Deutschland, ein Einwanderungsland. Mit dieser Entwicklung erfolgt stetig eine Vergrößerung der Anzahl von Schülern und Schülerinnen, mit einem Migrationshintergrund, an deutschen Schulen. Aber auch die Anzahl der Erwachsenen ausländischer Herkunft wächst. Circa 16,4 Millionen Menschen, also ein Fünftel der Population in Deutschland, können sich dazu zählen. In einigen Bundesländern sind Kinder von bis zu zehn Jahren mit Migrationshintergrund bis zu über 40% vertreten. Aufgrund jahrelanger politischer Diskurse, Debatten und der aktuellen schulischen Lage mit dem Schwerpunkt der Integration muss man sich mit dem Thema, vor allem auch in der Schulsozialarbeit, auseinandersetzen.
Zunächst werde ich die Schulsozialarbeit und ihre Grundzüge, auf der Makroebene, näher betrachten. Dazu wird die Mesoebene mit den Disparitäten in der Migration stattfinden. Auf der Mikroebene schließt dann die interkulturelle Kompetenz im Zusammenspiel mit den schulischen Akteuren an und am Ende werde ich dies alles mit meinem Fazit untermauern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil:
2.1 Allgemeine Fakten zur Schulsozialarbeit
2.2 Disparitäten im Überblick mit dem Schwerpunkt Migration
2.3 Interkulturelle Kompetenz und das Zusammenspiel mit schulischen Akteuren
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Schulsozialarbeit im Kontext von Migration und interkulturellen Disparitäten an deutschen Schulen. Ziel ist es, die pädagogischen Handlungsoptionen zu analysieren, um Chancenungleichheit zu bekämpfen, Diskriminierungen entgegenzuwirken und ein interkulturelles Miteinander durch eine reflektierte schulische Praxis und gezielte Beratung zu fördern.
- Historische Entwicklung und fachliche Grundlagen der Schulsozialarbeit
- Analyse bildungstechnischer und sozialer Disparitäten bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund
- Die Bedeutung von interkultureller Kompetenz bei Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften
- Strategien gegen institutionelle Diskriminierung und Vorurteile im Schulalltag
- Ansätze zur Förderung der Integration und interkulturellen Öffnung von Bildungseinrichtungen
Auszug aus dem Buch
Disparitäten im Überblick mit dem Schwerpunkt Migration
Aufgrund der hohen Zuwanderungszahl folgt auch ein Anstieg der Zahl der Kinder mit einem Migrationshintergrund. So kommt es leider häufig zu ethnischen Diskriminierungen, Rassismus und Vorurteilen, weil die deutschen Einwohner sich „überrannt“ fühlen. Diskriminierung beruht auf Unterscheidungen, denen eine Bewertung folgt. Die Bewertung orientiert sich am Maß der Abweichung der Norm. Das Ziel der Bewertung ist die Sicherung der eigenen Position innerhalb einer Hierarchie. Diese Differentiation kann in verschiedenen Intensitäten der Ungleichbehandlung auftreten (vgl. Gomolla/ Radtke, 2009, S.15f). Diskriminierung ist folglich auf eine schlechtere Behandlung ausgelegt, als es die meisten anderen Menschen erleben.
Aufgrund dessen ist jenes sehr beklemmend für die Opfer (vgl. Ebd., S.16f). Degradierungen solcher Art begründen sich in unterschiedlichen Ursachen. Weit geläufig sind die Zugehörigkeit zum Alter, Geschlecht, einer Kultur, Religion oder einer außergewöhnlichen körperlichen Eigenschaft. Beim Rassismus „handelt es sich um eine Ideologie, mit der ein Zusammenhang zwischen sozialen Ungleichheiten und den spezifischen, meist biologischen, d.h. auf reale körperliche Merkmale bezogenen Eigenschaften von Personen hergestellt und mittels dieser erklärt, gerechtfertigt und propagiert wird“ (Oswald, 2007, S.133). Darin steckt der Gedanke, dass Menschen unterschiedlich viel Wert seien. Was jedoch völlig unsinnig ist, da niemand aufgrund seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner Religion und vielem mehr, benachteiligt werden darf.
