Die Zielsetzung der schriftlichen Ausarbeitung umfasst die Entwicklung eines betriebswirtschaftlich begründeten Investitions- bzw. Entscheidungsvorschlages. Die zu wählende Investition muss die Verpackungskapazitäten mindestens auf der Höhe des Ausbringungsniveaus der Produktion bereitstellen. Des Weiteren muss durch die Entscheidung eine Grundlage geschaffen werden, um voraussichtlich steigenden Kapazitätsauslastungen der mittel- und langfristigen Planung risikovermindert bewältigen zu können. Die hohe Be- und Überlastung der Humanressourcen des Verpackungsressorts muss auf eine Normal-Belastung reduziert werden und die Kapazitäten effizienter genutzt werden. Als weiteres Ziel wurde vorgegeben, künftige Kapazitätsüberlastungen zu vermeiden, um die Demotivation der MA und sprungfixe Kosten zu verhindern. Darüber hinaus sollen bei der Investitionsentscheidung auch relevante externe Einflüsse und Auswirkungen berücksichtigt werden, um den Unternehmens- und Handlungsgrundsätzen zu entsprechen. Zusammenfassend soll, auf Grund der vorbereitenden Arbeit, eine Entscheidung getroffen werden können, die durch alle Interessengruppen, also Hierarchie- und Unternehmensübergreifend, legitimiert werden kann.
Die Entwicklung einer Grundlage zur Investitionsentscheidung wird praxisnah, aber auch theoriegestützt erarbeitet. Dieses Vorgehen verläuft im Rahmen des fünfstufigen Investitionsentscheidungsprozesses, der aus den aufeinander folgenden Prozessen der Anregungs-, Such-, Entscheidungs-, Durchführungs- und Kontrollphase besteht. Diese entscheidungsvorbereitende Arbeit kann sowohl der Such- als auch der nachgelagerten Entscheidungsphase zugerechnet werden. Die Verfahrensweise, der Auswahl und Priorisierung von entscheidungsrelevanten Kriterien, über die kriterienorientierte Betrachtung der Investitionsobjekte, bis hin zu der anschließenden Bewertung, ermöglicht eine möglichst objektive Beurteilungs- und Vergleichsgrundlage. Die Darstellung des Wirtschaftlichkeitsvergleiches soll als Basis der Investitionsentscheidung für die WT GmbH dienen und anschaulich aufbereitet werden. Rückblickend soll die schriftliche Darlegung der Entwicklung für den Entscheidenden detailreiche Hintergrundinformationen bereitstellen. Durch diese sollen die nicht subjektiv beeinflussten Entscheidungen nach innen und außen belegt und vertreten werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 Situationsanalyse
1.1 Firmenvorstellung
1.2 Beschreibung der Ist-Situation
1.3 Problemstellung
1.4 Ursachenbeschreibung
1.5 Zielsetzung
1.6 Vorgelagerte Prozesse
2 Aufbereitung der Investitionsalternativen
2.1 Entwicklung der entscheidungsrelevanten Kriterien
2.2 Auswahl und Begründung der geeigneten Vergleichsmethoden
2.2.1 Verfahren für quantitative Faktoren
2.2.1.1 Erläuterung der Investitionsrechenverfahren
2.2.1.2 Auswahl und Begründung des geeigneten Investitionsrechenverfahrens
2.2.2 Vergleichsmethoden für qualitative Faktoren
2.2.2.1 Erläuterung gängiger Verfahren
2.2.2.2 Auswahl und Begründung des geeigneten Entscheidungsverfahrens
2.3 Kriterienorientierte Beschreibung und Bewertung der Alternativen
2.3.1 Quantitative Kriterienbetrachtung und Bewertung der Alternativen
2.3.1.1 Kostenbeschreibung und Bewertung der Alternative 1
2.3.1.2 Kostenbeschreibung und Bewertung der Alternative 2
2.3.2 Qualitative Kriterienbetrachtung der Alternativen
2.3.2.1 Beschreibung und Bewertung der Alternative 1 nach qualitativen Kriterien
2.3.2.2 Beschreibung und Bewertung der Alternative 2 nach qualitativen Kriterien
2.4 Betriebswirtschaftlicher Vergleich
2.4.1 Quantitativer Vergleich der Alternativen 1 und 2
2.4.2 Qualitativer Vergleich der Alternativen 1 und 2
3 Darstellung des Entscheidungsvorschlages
4 Fazit und persönliche Stellungnahme
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit zielt darauf ab, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Investition in eine automatisierte Verpackungsanlage zu entwickeln. Durch einen betriebswirtschaftlichen Vergleich mit der Fortführung des händischen Personaleinsatzes soll die wirtschaftlichste und zukunftsorientierteste Lösung identifiziert werden, wobei sowohl quantitative Kosteneffekte als auch qualitative Unternehmensziele berücksichtigt werden.
- Entwicklung und Priorisierung entscheidungsrelevanter Kriterien
- Vergleich von Investitionsrechenverfahren zur Kostenbewertung
- Anwendung der Nutzwertanalyse für qualitative Faktoren
- Gegenüberstellung der Alternativen hinsichtlich Effizienz und Zukunftsfähigkeit
- Legitimation der Investitionsentscheidung vor Interessengruppen
Auszug aus dem Buch
2.3.1.1 Kostenbeschreibung und Bewertung der Alternative 1
Die Kostenanalyse, welche durch den Einkauf, das Controlling und dem internen Rechnungswesen erfolgte, ergab die Kostenstruktur des Personaleinsatzes in einer durchschnittlichen Periode bzw. einem Jahr, die sich in „laufende“ und „zusätzliche“ Personalkosten gliedert.
