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Zur Performativität des Münchener Weltgerichtsspiels. Analyse der Handschrift

Titel: Zur Performativität des Münchener Weltgerichtsspiels. Analyse der Handschrift

Hausarbeit , 2022 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll die Performativität des Münchener Weltgerichtsspiels näher analysiert werden. Bei der Handschrift des Münchener Weltgerichtsspiels handelt es sich um einen Sonderfall. Es ist zwar eine Lesehandschrift, trotzdem wurde das Spiel tatsächlich aufgeführt.

Der erste Teil widmet sich der terminologischen Klärung. Im Fokus des zweiten Kapitels steht die bereits vorhandene Forschung zum Münchener Weltgerichtsspiel. Schließlich wird eine eigene Analyse des Textes durchgeführt, in welcher die Gliederung des Spiels, die Figuren, deren Emotionalität und Dialogizität und die intendierte Wirkung nach außen untersucht werden. Ein Fazit beschließt die Arbeit.

Forschende streiten sich bei vielen Handschriften um die Funktion dieser. Handelt es sich um eine Dirigierrolle, welche benutzt wurde, um ein Spiel auf die Bühne zu bringen, oder handelt es sich vielmehr um eine Lesehandschrift? Das Münchener Weltgerichtsspiel ist eine Handschrift von 1510. Das durch Propheten angekündigte Jüngste Gericht wird in diesem Spiel dargestellt. Im Weltgerichtsspiel ist die Gerichtsszene viel ausgeschmückter, als in der ihm zugrunde liegenden Vorlage, der Johannisoffenbarung, während Vorlauf und Anzeichen des Weltenendes nur kurz zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Performativität – zu einem problematischen Begriff

2.1. Unterscheidung zwischen struktureller und funktionaler Performativität

2.2. Performativität in der Mediävistik

3. Forschung zu den Weltgerichtsspielen

3.1. Beschaffenheit der Aufführungen

4. Das Münchener Weltgerichtsspiel

4.1. Gliederung

4.2. Dialogizität

4.3. Angestrebte funktionale Performativität

4.3.1. Emotionalität

4.3.2. Die Precursoren / Proclamatoren

4.3.3. Die Angeklagten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Münchener Weltgerichtsspiel von 1510 unter dem Aspekt seiner Performativität. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie der Text trotz seines Charakters als Lesehandschrift eine affektive Wirkung auf das Publikum erzielen soll und inwieweit Performanz als in den Text eingeschriebenes Element verstanden werden kann.

  • Analyse des Performativitätsbegriffs und dessen medienwissenschaftlicher Relevanz
  • Untersuchung der strukturellen Gliederung und Dialogizität des Spiels
  • Herausarbeitung der funktionalen Performativität durch emotionale Zielsetzungen
  • Rolle der Precursoren und der Angeklagten für die direkte Adressierung des Publikums
  • Untersuchung der Rolle der Lesehandschrift als Medium zur Verbreitung des Inhalts

Auszug aus dem Buch

Die Precursoren / Proclamatoren

Wie an früherer Stelle bereits herausgearbeitet, werden die einzelnen Handlungskomplexe des Spiels jeweils durch einen Precursoren oder Proclamatoren eingeleitet. Diese fassen die folgende Handlung zusammen und sprechen das Publikum (oder die Lesenden) explizit an. Der erste Precursor beginnt das Spiel mit den Worten: Nu merckend zu unnd schweigend still / was uns bedeuten ist das spill (MWG V 1f). Anschließend fasst er die Handlung des ersten Komplexes zusammen und endet mit den mahnenden Versen:

Aber wöllich hie auf erdtrich / gottes gepot hallten inniglich, / Den wirt von got der segen geben /[...] / darumb merckend all geleich, / Das dises spil nit ist ain schimpf /[...] / und schreibend das in eure hertz, / Das ist frölich am jungsten tag / Ersten mügt an alle klag (MWG V 27-42).

