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Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Lehrkräfte. Lehrpersonen als Verstärker der sozialen Ungleichheit durch Noten und Schullaufbahnempfehlungen?

Titel: Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Lehrkräfte. Lehrpersonen als Verstärker der sozialen Ungleichheit durch Noten und Schullaufbahnempfehlungen?

Hausarbeit , 2022 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jule Mönnichs (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit fokussiert die Reproduktion von sozialer Ungleichheit durch Lehrkräfte mittels Noten und Schullaufbahnempfehlungen.

Die Leitfrage dieser Hausarbeit ist, inwiefern die soziale Herkunft Lehrkräfte in der Vergabe von Noten und Übergangsempfehlungen von der Grundschule in die Sekundarstufe I beeinflusst. Die Grundlage der Ausarbeitungen stellt das Modell von Boudon dar, welches versucht, die sozialen Ungleichheiten mittels primärer und sekundärer Herkunftseffekte zu erklären. Im Anschluss wird die Erweiterung des Modells mittels eines tertiären Effekts nach Esser herangezogen.Diese genannten Konstrukte nehmen neben den primären und sekundären Herkunftseffekten wesentliche Einflüsse auf die Noten sowie Schullaufbahnempfehlungen. Anschließend fokussiert die Arbeit die Rolle der Lehrkraft in Bezug auf die Reproduktion der sozialen Ungleichheit, woraufhin abschließende Interventions- und Fördermaßnahmen zur Verringerung dieser dargelegt werden.

Obwohl die Kopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg innerhalb der Bildungssoziologie keine neue zu diskutierende Frage ist, sondern als "gravierendes Problem des deutschen Bildungssystem[s]" seit Jahrzehnten gilt, sind bisher wenige Maßnahmen zur Verringerung der Bildungsungleichheit zu verzeichnen. Die schulischen "Übergänge sind [hierbei] als wesentliches Merkmal [des] gegliederte[n] Bildungssystem[s] [zu nennen]", welche zugleich als zentrale Ursache sozialer Disparitäten in individuellen Bildungsverläufen disputiert werden. Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I gestaltet sich als "entscheidende Weichenstellung" und kann bei Fehlentscheidungen zu hohen gesellschaftlichen und individuellen Kosten beitragen. Die "Korrektur der Schullaufbahnen, vor allem Aufstiege in höhere Schulformen und das Nachholen von Abschlüssen, sind schwierig und selten". Umso folgenschwerer gestaltet sich die Tatsache, dass die "Schulempfehlung[en] von Lehrkräften, durch Studien nachgewiesen, von der sozialen Herkunft abhängig sind und somit nicht das reale Kompetenzniveau der Schülerinnen und Schüler widerspiegeln. Daraus folgt, dass Lehrkräfte einen expliziten Einfluss auf die Reproduktion sozialer Ungleichheiten haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Primäre und sekundäre Herkunftseffekte

2.2 Tertiärer Herkunftseffekt

3. Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Lehrkräfte

3.1 Leistungsbewertung.

3.2 Übergangsempfehlungen

4. Interventions- und Fördermaßnahmen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die soziale Herkunft von Schülerinnen und Schülern die Lehrkräfte bei der Vergabe von Schulnoten sowie bei der Erstellung von Übergangsempfehlungen für die Sekundarstufe I beeinflusst und welche Mechanismen dabei soziale Disparitäten verstärken können.

  • Primäre und sekundäre Herkunftseffekte nach Boudon
  • Der tertiäre Herkunftseffekt als Erweiterung des Modells
  • Einfluss von Stereotypen und Wahrnehmungsmustern auf die Leistungsbewertung
  • Rolle der Lehrkräfte als Akteure im Reproduktionsprozess sozialer Ungleichheit
  • Potenziale und Ansätze für Interventions- und Fördermaßnahmen

Auszug aus dem Buch

3. Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Lehrkräfte

„Auch wenn soziale Herkunftsmerkmale der Eltern einen wesentlichen Einfluss auf den Kompetenzerwerb, den Schulabschluss und die Entscheidung über den weiteren Bildungs- bzw. Ausbildungsweg von Kindern und Jugendlichen haben, verbringen Jugendliche heute doch so viel Lebenszeit in der Schule, dass eine genauere Analyse der schulischen Lebenswirklichkeit […]“ (zit. nach Asdonk & Bornkessel 2011, S.12f.) unerlässlich ist.

Einen wesentlichen Teil der Schule bzw. des Klassenzimmers nehmen, neben den Schüler*innen, die Lehrpersonen ein. Mit ihrer Aufgabe der Benotung haben sie bedeutsamen Einfluss auf die weitere Bildungsbiografie der Schüler*innen. Des Weiteren sind Eltern und Lehrer aufgrund des jungen Alters der Kinder an der „frühen Phase kindlicher Schulkarrieren […], die Akteure, die unmittelbar an dem Entscheidungsprozess [wie zum Beispiel am Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I] beteiligt sind“ (Kleine et al. 2010, S.73 & Gresch 2011, S.40).