Die Laufenden bzw. jährlich wiederkehrenden und direkt zuordenbaren Personalkosten beinhalten durchschnittliche Lohnkosten, Lohnzusatzkosten, Personalverwaltungskosen, Aufwendungen für Arbeitssicherheitskleidung und Sachbezügen.
Eine übersichtliche Aufstellung der Personalkosten befindet sich in Anlage D im Anhang. Die jährlichen Lohnkosten eines anonymisierten Mitarbeiters der Verpackungsabt. werden dem Personalinformationssystem durch das Controlling entnommen und belaufen sich auf durchschnittlich 27.600,00 €. Die Lohnzusatzkosten resultierend aus den aktuellen, vom Arbeitgeber zu tragenden, Versicherungsbeiträgen (vgl. n-tv.de, 2018)12 und betriebsinternen durchschnittlichen Umlagesätzen gemäß der Finanzbuchhaltung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Situationsanalyse: Vorstellung der fiktiven Firma WT GmbH sowie Darstellung der aktuellen Problematik bezüglich gestiegener Produktionsmengen und Kapazitätsgrenzen in der Verpackung.
2 Aufbereitung der Investitionsalternativen: Analyse der entscheidungsrelevanten Kriterien und Auswahl geeigneter Vergleichsmethoden, gefolgt von einer detaillierten quantitativen und qualitativen Bewertung der zwei Alternativen.
3 Darstellung des Entscheidungsvorschlages: Zusammenführen der Ergebnisse aus Kostenvergleich und Nutzwertanalyse zur Begründung der Investition in die automatisierte Verpackungsanlage.
4 Fazit und persönliche Stellungnahme: Zusammenfassende Betrachtung der methodischen Vorgehensweise und Begründung, warum die gewählte Investition die strategisch optimale Lösung für die WT GmbH darstellt.
Schlüsselwörter
Investitionsentscheidung, Wirtschaftlichkeitsvergleich, Verpackungsanlage, Kostenvergleichsrechnung, Nutzwertanalyse, Automatisierung, Kapazitätsplanung, Personalkosten, Investitionsrechnung, Unternehmensführung, Planungssicherheit, Rationalisierung, Betriebsklima, Produktivität, Investitionsrechenverfahren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Entscheidungsgrundlage für die Investition in eine automatisierte Verpackungsanlage bei der fiktiven Westerwald Tonwaren GmbH (WT GmbH).
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die Situationsanalyse des Unternehmens, die Erarbeitung entscheidungsrelevanter quantitativer und qualitativer Kriterien sowie deren Bewertung durch Vergleichsmethoden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, einen betriebswirtschaftlich fundierten Investitionsvorschlag zu entwickeln, der die Verpackungskapazitäten an das gestiegene Ausbringungsniveau anpasst und eine hohe Planungssicherheit bietet.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden statische Investitionsrechenverfahren, eine Nutzwertanalyse sowie ein mehrstufiger Vergleich von Kostenstrukturen und qualitativen Faktoren angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beinhaltet die methodische Aufbereitung und Bewertung der zwei Alternativen: Erstens die Fortführung der Personaleinstellung und zweitens die Integration der automatisierten Verpackungsanlage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich primär durch die Themen Investitionsentscheidung, Wirtschaftlichkeitsvergleich, Automatisierung, Nutzwertanalyse und Kosten-Nutzen-Betrachtung aus.
Warum wird die Nutzwertanalyse statt einer einfachen Pro-Contra-Liste verwendet?
Die Nutzwertanalyse ermöglicht durch eine systematische Gewichtung und Bepunktung verschiedener Kriterien eine objektivere und für alle Beteiligten nachvollziehbarere Entscheidungsbasis als eine rein subjektive Argumentenliste.
Welche Rolle spielt das Personal bei der Entscheidung für die Automatisierung?
Das Personal ist kritisch, da die Automatisierung einerseits Entlastung von monotoner, körperlich belastender Arbeit verspricht, andererseits aber Ängste bezüglich Arbeitsplatzverlusten im Betriebsklima erzeugen kann.
Wie sicher ist die Planungsgrundlage für die Investition?
Die Planung basiert auf vertraglich zugesicherten Absätzen bis 2024, wodurch eine solide Basis gegeben ist, wobei künftige Wachstumsraten nach 2024 gewisse Unsicherheitsfaktoren beinhalten.
Was ist das Hauptergebnis des Wirtschaftlichkeitsvergleichs?
Der Vergleich ergibt, dass die automatisierte Verpackungsanlage (Alternative 2) sowohl bei den Kosten langfristig vorteilhafter ist als auch bei der Erfüllung der qualitativen Kriterien besser abschneidet.
- Arbeit zitieren
- Lars Brengmann (Autor:in), 2019, Entwicklung einer Grundlage zur Investitionsentscheidung über die Integration einer Verpackungsanlage auf Basis eines Wirtschaftlichkeitsvergleich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1380679