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Die deutsche Wahrnehmung der Revolution auf Haiti (1791-1804) am Beispiel historisch-politischer Zeitschriften

Titel: Die deutsche Wahrnehmung der Revolution auf Haiti (1791-1804) am Beispiel historisch-politischer Zeitschriften

Hausarbeit , 2023 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Roderick Fabian (Autor:in)

Geschichte - Amerika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit soll anhand von Artikeln in zeitgenössischen deutschsprachigen Publikationen analysiert werden, wie die Ereignisse auf Haiti in der deutschen Öffentlichkeit wahrgenommen und bewertet wurden. Der Fokus liegt dabei auf den historisch-politischen Zeitschriften "Minerva" und "Politisches Journal", welche von der Französischen Revolution ausgehend das Zeitgeschehen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts kommentierten und sich in diesem Zusammenhang auch ausführlich mit dem politischen Geschehen außerhalb Europas beschäftigten.

Am 22. August 1791 kam es in der französischen Kolonie Saint-Domingue, dem heutigen Haiti, zu einem bewaffneten Aufstand der im Norden des Landes lebenden "schwarzen" Sklaven, der sich binnen kurzer Zeit zu einem Krieg entwickelte, der 13 Jahre andauerte und 1804 mit der Unabhängigkeitserklärung Haitis von Frankreich endete. Die Ereignisse auf der Insel riefen ab dem Beginn des Sklavenaufstands ein reges Interesse in der europäischen Öffentlichkeit hervor, welches besonders in Form von Augenzeugenberichten französischer und englischer Autoren sowie in Berichten historisch-politischer Zeitschriften, die das Geschehen ausführlich schilderten und kommentierten, seinen Ausdruck fand. Die Gründe für dieses große Interesse lagen zum einen in der symbolischen Bedeutung, die der Erhebung von Sklaven gegen ihre Herren innewohnte. Zum anderen ließ die zeitliche Nähe zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und zur Französischen Revolution, zweier Ereignisse welthistorischen Ausmaßes, die Revolution auf Haiti in den Blickpunkt der europäischen Zeitgenossen rücken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Voraussetzungen für die deutsche Wahrnehmung der Revolution auf Haiti

2.1. Der ereignisgeschichtliche Rahmen

2.2. Rassentheorien und Beurteilung der Sklaverei

3. Die Revolution auf Haiti

3.1. Die französische Kolonie Saint-Domingue vor 1791

3.2. Ausbruch und Verlauf der Revolution

4. Die Wahrnehmung der Ereignisse in deutschen Publikationen am Beispiel der Zeitschriften „Politisches Journal“ und „Minerva“

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Sklavenaufstand und die darauffolgende Revolution auf Haiti (1791–1804) sowie die spätere Unabhängigkeitserklärung in zeitgenössischen deutschsprachigen Medien aufgenommen, bewertet und diskursiv verarbeitet wurden.

  • Analyse der Berichterstattung in den Zeitschriften „Politisches Journal“ und „Minerva“
  • Untersuchung des zeitgeschichtlichen und diskursiven Rahmens (Rassentheorien, Aufklärung)
  • Gegenüberstellung von konservativ-reaktionärer und differenzierter Wahrnehmung
  • Reflexion über die europazentrierte Perspektive zur Zeit des Kolonialismus

Auszug aus dem Buch

3.2. Ausbruch und Verlauf der Revolution

In welchem Ausmaß die bestehenden Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen die koloniale Gesellschaft Saint-Domingues gespalten hatten, offenbarte sich Ende des 18. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Französischen Revolution, als sich das erwähnte Konfliktpotenzial entlud und zu scheinbar unüberwindbaren Interessengegensätzen zwischen den beteiligten Parteien führte. Die Initiative ging dabei zum einen von den weißen Plantagenbesitzern aus, deren Wunsch nach politischer Selbstbestimmung und mehr Gewerbefreiheit schon seit längerer Zeit zu Konfrontationen mit der absolutistischen Kolonialregierung geführt hatte. Mit dem Ziel, die ihnen auferlegten wirtschaftlichen Restriktionen zu beseitigen und ihre Forderungen nach Autonomie geltend zu machen, gründeten sie zunächst in Paris eine Interessenvertretung, den „Club Massiac“, wodurch sie die Zulassung eigener Deputierter in die Nationalversammlung erreichten. Im Anschluss daran setzten sie sich für die Einrichtung einer Kolonialversammlung in Saint-Domingue ein, welche unabhängig von Paris die Angelegenheiten der Kolonie regeln sollte.

