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Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Die Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Iris Marion Young und der Umgang mit Unterschieden zwischen Menschen. Politik der Gleichheit oder Politik der Differenz?

Titel: Die Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Iris Marion Young und der Umgang mit Unterschieden zwischen Menschen. Politik der Gleichheit oder Politik der Differenz?

Hausarbeit , 2023 , 13 Seiten , Note: unbenotet

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird ein systematischer Vergleich von den Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Iris Marion Young aufgestellt. Es wird konkret auf die Relevanz von Gleichheit und Differenz zwischen und unter Menschen eingegangen und was dies für eine Bedeutung für die jeweiligen Theorien besitzt.

John Rawls baut mit dem Gedankenspiel eines Urzustands, in dem komplett gleiche Voraussetzungen für alle Parteien gelten, eine Theorie auf, die angelehnt an die klassischen Vertragstheorien von früheren Theoretikern wie Thomas Hobbes oder Jean-Jaques Rousseau ist. Rawls arbeitet also eine Gerechtigkeitstheorie aus, indem er uns in einen Zustand vor Bestehen unserer Gesellschaft versetzt, in dem über die Frage, was gerecht sein soll, verhandelt wird. Grundlegend soll bestimmt werden, wie gesellschaftliche Güter in einer gerechten Gesellschaft am besten verteilt werden sollen. Rawls arbeitet also mit der Idee einer Verteilungsgerechtigkeit.

Ganz anders hingegen arbeitet Iris Marion Young. Mit dem Ist-Zustand unserer Gesellschaft arbeitet sie Ungerechtigkeiten heraus und stellt so fest, was Gerechtigkeit ist und wie diese in der Ausübung aussehen sollte. Dabei geht sie speziell auf die Verfahren und Machtstrukturen der Gesellschaft ein und distanziert sich klar von einem Ansatz der Verteilungsgerechtigkeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. John Rawls‘ Ansatz der Verteilungsgerechtigkeit

2.1.1. Der Gerechtigkeitsbegriff

2.1.2. Der Urzustand

2.1.3. Die beiden Grundsätze der Gerechtigkeit

2.2. Iris Marion Youngs Ansatz der Verfahrensgerechtigkeit

2.2.1. Definition von Ungerechtigkeit

2.2.2. Kritik am distributiven Paradigma

2.3. Politik der Gleichheit oder Politik der Differenz?

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die gegensätzlichen Gerechtigkeitskonzeptionen von John Rawls und Iris Marion Young, um zu analysieren, wie unterschiedlich philosophische Ansätze mit den Themen Gleichheit und Differenz in einer pluralistischen Gesellschaft umgehen.

  • Politische Gerechtigkeit bei John Rawls
  • Die Bedeutung des Urzustands und des Schleiers des Nichtwissens
  • Verfahrensgerechtigkeit und Machtstrukturen bei Iris Marion Young
  • Kritik am distributiven Paradigma
  • Politik der Gleichheit versus Politik der Differenz

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Der Urzustand

Wie die Grundstruktur und die Verteilung der Güter aussehen sollen, ist keine willkürliche Entscheidung. Für die Festlegung der Struktur greift Rawls auf die Idee des klassischen Gesellschaftsvertrags zurück, denn die Prinzipien einer gerechten Gesellschaft ließen sich laut Rawls als das Ergebnis der Einigung freier Individuen ansehen. Bei der Verhandlung befänden sich die Individuen in einem ursprünglichen Zustand der Gleichheit – ganz ähnlich der Idee des Naturzustands bei den klassischen Vertragstheorien.

Diesen ursprünglichen Zustand nennt Rawls in seiner Theorie den ‚Urzustand‘. Dabei ist zunächst einmal bezeichnend bei Rawls, dass er den Urzustand nicht als tatsächlichen vorgesellschaftlichen Zustand ansieht, sondern besonders hervorhebt, dass es sich bei dem Urzustand schlicht um ein „Gedankenexperiment“ handelt. Rawls lässt die Mitglieder einer Gesellschaft sich also in eine hypothetische Entscheidungssituation versetzen. So lässt sich Rawls‘ Vorstellung von einer These der Gerechtigkeit wie folgt weiterführen:

