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Die Selbstinszenierung Kleopatras VII. als Göttin Isis

Titel: Die Selbstinszenierung Kleopatras VII. als Göttin Isis

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2023 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Aileen Sophie Ernst (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit betrachtet die ptolemäische Königin Kleopatra VII. in ihrer Selbstinszenierung als Göttin Isis sowie die griechisch-römische und die indigene Wahrnehmung jener Inszenierung. Es wird die Frage untersucht, inwiefern sich diese beiden Wahrnehmungen unterscheiden und wie maßgebend der Isiskult nicht nur in Ägypten, sondern auch in Rom und dem europäischen Kontinent Einfluss nahm und inwieweit Kleopatra ihre Macht mithilfe dieses Kultes legitimierte.

Die Person Kleopatra fasziniert nicht nur Historiker seit Jahrhunderten, sie inspiriert bis heute die Kunst-, Film- und Literaturwelt wie kaum eine andere Königin. Zumeist reduziert auf ihr Verhältnis zu den römischen Größen Caesar und Marcus Antonius, haftet an Kleopatra das augusteisch geprägte Bild einer "Femme Fatale", einer Personifikation von Verführung und Unsittlichkeit. Dass Kleopatra aber viel mehr als eine schöne, fremdländische Königin mit einflussreichen Liebschaften ist, zeigt die jüngere Forschung in kritischer Auseinandersetzung mit den Quellen, die die Perspektive einer Göttin, Königin, Pharaonenmutter und Politikerin eröffnen. Als Frau an der Spitze eines Königreiches, in dem der Titel Pharao lediglich für Männer zugänglich ist, schafft sie es, sich selbst als die Gottheit Isis zu inszenieren und somit die Mythologie und Theologie Ägyptens zu nutzen, um sich als Herrscherin zu legitimieren und politische Macht sowie den Isiskult und damit ihre eigene Person weit über die Grenzen ihres Königreiches auszuweiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Eine ptolemäische Königstochter

2. Isis – Die ägyptische Göttin in der Welt der Ptolemäer

3. Kleopatra VII. Philopator als Nea Isis

3. 1. Kleopatra in der Rolle der Isis in Ägypten

3. 2. Kleopatra als Isis in der Fremdwahrnehmung

3. 3. Kleopatra und Antonius alias Isis-Aphrodite und Osiris-Dionysos

3. 4. Die Rolle Kleopatras in der Ausbreitung des Isiskults

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Selbstinszenierung der ptolemäischen Königin Kleopatra VII. als Göttin Isis und analysiert, wie diese Adaption in Ägypten sowie in der griechisch-römischen Welt wahrgenommen wurde. Zentrales Forschungsinteresse ist dabei die Frage nach der politischen Legitimation durch diesen Kult und dessen Einfluss auf die Machtstrukturen der damaligen Zeit.

  • Politische Instrumentalisierung des Isiskultes durch Kleopatra VII.
  • Gegenüberstellung von Selbstbild und Fremdwahrnehmung (indigen vs. römisch)
  • Die dynastische Verbindung von Kleopatra, Caesar und Antonius im Kontext religiöser Symbolik
  • Die Ausbreitung des Isiskultes im Mittelmeerraum
  • Quellenkritische Auseinandersetzung mit der augusteischen Propaganda

Auszug aus dem Buch

3. 1. Kleopatra in der Rolle der Isis in Ägypten

Nahezu 22 Jahre lang regiert Kleopatra das ägyptische Königreich. Ihre Regentschaft fällt in eine Zeit des Umbruchs und das Ende ihrer Herrschaft ist auch das Ende der Ptolemäerdynastie – im Jahr 30 v. Chr. wird Ägypten zur römischen Provinz. Die indigene Wahrnehmung Kleopatras und ihrer Regentschaft zu untersuchen, ist aufgrund der bereits erwähnten Problematik, dass es zu der Königin keine ägyptische Quellen gibt, sehr schwierig. Auch die Forschung hat sich deshalb vornehmlich mit der Interpretation römischer und griechischer Quellen über Kleopatra auseinandergesetzt und die indigene Wahrnehmung vernachlässigt, da diese kaum zu erschließen ist. Es lassen sich dennoch auch mit Hilfe nicht-ägyptischer literarischer Quellen, ägyptischer Münzen, Statuen, Stelen und demotischer Quellen gewisse Aussagen treffen. Dabei muss vorweggenommen werden, dass es keine trennscharfe Linie zwischen Kleopatras Isis-Inszenierung in Ägypten und außerhalb gibt, da diese Verkörperung Teil ihrer innen- und Außenpolitik, war: „Kleopatra trug damals wie sonst, wenn sie vor das Volk trat, die heilige Tracht der Isis und führte die Regierungsgeschäfte als „neue Isis“.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas, der Fragestellung zur Machtlegitimation durch den Isiskult sowie eine kritische Hinterfragung der Quellenlage.