Auf der anderen Seite kämpften die freien Farbigen, an die im Rahmen der Französischen Revolution verkündeten Prinzipien der Gleichheit und Brüderlichkeit anknüpfend, für die Erlangung gleicher bürgerlicher Rechte. Unterstützt wurden sie dabei von der 1788 in Paris gegründeten „Gesellschaft der Freunde der Schwarzen“, einer Vereinigung von Gegnern der Sklaverei, deren oberstes Ziel in der Abschaffung des Sklavenhandels bestand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Aufstand auf Saint-Domingue und stellt die Forschungsfrage nach der medialen Rezeption dieses Ereignisses in Deutschland.

2. Voraussetzungen für die deutsche Wahrnehmung der Revolution auf Haiti: Dieses Kapitel erläutert den ereignisgeschichtlichen Kontext sowie zeitgenössische Rassentheorien, die das deutsche Urteilsvermögen gegenüber den Geschehnissen maßgeblich prägten.

3. Die Revolution auf Haiti: Hier wird der Verlauf der Revolution von der Situation vor 1791 bis zur Unabhängigkeitserklärung detailliert nachgezeichnet.

4. Die Wahrnehmung der Ereignisse in deutschen Publikationen am Beispiel der Zeitschriften „Politisches Journal“ und „Minerva“: Das Kapitel analysiert die Berichterstattung der beiden Zeitschriften und zeigt Unterschiede in ihrer politischen Bewertung der Revolution auf.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die deutsche Wahrnehmung durch rassistische Vorurteile und eine europazentrierte Sichtweise geprägt war.

Schlüsselwörter

Haiti, Saint-Domingue, Sklavenrevolution, Politisches Journal, Minerva, Französische Revolution, Rassentheorien, Sklaverei, Toussaint Louverture, Kolonialgeschichte, Abolitionismus, deutsche Wahrnehmung, Plantagenwirtschaft, Aufklärung, Unabhängigkeitserklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Untersuchung befasst sich mit der Rezeption der haitianischen Revolution und des Sklavenaufstands durch die zeitgenössische deutsche Öffentlichkeit, exemplifiziert an zwei bedeutenden Zeitschriften.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der politischen Geschichte Haitis stehen die zeitgenössischen rassentheoretischen Debatten sowie die Wahrnehmung von Freiheit und Sklavenemanzipation in Deutschland im Vordergrund.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Berichterstattung des Politischen Journals und der Minerva herauszuarbeiten und die europazentrierte Perspektive der damaligen Zeit kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine medienhistorische Analyse, die auf zeitgenössischen publizistischen Quellen und bestehender fachwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der revolutionären Ereignisse auf Haiti und die konkrete Analyse der Artikel, in denen die deutschen Publizisten das Geschehen bewerteten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem die haitianische Unabhängigkeit, der Sklavenaufstand, Rassismus im 18. Jahrhundert sowie die mediale Wirkung der Französischen Revolution.

Wie unterscheidet sich die Bewertung des Politisches Journals von der der Minerva?

Während das Politische Journal strikt konservativ und gegen die Unabhängigkeit Haitis eingestellt war, zeigte sich bei der Minerva ab 1805 eine differenziertere Sichtweise, bedingt durch neue, informierte Augenzeugenberichte.

Welche Rolle spielten die Rassentheorien in der Berichterstattung?

Die zeitgenössischen Rassentheorien dienten als argumentative Basis, um die Sklaven als minderwertig darzustellen und den gewaltvollen Widerstand als Beweis für fehlende Zivilisation zu diskreditieren.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die deutsche Wahrnehmung der Revolution auf Haiti (1791-1804) am Beispiel historisch-politischer Zeitschriften
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,3
Autor
Roderick Fabian (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
26
Katalognummer
V1368799
ISBN (eBook)
9783346902276
ISBN (Buch)
9783346902283
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wahrnehmung revolution haiti beispiel zeitschriften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Roderick Fabian (Autor:in), 2023, Die deutsche Wahrnehmung der Revolution auf Haiti (1791-1804) am Beispiel historisch-politischer Zeitschriften, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1368799
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Leseprobe aus  26  Seiten
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