stellt die Systemstruktur im Destinationsmanagement dar. Laut Autor (2004) ist das Teilsystem Destination wiederum ein eigenes System, welches aus verschiedenen Akteuren besteht (siehe Abbildung 12). Die Subsysteme können individuell betrachtet werden. Dadurch fallen einzelne Elemente auf. Durch verschiedene Einflüsse kann die „statische“ Ausgangssituation verändert werden. Beispielsweise, wenn sich die Nachfrage auf die Destination Kanaren enorm erhöht, löst dies Druck auf das Teilsystem Destination aus. Aufgrund der Nachfrage nehmen Reisemittler mehr Angebote für die Urlaubsregion Kanaren ins Leistungsportfolio auf, um die steigende Nachfrage decken zu können. Auch der Teilbereich Verkehr wird beeinflusst. Der Flugverkehr muss adaptieren. Zudem wird die Verkehrsinfrastruktur vor Ort auf langer Sicht ausgebaut werden, um die Ansprüche der Touristen zu erfüllen. Aufgrund des Ausbaus werden oftmals weitere Touristen angelockt, was sich wiederum auf die Teilsysteme auswirkt. Im Allgemeinen ist es wichtig Destinationen zu managen. Durch Besucherlenkungen kann Overtoursimus vorgebeugt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Tourismus als wachsende Querschnittsbranche ein und setzt den Fokus auf ökonomische Wirkungsweisen sowie das Destinationsmanagement.
2 Wirtschaftsfaktor Tourismus: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Säulen, BWL-Aspekte und makroökonomische Zusammenhänge, einschließlich Chancen und Risiken in verschiedenen Ländern.
3. Destinationsmanagement: Das Kapitel analysiert die systemische Struktur von Destinationen und veranschaulicht anhand der „Five A's“ sowie eines Fallbeispiels die praktische Steuerung touristischer Räume.
Schlüsselwörter
Tourismusmanagement, Wirtschaftsfaktor, Makroökonomie, Mikroökonomie, Destinationsmanagement, Overtourism, Five A's of Destinations, Nachhaltigkeit, Tourismuspolitik, Wertschöpfung, Entwicklungsländer, Industrieländer, Infrastruktur, Good Practice, Tönning
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Tourismus als bedeutenden Wirtschaftszweig und beleuchtet dessen vielfältige ökonomische Wirkungsweisen sowie die komplexen Anforderungen an ein effektives Destinationsmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die ökonomischen Säulen der Tourismusbranche, die Auswirkungen in Entwicklungs- und Industrieländern sowie die strategische Planung von Destinationen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die ökonomischen und systemischen Aspekte des Tourismus zu durchleuchten und zu zeigen, wie durch fundiertes Management eine positive und nachhaltige Tourismusentwicklung gefördert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse wirtschaftswissenschaftlicher Theorien, die durch praxisnahe Beispiele, wie die Situation in Kenia, Venedig oder Tönning, illustriert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst makro- und mikroökonomische Aspekte des Tourismus sowie deren positive und negative Folgen detailliert erörtert, gefolgt von der Erläuterung systemischer Strukturen im Destinationsmanagement.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe wie Tourismusmanagement, Makroökonomie, Overtourism, Nachhaltigkeit und das Modell der „Five A's of Destinations“ prägen diese wissenschaftliche Ausarbeitung.
Wie beeinflussen externe Krisen die Destinationsentwicklung?
Externe Krisen, wie politische Instabilitäten oder Pandemien, wirken sich direkt auf die Teilsysteme einer Destination aus, indem sie beispielsweise das Nachfrageverhalten signifikant verändern.
Warum dient Tönning als Good Practice Beispiel?
Tönning erfüllt die Kriterien der „Five A's of Destinations“ – Zugang, Attraktionen, Aktivitäten, Unterkunft und Annehmlichkeiten – in vorbildlicher Weise, was es zu einem erfolgreichen Fall für angewandtes Destinationsmanagement macht.
- Arbeit zitieren
- Sandra Pollan (Autor:in), 2021, Ein Überblick über die Tourismusbranche. Ökonomische Aspekte des Tourismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1405782