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Effekte integrierter Lernumgebungen in der Lehrerforschung

Qualität von Wissen und Wirkungen des Unterrichts in situiert vs. instruktionalisiert orientierten Lernumgebungen

Titel: Effekte integrierter Lernumgebungen in der Lehrerforschung

Magisterarbeit , 2009 , 140 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jan Fendler (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Lehramtsstudierenden greifen häufig auf ihre, durch Sozialisation erworbenen, subjektiven Theorien zurück und vernachlässigen wissenschaftliches Wissen (vgl. Spiewak, 2004). Daraus resultiert ein träges Wissen, dass reproduziert jedoch nicht angewendet werden kann (vgl. Neuweg, 2007). Als eine Maßnahme die Anwendung wissenschaftlichen Wissens zu fördern gilt die didaktische Gestaltung von Seminarkonzeptionen. Die vorliegende Studie soll prüfen, ob träges Wissen und subjektive Theorien durch die Implementierung innovativer Seminarkonzeptionen sowie den Einsatz modifizierter Instruktionsansätze unterbunden werden und langfristige Einstellungsänderungen gegenüber wissenschaftlichen Wissens erfolgen. Hierfür wurden unter Berücksichtigung aktueller Forschungsstände zwei Seminarkonzeptionen entwickelt, die sich hinsichtlich ihrer didaktischen Gestaltung (situiert orientiert vs. instruktional orientiert) unterschieden. Die Seminare wurden im Sommersemester 2007 mit 44 Studierenden im Rahmen der universitären Lehrerausbildung durchgeführt und in Bezug auf die Qualität der Anwendung wissenschaftlichen Wissens, Aktivierung der Lerner und Akzeptanz der Lernumgebung verglichen. Die Leistungen und Einstellungen der Studierenden wurden mittels Fragebögen, Wissenstests und qualitativen Interviews überprüft. Als Ergebnisse der Studie können festgehalten werden, dass die situiert orientierte Seminarkonzeption, sowohl bei der Qualität der Wissensanwendung, der Aktivierung und der Akzeptanz durch die Lerner bessere Ergebnisse erzielte. Lediglich bei hoch komplexen Informationen kann geschlussfolgert werden, dass eine durch reine Instruktion vermittelte Wissensbasis zumindest gleichwertige Ergebnisse erzielt. In beiden Seminarkonzeptionen war dennoch ein erhebliches Steigerungspotential vorhanden, da die erreichten Leistungen der Studierenden nur selten an das theoretische Maximum heranreichten. Bei der Betrachtung motivationaler Faktoren zur Aktivierung zeigte sich, dass die instruktional orientierten Studierenden von der hohen Instruktion profitierten, ihre Furcht vor Misserfolg nahm ab. Die Lerner der situiert orientierten Seminarkonzeption resultierten hingegen von den Freiräumen des selbstbestimmten Lernens und bewerteten das Lernklima als außerordentlich positiv. Gleiches galt auch für die Akzeptanz der Lernumgebung, die bei den situiert orientierten Lernern als wesentlich positiver eingeschätzt wurde und so eine höhere Bereitschaft der Wissensanwendung eruieren lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Probleme in der Anwendung wissenschaftlichen Wissens

1.1 Träges Wissen in der Lehrerbildung

1.2 Subjektive Theorien in der Lehrerausbildung und Handlung

1.3 Motivationsaspekte bei der Wissensaneignung

1.4 Unterrichtsmodelle

1.4.1 Instruktionalisierte Ansätze

1.4.2 Kritik an instruktionalisierten Ansätzen

1.4.3 Situierte Ansätze

1.4.4 Kritik an situierten Ansätzen

1.5 Debatte zur Wirksamkeit verschiedener didaktischer Konzeptionen

1.5.1 Argumentation Anderson, Reder und Simon (1996)

1.5.2 Die Entstehung einer instruktional orientierten Lernumgebung

1.5.3 Argumentation Greeno (1997)

1.5.4 Revival the discussion

1.5.5 Die Entstehung einer situiert orientierten Lernumgebung

1.6 Resultate der Debatten

1.7 Untersuchungsfragen

2. Methode

2.1 Stichprobe

2.2 Experimenteller Aufbau

2.2.1 Konzeption der Lernumgebungen

2.2.2 Seminarinhalt

2.2.3 Seminarziele

2.3 Gruppendesign

2.3.1 Gruppe A: situiert orientierte Lernumgebung

2.3.2 Gruppe B: instruktionalisiertes Design

2.4 Lernmaterialien

2.4.1 Gemeinsame Sitzungen Sommersemester 2007

2.4.2 situiert orientierte Gruppe (A)

