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Die Wirtschaftsweise ländlicher Gesellschaften in der Frühen Neuzeit. Ehe und Arbeitsteilung im Fokus

Titel: Die Wirtschaftsweise ländlicher Gesellschaften in der Frühen Neuzeit. Ehe und Arbeitsteilung im Fokus

Hausarbeit , 2013 , 14 Seiten , Note: 3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Studie ist es, die ländlichen Gesellschaften der Frühen Neuzeit, insbesondere ihre Wirtschaftssysteme, detailliert zu untersuchen.

In der Zeit vom 16. bis 18. Jahrhundert lebte die Mehrheit der Bevölkerung noch auf dem Land - eine Tatsache, die im 21. Jahrhundert oft übersehen wird. Die ländliche Wirtschaft war grundlegend für diese Gesellschaften und prägte Gewohnheiten, Arbeitsverhältnisse und Weltanschauungen in dieser protoindustriellen Ära.

Die Analyse geht auf das Konzept des "Ganzen Hauses" nach Otto Brunner ein, wobei die Ehe als Grundlage des häuslichen Wirtschaftens dient. Die Untersuchung frühneuzeitlicher Ehelehren bietet einen Rahmen zum Verständnis der Arbeitsteilung innerhalb der bäuerlichen Ehe. Die Studie hebt die spezifischen Rollen innerhalb der männlichen und weiblichen Arbeitsbereiche hervor und zeigt die innige Verbindung zwischen Gesellschaftsstruktur und ländlicher Wirtschaft auf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept des "Ganzen Hauses" nach Otto Brunner

3. Ehe als Basis häuslichen Wirtschaftens

3.1. Darstellung der frühneuzeitlichen Ehelehren

3.2. Die Arbeitsorganisation in der bäuerlichen Ehe

3.2.1. Der weibliche Arbeitsbereich

3.2.2. Der männliche Arbeitsbereich

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Arbeitsorganisation und die Arbeitsteilung zwischen Ehefrau und Ehemann in der ländlichen Gesellschaft Mitteleuropas während der Frühen Neuzeit, wobei das Konzept des „Ganzen Hauses“ als theoretischer Rahmen dient.

  • Das Forschungskonzept des „Ganzen Hauses“ nach Otto Brunner
  • Frühneuzeitliche Ehelehren und patriarchale Strukturen
  • Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in der bäuerlichen Familie
  • Funktionale Hierarchien und Rollenverteilung in der Hauswirtschaft

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Der weibliche Arbeitsbereich

Vorerst ist festzulegen, dass den anthropologischen Zügen beider Geschlechter die Vorstellung der somit naturgegebenen Unterschiede die Zuordnung der Arbeit verstärkt. Wunder spricht hier von der "Zuschreibung >>leichter<< Arbeit an Frauen und >>schwere<< Arbeit an Männer".34

Tendenziell war die Tätigkeit einer Frau hauptsächlich häuslich gebunden. Die erstrangige Aufgabe einer verheirateten Frau war nach Mitterauer die Nahrungszubereitung, Beaufsichtigung und Kinderaufzucht.35 Da die Arbeit der Bäuerin sehr wichtig war, konnte diese Aufgabe auch an eine ältere Schwester des Hauses oder ein weibliches Gesinde (auf dem Hof in Lohnarbeit stehende Person) übergeben werden.36 Die Nahrungszubereitung wurde sehr hochgewertet und hatte auch einen sozialen Grund dafür, es ging nämlich bei der Qualität der Nahrung um den "Ruf eines Bauernhauses".37 Die Nahrungsmittel wurden meist von der Frau selber hergestellt. Dazu gehörte die Herstellung von Brot, Butter und Käse, die Erhaltung von Obst und Fleisch.38

Des Weiteren nennt Mitterauer die Reinigung des Wohnraumes, die Gästebeherbergung und die häusliche Krankenpflege als den weiblichen Aufgabenbereich einer verheirateten Bauersfrau, während in erster Linie unverheiratete Töchter oder Mägde auch zu physisch belastenden Außenarbeiten wie z.B. das Wäschewaschen und die Feld- und Wiesenarbeit herangezogen worden waren.39 Weitere weibliche Tätigkeiten waren außerdem die Textilherstellung, welche oft gemeinschaftlich in den so genannten Spinnstuben besorgt wurde, die Kleintierhaltung sowie die Milchwirtschaft.40 Die sowohl für den Eigenbedarf als auch für den Verkauf ausgerichtete Textilproduktion war nicht ausschließlich, aber vorherrschend Frauenarbeit.41

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die ländliche Siedlungsform und die Relevanz der bäuerlichen Familie für die Geschichtswissenschaft ein und definiert den Fokus auf die innerhäusliche Arbeitsteilung.