1. Eine ptolemäische Königstochter: Überblick über die Herkunft, die familiären Hintergründe und das frühe strategische Kalkül der jungen Kleopatra.

2. Isis – Die ägyptische Göttin in der Welt der Ptolemäer: Analyse der mythologischen und theologischen Wurzeln des Isiskults und dessen zunehmender Hellenisierung.

3. Kleopatra VII. Philopator als Nea Isis: Zentrale Untersuchung, wie Kleopatra ihre Rolle als Verkörperung der Isis für ihre politische Herrschaft in Ägypten und Rom nutzte.

3. 1. Kleopatra in der Rolle der Isis in Ägypten: Analyse der lokalen Inszenierung und der dynastischen Absicherung durch die Verbindung zum Kult.

3. 2. Kleopatra als Isis in der Fremdwahrnehmung: Betrachtung der römischen Reaktion und der politischen Umdeutung durch Gegner wie Octavian/Augustus.

3. 3. Kleopatra und Antonius alias Isis-Aphrodite und Osiris-Dionysos: Erörterung der hochpolitischen Symbolik der Verbindung von Kleopatra und Marcus Antonius als göttliches Paar.

3. 4. Die Rolle Kleopatras in der Ausbreitung des Isiskults: Bewertung der Bedeutung der Königin für die Verbreitung des Kultes über die Grenzen Ägyptens hinaus.

4. Schlusswort: Zusammenfassende Einschätzung von Kleopatra als kluge Politikerin, die bewusst theologische Konzepte zur Stärkung ihrer Souveränität einsetzte.

Schlüsselwörter

Kleopatra VII., Isis, Isiskult, Ptolemäer, Machtlegitimation, Marcus Antonius, Julisch-claudische Propaganda, Ägypten, Hellenismus, Herrscherkult, Quellenkritik, Caesarion, Nea Isis, Römische Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Selbstinszenierung von Kleopatra VII. als ägyptische Göttin Isis und untersucht, wie dieses Konzept zur politischen Machtlegitimation im Spannungsfeld zwischen Ägypten und dem Römischen Reich eingesetzt wurde.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Neben der religionsgeschichtlichen Analyse des Isiskults stehen die politische Strategie Kleopatras, die Rolle der augusteischen Propaganda sowie die dynastische Identitätspolitik der Ptolemäerkönigin im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Kleopatra jenseits des populären Klischees der „Femme Fatale“ als versierte politische Akteurin zu zeigen, die theologische Symbole strategisch zur Herrschaftssicherung nutzte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine althistorische Analyse, die mit einer intensiven Quellenkritik arbeitet, um antike (vor allem griechisch-römische) Überlieferungen zu dekonstruieren und mit archäologischen Zeugnissen wie Münzen und Inschriften abzugleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der göttlichen Inszenierung in Ägypten, die Fremdwahrnehmung in Rom sowie die symbolische Identifikation mit Isis und Osiris in der Beziehung zu Marcus Antonius.

Wie lässt sich die Autorin in Bezug auf die Quellenlage einordnen?

Die Arbeit hinterfragt kritisch die augusteische Propaganda, die Kleopatra als exotisches, moralisch verwerfliches „Anderes“ darstellt, und ordnet dies in den Kontext patriarchaler Machtstrukturen der Antike ein.

Warum spielt der Sohn der Königin, Caesarion, eine so bedeutende Rolle in der Argumentation?

Caesarion wird als lebendes Bindeglied zwischen ägyptischer göttlicher Legitimation und römischem Machtanspruch dargestellt, dessen Namensgebung („Pharao Kaisar“) das politische Kalkül Kleopatras verdeutlicht.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Octavian in diesem Kontext?

Octavian wird als Gegenspieler analysiert, der die göttliche Inszenierung Kleopatras bewusst als Mittel für seine eigene Propaganda nutzt, um Antonius als „unrömisch“ und Verräter zu diskreditieren.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Selbstinszenierung Kleopatras VII. als Göttin Isis
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,0
Autor
Aileen Sophie Ernst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
34
Katalognummer
V1381354
ISBN (eBook)
9783346922816
ISBN (Buch)
9783346922823
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ptolemäerreich Isis Kleopatra Kleopatra VII. Philopator Ägypten Antike
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aileen Sophie Ernst (Autor:in), 2023, Die Selbstinszenierung Kleopatras VII. als Göttin Isis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1381354
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  34  Seiten
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