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Theorie und Empirie von Dichtungsübersetzung. Hölderlins und Du Bouchets "Lebensalter" - "Ages de la Vie"

Title: Theorie und Empirie von Dichtungsübersetzung. Hölderlins und Du Bouchets "Lebensalter" - "Ages de la Vie"

Term Paper , 2023 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Vittoria Guarino (Author)

French Studies - Literature

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich der schriftlichen Textübersetzung im Bereich der Literatur, mit einem Fokus auf die Übersetzung von Gedichten. Zunächst wird eine theoretische Annäherung an das Thema Übersetzen vorgenommen, gefolgt von einer praktischen Untersuchung anhand zweier Übersetzungen des französischen Dichters André Du Bouchet für das Gedicht 'Lebensalter' von Friedrich Hölderlin.

Diese Analyse ist besonders interessant, da sie sowohl Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen germanischen und romanischen Sprachen aufzeigt als auch Einblicke in die Interpretationen und Übersetzungsmethoden eines einzelnen Übersetzers gewährt. Die zentrale Fragestellung, die theoretische und praktische Aspekte miteinander verbindet, lautet: Wie gestaltet sich die Übersetzung in der Dichtung?

Durch eine Zusammenfassung der erarbeiteten Erkenntnisse zu den Übersetzungstheorien und -verfahren in der Literatur, insbesondere im Kontext von Du Bouchets Übersetzungen von Hölderlins 'Lebensalter', werden abschließende Überlegungen präsentiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Übersetzen: eine theoretische Übersicht

2.1 Definitionen von Übersetzung

2.2 Die Bedeutungen von translate, übersetzen und traduire

2.3 Übersetzungstheorien: die Notwendigkeit von mehreren Ansätzen

2.4 Übersetzung von Dichtung: ein Prozess der äquivalenten Neuschöpfung

3 Dichtungsübersetzung: eine praktische Darlegung

3.1 André Du Bouchet: Übersetzer von Hölderlin

3.2 Vorstellung von Hölderlins „Lebensalter“

3.3 Analyse der Übersetzungen „Ages de la vie“ 1963 und 1986

4 Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, den Prozess der Dichtungsübersetzung theoretisch zu fundieren und anhand der zwei Fassungen von André Du Bouchet für Friedrich Hölderlins Gedicht „Lebensalter“ praktisch zu veranschaulichen. Dabei wird untersucht, wie sich das Spannungsfeld zwischen der Treue zum Original und der kreativen Neuschöpfung in der literarischen Übersetzung gestaltet.

  • Theoretische Grundlagen und Definitionen des Übersetzens
  • Die spezifische Herausforderung der Dichtungsübersetzung
  • Analyse der Übersetzungskompetenz bei André Du Bouchet
  • Vergleichende Untersuchung der Übersetzungen von „Lebensalter“ (1963 und 1986)
  • Reflektion über das Potenzial und die Grenzen der Dichtungsübersetzung

Auszug aus dem Buch

2.4 Übersetzung von Dichtung: ein Prozess der äquivalenten Neuschöpfung

„Dichtung ist unübersetzbar. Ihr Klang ist unübersetzbar, ihr Rhythmus, ihre Melodie, aber das ist es nicht allein. Dichtung ist unübersetzbar, weil sie uns auffordert, nicht nur durch die Sprache hindurch, über die Sprache hinaus, sondern auf die Sprache selbst zu blicken. Dichtung ist die andere große Möglichkeit der Sprache, die Möglichkeit, das Werkzeug zum Kunstwerk zu machen. (Wandruszka 1967: 7 zit. in Koller, Henjum 2020: 187).

1967 behauptete Wandruszka, dass Dichtung aufgrund ihrer ganz individuellen Merkmale unübersetzbar sei. Die Sprache eines Gedichts ist selbst das Kunstwerk. Auf jeden Fall wäre eine derart konzipierte Übersetzung, die ausschließlich als Lese-Hilfe zum Originaltext dienen würde, reduktiv oder eigentlich gar keine Übersetzung (vgl. Koller, Henjum 2020: 61). Berman und Lombez argumentieren ebenfalls, dass Übersetzung nicht nur das Verständnis vom Original erlauben sollte, sondern auch an sich „un acte de maniféstation“; „une libération d´énergie créatrice“ sein sollte (Berman 2012: 179-181; Lombez 2016: 15).

Aufgrund ihrer individuellen Merkmale s.o. (Wandruszka 1967: 7 zit. in Koller, Henjum 2020: 187) ist Dichtung ein Beispiel vom maximalen Ausdruck von kreativer Individualität in der Literatur und genauso sollte auch ihre Übersetzung sein. Deswegen sollte der Übersetzer bei literarischen Texten und besonders bei Dichtung nach Berman ständig zwischen translatorischer Ethik „éthicité“ und Dichtkunst „poéticité“ bewegen. Somit würde der Übersetzer die Entsprechung zwischen dem Originaltext und der Übersetzung gewährleisten und gleichzeitig auch die Kreativität der Dichtung „übersetzen“ (vgl. Berman 1995: 1). Es würde sich nicht um eine Re-kreation nach Kußmaul handeln, sondern um eine Neuschöpfung, da die Sprache des Gedichts als sein kreativer Kern nicht replizierbar bleibt (vgl. Kußmaul 2000: 32 zit. in Stolze 2003: 148).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Vielsprachigkeit und die Notwendigkeit des Übersetzens ein und definiert den Fokus der Untersuchung auf die Übersetzung literarischer Texte.