2.4.3 instruktionalisiert orientierte Gruppe (B)

2.4.4 Gemeinsame Endsitzung

2.5 Instrumente und Messverfahren

2.5.1 Vorerhebung – erste Sitzung

2.5.2 Wissenstest

2.5.3 Gemeinsame Gruppenarbeit vom 17.07.2007

2.5.4 Nacherhebung

2.5.5 Validierung der Motivationsitems

3. Durchführung

3.1 Interne Validität (Zusammensetzung der Stichprobe)

3.1.1 Gruppendesign

3.1.2 Die innere Einstellung der Lerner

Deskriptive und Interferenzstatistische Befunde

3.2 Forschungsfrage 1: Welchen Einfluss haben die beiden Seminarkonzeptionen auf die Anwendung von wissenschaftlichem Wissen?

3.2.1 Perspektive Leistungsbetrachtung

3.2.2 Perspektive Inhaltsspezifische Betrachtung (Qualität des Wissens)

3.2.3 Perspektive Wissensart (Anwendungs- versus träges Wissen, als Qualität der Wissensbasis)

3.2.4 strukturelle Perspektive (Vernetztheit und Wissenschaftlichkeit als Elemente der Qualität der Wissensbasis)

3.2.5 Reflexionsniveau aus der Perspektive Wissenschaftlichkeit

3.3 Forschungsfrage 2: Wie wirken sich die beiden Seminar-konzeptionen auf die Aktivierung der Lerner und das Interesse an Theorien aus?

3.3.1 Interesse an Theorie und Wissenschaft

3.3.2 Motivationale Faktoren

3.4 Forschungsfrage 3: Welchen Einfluss hat die Seminarkonzeption auf die Akzeptanz der Lernumgebung?

4. Diskussion

5. Konsequenzen für den Unterricht

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie unterschiedliche didaktische Konzeptionen – situiert orientiert versus instruktional orientiert – in der universitären Lehrerausbildung dazu beitragen, träges Wissen zu vermeiden und die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu fördern.

  • Vergleich von situierten und instruktionalen Lernumgebungen in der Lehrerbildung
  • Analyse der Qualität der Anwendung wissenschaftlichen Wissens
  • Untersuchung motivationaler Faktoren und der Aktivierung von Studierenden
  • Evaluation der Akzeptanz verschiedener Lernkonzepte

Auszug aus dem Buch

1. Probleme in der Anwendung wissenschaftlichen Wissens

In einer Befragung von 500 Lehrer/Innen an niedersächsischen Schulen, zu ihren Problemlösestrategien und Wissensquellen in sozialer Interaktion mit Schülern offenbarten 81.7% der Lehrer, dass sie auf subjektive Theorien und Erfahrungen in ihrem Unterricht zurückgreifen. Dem gegenüber gaben gerade einmal 7% an, dass sie sich an einer bestimmten pädagogischen Theorie orientieren. (Neuweg, 2007) In weiteren empirischen Analysen konnten Gruber, Mandl und Renkl-Schwarzer (1999) zudem zeigen, dass Studierende das im Kontext der Universitätslehre erworbene Wissen zwar in Prüfungen reproduzieren (What-you-test-is-what-you-get-Prinzip; Bell, Burkhardt & Swan, 1992), jedoch nicht in alltagsnahe Problemsituationen transferieren können.

Auch im Rahmen der Klausurkorrekturen von Lehramtsstudierenden an der Universität des Saarlandes ist festzuhalten, dass Reproduktionsaufgaben meist sehr erfolgreich durch die Studierenden bewältigt werden, Transferaufgaben aber nicht an den empirischen Mittelwert der Punkte für Reproduktionsaufgaben heranreichen (vgl. Herzmann, Stark & Krause, 2008). Die Wissensanwendung beschränkt sich im Studium zumeist auf die Bewältigung von Klausuren und Hausarbeiten; wissenschaftliche Theorien und Forschungsergebnisse werden häufig nur aneinander gereiht und reproduziert (vgl. Kopp, Stark & Fischer, 2007; Stark, 2005). Die Reproduktion des erworbenen Theoriewissens (konzeptuelles deklaratives Wissen) wird einer kognitiven Vernetzung des erlernten wissenschaftlichen Wissens und der kritischen Reflexion sowie Elaboration vorgezogen (vgl. DeJong & Ferguson-Hessler, 1996), unabhängig davon welche Art von Fachwissen gelernt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Probleme in der Anwendung wissenschaftlichen Wissens: Dieses Kapitel erläutert die Kluft zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung in der Lehrerausbildung, die oft zu trägem Wissen führt.

