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Marktversagen und Marktunvollkommenheit. Eine ordnungspolitische Aufforderung für den Staat?

Titel: Marktversagen und Marktunvollkommenheit. Eine ordnungspolitische Aufforderung für den Staat?

Hausarbeit , 2007 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sarah Bender (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen des Seminars „Wirtschaftsordnung“ beschäftigten wir uns mit einer Reihe von Themen zur Ordnungspolitik. In meiner Hausarbeit werde ich auf die Ursachen von Marktversagen und mögliche Therapiemöglichkeiten durch den Staat eingehen. Aufgrund des gesteckten Rahmens ist es mir nur möglich einen Überblick über dieses komplexe Thema zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Der vollkommene Markt

3. Definition: Marktversagen und Marktvollkommenheit

4. Ursachen für ein Marktversagen im Allokationsbereich und Therapiemöglichkeiten

4.1. Unteilbarkeiten

4.2. externe Effekte

4.3. Informationsmängel

4.4. Anpassungsmängel

4.5. öffentliche Güter

5. Folgen von Marktversagen

5.1. Eingeschränkte Allokationsfunktion der Märkte

5.2. Verteilungsmängel

5.3. Anpassungsmängel und Instabilitäten

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die theoretischen Ursachen für Marktversagen in einer Marktwirtschaft und untersucht ordnungspolitische Therapiemöglichkeiten durch staatliche Eingriffe, um eine effiziente Ressourcenallokation zu erreichen.

  • Grundlagen des vollkommenen und unvollkommenen Marktes
  • Definition von Marktversagen und Marktunvollkommenheiten
  • Analyse der Ursachen: Unteilbarkeiten, externe Effekte, Informationsmängel, Anpassungsmängel und öffentliche Güter
  • Staatliche Interventionsmöglichkeiten und deren Wirksamkeit
  • Folgen von Marktversagen für die Allokation, Verteilung und Marktstabilität

Auszug aus dem Buch

4.1. Unteilbarkeiten

Liegen Unteilbarkeiten vor bedeutet dies eine Abweichung von der Annahme des Modells der vollständigen Konkurrenz, das besagt dass alle Güter bzw. Produktionsfaktoren beliebig teilbar seien. Dies geschieht in der Regel dann, wenn die Kapazität bestimmter Ressourcen aufgrund von technischen Gegebenheiten nur in großen Sprüngen variiert werden kann. So führen Unteilbarkeiten auf der betreffenden Marktseite zu einer Konzentration, im Extremfall entsteht ein natürliches Monopol. Solche Monopole treten oft auf, vor allem in vielen Bereichen der leistungsgebundenen Versorgung. Die Gefahr hierbei liegt in dem Problem dass die Marktgegenseite oft durch überhöhte Preise, geringere Angebotsmengen oder schlechte Qualität benachteiligt wird. Der Anbieter bemüht sich nicht um Leistungssteigerung aufgrund der fehlenden Konkurrenz, so passt er sich z.B. nur unzureichend an die technologische Entwicklung an. Die kann staatliche Eingriffe nötig machen.

Dass Unteilbarkeiten zu einem natürlichen Monopol führen stellt allerdings den Extremfall dar. In aller Regel bewirken sie nur dass sich eine geringere Anzahl von Anbietern auf dem Markt behaupten kann, d.h. es kommt zu einem Oligopol. Hierbei entsteht jedoch die Gefahr der Absprachen unter den Anbietern um den Wettbewerb einzuschränken. So z.B. bei Preis – und Mengenabsprachen: Die Produzenten stehen nicht mehr in Konkurrenz zueinander, sondern sprechen sich ab, bilden Kartelle. Dies führt zu ähnlichen Problemen wie im Falle des Monopols.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung stellt die Arbeit in den Kontext des Seminars „Wirtschaftsordnung“ und umreißt die Untersuchung der Ursachen von Marktversagen und staatlichen Interventionsmöglichkeiten.

2. Der vollkommene Markt: In diesem Kapitel werden die theoretischen Bedingungen eines vollkommenen Marktes definiert und die Realität unvollkommener Märkte sowie das ökonomische Prinzip der Güterallokation erläutert.

3. Definition: Marktversagen und Marktvollkommenheit: Hier werden die Kernbegriffe des Marktversagens bei suboptimaler Allokation sowie die Abgrenzung von Marktunvollkommenheiten im engeren und weiteren Sinne vorgenommen.

4. Ursachen für ein Marktversagen im Allokationsbereich und Therapiemöglichkeiten: Dieses Kapitel analysiert systematisch spezifische Störfaktoren des Marktmechanismus und diskutiert entsprechende wirtschaftspolitische Instrumente zu deren Korrektur.

4.1. Unteilbarkeiten: Es wird untersucht, wie Unteilbarkeiten zu Konzentrationseffekten und Monopolen führen können und welche regulatorischen Maßnahmen hierbei sinnvoll sind.

