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Vorstellung einer idealen Schule. Gibt es einen Zusammenhang der gewünschten Schülerschaft mit den Gründen für die Wahl des Lehrerberufs?

Title: Vorstellung einer idealen Schule. Gibt es einen Zusammenhang der gewünschten Schülerschaft mit den Gründen für die Wahl des Lehrerberufs?

Research Paper (postgraduate) , 2023 , 24 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership

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Seit vielen Jahren ist der Lehrkräftemangel in Deutschland bekannt und dennoch scheint die Regierung nahezu machtlos. Für die Zukunft der Kinder ist es dennoch unumgänglich, etwas hiergegen zu tun. Diese Forschungsarbeit blickt auf die Wünsche und Gründe zur Berufswahl der aktuellen Lehramtsstudierenden und evaluiert, an welchen Schulen, in Bezug auf die Schülerschaft, Lehrkräfte am liebsten unterrichten.

Lehrkräfte genießen in Deutschland, im Vergleich zu anderen Ländern, ein hohes gesellschaftliches Ansehen und erleben in ihrem Beruf den direkten Beitrag zur Entwicklung und dem Wohlbefinden des Staates. Es handelt sich um einen zukunftssicheren Beruf (aufgrund der steigenden Geburtenrate), der auch im Rentenalter finanzielle Sicherheit bietet. In der Vergangenheit entwickelten sich aber immer mehr Faktoren, die den Beruf zunehmend unattraktiv machen. Die gesellschaftlichen Ansprüche an die Institution Schule, und damit unmittelbar auch an die Lehrkräfte, steigen, die Heterogenität der Schülerschaft weitet sich aus, Lehrkräften werden neue Verantwortungsbereiche zugeteilt und sie müssen sich fachlich immer breiter aufstellen. Kurz gesagt, der Beruf wird fordernder und komplexer. Und dennoch verdienen Lehrkräfte deutlich weniger im Vergleich zu anderen Berufsfeldern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zum Lehrkräftemangel in Deutschland

2. Die Frage nach der „idealen“ Schule

3. Die Wunschvorstellungen von Lehrkräften – Wenn Träume auf die Realität treffen

3.1 Merkmale zur Berufswahl

3.2 RIASEC – Modell

3.3 FIT-Choice-Scale

3.4 Der Wunsch zum gesellschaftlichen Beitrag

4. Zwischenfazit

5. Wie hängen die eigenen Vorstellungen des Traumberufs mit der Wahl der Schule in Bezug auf die Schülerschaft zusammen?

5.1 Stichprobenbeschreibung

5.2 Durchführung und Evaluationsbeschreibung der Studie

5.3 Darstellung der Ergebnisse

5.4 Interpretation und Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Wunsch angehender Lehrkräfte, einen sozialen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten (Social Utility Value), und ihrer Bereitschaft, an Schulen mit besonderen Herausforderungen zu arbeiten. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, um Schulen in sozial schwächeren Bezirken für ausgebildete Fachkräfte attraktiver zu gestalten.

  • Analyse der Beweggründe für die Berufswahl von Lehramtsstudierenden.
  • Untersuchung des Konzepts "Social Utility Value" im Kontext der Schulwahl.
  • Erhebung von Präferenzen angehender Lehrkräfte hinsichtlich der Schülerschaft.
  • Diskussion der Diskrepanz zwischen Wunschvorstellungen und der Realität an sogenannten Brennpunktschulen.

Auszug aus dem Buch

3.2 RIASEC-Modell

Das im Jahr 1957 von John L. Holland entwickelte RIASEC-Modell gilt als das bedeutendste und meist erforschte Modell zur Berufswahl. Holland geht davon aus, dass das berufliche Interesse und die Berufswahl eng mit den individuellen Interessen des Menschen zusammenhängt und davon stark beeinflusst wird. Das berufliche Interesse wird hier definiert als „relativ stabile individuelle Unterschiede, die das Verhalten durch Präferenzen für bestimmte Arbeitstätigkeiten und Arbeitsumgebungen beeinflussen“ [übersetzt aus dem Englischen] (Schneider, 2020).

Das allgemeine und berufliche Verhalten von Individuen wird maßgeblich durch das Interesse für eine Handlung oder den Zielzustand bestimmt. Somit ist auch davon auszugehen, dass je höher das Interesse eines Menschen für die Aufgaben des Berufs, desto besser ist auch die Arbeitsleistung und das Arbeitsergebnis (Schneider, 2020). Schlussfolgernd ist es wichtig, dass der Mensch den Beruf nach dem individuellen Interesse wählt.