2. Methode: Hier werden das Forschungsdesign, die Stichprobe von 44 Studierenden und die Einteilung in situiert und instruktional orientierte Gruppen beschrieben.

3. Durchführung: Dieses Kapitel stellt die deskriptiven und statistischen Ergebnisse zur Anwendung wissenschaftlichen Wissens, zur Motivation und zur Akzeptanz der Lernumgebungen dar.

4. Diskussion: Hier werden die Ergebnisse interpretiert und die Wirksamkeit der didaktischen Konzeptionen kritisch reflektiert.

5. Konsequenzen für den Unterricht: Es werden praxisrelevante Schlussfolgerungen gezogen, wie eine Kombination instruierter und situierter Didaktik den Wissenserwerb optimieren kann.

6. Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert methodische Grenzen der Studie und gibt Anstöße für zukünftige Forschung zur Lehrerbildung.

Schlüsselwörter

Lehrerausbildung, wissenschaftliches Wissen, träges Wissen, situiertes Lernen, instruktionale Didaktik, Lehrerpersönlichkeit, Wissensanwendung, subjektive Theorien, Lernmotivation, Leistungsmotivation, kognitive Flexibilität, Professionalisierung, Gruppenpuzzle, Expertiseforschung, Bildungsstandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie in der universitären Lehramtsausbildung die Anwendung von wissenschaftlichem Wissen durch verschiedene didaktische Ansätze (situiert vs. instruktional) verbessert werden kann, um das Problem des sogenannten trägen Wissens zu überwinden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Lehrerforschung, insbesondere in den Bereichen Biographie-, Expertise- und Professionalisierungsforschung, sowie auf der Gestaltung motivierender und lernwirksamer Lernumgebungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung, welche der beiden didaktischen Konzeptionen (situiert orientiert vs. instruktional orientiert) die Wissensanwendung, die Aktivierung der Studierenden und die Akzeptanz der Lernumgebung effektiver fördert.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?

Es wurde ein quasiexperimentelles Design mit 44 Studierenden gewählt, wobei Daten durch Fragebögen, Wissenstests und qualitative Interviews erhoben und statistisch ausgewertet wurden.

Welche zentralen Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Debatten um instruktionale versus situierte Unterrichtsmodelle, beschreibt den Aufbau der Seminarkonzeptionen und präsentiert die empirischen Befunde zur Leistungsfähigkeit und Motivation der Studierenden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Konzepte sind träges Wissen, Wissenstransfer, kognitive Flexibilität, situiertes Lernen, subjektive Theorien von Lehrern sowie motivationale Prädiktoren wie Leistungsmotivation.

Welches Ergebnis zeigt sich bei der situiert orientierten Konzeption?

Die Studie zeigt, dass die situiert orientierte Konzeption signifikant bessere Ergebnisse bei der Qualität der Wissensanwendung, der Aktivierung der Lernenden und der Akzeptanz der Lernumgebung erzielte.

Wie profitieren Studierende von der instruktionalen Konzeption?

Instruktionale Ansätze unterstützen insbesondere die Reduktion von Furcht vor Misserfolg und bieten Sicherheit für Studierende, die von hoher Strukturierung profitieren, bei der Bewältigung komplexer Informationen.

Ende der Leseprobe aus 140 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Effekte integrierter Lernumgebungen in der Lehrerforschung
Untertitel
Qualität von Wissen und Wirkungen des Unterrichts in situiert vs. instruktionalisiert orientierten Lernumgebungen
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Erziehungswissenschaft)
Note
2,0
Autor
Jan Fendler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
140
Katalognummer
V137616
ISBN (eBook)
9783640452224
ISBN (Buch)
9783640452408
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Effekte Lernumgebungen Lehrerforschung Qualität Wissen Wirkungen Unterrichts Lernumgebungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Fendler (Autor:in), 2009, Effekte integrierter Lernumgebungen in der Lehrerforschung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/137616
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