2 Übersetzen: eine theoretische Übersicht: Dieses Kapitel erarbeitet theoretische Definitionen des Übersetzungsprozesses und diskutiert die unterschiedliche begriffliche Auffassung von „übersetzen“ in verschiedenen Sprachen und Traditionen.

2.1 Definitionen von Übersetzung: Hier werden zentrale Definitionen des Übersetzungsprozesses analysiert, mit besonderem Augenmerk auf die Verstehens- und Rekonstruktionsphase.

2.2 Die Bedeutungen von translate, übersetzen und traduire: Dieses Kapitel untersucht die semantischen Nuancen der Begriffe für das Übersetzen und ordnet sie historisch ein.

2.3 Übersetzungstheorien: die Notwendigkeit von mehreren Ansätzen: Hier werden verschiedene Übersetzungstheorien diskutiert, die das Spannungsfeld zwischen Worttreue und freier Nachdichtung beleuchten.

2.4 Übersetzung von Dichtung: ein Prozess der äquivalenten Neuschöpfung: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die spezifische Problematik der Dichtungsübersetzung, die als kreative Neuschöpfung begriffen wird.

3 Dichtungsübersetzung: eine praktische Darlegung: Dieser Abschnitt bereitet die praktische Analyse vor, indem er die Rolle des Übersetzers als zentrale Instanz für die Übersetzungskompetenz definiert.

3.1 André Du Bouchet: Übersetzer von Hölderlin: Dieses Kapitel porträtiert den Dichter André Du Bouchet und beleuchtet seine Herangehensweise an die Übersetzung der Werke Hölderlins.

3.2 Vorstellung von Hölderlins „Lebensalter“: Hier wird das Ausgangsgedicht in seiner Struktur, Thematik und historischen Einordnung vorgestellt.

3.3 Analyse der Übersetzungen „Ages de la vie“ 1963 und 1986: Dieses Kernstück führt einen detaillierten Vergleich von Du Bouchets zwei Übersetzungsfassungen durch und untersucht die angewandten Übersetzungsmethoden.

4 Schlussbetrachtungen: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Übersetzen ein unendlicher Prozess zwischen Nachahmung und Neuschöpfung ist.

Schlüsselwörter

Übersetzungswissenschaft, Dichtungsübersetzung, André Du Bouchet, Friedrich Hölderlin, Lebensalter, literarische Übersetzung, äquivalente Neuschöpfung, Übersetzungskompetenz, Hermeneutik, Intertextualität, Sprachbarrieren, Textanalyse, Poetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht theoretische und praktische Aspekte der Dichtungsübersetzung am Beispiel von zwei Übersetzungsfassungen des Hölderlin-Gedichts „Lebensalter“ durch André Du Bouchet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Übersetzungstheorie, die spezifische Schwierigkeit der Lyrikübersetzung sowie die Rolle der Übersetzungskompetenz und der kreativen Neuschöpfung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Prozess der Dichtungsübersetzung verständlich zu machen und zu belegen, dass eine gelungene Übersetzung zwischen Nachahmung und eigenständiger Neuschöpfung changiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer deskriptiven, praktischen Untersuchung, insbesondere durch einen detailreichen Vergleich des Ausgangstextes mit zwei Übersetzungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Übersicht über Übersetzung sowie einen praktischen Analyseteil, in dem spezifische sprachliche Entscheidungen Du Bouchets dekonstruiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch die Begriffe Übersetzungswissenschaft, Dichtungsübersetzung, äquivalente Neuschöpfung und Poetik charakterisiert.

Warum wählte die Autorin gerade die Übersetzungen von Du Bouchet?

Du Bouchet bietet als zweisprachiger Dichter mit einem verfremdenden Ansatz ein spannendes Beispiel für das Spannungsfeld zwischen Ethik der Übersetzung und dichterischer Freiheit.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über „perfekte“ Übersetzungen?

Die Autorin stellt fest, dass es keine perfekte Übersetzung gibt, da das Übersetzen selbst ein unendlicher, von Subjektivität geprägter Schöpfungsprozess bleibt.

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Details

Title
Theorie und Empirie von Dichtungsübersetzung. Hölderlins und Du Bouchets "Lebensalter" - "Ages de la Vie"
College
http://www.uni-jena.de/  (Philosophy Department)
Course
Literature of the Romance Languages
Grade
2,3
Author
Vittoria Guarino (Author)
Publication Year
2023
Pages
25
Catalog Number
V1366865
ISBN (eBook)
9783346894953
ISBN (Book)
9783346894960
Language
German
Tags
translation poetry Du Bouchet Hölderlin Lebensalter Ages de la Vie Dichtung Übersetzung Dichtungsübersetzung German Poetry French Poetry Französische Dichtung Deutsche Dichtung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vittoria Guarino (Author), 2023, Theorie und Empirie von Dichtungsübersetzung. Hölderlins und Du Bouchets "Lebensalter" - "Ages de la Vie", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1366865
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