Der Precursor betont direkt zu Beginn des Spiels, dass das Dargestellte keine Fiktion ist, sondern allen Zuschauenden widerfahren wird. Auch der zweite Precursor spricht ebenfalls explizit das Publikum an: das nembt zu hertzen, frawen und man, / Und huetend euch vor sunden stricken, / das euch die stym am jungsten tag bring kainen schricken (MWG V 226-228). Auch hier werden also die Zuschauenden, und im Falle der Handschrift des Münchener Weltgerichtsspiel dadurch implizit die Lesenden, ermahnt ein gerechtes Leben zu führen, damit sie, wenn das Jüngste Gericht eintrifft, nicht zu den Sündern gehören.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Kontext des Münchener Weltgerichtsspiels ab und stellt die methodische Herangehensweise hinsichtlich der Performativität dar.

2. Performativität – zu einem problematischen Begriff: Dieses Kapitel differenziert zwischen strukturellen und funktionalen Ansätzen der Performativität und verortet das Konzept innerhalb der Mediävistik.

3. Forschung zu den Weltgerichtsspielen: Hier wird ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Weltgerichtsspielen im deutschsprachigen Raum gegeben.

4. Das Münchener Weltgerichtsspiel: Der Hauptteil analysiert das Stück detailliert hinsichtlich seiner Gliederung, Dialogizität und der spezifischen Absichten zur funktionalen Performativität.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass das Münchener Weltgerichtsspiel eine implizite Performativität besitzt, die den Rezipienten zur Reflexion anregt.

Schlüsselwörter

Münchener Weltgerichtsspiel, Performativität, Mediävistik, performative Texte, Rezeption, Dialogizität, emotionale Wirkung, Jüngstes Gericht, Precursor, Proclamator, Lesehandschrift, Aufführungssituation, Theater des Mittelalters, religiöse Literatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Performativität des Münchener Weltgerichtsspiels von 1510 und untersucht, wie dieses trotz seines Charakters als Lesehandschrift performative Wirkungen entfaltet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Performativitätsbegriffen, der Struktur des Spiels und der Art und Weise, wie das Publikum emotional und moralisch adressiert wird.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie das Stück eine affektive Wirkung auf das Publikum intendiert und inwieweit performative Elemente in den Text eingeschrieben sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin nutzt einen literaturwissenschaftlichen Analyseansatz, der performativitätstheoretische Perspektiven mit einer textnahen Untersuchung der Handschrift kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische Klärung, einen Forschungsüberblick und eine detaillierte Textanalyse des Spiels hinsichtlich seiner Dialogizität und Gliederung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?

Die wichtigsten Schlagworte sind Performativität, Münchener Weltgerichtsspiel, Dialogizität, mittelalterliches Theater und emotionale Adressierung.

Warum wird das Münchener Weltgerichtsspiel als Besonderheit betrachtet?

Es fungiert als Lesehandschrift, die jedoch auf eine Aufführung auf dem Münchener Marktplatz hindeutet, was Fragen zum Verhältnis von Text und theatraler Realität aufwirft.

Welche Funktion haben die Precursoren und Proclamatoren im Spiel?

Sie leiten die Handlungskomplexe ein, fassen Geschehenes zusammen und dienen als Instanz, die das Publikum oder die Leser direkt ermahnt, ein gottesfürchtiges Leben zu führen.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Teufel von der der geistlichen Figuren?

Die Teufel sind emotional agierende Figuren, während die geistlichen Figuren eher zurückhaltend dargestellt werden, um eine moralische Distanz zum Publikum zu wahren.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Performativität des Münchener Weltgerichtsspiels. Analyse der Handschrift
Hochschule
Universität Hamburg  (Germanistik)
Veranstaltung
Seminar: Weltgerichte und Antichristspiele
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
21
Katalognummer
V1398082
ISBN (eBook)
9783346946621
ISBN (Buch)
9783346946638
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mediävistik, Weltgerichtsspiel, Theatralität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Zur Performativität des Münchener Weltgerichtsspiels. Analyse der Handschrift, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1398082
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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