Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

Der eliminative Materialismus nach Paul M. Churchland. Analysen und Kritik

Titel: Der eliminative Materialismus nach Paul M. Churchland. Analysen und Kritik

Seminararbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 2

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit behandelt das Leib-Seele-Problem in der Philosophie des Geistes und den eliminativen Materialismus als radikale Antwort darauf. Anhand von Paul M. Churchlands Ansatz aus dem Jahr 1981 wird der eliminative Materialismus erläutert, analysiert und mit Kritik konfrontiert.

Im Rahmen dieser Seminararbeit soll der eliminative Materialismus nach der Auffassung von Paul Churchland dargestellt und analysiert und der entgegengebrachten Kritik gegenübergestellt werden. Ebenso soll durch die dargelegten Einwände veranschaulicht werden, warum der eliminative Materialismus als Position zurückgewiesen werden kann.

Um eine Grundlage für das Verständnis dieser radikalen Position zu schaffen, werden zu Beginn das Leib-Seele-Problem in der Philosophie sowie dessen bekanntesten Lösungsansätze erläutert. Im Anschluss daran wird eine kurze Beschreibung des Materialismus vorgenommen. Nachfolgend wird Paul M. Churchlands Ansatz des eliminativen Materialismus genauer dargelegt, sodass im nachfolgenden Kapitel auf verschiedene Einwände gegen diese Position eingegangen werden kann. Zuletzt wird versucht, die Forschungsfrage dieser Arbeit "Weshalb kann der eliminative Materialismus als Position zurückgewiesen werden?" zu beantworten.

Die Philosophie des Geistes ist durch ein ontologisches Grundproblem gekennzeichnet: dem Leib-Seele-Problem. Dabei geht es um die Beziehung bzw. das Verhältnis zwischen dem Physischen und dem Psychischen. Es wird somit der Frage nachgegangen, ob geistige Zustände wie Empfindungen auf physikalische Prozesse zurückzuführen sind oder ob diese als etwas Eigenständiges außerhalb der materiellen Welt aufgefasst werden können. Die Antworten auf diese Frage sind entweder monistisch oder dualistisch. Erstere Auffassung wird vor allem von Materialisten vertreten. Eine sehr radikale Sichtweise in Bezug auf diese Frage nimmt der eliminative Materialismus ein, der den "geradlinigsten, einfachsten und direktesten" Lösungsweg für das Leib-Seele-Problem liefert. Nach dieser Position existieren mentale Zustände ebenso wenig wie Hexen und Geister.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzdarstellung des Leib-Seele-Problems als Grundlage der Diskussion des eliminativen Materialismus

3. Materialismus

4. Eliminativer Materialismus

4.1 Die Alltagspsychologie ist eine falsche Theorie

5. Einwände gegen den eliminativen Materialismus

5.1 Der Einwand der Inkohärenz

5.2 Der Einwand der Erlebnisqualitäten

5.3 Der Einwand gegen die Alltagspsychologie als empirische Theorie

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Position des eliminativen Materialismus nach Paul M. Churchland auseinander, untersucht dessen Argumentationsstruktur und analysiert zentrale Einwände, um die Forschungsfrage zu beantworten, weshalb diese Position als zurückgewiesen betrachtet werden kann.

  • Grundlagen des Leib-Seele-Problems in der Philosophie
  • Einführung und Analyse des eliminativen Materialismus
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These der Alltagspsychologie
  • Diskussion zentraler philosophischer Einwände (Inkohärenz, Qualia, Empirie)
  • Evaluation des Reduktionismus in der Geisteswissenschaft

Auszug aus dem Buch

5.1 Der Einwand der Inkohärenz

Zahlreiche Autoren wie Boghossian (1990, 1991) brachten den Einwand vor, dass sich der eliminative Materialismus gewissermaßen selbst widerlegt, da diese Theorie selbst die Existenz geistiger Phänomene erfordert. (Ramsey, 2003) Auch Metzinger (2007b, S. 184-185) spricht dieses Problem der Inkohärenz an, die zahlreiche Fragen aufwirft: Wenn mentale Zustände, die eine Bedeutung besitzen, nicht existieren, wie entwickelt sich der eliminative Materialismus weiter, ohne die Kritiker von etwas überzeugen zu wollen? Wie ist das eigene Sprachverhalten zu erklären? Kann das Wort „Ich“ aus der Sprache entfernt werden? Können Grunde für die eigene These genannt werden, ohne davon auszugehen, dass andere Personen Erwartungen und Überzeugungen besitzen?

Die Aussage, dass geistige Zustände nicht exisiteren, ist nur dann überzeugend, wenn sie Ausdruck einer bestimmten Überzeugung oder Sprachkenntnis ist. Wenn diese Ausssage aber wahr sein sollte, dann existieren keine geistigen Zustände und folglich ist die Aussage nur eine bedeutungslose Abfolge von Zeichen oder Geräuschen, die aufgrund dessen auch nicht wahr sein kann. (Churchland, 1988, S. 48) Der Eliminiative Materialismus beruft sich dabei somit auf Fähigkeiten oder Aktivitäten, die gerade in der Alltagspsychologie dominieren und die die Existenz von Glauben und Überzeugungen voraussetzen. Denn damit ein Eliminativist seine Aussage bzw. seinen Ansatz ausführen kann, muss er auf die vorhandene Alltagssprache zurückgreifen. Es wird somit etwas vorausgesetzt, das eigentlich widerlegt werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Leib-Seele-Problem ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den eliminativen Materialismus nach Churchland kritisch zu analysieren.

