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Der Missionsbarock der Jesuiten in Paraguay am Beispiel der Musik

Titel: Der Missionsbarock der Jesuiten in Paraguay am Beispiel der Musik

Hausarbeit , 2008 , 10 Seiten , Note: 1

Autor:in: Veronika Pichl (Autor:in)

Geschichte - Amerika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des Missionarsbarock der Jesuiten in Lateinamerika, sowie dessen Verschmelzung mit den indigenen Musiktraditionen der Guarani und Moxoindianer auseinandergesetzt, welches die Lebensverhältnisse der Reduktionen auf künstlerischer Ebene widerspiegelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 .Vorwort

2. Die Jesuiten in Lateinamerika

3. Der Missionsbarock

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Missionsbarocks der Jesuiten in Lateinamerika, wobei der Fokus auf der Verschmelzung europäischer Barockmusik mit den indigenen Musiktraditionen der Guaraní und Moxoindianer liegt, um die künstlerische Widerspiegelung der Lebensverhältnisse in den jesuitischen Reduktionen zu beleuchten.

  • Die Gründung und Organisationsstruktur der Jesuiten in Lateinamerika.
  • Das Konzept der jesuitischen Reduktionen als „Heiliges Experiment“.
  • Die pädagogisch-missionarische Funktionalisierung von Musik zur Glaubensvermittlung.
  • Musikalische Merkmale und die Entwicklung des „Missionsbarocks“.
  • Die Rolle zentraler Akteure und Komponisten wie Dominico Zipoli.

Auszug aus dem Buch

3. Der Missionsbarock

Die Musik betreffend kann man bei den Jesuiten einen spezifischen Umgang mit dem Thema erkennen. Bis zur Aufhebung des Ordens 1773 können mehrer Stadien beobachtet werden. Einem anfänglichen Verbot des liturgischen Musizierens folgt eine Integration zeitgenössischer Musik in den Unterricht, das von einer pädagogisch-missionarischen Funktionalisierung der Musik in den Kolonialprovinzen abgelöst wird.

„Jesuita non cantat“

Loyola selbst empfand die Instrumentalmusik mit der Liturgie nur als schwer vereinbar. In den Konstitutionen des Ordens wurde festgelegt, dass seine Mitglieder keine Instrumentalmusik ausüben durften. Die Idee keinen Mönchsorden sondern einen in der Welt tätigen Orden zu formieren, spiegelt sich in dieser Ablehnung der Ausschmückung der Liturgie durch Musik wieder. Die Volksmission spielte aber bei den Jesuiten eine große Rolle und man erkannte, dass die Verknüpfung der Predigt mit Mission, Gebet und Musik zu einer Einheit und die Betonung der Verbindung zum Gottesdienst bei der Missionstätigkeit von Vorteil sein könnte. Die Jesuiten entwickelten eigene Gesangsbücher, die Kirchenlieder in der jeweiligen Landessprache enthielten. Der Orden revidierte bald die Meinung seines Gründers und wandte sich der Pflege des geistlichen Liedes besonders in der Volkssprache zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1 .Vorwort: Einleitung in die Thematik der Verbindung von jesuitischer Missionierung und Musiktraditionen sowie Darlegung der Forschungsabsicht.

2. Die Jesuiten in Lateinamerika: Historischer Überblick über die Gründung des Ordens und die Etablierung sowie Organisation der autonomen Jesuitenreduktionen.

3. Der Missionsbarock: Analyse der musikalischen Entwicklung, der Integration indigener Elemente und der Rolle der Musik als Instrument der Bekehrung.

Schlüsselwörter

Jesuiten, Missionsbarock, Lateinamerika, Reduktionen, Musiktradition, Guaraní, Moxoindianer, Generalbass, Dominico Zipoli, Synkretismus, Evangelisierung, Liturgie, Kultur, Kolonialgeschichte, Musikgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kulturellen und musikalischen Symbiose, die durch die Missionstätigkeit der Jesuiten in Lateinamerika entstand, insbesondere im Bereich des sogenannten Missionsbarocks.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die jesuitische Organisationsform der Reduktionen, die soziokulturelle Integration der indigenen Bevölkerung sowie die spezifische Entwicklung und Bedeutung der Musik in diesem Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse, wie Musik als pädagogisches und religiöses Mittel zur Bekehrung genutzt wurde und wie dabei eine neue, synkretistische Musikform zwischen europäischem Barock und indigenen Traditionen entstand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historisch-musikwissenschaftliche Analyse, die Literaturquellen und dokumentierte Bestände aus Klosterarchiven in Paraguay und Bolivien auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Jesuitenordenstätigkeit in Lateinamerika und eine detaillierte musikalische Untersuchung des Missionsbarocks, inklusive technischer und funktionaler Merkmale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Jesuitismus, Missionsbarock, indigene Musiktraditionen, Reduktionen, Synkretismus und die musikalische Praxis in den Kolonialprovinzen.

Welche Rolle spielte der Generalbass für den Missionsbarock?

Der Generalbass war das zentrale musikalische Element, das aufgrund seiner improvisatorischen Natur die Verbindung zwischen europäischer Kompositionstechnik und den Elementen der indianischen Musiktradition erheblich erleichterte.

Wie ist das Schicksal der Reduktionen nach 1767 zu bewerten?

Die Reduktionen wurden aufgrund politischer Verwicklungen und dem Widerstand europäischer Mächte verboten und aufgelöst, was sowohl das Ende des wirtschaftlichen Experiments als auch der spezifischen musikalischen Blütezeit in dieser Form bedeutete.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Missionsbarock der Jesuiten in Paraguay am Beispiel der Musik
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Veronika Pichl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
10
Katalognummer
V138259
ISBN (Buch)
9783640468690
ISBN (eBook)
9783640468904
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Missionsbarock Jesuiten Paraguay Beispiel Musik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Veronika Pichl (Autor:in), 2008, Der Missionsbarock der Jesuiten in Paraguay am Beispiel der Musik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/138259
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Leseprobe aus  10  Seiten
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