Die Befunde der PISA-Studien repräsentieren für Deutschland im internationalen Vergleich eine enge Koppelung zwischen der sozialen Herkunft und dem Kompetenzstand. Es wird deutlich, dass Kinder aus höheren privilegierten Schichten höhere Kompetenzwerte erreichen als Schüler*innen aus unprivilegierten Schichten (Rutter 2018, S.9). Daraus geht hervor, dass Kinder, „deren Eltern ein vergleichsweises hohes Schulbildungsniveau aufweisen“ (ebd.), im Verlauf der Primarstufe bessere Ergebnisse innerhalb von Lese- und Rechtschreibtests erreichen als Schüler*innen aus schulbildungsfernen Familien (ebd.). Laut Vock und Gronostaj (2017) „sind für Kinder aus schulbildungsfernen Familien trotz vergleichbarer intellektueller Voraussetzung geringere Leistungszuwächse in der Schule zu verzeichnen“ (Vock & Gronostaj 2017, S.23). Diese Erkenntnisse legen nah, dass „soziale Ungleichheit hinsichtlich des Schulleitungsniveaus auch durch institutionelle beziehungsweise schulsystemische Effekte verursacht wird“. In anderen Worten: Schüler*innen werden „unabhängig von und zusätzlich zu ihren individuellen Ressourcen je nach besuchter Schulform unterschiedliche Entwicklungschancen bekommen, die zum Beispiel durch unterschiedliche Lehrpläne, Unterrichtskulturen und Kompetenzen der Lehrkräfte bedingt sind“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Hartnäckigkeit sozialer Ungleichheit im Bildungssystem, führt die zentrale Fragestellung zur Rolle der Lehrkräfte ein und verortet die Arbeit theoretisch im Modell von Boudon sowie der Erweiterung nach Esser.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die primären und sekundären Herkunftseffekte nach Boudon und führt den tertiären Herkunftseffekt ein, um den direkten Einfluss der Lehrkräfte auf Bildungsbiografien zu erfassen.

3. Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Lehrkräfte: Hier wird analysiert, wie Notenvergabe und Übergangsempfehlungen durch stereotype Wahrnehmungsmuster und institutionelle Faktoren soziale Ungleichheiten im Schulalltag verstärken.

4. Interventions- und Fördermaßnahmen: Dieser Abschnitt diskutiert präventive und begleitende Maßnahmen wie vorschulische Förderung, standardisierte Testverfahren und eine Sensibilisierung von Lehrkräften gegenüber Referenzgruppenverzerrungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Rolle von Lehrkräften als Verstärker sozialer Ungleichheit und plädiert für eine stärkere strukturelle Vereinheitlichung sowie gezielte Förderung zur Chancengerechtigkeit.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Bildungsbiografie, Lehrkräfte, Primäre Herkunftseffekte, Sekundäre Herkunftseffekte, Tertiäre Herkunftseffekte, Leistungsbewertung, Übergangsempfehlungen, Bildungsungerechtigkeit, Schulnoten, Reproduktion, Fördermaßnahmen, meritokratisches Schulwesen, Stereotype, Chancengerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Frage, wie soziale Ungleichheit reproduziert wird und welche Rolle Lehrkräfte dabei spielen, insbesondere im Kontext der Notenvergabe und der Empfehlungen für den Übergang auf weiterführende Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Einfluss der familiären Herkunft, das Wirken von primären, sekundären und tertiären Herkunftseffekten sowie die Wirksamkeit von Interventionsmöglichkeiten innerhalb des deutschen Bildungssystems.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Lehrkräften auf die Reproduktion sozialer Ungleichheit zu verdeutlichen und zu zeigen, dass Noten und Empfehlungen nicht allein durch Leistung, sondern auch durch sozial bedingte Faktoren geprägt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Diskussion einschlägiger bildungssoziologischer Studien, insbesondere unter Anwendung der Modelle von Boudon und der Erweiterung um den tertiären Effekt nach Esser.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Rahmenbedingungen der Herkunftseffekte sowie die praktische Umsetzung der Leistungsbewertung und Schullaufbahnempfehlungen durch Lehrkräfte in der Schule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bildungsbenachteiligung, tertiärer Herkunftseffekt, Lehrereinfluss, meritokratische Fehler und Interventionsmaßnahmen beschreiben.

Was genau ist der „tertiäre Herkunftseffekt“?

Der tertiäre Herkunftseffekt beschreibt die systematisch verzerrte Bewertung von Schülerleistungen durch Lehrkräfte, die auf Stereotypen bezüglich der sozialen Herkunft beruht und nicht ausschließlich auf der objektiven kognitiven Leistung basiert.

Warum sind die Übergangsempfehlungen der Grundschullehrer so kritisch?

Da diese Empfehlungen eine „Weichenstellung“ für die weitere Schullaufbahn darstellen, führen Verzerrungen hierbei oft zu einer dauerhaften Festschreibung von Bildungsungleichheiten, da ein späterer Wechsel oder Aufstieg in höhere Schulformen in der Praxis schwierig ist.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Lehrkräfte. Lehrpersonen als Verstärker der sozialen Ungleichheit durch Noten und Schullaufbahnempfehlungen?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Note
1,3
Autor
Jule Mönnichs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
19
Katalognummer
V1368245
ISBN (eBook)
9783346897664
ISBN (Buch)
9783346897671
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reproduktion soziale Ungleichheit primäre Herkunftseffekte sekundäre Herkunftseffekte Lehrkräfte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jule Mönnichs (Autor:in), 2022, Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Lehrkräfte. Lehrpersonen als Verstärker der sozialen Ungleichheit durch Noten und Schullaufbahnempfehlungen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1368245
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Leseprobe aus  19  Seiten
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