„Jeder Staat hat die vorderste Pflicht, seine eigene Bevölkerung vor schweren und anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte zu schützen." Angesichts des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) bekräftigte Papst Benedikt XVI. die Gültigkeit der Menschenrechte, die uneingeschränkt für alle Menschen gelten. Er fordert diese Rechte für alle Völker ein. Jegliche Gleichgültigkeit gegenüber Staaten, die diesen Schutz nicht garantieren können, sei zu vermeiden. So fordert Benedikt der XVI. ein Interventionsrecht der internationalen Gemeinschaft, um für die Menschenrechte einzutreten.
„Jede Demokratie braucht kontrollierbare Regierungen, eine unabhängige Justiz und eine freie Presse“. Die Katholische Kirche zeigt sich als Anwältin der Menschenrechte, als politisches Vorbild.
Für diese Hausarbeit tut sich die Frage auf, wie sich die Position der Katholischen Kirche hinsichtlich der Menschenrechte entwickeln konnte. Hierbei wird auch Bezug auf die historischen Hintergründe genommen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Vorgeschichte
- Antike Philosophie
- Christlich - jüdische Wurzeln
- Mittelalter
- Gesellschaftliche Veränderungen
- Neuzeit
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Entwicklung der Position der Katholischen Kirche hinsichtlich der Menschenrechte. Sie analysiert die historischen Hintergründe und beleuchtet die wichtigsten Stationen dieser Entwicklung.
- Die Wurzeln der Menschenrechte in der Antike
- Der Einfluss des Christentums auf die Entwicklung der Menschenrechte
- Die Rolle der Katholischen Kirche in der Neuzeit
- Die Katholische Soziallehre und die Menschenrechte
- Die Position der Katholischen Kirche in der heutigen Zeit
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt den aktuellen Stand der Diskussion über die Menschenrechte dar und benennt die zentrale Fragestellung der Hausarbeit: Wie hat sich die Position der Katholischen Kirche hinsichtlich der Menschenrechte entwickelt?
Vorgeschichte
Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln der Menschenrechte in der Antike und im Christentum. Es untersucht die Beiträge der stoischen Philosophie sowie die Rezeption der biblischen Lehre von der Gottesebenbildlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Wie steht die Katholische Kirche heute zu den Menschenrechten?
Die Kirche sieht sich heute als Anwältin der Menschenrechte und fordert deren uneingeschränkte Gültigkeit für alle Völker ein, wie Papst Benedikt XVI. bekräftigte.
Welche historischen Wurzeln haben Menschenrechte im Christentum?
Die biblische Lehre von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen ist ein zentraler Grundstein für die Idee der unveräußerlichen Menschenwürde.
Welchen Einfluss hatte die antike Philosophie?
Insbesondere die stoische Philosophie lieferte wichtige Vorläuferkonzepte für das Naturrecht, die später christlich rezipiert wurden.
Was ist die Katholische Soziallehre?
Es ist ein System ethischer Prinzipien (z.B. Personalität, Subsidiarität, Solidarität), auf deren Basis die Kirche gesellschaftliche und politische Zustände bewertet.
Warum fordert die Kirche ein Interventionsrecht der Weltgemeinschaft?
Um die Bevölkerung vor schweren Menschenrechtsverletzungen zu schützen, wenn der eigene Staat diese Pflicht nicht mehr erfüllen kann.
- Quote paper
- Christine Meiners (Author), 2009, Lerngeschichte der Kirche hinsichtlich der Menschenrechte – Historische Entwicklungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/140483