2. Das Konzept des "Ganzen Hauses" nach Otto Brunner: Dieses Kapitel rekonstruiert das Modell der bäuerlichen Wirtschaft als eine rechtliche, ökonomische und soziale Einheit, in der die Familie als zentrale Produktions- und Reproduktionsgemeinschaft fungiert.

3. Ehe als Basis häuslichen Wirtschaftens: Hier wird die Ehe als frühneuzeitliche Institution beleuchtet, die durch Eherechte und theologische Normen geprägt war und den Rahmen für das häusliche Zusammenleben bildete.

3.1. Darstellung der frühneuzeitlichen Ehelehren: Dieser Abschnitt analysiert zeitgenössische Eheschriften und deren Einfluss auf die Konstruktion geschlechtsspezifischer Rollenbilder im 16. und 17. Jahrhundert.

3.2. Die Arbeitsorganisation in der bäuerlichen Ehe: Hier wird aufgezeigt, dass die Arbeitsaufteilung innerhalb des Hofes als funktionale Hierarchie organisiert war, wobei dem Ehepaar als zentralem "Arbeitspaar" eine Schlüsselrolle zukam.

3.2.1. Der weibliche Arbeitsbereich: Dieses Kapitel beschreibt die primär im häuslichen Umfeld verorteten Tätigkeiten der Frau, wie Nahrungsmittelproduktion und Haushaltsführung, sowie deren soziale Bewertung.

3.2.2. Der männliche Arbeitsbereich: Dieser Teil widmet sich den kraftaufwendigen Außenarbeiten und der Leitungsfunktion des Hausvaters innerhalb der ökonomischen Strukturen des Hofes.

4. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass die Arbeitsteilung essenziell für die familiäre Existenzsicherung war und nicht losgelöst von den patriarchalen Machtverhältnissen der Frühen Neuzeit betrachtet werden kann.

Schlüsselwörter

Frühe Neuzeit, Ländliche Gesellschaft, Bäuerliche Ehe, Arbeitsteilung, Ganzes Haus, Geschlechterforschung, Hausvater, Wirtschaftsgeschichte, Existenzsicherung, Patriarchat, Ehelehren, Rollenverteilung, Agrargeschichte, Hauswirtschaft, Soziale Hierarchie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Arbeitsorganisation und der Geschlechterrollenverteilung in der bäuerlichen Ehe innerhalb der ländlichen Gesellschaft der Frühen Neuzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Konzept des „Ganzen Hauses“, die frühneuzeitlichen Ehelehren und die spezifische Aufteilung von Aufgaben in weibliche und männliche Bereiche.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Arbeitsaufteilungen zu analysieren, um zu klären, wie Ehemann und Ehefrau arbeitsteilig zur Existenzsicherung des bäuerlichen Haushalts beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse historischer Hausväterliteratur, zeitgenössischer Ehelehren sowie sozialgeschichtlicher Forschungsergebnisse.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des "Ganzen Hauses" nach Otto Brunner sowie die konkreten Arbeitsbereiche der Ehepartner auf einem Hof beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Frühe Neuzeit, Arbeitsteilung, Ganzes Haus, bäuerliche Ehe und Geschlechterforschung.

Warum wurde das Konzept des „Ganzen Hauses“ von Otto Brunner gewählt?

Es dient als theoretische Basis, um die Bauernwirtschaft als Einheit von Produktion und Reproduktion sowie als sozialen Herrschaftsverband innerhalb der Zeit zu verstehen.

Welche Auswirkung hatte die Agrarrevolution auf die Arbeitsteilung?

Mit der Arbeitsintensivierung stiegen die Anforderungen an die bäuerlichen Arbeitskräfte, was teilweise zu einer Überlastung der Frauen und einer Verschiebung hin zu männlich dominierten Tätigkeiten führte.

Spielt die Religion bei der Arbeitsorganisation eine Rolle?

Ja, in den Ehelehren der Frühen Neuzeit dienten religiöse Vorstellungen und Ehezwecke dazu, die hierarchische Ordnung und das Zusammenwirken der Ehepartner moralisch zu rahmen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wirtschaftsweise ländlicher Gesellschaften in der Frühen Neuzeit. Ehe und Arbeitsteilung im Fokus
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Ländliche Gesellschaften in der Frühen Neuzeit
Note
3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V1366494
ISBN (eBook)
9783346894496
ISBN (Buch)
9783346894502
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühe Neuzeit Ländliche Gesellschaft Ehe Arbeitsorganisation häusliche Wirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2013, Die Wirtschaftsweise ländlicher Gesellschaften in der Frühen Neuzeit. Ehe und Arbeitsteilung im Fokus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1366494
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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