Das Thema dieser Hausarbeit bezieht den Hintergrund des Menschen sowie dessen Auswirkung auf die Präsenz der Person im Hier und Jetzt ein. Die Forschungsfrage bezieht sich auf das fiktive Fallbeispiel des 17-jährigen Jungen Mehmet: Was zeigt das Fallbeispiel darüber, wie sich der Migrationshintergrund auf die Kommunikation zwischen Mitschülern auswirken kann? Anhand dieses Beispiels werden die vorliegenden Probleme in der sozialen Interaktion analysiert und anschließend mit einem möglichen Lösungsansatz die Forschungsfrage beantwortet. Dabei wird auf die verschiedenen sozialen Verhaltensweisen von den Mitschülerinnen und Mitschülern sowie von Mehmet eingegangen.
Absichtlich habe ich mich für das fiktive Beispiel entschieden, weil ich ursprünglich den Fall einer Verwandten analysieren wollte. Dies wurde aber, aufgrund von Datenschutz, von der Verwandten nicht genehmigt. Ich machte mich auf der Suche nach einem Fallbeispiel, das mit ihrem Fall so weit es geht übereinstimmte und wurde dann mit dem Fallbeispiel von Mehmet fündig. Trotz der Fiktion habe ich mich somit für dieses Fallbeispiel entschieden, weil es zu einem fast identisch mit dem Fall meiner Verwandten ist und zum anderen ich sehr viele Parallelen zu meiner eigenen Situation gesehen habe. Außerdem stützen die Autoren des Fallbeispiels Mehmets sich auf wahre Begebenheiten und haben sich auf reale Vorfälle bezogen, diese letztendlich als ein fiktives Beispiel zusammengefügt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Fiktives Fallbeispiel Mehmet
2.1 Hilfsbereitschaft von Mitschülern
2.1.1 Erste Aussage einer Mitschülerin
2.1.2 Zweite Aussage einer anderen Mitschülerin
2.2 Familiäre Unterstützung
3 Auswirkung auf die schulische Interaktion
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht mittels eines fiktiven Fallbeispiels, inwieweit ein Migrationshintergrund die schulische Interaktion und Kommunikation zwischen Schülern beeinflusst und welche Rolle soziale Mechanismen dabei spielen.
- Sozialpsychologische Analyse schulischer Interaktionen
- Einfluss von Vorurteilen und sozialer Distanzierung
- Bedeutung sprachlicher Kompetenzen für den Schulerfolg
- Auswirkung mangelnder familiärer Unterstützung
- Mechanismen prosozialen Verhaltens unter Mitschülern
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Erste Aussage einer Mitschülerin
„Naja, die meisten Ausländer versuchen doch erst garnicht sich anzupassen, unsere Kultur und Sprache zu lernen“. (C.Fischer & S.Thormann, 2013, o.S, Z. 37-38) Dieser Kommentar einer Mitschülerin von Mehmet zeigt, dass die Mitschülerin trotz ihrer Einschätzung, dass die meisten Ausländer die Integration ablehnen, das Problem und den Willen Mehmets erkennt und auch die Beurteilung der Deutschlehrerin als ungerecht einstuft. Diese zwei Schritte, der Einstufung eines Verhaltens als ungerecht und das Mitleid empfinden mit Menschen, sind die Vorstufen des prosozialen Verhaltens. (H.W.Bierhoff & R. Klein, 1990) Eine Absicht zur tatsächlichen Hilfe wird hier aber nicht von ihr angeboten. (C.Fischer & S.Thormann, 2013) Dieses Handeln der Mitschülerin kann aber nicht als verweigerte Hilfestellung gedeutet werden, weil ihre wahre Absicht, ob sie Mehmet helfen möchte oder nicht, mit ihrer Aussage nicht bekannt gegeben wird. Daher würde es sich hier, falls es zu einer Hilfestellung kommen sollte um ein prosoziales Verhalten aus Altruismus handeln, weil sie selber keinen Gewinn daraus machen würde in erster Hinsicht. (C.Biniossek, 2019)
Die Auswirkung auf die Kommunikation zwischen der Mitschülerin und Mehmet wird hier durch Mehmets Migrationshintergrund beeinflusst, obwohl zu bedenken ist, dass Mehmet die deutsche Sprache beherrscht und sich mit ihr verständigen kann. Da es jedoch um die fehlende Kompetenzen von Mehmet im Deutschunterricht, die letztendlich seine schlechte Note verursachen, spielt der Migrationshintergrund eine ziemlich bedeutende Rolle und ist auch die Ursache seiner Defizite in der deutschen Sprache. (C.Fischer & S.Thormann, 2013)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Migrationshintergrunds für schulische Interaktionen und stellt die Forschungsfrage anhand eines Fallbeispiels vor.
