Die Projektarbeit analysiert den Einflusses der Digitalisierung auf den risikoorientierten Prüfungsansatz. Zunächst wird in den Grundlagen der Begriff der Digitalisierung erläutert sowie eine Charakterisierung des risikoorientierten Prüfungsansatzes vorgenommen.
Es folgt der Kern der Arbeit mit dem Herausstellen des Einflusses der Digitalisierung auf den risikoorientierten Prüfungsansatz. Dabei wird nach einer kurzen Einleitung in die Auswirkungen der Digitalisierung auf die einzelnen Prüfungshandlungen und übergreifende Auswirkungen der Digitalisierung unterschieden. Schließlich werden die Erkenntnisse in einem Problemlösungskonzept kompakt zusammengeführt. Dabei wird nach dem Darstellen von Handlungsempfehlungen zu den Herausforderungen der Digitalisierung auf die Vereinbarkeit von Digitalisierung und risikoorientiertem Prüfungsansatz geschlussfolgert.
Zunächst wird in den Grundlagen der Begriff der Digitalisierung erläutert sowie eine Charakterisierung des risikoorientierten Prüfungsansatzes vorgenommen. Es folgt der Kern der Arbeit mit dem Herausstellen des Einflusses der Digitalisierung auf den risikoorientierten Prüfungsansatz. Dabei wird nach einer kurzen Einleitung, in die Auswirkungen der Digitalisierung auf die einzelnen Prüfungshandlungen und übergreifende Auswirkungen der Digitalisierung unterschieden. Schließlich werden die Erkenntnisse in einem Problemlösungskonzept kompakt zusammengeführt. Dabei wird nach dem Darstellen von Handlungsempfehlungen zu den Herausforderungen der Digitalisierung auf die Vereinbarkeit von Digitalisierung und risikoorientiertem Prüfungsansatz geschlussfolgert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Lösungsansatz
1.3 Gang der Untersuchung
2. Grundlagen
2.1 Begriffsdefinition „Digitalisierung“
2.2 Risikoorientierter Prüfungsansatz nach den IDW Prüfungsstandards
2.2.1 Unterschied zur Vollprüfung
2.2.2 Komponenten des Prüfungsrisikos
2.2.3 Prüfungshandlungen
2.2.3.1 Aufbau- und Funktionsprüfungen
2.2.3.2 Aussagebezogene Prüfungshandlungen
3. Einfluss der Digitalisierung auf den risikoorientierten Prüfungsansatz
3.1 Einleitung
3.2 Auswirkungen der Digitalisierung auf die einzelnen Prüfungshandlungen
3.2.1 Aufbau- und Funktionsprüfungen
3.2.1.1 Automatisierte Tools und Techniken
3.2.1.2 Process Mining
3.2.2 Aussagebezogene Prüfungshandlungen
3.2.2.1 Künstliche Intelligenz
3.2.2.2 Big Data Analysen
3.3 Übergreifende Auswirkungen der Digitalisierung
3.3.1 Blockchain-Technologie
3.3.2 Verknüpfung von Systemen
4. Problemlösungskonzept
4.1 Handlungsempfehlungen zu den Herausforderungen der Digitalisierung
4.2 Vereinbarkeit von Digitalisierung und risikoorientiertem Prüfungsansatz
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer aufzuzeigen, welchen Einfluss die Digitalisierung auf den risikoorientierten Prüfungsansatz ausübt und wie die Effizienz der Abschlussprüfung durch moderne Technologien gesteigert werden kann.
- Integration digitaler Technologien (KI, Big Data, Blockchain) in den Prüfungsprozess
- Transformation der manuellen Prüfungshandlungen hin zur algorithmischen Unterstützung
- Bewältigung neuer Herausforderungen wie Datensicherheit und notwendige Kompetenzentwicklung
- Analyse der Vereinbarkeit von Digitalisierung mit dem risikoorientierten Prüfungsansatz
Auszug aus dem Buch
3.2.1.1 Automatisierte Tools und Techniken
Eine Möglichkeit zur Effizienzsteigerung bietet die Nutzung von automatisierten Tools und Techniken (ATT). Es handelt sich hierbei um IT-gestützte Anwendungen. ATT wird von Unternehmen oft zur Unterstützung von Prozessen eingesetzt, vor allem bei der Datenbeschaffung und -aufbereitung, der Automatisierung von Analysen und im Anschluss der Datenvisualisierung und Prüfungsdokumentation.
Unter den Begriff ATT fallen auch die Datenanalysen. Datenanalysen stellen Prozesse dar, mit deren Hilfe Daten extrahiert, strukturiert und transformiert werden, sodass neue Erkenntnisse gewonnen werden. Datenanalysen bieten einen optimalen Einstieg in die Prüfung. Besonders zu Beginn ermöglichen sie, sich einen Eindruck über die Geschäftstätigkeit des zu prüfenden Unternehmens zu verschaffen. Um die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung einschätzen zu können, ist es sinnvoll, Vergleiche von Konten der Finanzbuchhaltung mit Vorjahreswerten zu ziehen oder aber auch verfügbare Marktdaten als Vergleichsobjekt zu wählen.
