Die vorliegende Studie unterliegt dem Erkenntnisinteresse, ob Großeltern in der heutigen Zeit noch Vorbilder für ihre Enkelkinder sind. Dazu werden zunächst theoretische Grundlagen zu den Entwicklungsaufgaben im Jugendalter, der Bedeutung von Großeltern für ihre Enkelkinder und dem Konstrukt des Vorbilds erläutert, um Hintergründe zu begreifen und eine Grundlage für das weitere Verstehen dieser Arbeit zu schaffen. Anschließend wird der aktuelle Forschungsstand dargelegt, es folgt eine Erläuterung der verwendeten Erhebungs- und Auswertungsmethode, dem Leitfadeninterview sowie der qualitativen Inhaltsanalyse nach Phillip Mayring und eine knappe Beschreibung des Feldzugangs.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konzept und zentrale Begriffe
2.1 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
2.2 Familiäre Generationsbeziehungen: Die Bedeutung der Großeltern für ihre Enkelkinder
2.3 Vorbilder
3. Forschungsstand
4. Empirische Untersuchung – Datenerhebungs- und Auswertungsverfahren
4.1 Das Leitfadeninterview
4.2 Der Feldzugang
4.3 Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
5. Empirische Ergebnisse
5.1 Beziehungsbewertende Merkmale
5.2 Prozesshafte Distanzierung/Annäherung
5.3 Differenzierung
5.4 Eigenschaften von (Negativ-) Vorbildern
5.5 Großeltern als Vorbilder
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Erkenntnisinteresse, ob Großeltern in der heutigen Zeit noch als Vorbilder für ihre Enkelkinder fungieren. Dabei wird der Fokus auf die subjektive Sichtweise von jungen Erwachsenen gelegt, um zu verstehen, wie Großeltern als Sozialisationsinstanzen wahrgenommen werden und welche Rolle sie bei der Identitätsentwicklung einnehmen.
- Entwicklungsaufgaben und Identitätsfindung im Jugendalter
- Die Rolle von Großeltern in der familieninternen Generationenbeziehung
- Konstrukt und Definition des Begriffs "Vorbild"
- Qualitative Analyse mittels Leitfadeninterviews nach Phillip Mayring
- Differenzierung der Vorbildfunktion nach Beziehungsqualität und Eigenschaften
Auszug aus dem Buch
2.3 Vorbilder
Worte wie „Anhimmeln“, „Nacheifern“ oder „Bewundern“ sind Vokabeln, die man mit Vorbildern in Verbindung setzt. Sie verdeutlichen, dass mit diesem Ausdruck ein emotionales Involviert-Sein einhergeht (vgl. Hoffmann/Wegener 2018, S.230).
Im Brockhaus wird der Begriff Vorbild wie folgt definiert:
[...] an bestimmte (lebende oder historische) Personen gebundenes Bild, das v. a. Kindern und Jugendlichen bei der Verhaltensorientierung, speziell bei der Ausbildung des eigenen Ichideals, als Modell dient. [...] (Brockhaus Enzyklopädie online)
Deutlich wird, dass Vorbilder also sowohl aus dem Familien- und Bekanntenkreis stammen als auch prominente oder historische Personen sein können (vgl. Janke 1997, S.18).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die demografische Relevanz von Generationsbeziehungen und definiert das Forschungsziel, die Rollenwahrnehmung von Großeltern bei jungen Erwachsenen zu untersuchen.
2. Konzept und zentrale Begriffe: Erläutert theoretische Grundlagen zu Entwicklungsaufgaben im Jugendalter, die soziologische Bedeutung von Großeltern und das Konstrukt der Vorbildfunktion.
3. Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die bisherige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Großelternschaft und identifiziert Forschungslücken, insbesondere zur Sichtweise der Enkelkinder.
4. Empirische Untersuchung – Datenerhebungs- und Auswertungsverfahren: Beschreibt die methodische Vorgehensweise anhand von Leitfadeninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Phillip Mayring.
5. Empirische Ergebnisse: Präsentiert die Analyse der Interviews, unterteilt in Kategorien wie beziehungsbewertende Merkmale, Prozesshaftigkeit, Differenzierung und die spezifischen Eigenschaften von Vorbildern.
6. Fazit und Ausblick: Fasst die Kernergebnisse zusammen, reflektiert die Relevanz der Studie für die Praxis und schlägt Ansätze für zukünftige Forschung vor.
Schlüsselwörter
Großeltern, Enkelkinder, Generationsbeziehung, Vorbildfunktion, Identitätsentwicklung, Jugendalter, Soziale Unterstützung, Qualitative Forschung, Leitfadeninterview, Familiensoziologie, Familienbeziehung, Erziehung, Identitätsfindung, Sozialisation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Forschungsarbeit?
Die Arbeit untersucht, ob Großeltern für ihre Enkelkinder im jungen Erwachsenenalter noch als bedeutsame Vorbilder wahrgenommen werden.
Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?
Im Fokus stehen die Identitätsentwicklung, familiäre Generationenbeziehungen sowie die verschiedenen Ausprägungen von Vorbildern im privaten und öffentlichen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die subjektive Sichtweise von Enkelkindern auf ihre Großeltern zu erfahren und zu analysieren, ob und in welcher Weise diese eine Vorbildfunktion ausfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf Leitfadeninterviews und der Inhaltsanalyse nach Phillip Mayring.
Was ist Gegenstand des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Darstellung des Forschungsstands sowie die detaillierte Auswertung zweier Experteninterviews.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den Kernbegriffen gehören Generationenbeziehung, Identitätsfindung, Vorbildkonstruktion und Großelternschaft.
Wie unterscheiden Emma und Diana ihre Großeltern in der Vorbildfunktion?
Die beiden Interviewten differenzieren stark zwischen Großelternteilen, wobei positive Vorbildfunktionen oft an spezifische Eigenschaften oder Lebensleistungen geknüpft sind, während negative Erfahrungen ebenfalls eine prägende Rolle spielen.
Welchen Einfluss hat die räumliche Nähe auf die Beziehung zum Großelternteil?
Die Studie zeigt, dass räumliche Nähe die Interaktionshäufigkeit und damit die Intensität der Beziehung sowie die Rolle bei der Alltagsbewältigung in der Kindheit maßgeblich beeinflusst.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2023, Großeltern als Vorbilder für ihre Enkelkinder in der heutigen Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1370974