2 Fiktives Fallbeispiel Mehmet: Dieses Kapitel führt den Fall des 17-jährigen Mehmet ein und analysiert die soziale Dynamik sowie die familiäre Situation des Jungen.
2.1 Hilfsbereitschaft von Mitschülern: Hier werden spezifische Aussagen von Klassenkameraden im Kontext von Misserfolgen des Schülers und sozialem Verhalten untersucht.
2.1.1 Erste Aussage einer Mitschülerin: Analyse einer Kommentaräußerung, die trotz erkannter Ungerechtigkeit keine aktive Hilfestellung nach sich zieht.
2.1.2 Zweite Aussage einer anderen Mitschülerin: Untersuchung von Vorurteilen gegenüber Migranten und deren Einfluss auf das Selbstbewusstsein und die soziale Interaktion.
2.2 Familiäre Unterstützung: Erörterung der Bedeutung familiärer Rückhalt und der Rollenverteilung im Elternhaus für den schulischen Erfolg des Schülers.
3 Auswirkung auf die schulische Interaktion: Zusammenfassung der Faktoren, die soziale Interaktionen in der Schule negativ beeinflussen, insbesondere bei sprachlichen Defiziten.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und bestätigt den Einfluss des Migrationshintergrundes sowie der familiären Situation auf die schulische Kommunikation.
Schlüsselwörter
Migrationshintergrund, Sozialpsychologie, schulische Interaktion, Kommunikation, Fallbeispiel, Vorurteile, Integration, prosoziales Verhalten, Schulerfolg, Sprachkenntnisse, Defizite, Ausgrenzung, familiäre Unterstützung, Klassenkameraden, Sozialisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Der Fokus liegt auf der Analyse, wie sich ein Migrationshintergrund auf die Kommunikation und Interaktion zwischen Schülern innerhalb des Schulalltags auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt Themen wie soziale Ausgrenzung, Vorurteile gegenüber Migranten, prosoziales Verhalten, familiäre Erwartungshaltungen und die Bedeutung der deutschen Sprache für den Bildungserfolg.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, unter Einbeziehung eines fiktiven Fallbeispiels zu beleuchten, wie der Migrationshintergrund die Interaktionsqualität zwischen Schülern prägt oder beeinträchtigt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer sozialpsychologischen Analyse, die ein fiktives Fallbeispiel heranzieht und durch aktuelle Fachliteratur zu Migration, Kommunikation und Integration stützt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Reaktionen von Mitschülern auf die schulischen Probleme Hauptakteurs, die Rolle von Vorurteilen sowie den signifikanten Einfluss der familiären Unterstützung auf die psychische Verfassung des Schülers.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Migrationshintergrund, schulische Interaktion, soziale Distanzierung, prosoziales Verhalten und Bildungsbenachteiligung.
Warum wurde ein fiktives Fallbeispiel anstelle eines realen Falls gewählt?
Aus Datenschutzgründen konnte ein ursprünglich angedachter Fall aus dem privaten Umfeld nicht verwendet werden, woraufhin auf eine publizierte Fallstudie zurückgegriffen wurde.
Welche Rolle spielt die Sprache im Fall Mehmet?
Obwohl der Schüler die deutsche Sprache grundsätzlich beherrscht, führen Defizite im Deutschunterricht zu Misserfolgen, die wiederum die soziale Interaktion und die Hilfsbereitschaft der Mitschüler negativ beeinflussen.
Welchen Einfluss haben die Kommentare der Mitschülerinnen auf Mehmet?
Die Kommentare führen bei Mehmet zur Verunsicherung, fördern Selbstzweifel und das Gefühl sozialer Ausgrenzung, was sein Selbstbewusstsein spürbar schwächt.
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- Anonym (Author), 2020, Einfluss des Migrationshintergrundes auf die Kommunikation zwischen Mitschülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1381874