Darüber hinaus können Datenanalysen genutzt werden, um im Rahmen der Aufbau- und Funktionsprüfung in die relevanten Systeme des Mandanten einzusteigen. Durch entsprechende Analysen können der Aufbau der Organisation und die Anbindung der Finanzbuchhaltung vertieft werden. Damit wird die Ausgestaltung des IKS geprüft. Besonders bei der Prüfung der Komponente der „Risikobeurteilung“ lassen sich Datenanalysen anwenden. Dabei wird zunächst eine Risikoidentifizierung durchgeführt, bevor die Risiken eine Beurteilung erfahren. Datenanalysen können zudem aufzeigen, in welchen Bereichen keine Kontrollen durchgeführt wurden oder wo es zu Funktionsstörungen gekommen ist. Sie können ebenfalls bei der Prüfung der Informations- und Kommunikationssysteme unterstützen. Hierbei kann analysiert werden, ob die notwendigen Informationen zeitgerecht übermittelt wurden. Eine Anwendung von Datenanalysen erhöht neben der Effizienz der Prüfung auch die Prüfungsqualität, vor allem bei einem komplexen IKS und einer Vielzahl verschiedener Systeme beim Mandanten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel erläutert den Wandel von der Vollprüfung zur risikoorientierten Prüfung und stellt die Relevanz der Digitalisierung für den Wirtschaftsprüfer dar.
2. Grundlagen: Hier werden der Begriff der Digitalisierung definiert und die theoretischen Grundlagen des risikoorientierten Prüfungsansatzes basierend auf IDW-Standards dargelegt.
3. Einfluss der Digitalisierung auf den risikoorientierten Prüfungsansatz: Dieser Hauptteil analysiert, wie Technologien wie ATT, Process Mining, KI und Blockchain die einzelnen Prüfungshandlungen verändern und ergänzen.
4. Problemlösungskonzept: Das Kapitel gibt Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Herausforderungen wie fehlendem Know-how, Mehrkosten und der Notwendigkeit einer skeptischen Grundhaltung bei der Datenauswertung.
5. Zusammenfassung: Abschließend wird resümiert, dass die Digitalisierung den Prüfer durch Effizienzgewinne unterstützt, sein kritisches Urteilsvermögen jedoch unverzichtbar bleibt.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, risikoorientierter Prüfungsansatz, Abschlussprüfung, Wirtschaftsprüfung, Künstliche Intelligenz, Big Data, Blockchain, Process Mining, Automatisierte Tools, IKS, Datensicherheit, IT-gestützte Anwendungen, Effizienzsteigerung, Prüfungshandlungen, Prüfungssicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den transformativen Einfluss der Digitalisierung auf den etablierten risikoorientierten Prüfungsansatz in der Abschlussprüfung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Anwendung von Datenanalysen, KI, Blockchain-Technologie und die notwendigen strukturellen Anpassungen in der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wirtschaftsprüfer durch den Einsatz digitaler Technologien Prüfungsansätze effizienter gestalten können, ohne die Qualität der Prüfung zu gefährden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und der Untersuchung geltender IDW-Prüfungsstandards.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Es werden spezifische Auswirkungen der Digitalisierung auf Aufbau- und Funktionsprüfungen sowie auf aussagebezogene Prüfungshandlungen detailliert analysiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind KI, Big Data Analysen, Process Mining, Blockchain, IT-gestützte Anwendungen und die kritische Grundhaltung des Wirtschaftsprüfers.
Wie verändert Künstliche Intelligenz klassische Prüfungsaufgaben?
KI automatisiert manuelle Aufgaben wie die Rechnungsprüfung oder Vertragsdurchsicht und ermöglicht durch Mustererkennung eine effizientere Aufdeckung von Betrugsversuchen.
Kann die Blockchain-Technologie den Prüfer vollständig ersetzen?
Nein, die Blockchain unterstützt bei der Datensicherung und Transparenz, ersetzt jedoch nicht die menschliche Urteilskraft und das verantwortungsvolle Ermessen bei der Prüfung.
Welche neuen Risiken entstehen durch die zunehmende Digitalisierung?
Es entstehen Gefahren im Bereich der Datensicherheit, Cyberkriminalität sowie der "Automation Bias", also das blinde Vertrauen in automatisierte Entscheidungssysteme.
- Quote paper
- Marleen Löffert (Author), 2022, Analyse des Einflusses der Digitalisierung auf den risikoorientierten Prüfungsansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1404999