„Die Prinzipien einer vollkommen gerechten gesellschaftlichen Ordnung sind diejenigen Grundsätze, auf die sich rationale Individuen unter der hypothetischen Bedingung des Urzustandes zur Regelung ihres gesellschaftlichen Zusammenlebens einigen würden.“

Nun bleibt die Frage offen, unter welchen Bedingungen diese hypothetische Entscheidungssituation ausgetragen wird. Rawls sieht es als allgemein akzeptabel und vernünftig an, dass bei der Wahl der gesellschaftlichen Grundsätze niemand aufgrund seiner natürlichen und gesellschaftlichen Begebenheiten bevorzugt oder benachteiligt werden solle. Im Urzustand solle also niemand die Grundsätze auf seine eignen Verhältnisse zuschneiden können, noch sollten Neigungen, Strebungen oder Vorstellungen Einfluss auf die Wahl der Grundsätze haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz von Gleichheit und Differenz in Gerechtigkeitskonzepten und führt in die gegensätzlichen Ansätze von John Rawls und Iris Marion Young ein.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert Rawls' Theorie der Verteilungsgerechtigkeit sowie Youngs Ansatz der Verfahrensgerechtigkeit und stellt beide theoretischen Positionen direkt gegenüber.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und konkludiert, dass Rawls eine Politik der Gleichheit vertritt, während Young für eine Politik der Differenz plädiert.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeit, John Rawls, Iris Marion Young, Politik der Gleichheit, Politik der Differenz, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Verteilungsgerechtigkeit, Verfahrensgerechtigkeit, Unterdrückung, Beherrschung, soziale Gruppen, Gerechtigkeit als Fairness, distributives Paradigma, politische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der Gerechtigkeitskonzepte von John Rawls und Iris Marion Young, insbesondere im Hinblick auf deren Umgang mit gesellschaftlicher Gleichheit und Differenz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Verteilungsgerechtigkeit bei Rawls, die Bedeutung des Urzustands, die Kritik am distributiven Paradigma durch Young sowie die Relevanz sozialer Gruppen und Machtstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die fundamental unterschiedlichen methodischen und inhaltlichen Ansätze der beiden Theoretiker zu vergleichen und aufzuzeigen, wie sie jeweils das Spannungsfeld zwischen der Gleichbehandlung von Individuen und der Anerkennung von Differenzen bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse politischer Theorien, die auf der kritischen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur der beiden behandelten Autoren basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der „Urzustand“ und der „Schleier des Nichtwissens“ bei Rawls, sowie das Konzept der Unterdrückung und die Kritik am distributiven Paradigma bei Young erläutert und anschließend gegenübergestellt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Gerechtigkeit, Politik der Gleichheit, Politik der Differenz, Verteilungsgerechtigkeit und Verfahrensgerechtigkeit sind die prägenden Begriffe.

Warum lehnt Iris Marion Young das distributive Paradigma ab?

Sie kritisiert, dass sich dieses Modell zu sehr auf die Verteilung materieller Güter konzentriert und dabei den institutionellen Kontext sowie soziale Beziehungen und Machtstrukturen vernachlässigt.

Was versteht Rawls unter dem „Schleier des Nichtwissens“?

Es handelt sich um ein Gedankenexperiment, in dem Individuen im Urzustand ihre eigene soziale Stellung, ihre Fähigkeiten und Präferenzen nicht kennen, um so eine faire und unparteiische Einigung auf Gerechtigkeitsprinzipien zu ermöglichen.

Inwiefern unterscheidet sich Youngs Verständnis von „sozialen Gruppen“?

Young definiert soziale Gruppen nicht über freiwillige Mitgliedschaft, sondern durch eine gemeinsame Identität und die Positionierung von Individuen in sozialen Beziehungen, welche nicht ignoriert, sondern anerkannt werden sollten.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Iris Marion Young und der Umgang mit Unterschieden zwischen Menschen. Politik der Gleichheit oder Politik der Differenz?
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
unbenotet
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
13
Katalognummer
V1389719
ISBN (eBook)
9783346936615
ISBN (Buch)
9783346936622
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politische Theorie Gerechtigkeit Gleichheit Differenz Unterschiede Iris Marion Young John Rawls
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Die Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Iris Marion Young und der Umgang mit Unterschieden zwischen Menschen. Politik der Gleichheit oder Politik der Differenz?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1389719
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Leseprobe aus  13  Seiten
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