Das RIASEC-Modell geht dabei von sechs bipolaren beruflichen Interessensbereichen aus, die ein Mensch verfolgen kann: Realistisch („Realistic“, beschreibt die Wahl körperlicher oder mechanischer Berufe), Erforschend („Investigative“, beschreibt logische Arbeitsweisen und den Wunsch nach Problemlösestrategien, beschreibt die Wahl von Berufen in der Mathematik oder Naturwissenschaften), Künstlerisch („Artistic“, beschreibt die Wahl darstellender Berufe, z.B. Schauspieler, Tänzer), Sozial („Social“, beschreibt die Wahl von Berufen, in denen man anderen helfen oder sich um andere kümmern kann, z.B. Erzieher, Krankenpfleger), Unternehmerisch („Enterprising“, beschreibt die Wahl wirtschaftlicher Berufe, z.B. in Führungspositionen oder Politiker) und konventionell („Conventional“, beschreibt die Wahl von organisierenden Berufen, z.B. Buchhalter oder IT-Berufe) (Schneider, 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zum Lehrkräftemangel in Deutschland: Das Kapitel skizziert die aktuelle Situation des Lehrkräftemangels und die damit verbundenen Herausforderungen für das Bildungssystem sowie die zunehmende Attraktivität von Quereinsteigenden.

2. Die Frage nach der „idealen“ Schule: Hier wird der Bedarf an wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet, welche Faktoren Schulen für ausgebildete Lehrkräfte attraktiv oder unattraktiv machen.

3. Die Wunschvorstellungen von Lehrkräften – Wenn Träume auf die Realität treffen: Das Kapitel beleuchtet theoretische Modelle der Berufswahlmotivation, wie das RIASEC-Modell und die FIT-Choice-Scale, mit Fokus auf den sozialen Aspekt des Lehrerberufs.

4. Zwischenfazit: Es wird zusammengefasst, dass der soziale Aspekt und der Wunsch der Zusammenarbeit mit Kindern zentrale Motivatoren sind, jedoch eine Diskrepanz zur schulischen Realität der Brennpunktschulen besteht.

5. Wie hängen die eigenen Vorstellungen des Traumberufs mit der Wahl der Schule in Bezug auf die Schülerschaft zusammen?: Dieses Kapitel stellt die Methodik und Ergebnisse der eigenen Studie an Lehramtsstudierenden zur Korrelation von sozialen Werten und Schulwahlpräferenzen vor.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Ergebnisse, diskutiert die Rolle der sozialen Erwünschtheit und reflektiert die Diskrepanz zwischen den geäußerten Wünschen der Studierenden und der tatsächlichen Besetzung schwieriger Schulen.

Schlüsselwörter

Lehrkräftemangel, Berufswahlmotivation, Social Utility Value, FIT-Choice-Scale, RIASEC-Modell, Brennpunktschulen, Quereinsteigende, Schülerschaft, soziale Gerechtigkeit, soziale Erwünschtheit, Lehrerausbildung, schulisches Umfeld, Berufsanfang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob ein Zusammenhang zwischen den beruflichen Wunschvorstellungen von Lehramtsstudierenden – insbesondere dem Wunsch, einen sozialen Beitrag zu leisten – und ihrer Bereitschaft besteht, an Schulen mit bestimmten sozialen Herausforderungen zu unterrichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Lehrkräftemangel, die Berufswahlmotivation nach den Modellen RIASEC und FIT-Choice sowie die Diskrepanz zwischen idealisierten Vorstellungen der Studierenden und der Realität an sogenannten Brennpunktschulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern besteht ein Zusammenhang zwischen dem Wunsch des Leistens eines sozialen Beitrags durch Lehramtsstudierende und Merkmalen wie Heterogenität der Schülerschaft, Migrationshintergrund und dem sozioökonomischen Status?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Online-Befragung von 134 Lehramtsstudierenden, deren Ergebnisse mittels Korrelationsanalyse in Bezug auf den "Social Utility Value" und schulische Merkmale ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Hintergründe der Berufsmotivation, die methodische Vorgehensweise der Studie sowie die detaillierte Darstellung und Interpretation der statistischen Ergebnisse in Bezug auf die Schulwahlpräferenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Lehrkräftemangel, Social Utility Value, FIT-Choice-Scale, Berufswahlmotivation, Brennpunktschulen und soziale Erwünschtheit.

Wie erklären sich die Ergebnisse zum „Social Utility Value“?

Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende besonders den Bereich „Social equity“ (soziale Gerechtigkeit) stark mit positiven Werten verknüpfen, während andere Aspekte wie „Shape future“ weniger starke Zusammenhänge mit den schulischen Merkmalen aufwiesen.

Was ist die „soziale Erwünschtheit“ im Kontext dieser Studie?

Die Autorin diskutiert, dass Studierende in der Befragung möglicherweise Antworten gaben, die sie für gesellschaftlich korrekt hielten (z.B. Bereitschaft am Brennpunkt zu arbeiten), auch wenn dies nicht ihrer tatsächlichen Einstellung entspricht.

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Details

Title
Vorstellung einer idealen Schule. Gibt es einen Zusammenhang der gewünschten Schülerschaft mit den Gründen für die Wahl des Lehrerberufs?
College
University of Wuppertal
Grade
3,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
24
Catalog Number
V1366469
ISBN (eBook)
9783346895400
ISBN (Book)
9783346895417
Language
German
Tags
Forschungsprojekte Lehrer Lehrkräftemangel Deutschland Studie Lehramtsstudierende ideale Schule Berufswahl Schülerschaft Zusammenhang Schüler SuS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Vorstellung einer idealen Schule. Gibt es einen Zusammenhang der gewünschten Schülerschaft mit den Gründen für die Wahl des Lehrerberufs?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1366469
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