2. Kurzdarstellung des Leib-Seele-Problems als Grundlage der Diskussion des eliminativen Materialismus: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die philosophische Debatte zum Verhältnis von Körper und Geist als Einstieg in die materialistische Diskussion.

3. Materialismus: Hier werden die Grundannahmen des Materialismus dargelegt, der physische Materie als einzig existentiell anerkennt.

4. Eliminativer Materialismus: Das Kapitel stellt die radikale These vor, dass mentale Zustände nicht existieren und unsere Alltagspsychologie eine irreführende, falsche Theorie darstellt.

4.1 Die Alltagspsychologie ist eine falsche Theorie: Hier wird detailliert begründet, warum die Alltagspsychologie nach Churchland durch neurowissenschaftliche Konzepte ersetzt werden sollte.

5. Einwände gegen den eliminativen Materialismus: Dieser Abschnitt dient der kritischen Reflexion und führt verschiedene philosophische Gegenargumente auf.

5.1 Der Einwand der Inkohärenz: Es wird diskutiert, ob sich der eliminative Materialismus durch die Inanspruchnahme intentionaler Sprache selbst performativ widerspricht.

5.2 Der Einwand der Erlebnisqualitäten: Hier steht die Problematik im Fokus, dass subjektives Erleben (Qualia) nicht vollständig auf neuronale Prozesse reduziert werden kann.

5.3 Der Einwand gegen die Alltagspsychologie als empirische Theorie: Es wird hinterfragt, ob die Alltagspsychologie überhaupt als empirische Theorie gilt, die widerlegt werden kann, oder ob sie eher einen unverzichtbaren Bezugsrahmen darstellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die extreme Position des eliminativen Materialismus letztlich an der Komplexität des Leib-Seele-Problems scheitert.

Schlüsselwörter

Eliminativer Materialismus, Leib-Seele-Problem, Alltagspsychologie, Paul M. Churchland, Philosophie des Geistes, Qualia, mentale Zustände, Inkohärenz, Reduktionismus, Neurobiologie, Bewusstsein, Theorieersetzung, Rationalität, Subjektivität, Materialismus.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht kritisch die Position des eliminativen Materialismus nach Paul M. Churchland und analysiert dessen Argumente, um zu klären, warum diese starke materialistische Position als wissenschaftlich unzureichend oder zurückweisbar gilt.

Welche wissenschaftliche Position vertritt Churchland?

Churchland vertritt den eliminativen Materialismus, welcher behauptet, dass mentale Zustände nicht existieren und die Alltagspsychologie als Theorie durch die Neurowissenschaft ersetzt werden sollte.

Was versteht man unter dem Begriff „Alltagspsychologie“ in diesem Kontext?

Es handelt sich um das alltägliche Begriffsgerüst, mit dem Menschen sich selbst und andere durch mentale Zustände wie Wünsche, Überzeugungen und Ängste erklären.

Mit welcher Methode arbeitet die Untersuchung?

Die Arbeit verwendet eine philosophisch-analytische Methode, um die theoretische Konsistenz von Churchlands Thesen zu prüfen und sie mit Gegenpositionen wie dem Funktionalismus zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in Materialismus und Leib-Seele-Problem, die Darstellung der eliminativen Position und die ausführliche Diskussion dreier zentraler Einwände: Inkohärenz, Erlebnisqualitäten und die theoretische Fundierung der Alltagspsychologie.

Welche zentrale Forschungsfrage leitet die Seminarausarbeitung?

Die Forschungsfrage lautet: „Weshalb kann der eliminative Materialismus als Position zurückgewiesen werden?“

Welche Bedeutung haben „Qualia“ für die Widerlegung des eliminativen Materialismus?

Qualia, also die subjektive Erlebnisqualität, stellen nach Ansicht vieler Kritiker eine Evidenz dar, die sich trotz Fortschritten der Neurowissenschaft nicht vollständig in physikalischen Prozessen auflösen lässt.

Warum wird dem eliminativen Materialismus Inkohärenz vorgeworfen?

Kritiker argumentieren, dass ein Eliminativist, wenn er seine Theorie formuliert und verteidigt, zwangsläufig intentionale Begriffe verwendet, deren Existenz er gleichzeitig leugnet, was zu einem Selbstwiderspruch führt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der eliminative Materialismus nach Paul M. Churchland. Analysen und Kritik
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Theoretische Psychologie: Ausgewählte philosophische Perspektiven
Note
2
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1382899
ISBN (eBook)
9783346928887
ISBN (Buch)
9783346928894
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Paul M. Churchland, eliminativer Materialismus Leib-Seele-Problem, Alltagspsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Der eliminative Materialismus nach Paul M. Churchland. Analysen und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1382899
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum