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Schule und christliche Werte

Christliche Werte und ihr Einfluss auf das deutschsprachige Volksschulsystem des Kantons Bern zwischen 1950 und 1995

Title: Schule und christliche Werte

Diploma Thesis , 1996 , 154 Pages , Grade: 5.5

Autor:in: lic.päd. Daniel Kummer (Author)

Pedagogy - General

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Summary Excerpt Details

Hat der Einfluss das Christentum auf die Schule abgenommen? In dieser Arbeit betrachtete ich die Schulgesetzdiskussion, die Lehrpläne und einige Lehrmittel im Zeitraum von 1950 bis 1995, beschränkt auf den Kanton Bern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

TEIL I: THEORETISCHE GRUNDLAGEN

EINLEITUNG

PROBLEMSTELLUNG

ZENTRALE BEGRIFFE

WERTE UND IHRE FUNKTION IN DER BILDUNG

EINIGE PROBLEME BEI DER POLITISCHEN UMSETZUNG VON WERTEN

ANNÄHERUNG AN DIE BEGRIFFE 'CHRISTLICH' UND 'CHRISTLICHE WERTE'

WAS VERSTEHT MAN UNTER 'SÄKULAR' UND 'SÄKULARISIERUNG'?

CHRISTLICHES WERTBEKENNTNIS UND DIE WAHRUNG DER GLAUBENS- UND GEWISSENSFREIHEIT

WAHRUNG DER GLAUBENS- UND GEWISSENSFREIHEIT BEDINGT EINE CHRISTLICHE AUSRICHTUNG DER SCHULE

WAHRUNG DER GLAUBENS- UND GEWISSENSFREIHEIT BEDINGT EINE WELTANSCHAULICH FREIE HALTUNG DER SCHULE

DISKUSSION DER BEIDEN BEITRÄGE

UNTERSUCHUNGSINSTRUMENT, UM DEN WANDEL DER PRIORITÄTWANDELS CHRISTLICHER WERTE NACHWEISEN ZU KÖNNEN

TEIL II UNTERSUCHUNG EINES PRIORITÄTENWANDELS CHRISTLICHER WERTE IN DER DEUTSCHSPRACHIGEN VOLKSSCHULE DES KANTONS BERN VON 1950 BIS 1995

ZEITRAUM UND MATERIALAUSWAHL DER UNTERSUCHUNG

KURZER EINBLICK IN DIE SCHULGESCHICHTE DES KANTONS BERN

DIE SCHULGESETZDISKUSSION VON 1950 BIS 1992

DAS SCHULGESETZ VON 1951

DIE VORBERATENDE KOMISSION

DIE DISKUSSION IM GROSSEN RAT: ERSTE LESUNG

WAS GESCHAH IM SOMMER 1951?

BERATUNG DES GESETZES ÜBER DIE MITTELSCHULEN IM JAHR 1956

DIE FÄCHERUMBENENNUNG FÜR DEN NEUEN LEHRPLAN 1983

DAS KINDERGARTENGESETZ VON 1982/83

GRUNDSÄTZE ZUR GESAMTREVISION DER BILDUNGSGESETZGEBUNG 1985

DAS VOLKSSCHULGESETZ VON 1991/92

ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT DER UNTERSUCHUNG

DIE LEHRPLÄNE DER PRIMARSCHULE 1951-1996

ALLGEMEINE RICHTLINIEN UND LEITIDEEN

DIE FÄCHERBESCHREIBUNGEN IN DEN LEHRPLÄNEN

DAS FACH RELIGION IM LEHRPLAN

DER SPRACHUNTERRICHT IM LEHRPLAN

DER REAL- ODER SACHUNTERRICHT IM LEHRPLAN

DER FRANZÖSISCHUNTERRICHT IM LEHRPLAN

DAS FACH SINGEN/MUSIK IM LEHRPLAN

UNTERSUCHUNG AUSGEWÄHLTER LEHRMITTEL VON 1950 BIS 1995

LEHRMITTEL ZUM SPRACHUNTERRICHT: SPRACHBÜCHER

LEHRMITTEL ZUM SPRACHUNTERRICHT: LESEBÜCHER

LEHRMITTEL ZUM REAL- ODER SACHUNTERRICHT

SACHLESEBUCH GEOGRAFIE

SACHLESEBUCH GESCHICHTE

SACHLESEBUCH NATURKUNDE

LEHRMITTEL ZUM GEOGRAFIEUNTERRICHT

LEHRMITTEL ZUM NATURKUNDEUNTERRICHT

LEHRMITTEL ZUM FRANZÖSISCHUNTERRICHT

LEHRMITTEL ZUM MUSIKUNTERRICHT

ZUSAMMENFASSUNG UND AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE

TEIL III CHRISTLICHE WERTE IN EINER PLURALISTISCHEN GESELLSCHAFT

BILDUNG UND IDENTITÄT

BILDUNG, WERTEWANDEL ZWEITER ART UND PLURALISMUS

MODELLE ZUR ORGANISATION DER SCHULE IN EINEM WERTPLURALISTISCHEN UMFELD

ZUR UMSETZUNG CHRISTLICHER WERTE IN DER SCHULE

AUSGESTALTUNGSFORMEN CHRISTLICHER WERTE: UMFRAGE UNTER CHRISTLICHEN SCHULINSTITUTIONEN

FAZIT DER UNTERSUCHUNG

DAS CHRISTENTUM ALS EIN MODELL FÜR DAS LEBEN IN EINER PLURALISTISCHEN GESELLSCHAFT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Wandel in der Bedeutung und Funktion christlicher Werte im deutschsprachigen Volksschulsystem des Kantons Bern im Zeitraum zwischen 1950 und 1995. Ziel ist es, nachzuweisen, ob und in welcher Weise ein Säkularisierungsprozess in den Lehrplänen, Lehrmitteln und gesetzlichen Rahmenbedingungen stattgefunden hat und wie diese christliche Prägung heute in einem pluralistischen Umfeld interpretiert werden kann.

  • Historische Analyse der Schulgesetzgebung im Kanton Bern (1950–1995)
  • Wandel der Lehrplaninhalte und der christlichen Wertvermittlung
  • Säkularisierungsprozesse in den Lehrmitteln (Sprache, Realien, Religion)
  • Rolle christlicher Werte in einer pluralistischen Gesellschaft und Identitätsbildung
  • Empirische Erhebung unter christlichen Bildungsinstitutionen zur praktischen Umsetzung

Auszug aus dem Buch

Einleitung

In verschiedenen neuen Lehrplänen wird vermehrt Werterziehung und nicht länger nur, wie vor allem in den 70er-Jahren, Wissensvermittlung in der Schule betont. Diese Tendenz wird auch von der kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz bestätigt und unterstützt. In einem Dossier zur Primarschulentwicklung in der Schweiz wird dem Lehrer explizit zugestanden, dass er Werte und Ziele in den Unterricht einbringen kann:

"Wer als Lehrer inmitten breiter Stoffkataloge und eines pluralistischen Wertangebotes an ein paar wichtige Ziele und Werte stark glauben kann, ist belastbarer. Das wiederum setzt eine Schule voraus, welche eine solche Ziel- und Wertgewichtung erlaubt und fördert" (HELLER 1986, 131).

Ein Artikel über die Weltkonferenz der Lehrer bestätigt diese Richtung:

"Die Vorstellung von neutralem Lehrverhalten ist absurd, weil alles Lehren wertgeladen ist. Selbst wenn Neutralität möglich wäre, würde sie den Interessen der Schüler zuwiderlaufen: Die Schüler würden allein gelassen in einer Welt, welche von vielfältigen und widersprüchlichen Wertangeboten geprägt ist... Erziehende müssen dellhaft in ihrem Wissen, in ihren Fertigkeiten und Einstellungen die Werte vorleben, wie sie in der Menschenrechtserklärung niedergelegt sind" (SLZ 1. Dez. 1988).

Diese Neuorientierung bestätigen verschiedene neue Autoren, wie zum Beispiel LEMKE (1993) und PALMER (1991), die sich kritisch mit der Stellung von (religiösen) Werten in der Schule auseinandersetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

TEIL I: THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erarbeitet die begrifflichen Voraussetzungen und das theoretische Umfeld zur Diskussion über Werte, Säkularisierung und christliche Erziehung.

TEIL II UNTERSUCHUNG EINES PRIORITÄTENWANDELS CHRISTLICHER WERTE IN DER DEUTSCHSPRACHIGEN VOLKSSCHULE DES KANTONS BERN VON 1950 BIS 1995: Der Hauptteil analysiert chronologisch die gesetzlichen Grundlagen, Lehrpläne und Lehrmittel hinsichtlich ihres christlichen Bezugs.

TEIL III CHRISTLICHE WERTE IN EINER PLURALISTISCHEN GESELLSCHAFT: Dieser Abschnitt reflektiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund aktueller Identitätsbildung und diskutiert Modelle für die schulische Organisation in einem wertpluralistischen Kontext.

Schlüsselwörter

Christliche Werte, Volksschulsystem, Kanton Bern, Säkularisierung, Lehrplan, Lehrmittel, Werterziehung, Pluralismus, Identitätsbildung, Religionsunterricht, Schulgesetzgebung, Christentum, Bildungsziele, Wertepluralismus, Schulentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss christliche Werte auf das öffentliche Volksschulwesen des Kantons Bern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten und ob diese über die Jahrzehnte abgenommen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse der Schulgesetzgebung, der Wandel von Lehrplänen und die Untersuchung von Lehrmitteln in verschiedenen Schulfächern im Hinblick auf ihre christlich-religiöse Ausrichtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage ist, ob ein Säkularisierungsprozess in der Schule nachgewiesen werden kann und wie sich die Prioritätensetzung christlicher Werte in einem pluralistischen gesellschaftlichen Kontext verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet einen hermeneutischen Ansatz zur Text- und Dokumentenanalyse der Gesetzestexte und Lehrpläne sowie eine empirische Umfrage unter christlichen Privatschulen zur Ergänzung der Analysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Aufarbeitung der Schulgesetzdiskussion (1950-1992), die detaillierte Untersuchung der Lehrpläne für verschiedene Fächer sowie die Analyse von Lehrmitteln in Fächern wie Sprache, Realien und Musik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Säkularisierung, christliche Werte, Lehrplananalyse, Wertewandel, Pluralismus und Identitätsbildung charakterisiert.

Wie wurde der Säkularisierungsprozess in den Fächern nachgewiesen?

Der Autor konnte durch den Vergleich der Lehrpläne von 1951 bis 1996 aufzeigen, dass explizit christliche Formulierungen zunehmend durch allgemeinere Begriffe wie 'Lebensgestaltung', 'Natur' oder 'Kultur' ersetzt wurden.

Welche Rolle spielen christliche Privatschulen in dieser Untersuchung?

Sie dienen als Vergleichsinstanz, um zu sehen, wie die Umsetzung christlicher Werte heute in Institutionen mit mehr Freiraum gehandhabt wird und welche Herausforderungen dabei im Kontext der staatlichen Anforderungen entstehen.

Excerpt out of 154 pages  - scroll top

Details

Title
Schule und christliche Werte
Subtitle
Christliche Werte und ihr Einfluss auf das deutschsprachige Volksschulsystem des Kantons Bern zwischen 1950 und 1995
College
University of Bern
Grade
5.5
Author
lic.päd. Daniel Kummer (Author)
Publication Year
1996
Pages
154
Catalog Number
V138224
ISBN (Book)
9783640470778
ISBN (eBook)
9783640470792
Language
German
Tags
Schule Werte Christliche Werte Einfluss Volksschulsystem Kantons Bern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
lic.päd. Daniel Kummer (Author), 1996, Schule und christliche Werte, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/138224
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