In Bezug auf die Kinder von Migranten ist zu sagen, dass diese Familien öfter der Armutsgefährdung unterliegen, als Familien ohne Migrationshintergrund. Dabei können sich die Kinder nicht angebracht entwickeln, weil oftmals die Arbeitslosigkeit, niedriger Verdienst oder fehlende Bildung der Eltern anzutreffen sind. Somit ist es unabdingbar den Familien Betreuungsangebote, Bildungsmöglichkeiten und Sozialleistungen darzubieten. Die Anzahl der Kinder mit Migrationshintergrund steigt stetig, vor allem je jünger sie sind, desto häufiger sind ihre Eltern Migranten. Daher stellen sich viele Fragen: Wie kommen die Kinder mit der Grätsche zweier Kulturen, der ihrer Eltern und der deutschen klar? Inwieweit können sie sich eigenständig entwickeln in ihrem Alltag? Diese Fragen werde ich im Blick auf die Schule, die wohl wichtigste Institution in ihrem jungen Leben, beantworten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation in Deutschland als Einwanderungsland und definiert das Aufgabengebiet sowie die Adressaten der Schulsozialarbeit im Kontext von Integration und Förderung.
2. Hauptteil: Dieses Kapitel unterteilt sich in die historische Betrachtung der Schulsozialarbeit, die Analyse von Disparitäten bei Kindern mit Migrationshintergrund sowie die essenzielle Rolle interkultureller Kompetenz im schulischen Gefüge.
3. Schluss: Der Schluss beantwortet die Forschungsfrage, reflektiert die Vermittlerrolle der Schulsozialarbeit und plädiert für einen wertschätzenden Umgang mit der Individualität aller Schülerinnen und Schüler.
Schlüsselwörter
Schulsozialarbeit, Migration, Migrationshintergrund, Interkulturelle Kompetenz, Diskriminierung, Bildungsbenachteiligung, Integration, Chancengleichheit, Jugendhilfe, Schulkultur, Sozialpädagogik, Vorurteile, Rassismus, Lehrkräfte, Schülerschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Schulsozialarbeit und der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die professionelle Ausgestaltung von Schulsozialarbeit, die sozioökonomischen und kulturellen Herausforderungen bei Migration sowie die Notwendigkeit von Interkultureller Kompetenz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, wie Schulsozialarbeit auf interkulturelle Disparitäten reagiert und ob sie dazu beitragen kann, Diskriminierung im schulischen Alltag abzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Auswertung pädagogischer Fachkonzepte und aktueller Studien (wie PISA, IGLU, TIMSS) zur Bildungssituation basiert.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung des Fachs, erläutert die Mechanismen institutioneller Diskriminierung und untersucht Trainingsmethoden zur Steigerung der interkulturellen Kompetenz von Lehrenden und Sozialarbeitern.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Zentral sind Begriffe wie Integration, institutionelle Diskriminierung, interkulturelle Öffnung, Chancengerechtigkeit und sozialpädagogische Handlungsprinzipien.
Wie wirkt sich laut der Arbeit der Migrationshintergrund auf Kinder in der Schule aus?
Die Arbeit identifiziert mögliche negative Auswirkungen wie Sprachbarrieren, Leistungsdruck und Benachteiligungen, die durch institutionelle Strukturen oder Vorurteile verstärkt werden können.
Welche Rolle spielen Lehrkräfte bei der Integration?
Lehrkräfte tragen laut Autorin eine hohe soziale Verantwortung, müssen Vorurteile abbauen und benötigen selbst eine interkulturelle Ausbildung, um allen Schülern gerecht zu werden.
Was fordert die Arbeit bezüglich der Schulsozialarbeit?
Es wird gefordert, das Verständnis des Kindes als Individuum mit Förderbedarf in den Vordergrund zu stellen und die Schulsozialarbeit durch mehr Projekte und Ressourcen zu stärken.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Schulsozialarbeit im Angesicht interkultureller Disparitäten bei jugendlichen Migranten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1390439