4.2. externe Effekte: Dieses Kapitel thematisiert die Diskrepanz zwischen privaten und sozialen Kosten bzw. Nutzen und evaluiert Lösungsansätze wie Steuern, Subventionen oder Verhandlungen.

4.3. Informationsmängel: Es wird dargelegt, wie Informationsasymmetrien die Funktionsweise des Marktes beeinträchtigen und welche staatlichen Informationspflichten oder Mindeststandards Abhilfe schaffen können.

4.4. Anpassungsmängel: Hier werden Konstellationen ohne stabiles Marktgleichgewicht sowie Probleme durch langsame Reaktionsgeschwindigkeiten oder Strukturkrisen betrachtet.

4.5. öffentliche Güter: Es wird begründet, warum der Markt öffentliche Güter aufgrund des Ausschlussverbots und mangelnder Zahlungsbereitschaft meist nicht bereitstellt, was staatliches Handeln rechtfertigt.

5. Folgen von Marktversagen: Dieses Kapitel fasst die ökonomischen Auswirkungen von Marktversagen zusammen, insbesondere bezüglich der Allokation, der Wohlfahrtsverteilung und der Systemstabilität.

5.1. Eingeschränkte Allokationsfunktion der Märkte: Der Fokus liegt auf den Konsequenzen asymmetrischer Informationen für die Marktversorgung und den Gütertypen.

5.2. Verteilungsmängel: Es wird erklärt, wie Wettbewerbsbeschränkungen wie Monopole den Wohlstand zu Lasten der Allgemeinheit verschieben.

5.3. Anpassungsmängel und Instabilitäten: Dieses Kapitel beschreibt, wie Marktinstabilitäten durch Schocks und unterschiedliche Reaktionsgeschwindigkeiten von Anbietern und Nachfragern entstehen.

6. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung betont, dass die Entscheidung für staatliche Eingriffe eine politische Abwägung erfordert, wobei die Wissenschaft lediglich eine Informationsbasis bieten kann.

Schlüsselwörter

Marktversagen, Marktunvollkommenheit, Allokation, Wirtschaftspolitik, Staatseingriffe, natürliche Monopole, externe Effekte, Informationsasymmetrie, öffentliche Güter, Wohlfahrt, Preismechanismus, Wettbewerb, Marktinstabilität, Güterallokation, Marktzugangsbeschränkungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ordnungspolitischen Analyse von Marktversagen und untersucht, unter welchen Bedingungen staatliche Eingriffe in eine Marktwirtschaft gerechtfertigt und sinnvoll sein können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition des vollkommenen Marktes, die Analyse von Marktunvollkommenheiten wie Unteilbarkeiten, externe Effekte und Informationsmängel sowie die Bewertung von Korrekturmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die Ursachen für Marktversagen theoretisch aufzuzeigen und einen Überblick über die entsprechenden Therapiemöglichkeiten des Staates zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ordnungspolitische Perspektive und stützt sich auf theoretische Modelle der Volkswirtschaftslehre, um Marktprozesse und staatliche Interventionsoptionen systematisch zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der Ursachen von Marktversagen (Kapitel 4) und die Analyse der daraus resultierenden Folgen für Allokation, Verteilung und Stabilität (Kapitel 5).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Marktversagen, Allokation, externe Effekte, Informationsasymmetrie, öffentliche Güter, Wettbewerb und Ordnungspolitik.

Was unterscheidet ein natürliches Monopol von einem gewöhnlichen Markt?

Ein natürliches Monopol entsteht durch Unteilbarkeiten im Produktionsprozess, bei denen die Gesamtkosten für einen Anbieter geringer sind als bei mehreren, was den Wettbewerb ohne staatliche Aufsicht gefährden kann.

Warum können Informationsmängel zu Marktversagen führen?

Wenn Käufer und Verkäufer über unterschiedliche Informationen verfügen (Informationsasymmetrie), können Preise nicht effizient gebildet werden, was zur Folge hat, dass Waren nicht optimal gehandelt oder konsumiert werden.

Welches Fazit zieht der Autor zur Rolle des Staates?

Der Autor schließt mit der Feststellung, dass staatliche Eingriffe eine politische Entscheidung bleiben, für die die Wissenschaft nur die Informationsbasis liefern kann, getreu dem Motto: „So viel Markt wie möglich – so viel Staat wie nötig.“

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Marktversagen und Marktunvollkommenheit. Eine ordnungspolitische Aufforderung für den Staat?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,0
Autor
Sarah Bender (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V137289
ISBN (eBook)
9783640450763
ISBN (Buch)
9783640450848
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marktversagen Marktunvollkommenheit Ordnungspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Bender (Autor:in), 2007, Marktversagen und Marktunvollkommenheit. Eine ordnungspolitische Aufforderung für den Staat?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/137289
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Leseprobe aus  17  Seiten
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